Teil VI - Abmahnung

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Das geht noch besser. Aber nicht verzagen – stell vor allem immer Fragen, damit nichts unklar bleibt.

Ihre Ergebnisse

Frage 1:
Der Chef mahnt seinen Arbeitnehmer zum ersten mal wegen wiederholten Zuspätkommens mündlich ab. Dieser meint jedoch, mündliche Abmahnungen seien stets unwirksam. Zu Recht?
Keine Antwort Nein: Abmahnungen können formfrei und daher auch mündlich erklärt werden.
Frage 2:
Ein Arbeitgeber zahlt seinem Arbeitnehmer wiederholt verspätet den Lohn. Der Arbeitnehmer mahnt den Arbeitgeber darauf hin ab. Geht das?
Keine Antwort Ja: Bei Pflichtverstößen des Arbeitgebers kann auch der Arbeitnehmer den Arbeitgeber abmahnen.
Frage 3:
Der Betriebsleiter mahnt einen Arbeitnehmer wegen überlanger Pausen ab. Er ist zwar zur Weisungserteilung hinsichtlich der Arbeitsleistung befugt, aber nicht zur Kündigung von Arbeitsverhältnisses. Ist die Abmahnung wirksam?
Keine Antwort Ja. Abmahnungsberechtigt sind alle Personen, die verbindliche Anweisungen hinsichtlich des Ortes, der Zeit sowie der Art und Weise der arbeitsvertraglich geschuldeten Arbeitsleistung erteilen dürfen.
Frage 4:
Der Chef mahnt seinen Arbeitnehmer wegen wiederholten Zuspätkommens wirksam ab. Kurze Zeit später überlegt er es sich anders und will dem Arbeitnehmer wegen der abgemahnten Pflichtverletzungen nun doch außerordentlich kündigen. Geht das?
Keine Antwort Nein: Durch eine Abmahnung wird das Kündigungsrecht des Arbeitgebers hinsichtlich der abgemahnten Pflichtverletzung „verbraucht“.
Frage 5:
Der Chef möchte einen Arbeitnehmer wegen einer verhaltensbedingten Pflichtverletzung abmahnen. Der Betriebsrat ist der Ansicht, er müsse zuvor angehört werden. Zu Recht?
Keine Antwort Nein: Das Anhörungsrecht des Betriebsrats bezieht sich allein auf Kündigungen und nicht auch auf Abmahnungen.
Frage 6:
Der Arbeitgeber will dem Arbeitnehmer wegen des Diebstahls von 10.000 EUR außerordentlich kündigen. Zuvor hat er ihn nicht einmal abgemahnt. Geht das?
Keine Antwort Ja: Die begangene Pflichtverletzung wiegt so schwer, dass eine Abmahnung entbehrlich ist.
Frage 7:
Ein Betriebsratsmitglied verletzt seine Pflicht, sich zur Wahrnehmung von Betriebsratstätigkeiten rechtzeitig beim Arbeitgeber abzumelden. Der Arbeitgeber mahnt das Betriebsratsmitglied deswegen ab. Geht das?
Keine Antwort Ja: Die Abmeldepflicht gegenüber dem Arbeitgeber trifft alle Arbeitnehmer, wenn während der Arbeitszeit die geschuldete Arbeitsleistung nicht erbracht wird. Die Abmahnung des Betriebsratsmitglieds ist somit möglich.
Frage 8:
Ein Arbeitgeber mahnt seinen Arbeitnehmer mehrmals ab. Dieser hält die Abmahnungen zwar für unberechtigt, will gegen diese aber erst im Falle einer Kündigung vorgehen? Geht das?
Keine Antwort Ja: Ein Arbeitnehmer kann unberechtigte Abmahnungen auch noch im Laufe eines Kündigungsschutzprozesses rügen.
Frage 9:
Ein Arbeitgeber mahnt seinen Arbeitnehmer ab. Der Arbeitnehmer hält die Abmahnung für unberechtigt. Der Betriebsrat rät ihm, eine Gegendarstellung in die Personalakte nehmen zu lassen. Geht das?
Keine Antwort Ja: Der Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf Aufnahme einer Gegendarstellung in die Personalakte.
Frage 10:
Der Arbeitgeber mahnt in einem Schreiben mehrere Pflichtverletzungen des Arbeitnehmers ab. Später stellt sich heraus, dass der Arbeitnehmer eine dieser Pflichtverletzungen nicht begangen hat. Kann der Arbeitnehmer die Entfernung des ganzen Abmahnschreibens aus der Personalakte verlangen?
Keine Antwort Ja: Erweist sich auch nur eine von mehreren Pflichtverletzungen als unzutreffend, muss das ganze Abmahnschreiben aus der Personalakte entfernt werden.
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