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Ausbildung

Azubis für Sucht sensibel machen

05. März 2018 Sucht, JAV, Prävention
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Quelle: Focus Pocus LTD_Dollarphotoclub

Für ihre Projektwoche »Suchtprävention« erhielten sie beim Deutschen Personalräte-Preis 2017 den Sonderpreis der HUK Coburg. Maxi Schubert und Katja Beier berichten in »Der Personalrat« 3/2018 wie JAV und Personalrat des Umweltbundesamtes in Dessau die Sache zu einem Erfolg machten.

Die Suchtpräventionswoche der JAV beim Umweltbundesamt Dessau hat die Jury überzeugt. Wie lange hat die Umsetzung des Projekts gedauert?

Maxi Schubert: Erste Treffen fanden im Juni 2016 statt. Die Planung dauerte etwa fünf Monate und endete im Oktober mit der Projektwoche.

Mussten Sie intern viel Überzeugungsarbeit leisten und was waren die größten Hürden?

Katja Beier: Nein, viel Überzeugungsarbeit mussten wir nicht leisten. Diese Suchtpräventionswoche ist im Ausbildungskonzept des Umweltbundesamtes verankert und findet daher regelmäßig alle drei Jahre statt. Hauptorganisator ist die JAV mit Unterstützung der Ausbildungsleitung. Durch personelle Engpässe im Personalreferat standen die JAV und der Personalrat weitestgehend allein in der Planung und Organisation. Grundlegend haben nur vier Personen aktiv an der Planung mitgewirkt, was zu einer Doppelbelastung aller Beteiligten führte.

Wie waren oder sind die Reaktionen der Kollegen beim Umweltbundesamt?

  Katja Beier: Die Reaktionen der Azubis waren durchgehend positiv. 40 von circa 50 Auszubildenden haben teilgenommen. Die Amtsleitung positionierte sich positiv und lobte die Organisation und die Ergebnisse der Suchtpräventionswoche. Von den Kolleginnen und Kollegen des Amtes kam positives Feedback und Interesse an der Thematik. Einige agierten als Multiplikatoren und betreuten die Workshops mit. Die Beteiligung an der Abschlusspräsentation im Hörsaal des Umweltbundesamtes war jedoch leider überschaubar.

Welche Tipps würden Sie anderen Interessenvertretungen geben?

Maxi Schubert: Besonders wichtig ist die Vorbereitung. Dazu gehört Brainstorming in alle Richtungen, bezüglich Vorträgen oder Workshops. Außerdem bedarf es einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Personalrat, aber auch mit anderen kompetenten Einrichtungen wie der Sozialberatung und den Suchtbeauftragten. Ebenfalls hilfreich: Kooperationen mit regionalen Institutionen wie Polizei, Krankenhäuser, Suchtberatungsstellen, Vereinen, Unternehmen und Gewerkschaften. Und natürlich sollte man auch unbedingt die Kollegen bei der Suchtpräventionswoche einbeziehen. Hier können persönliche Erfahrungen mit der Thematik weiterhelfen. Im Anschluss steht die Evaluation der Projektwoche an, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und um danach ein Konzept zu erarbeiten, damit eine regelmäßige Durchführung gesichert ist. Ganz besonders wichtig: Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

© bund-verlag.de (mst)

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