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Reform

Gewerkschaften fordern Weiterbildungsgesetz

02. November 2017
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Quelle: © Kzenon / Foto Dollar Club

Deutschland braucht ein zentrales Weiterbildugsgesetz. Das fordern ver.di, GEW und IG Metall. Damit soll ein einheitliches System her, das den Dschungel an Zuständigkeiten abschafft. Denn die heutige Weiterbildung ist undurchsichtig, wenig schlagkräftig und hat die Zukunft des Arbeitens nicht im Blick.

»Die Infrastruktur der Weiterbildung ist unsystematisch und zeichnet sich durch einen Dschungel von Zuständigkeiten aus. Deshalb brauchen wir jetzt bundesweit verbindliche Regelungen«, so Ute Kittel, ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

Die Bundesregierung müsse in einem Bundesgesetz Weiterbildung das Recht auf Weiterbildung verankern und klare Strukturen schaffen, die für mehr Verbindlichkeit und Planungssicherheit für alle Beteiligten sorgen, so die Forderung der Gewerkschaften. Sowohl ein zentraler Weiterbildungsfonds zur Finanzierung als auch ein bundeseinheitlicher
Anspruch auf Freistellung von der Arbeit zu Bildungszwecken sololen das Weiterbildungsrecht fit für die Zukunft machen.

Dazu müssten auch die Bausteine Finanzierung, Lernzeiten, Information und Beratung, Qualitätssicherung und Personalentwicklung, Abschlüsse und Zertifikate sowie Koordination und Kooperation neu geregelt werden.

Nationale und internationale Studien zeigten, dass das Weiterbildungssystem in Deutschland erhebliche Mängel aufweise und im internationalen Vergleich nur eine Position im Mittelfeld einnehme. Gerade mit Blick auf die Digitalisierung müsse der Notwendigkeit, dass sich Arbeitnehmer regelmäßig fortbilden müssen, Rechnung getragen werden. Lebenslanges Lernen müsse außerdem für geringqualifizierte Personen möglich sein.

Ebenfalls als Zielgruppe nennen die Gewerkschaften ältere Menschen, die ohne Weiterbilodung den Anschluss an sich verändernde Arbeitsbedingungen verlieren.

Mehr Informationen finden Sie bei ver.di im Bereich Bildungspolitik.

© bund-verlag.de (mst)

 

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