Beratungsgremium

Expertenrat analysiert Arbeitswelt

27. Januar 2020 Arbeit
Unterlagen Büro Akteneinsicht Schreibtisch Arbeit Präsentation
Quelle: www.pixabay.com/de

Ein unabhängiger »Rat der Arbeitswelt« soll Politik, betriebliche Praxis und Öffentlichkeit von nun an über Veränderungen und damit einhergehende Herausforderungen in der Arbeitswelt informieren und beraten.

Ziel ist es, durch die Analysen der Experten eine umfassende Berichterstattung zur Arbeitswelt für die die mehr als 42 Millionen abhängig Beschäftigten und rund zwei Millionen Betriebe in Deutschland aufzubauen. Diese regelmäßige und unabhängige Arbeitsweltberichterstattung sei ein zentrales Projekt des BMAS, um Politik und Praxis gleichermaßen verlässlich und fundiert über den Wandel in der Arbeitswelt zu informieren und zu beraten und auch im Koalitionsvertrag verankert, teilt das Ministerium mit.

Der Rat wird ab Frühjahr 2021 jährlich einen Arbeitswelt-Bericht mit jeweils einem zentralen Thema der Arbeitswelt und dazugehörigen Handlungsempfehlungen erstellen und dem Bundesminister für Arbeit und Soziales übergeben. Zudem wird ein aktuelles Arbeitswelt-Portal im Internet als zentrale Anlaufstelle und Informationsplattform eingerichtet.

Wandel der Arbeitswelt greifbar machen

»Die Arbeitswelt wandelt sich - spürbar und schnell. Wir brauchen mehr verlässliche Orientierung. Deshalb brauchen wir eine regelmäßige und unabhängige Arbeitsweltberichterstattung. Dafür konnte ich elf hochrangige, erfahrene und prominente Expertinnen und Experten aus der betrieblichen Praxis und der Wissenschaft gewinnen. Ich verspreche mir dadurch fundierte Impulse für Öffentlichkeit, Politik und betriebliche Praxis«, erklärt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Ratsmitglied Frank Bsirske, ehemaliger Vorsitzender von ver.di, sagt: »Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen aus fast zwei Jahrzehnten Gewerkschaftsengagement in den Arbeitsweltbericht einzubringen. Es ist wichtig, dass wir unsere Arbeitswelt aktiv gestalten, und in dem Bericht können die vielfältigen Handlungsfelder deutlich aufgezeigt werden.«

Weitere Ratsmitglieder sind: Prof. Dr. Uschi Backes-Gellner (Lehrstuhlinhaberin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich), Sinischa Horvat (Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE), Iwer Jensen ( bis Ende 2019 Vorstandsvorsitzender der team AG), Janina Kugel (Vorstandsmitglied der Siemens AG, zuständig für Personal, bis 2/2020), Matthias Möreke, (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Werks Braunschweig der Volkswagen AG – auf Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbundes), Prof. Dr. Sabine Pfeiffer (Lehrstuhlinhaberin für Soziologie Schwerpunkt Technik - Arbeit - Gesellschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Isabel Rothe (Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA), Stephan Schwarz (Geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Gebäudereinigung GRG Services Berlin und ehemaliger Präsident der Handwerkskammer Berlin), Dr. Bettina Volkens (bis Ende 2019 Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin der Deutschen Lufthansa AG – auf Vorschlag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverbände), Prof. Dr. Ulrich Walwei (Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB).

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