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Lohndumping Ein Stundenlohn von 1,54 Euro kann rechtens sein

[22.04.2014]Ein Stundenlohn von 1,54 Euro ist zwar sittenwidrig, aber nicht unbedingt ausbeuterisch. Mit dieser auf den ersten Blick sonderbaren Unterscheidung bestätigte das Arbeitsgericht Cottbus die verbreitete Praxis, sogenannte Aufstocker mit Dumpingbeträgen zu entlohnen – allerdings nur für spezielle Einzelfälle.

Der Fall:

In den konkret zu beurteilenden Fällen ging es um zwei Arbeitnehmer, die mit Aushilfstätigkeiten in einer Rechtsanwaltskanzlei für monatlich 100 € beschäftigt waren.

Bei 15 bzw. 14 Wochenarbeitsstunden ergab das rechnerisch einen Lohn von 1,54 bzw. 1,65 Euro pro Stunde. Geklagt hatte das Jobcenter Oberspreewald-Lausitz, das von dem Arbeitgeber 4100 Euro aufstockende Sozialleitungen wiederhaben wollte.

Die Entscheidung:

Das Arbeitsgericht Cottbus entschied zu Ungunsten der Behörde. Denn nach Ansicht der Richter liegt zwar durchaus ein Missverhältnis zwischen der erbrachten Arbeitsleistung und dem dafür entrichteten Entgelt vor. Allerdings konnten sie wegen der besonderen Umstände des Einzelfalls keine verwerfliche Absicht zur Ausnutzung einer Zwangslage der Mitarbeiter erkennen.

Denn schließlich hätten die beiden Männer den vereinbarten Lohn freiwillig akzeptiert. Im Ergebnis sei dieser zwar sittenwidrig, aber nicht ausbeuterisch.

Hintergrund

In Brandenburg sollen mehr als 64.000 Beschäftigte auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen sein. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Klagen wegen Lohndumpings nach Einführung des geplanten gesetzlichen Mindestlohns sinken wird.

Quelle:

ArbG Cottbus, Urteil vom 09.04.2014
Aktenzeichen: 13 Ca 10477/13 und 13 Ca 10478/13
PM des ArbG Cottbus vom 07. und 09.04.2014 und vom 20.12.2013

© bund-verlag.de - (jes)

Linktipp der Online-Redaktion:

»Lohndumping – Ein Stundenlohn von 2,84 Euro ist zu niedrig«, ArbG Cottbus, Vergleich vom 15.10.2013, Aktenzeichen 12 Ca 10848/13

Lesetipp der AiB-Redaktion:

»Auf dem Weg in die prekäre Vollerwerbsgesellschaft?« von Klaus Dörre in »Arbeitsrecht im Betrieb (AiB)« Ausgabe 5/2013, S. 275