Infodienst "Arbeitsschutz und Mitbestimmung"

Gefährdungsbeurteilung psychische Belastungen

27. Februar 2020
54_Deutsche Post

Interview : Zeit- und Leistungsdruck, schwierige Kunden, Mängel im Führungsverhalten – der Gesamtbetriebsrat der Deutschen Post AG sah enormen Handlungsbedarf, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Raus kam ein mustergültiges 3-stufiges Verfahren zur Erfassung psychischer Arbeitsbelastungen.

Wolfgang Euler, Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtbetriebsrats, beschreibt es für Sie!


Hinweis: Mit seinem tollen Projekt zur Reduzierung psychischer Belastungen war der Gesamtbetriebsrat der Deutschen Post AG auch für den Hauptpreis beim Deutschen Betriebsräte- Preis 2019 nominiert.


1. Welche Rolle spielt die Gefährdungsbeurteilung?

Die Gefährdungsbeurteilung (bei der Post »GeBu« abgekürzt) spielt eine wesentliche Rolle. Nur mit der GeBu können für den Betriebsrat und die Beschäftigten unter  Berücksichtigung des Gefährdungsbegriff und der Rechtsprechung des BAG rechtssicher Gefährdungen ermittelt und entsprechende Schutzmaßnahmen entwickelt werden.

2. Das Gesetz schreibt die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung vor, aber sagt nicht wie. Bei Ihnen gab es jahrelange Auseinandersetzungen. Am Ende stand ein 3-stufiges Verfahren. Wie läuft das ab?

Ziel des Gesamtbetriebsrates und ver.di war es, den örtlichen Betriebsräten bei Verhandlungen zur GeBu, aber auch bei deren Durchführung, Probleme aus dem Weg zu räumen. Wir entwickelten deshalb – gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen – ein dreistufiges Verfahren (siehe Kasten »Gut zu wissen«), dass die Niederlassungen vor Ort nun einfach übernehmen und in ihre Betriebsvereinbarung zur GeBu integrieren können.

► Zum vollständigen Beitrag  im Infodienst "Arbeitsschutz und Mitbestimmung" 2/2020, S. 8f.

► Onlinepräsentation der Preisträger

 

 

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