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Kommunikation

5 Rhetorik-Tipps für Betriebsräte

Kommunikationstrainer
Quelle: Bund-Verlag GmbH

Gerade neu gewählten Betriebsräten fällt es anfangs schwer, eine Sitzung zu leiten oder auf einer Betriebsversammlung frei zu sprechen. Doch nur wer mitredet, kann sich auch einbringen und mitbestimmen. Wir haben Wolfgang Fricke, Autor unseres Ratgebers »Der Kommunikationstrainer« gefragt, welche Tipps er frisch gewählten Betriebsräten mitgeben möchte.

Welche Tipps können Sie Betriebsräten geben?

Wolfgang Fricke:

Na ja, es gibt da im Grunde nur zwei Wege für ein neu gewähltes Betriebsratsmitglied: Entweder man schafft es, sich so bald wie möglich einzumischen, oder man endet als eine Art Mauerblümchen, dessen Beteiligung sich darauf beschränkt, bei Abstimmungen die Hand zu heben. Damit ist im Grunde schon gesagt, worum es gehen muss:

  1. Möglichst schon bei der konstituierenden Sitzung eine Wortmeldung zu irgendeinem Thema wagen, von dem man ein bisschen was versteht. Das soll, ja, das darf keine große Sache werden – ein Satz genügt. Es geht nur darum, einen ersten kleinen Schritt über die Schwelle zu tun. Ist das geschafft, fällt die nächste Wortmeldung schon leichter.
  2. Wichtig ist, dass man sich nicht zu viel vornimmt. Wirklich nur einen Satz und wirklich nur zu einem Thema, in dem man sich sicher fühlt. Einfach auf die Chance warten, »seinen« Satz einzubringen – und zwar ohne ihn vorher aufzuschreiben! Ein, zwei Stichworte während der Diskussion zu notieren, das genügt.
  3. Von nun an darf es keine Betriebsratssitzung mehr geben, auf der man nicht mindestens einmal kurz das Wort ergriffen hat. Sehr schnell werden die Wortbeiträge dann – ohne dass man sich groß bemühen müsste – auch länger.
  4. Ist das geschafft, hilft es, sich selbst Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad zu stellen. Vor jeder Sitzung die Tagesordnung durchschauen, ob es ein Thema gibt, zu dem man ein Statement abgeben kann. Besser noch: Man bringt selbst ein Thema ein – ein Thema, das einem auf den Nägeln brennt. Jetzt ist es allerdings nicht mehr damit getan, spontan zwei Stichworte zu notieren. So ein Statement muss kurz, knapp, aber klar gegliedert sein: Was ist das Problem? Was ist meine Idee? Was schlage ich konkret vor? Trotzdem: Nur Stichworte aufschreiben! Das spannendste Thema verplätschert sich, wenn es abgelesen wird.
  5. Spätestens jetzt muss das gewonnene Selbstvertrauen durch gezieltes Üben ausgebaut werden – sei es anhand eines Leitfadens oder auf einem Seminar.

Mehr hilfreiche Praxistipps zum Führen von Gesprächen, Leiten von Sitzungen, Vorbereiten von Verhandlungen und zum selbstbewussten Halten einer Rede lesen Sie im Ratgeber »Der Kommunikationstrainer« von Wolfang Fricke und Sebastian Fricke. Hier gehts zur Leseprobe!

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© bund-verlag.de (ls)

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