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Krankenversicherung

Bremer SPD will Hamburger Modell

29. Oktober 2018 Beamte, Krankenversicherung
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Quelle: dessauer_Dollarphotoclub

Beamte sind überwiegend privat krankenversichert. Den Arbeitgeberanteil, wie er in der gesetzlichen Krankenversicherung heißt, liefert bei ihnen die »Beihilfe«. Das schwäche das solidarische Pflegeversicherungssystem, meinen viele Gesundheitsexperten und auch die Bremer SPD – sie fordert deshalb das »Hamburger Modell«.

Das »Hamburger Modell« eröffnet Beamten die Möglichkeit, die Art der Krankenversicherung – also gesetzlich mit einem pauschalen Beihilfezuschuss oder privat – frei zu wählen. Beamte können sich zwar freiwillig bereits in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern, müssen dann aber den Beitrag inklusive des Arbeitgeberanteils vollständig selbst zahlen.

Bei der 50-prozentigen Absicherung durch eine private Krankenversicherung übernimmt der Staat in Form der Beihilfe die andere Hälfte der anfallenden Kosten.

Auch Bestandsbeamte profitieren

In Bremen könnten sowohl Neu- als auch Bestandsbeamte von den Änderungen profitieren, so der Plan der rot-grünen Landesregierung. Es bestehe auch nicht die Gefahr, dass sich ihre Staatsdiener die Rosinen herauspicken, stellt die SPD in ihrem Antrag an die Bürgerschaft, so heißt das Bremer Parlament, klar: »Eine Wechselmöglichkeit im Laufe des Beamtenverhältnisses zwischen einer GKV- und einer PKV-Mitgliedschaft wird durch die vorstehende Regelung nicht ermöglicht.«

Die SPD-Prognose geht von jährlichen Kosten bei Neueinstellungen je nach Variante zwischen 100.000 und 400.000 Euro und bei Bestandsbeamten von 4,4 Millionen Euro aus.

bund-verlag.de (mst)

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