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Unfallversicherung Impfschaden ist kein Arbeitsunfall

[12.08.2015]Ein Impfschaden infolge einer Grippeschutzimpfung ist nicht bereits deshalb als Arbeitsunfall zu entschädigen, weil die Impfung auf Veranlassung des Arbeitgebers durch den Betriebsarzt erfolgt. Allein der Massenverkehr in einem Museum mache die Imfpung nicht zwingend erforderlich, entschied das SG Dortmund.

Dies hat das Sozialgericht (SG) Dortmund im Falle einer Museumsmitarbeiterin aus Bochum entschieden, die infolge einer betriebsärztlichen Grippeschutzimpfung an einem Guillian-Barre-Syndrom erkrankte. Sie verklagte die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft auf Anerkennung eines Arbeitsunfalles. Die betriebsärztliche Impfung sei ihr von ihrem Arbeitgeber angeboten worden. Sie habe sich angesichts des Publikumsverkehrs im Museum vor einer besonderen Ansteckungsgefahr schützen wollen.

Das Sozialgericht Dortmund wies die Klage als unbegründet ab. Die Anerkennung eines Arbeitsunfalles komme nur in Betracht, wenn die mit der Tätigkeit verbundene Gefährdung eine Grippeschutzimpfung über die allgemeine Gesundheitsfürsorge hinaus erforderlich mache. Dies sei bei der Klägerin im Museum nicht der Fall gewesen. Zwar habe sie Kontakt zu Besuchergruppen gehabt. Die Ansteckungsgefahr sei aber nicht größer gewesen als an anderen Arbeitsplätzen mit Kontakt zu Kollegen und Publikum oder im privaten Bereich z.B. beim Einkaufen.

Die Entscheidung aus dem Jahr 2014 ist rechtskräftig geworden, nachdem die Klägerin ihre Berufung zurückgenommen hat.

Quelle
SG Dortmund, Urteil vom 05.08.2014
Aktenzeichen S 36 U 818/12
SG Dortmund, Pressemitteilung vom 10.08.2015

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