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Alles über Ferienjobs - Tipps vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)

27. Juni 2011

Viele Schüler und Studenten nutzen die Ferienmonate, um ihr Taschengeld aufzubessern oder Studienkosten zu finanzieren. Doch nicht alles, was Geld bringt, ist auch erlaubt. Betriebsrat und JAV sollte darauf achten, dass auch die in ihrem Betrieb eingesetzten Ferienkräfte voll abgesichert sind.

Viele Schüler und Studenten nutzen die Ferienmonate, um ihr Taschengeld aufzubessern oder Studienkosten zu finanzieren. Doch nicht alles, was Geld bringt, ist auch erlaubt. Betriebsrat und JAV sollte darauf achten, dass auch die in ihrem Betrieb eingesetzten Ferienkräfte voll abgesichert sind.

Für Ferienjobs von Kindern und Jugendlichen gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG): Kinder bis zum 14. Lebensjahr dürfen nur unter Ausnahmeregelungen arbeiten. Mit Zustimmung der Eltern dürfen Kinder über 13 Jahren bis zu zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Im landwirtschaftlichen Bereich sind drei Stunden täglich innerhalb dieses Zeitraums erlaubt. Voraussetzung ist, dass es sich um leichte Tätigkeiten handelt – das können zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitungen austragen oder Botengänge sein. Für Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren gibt es beim Jobben in den Ferien weniger Einschränkungen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) weist darauf hin, dass Schulpflichtige nicht länger als vier Wochen pro Jahr in den Ferien jobben dürfen. Denn ganz klar gilt: Schulferien dienen in erster Linie der Erholung.

Wichtig: Für Jugendliche ist schwere körperliche oder gefährliche Arbeit nicht erlaubt. Dazu zählen das Tragen von schweren Gegenständen, das Hantieren mit Chemikalien oder Akkordarbeit. Die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche darf nicht überschritten werden, auch nicht der Arbeitszeitraum zwischen 6 bis 20 Uhr. Im Gaststättengewerbe Schüler oder die Schülerin ab 16 Jahren bis 22 Uhr, in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr arbeiten. Wochenendarbeit ist ebenfalls tabu – außer zum Beispiel bei Sportveranstaltungen. Arbeitgeber müssen Schülerinnen und Schüler für ihren Ferienjob auch über den Betrieb unfallversichern.

Schülerinnen und Schülern empfiehlt DGB-Bundesjugendsekretär René Rudolf, den Lohn im Blick zu behalten: "Auch Ferienjobs sind Jobs, die fair entlohnt werden sollen. Für Ferienjobs ist es wichtig zu wissen, dass Beiträge zur Sozialversicherung nicht anfallen. Wenn der Lohn allerdings über 896 Euro pro Monat liegt, dann werden Steuern fällig. Die werden allerdings normalerweise im nächsten Jahr wieder erstattet. Ratsam ist es, eine Lohnsteuerkarte abzugeben." (Quelle: Pressemitteilung des DGB vom 23.06.2011)

(mst)

Mehr zum Thema "Ferienjobs" finden Sie hier:

www.arbeitsrecht.de: Tipps zu Ferienjobs

Unser Lesetipp in der AiB 7/2011 (erscheint 5.7.2011):

»Ferienarbeiter im Betrieb - Was der Betriebsrat wissen sollte«  (S. 444-447
von Ulrich Petri (IG Metall Baden.Württemberg)



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