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Gesundheitsschutz

Schichtarbeit ist ungesund

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Quelle: industrieblick / Foto Dollar Club

Schichtarbeit birgt ein hohes Gesundheitsrisiko. Denn beim Erstellen von Schichtplänen missachten Arbeitgeber oft rechtliche Vorgaben und wissenschaftliche Erkenntnisse. Rund 80 Prozent der Arbeitnehmer, die seit mehr als 20 Jahren im Schichtdienst tätig sind, klagen über Müdigkeit und Erschöpfung – so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Neben Müdigkeit und Erschöpfung berichten fast genauso viele über Rückenschmerzen. Und die gesundheitlichen Beschwerden werden mit der Dauer der Schichtarbeit immer schlimmer.

Gut 70 Prozent berichten von Schlafstörungen. Unter jüngeren Schichtarbeitern sind die Beschwerden weniger verbreitet, aber dennoch gebe es »bedenklich viele« Betroffene. Nur jeder Zehnte arbeitet in kurzen Nachtschichtblöcken von zwei bis drei Tagen, die Hälfte in Blöcken von vier bis fünf Tagen und jeder Dritte in Blöcken von mehr als fünf Tagen.

Maximal zwei bis drei Nachtschichten sollten aufeinander folgen

Aus Sicht der Arbeitsmedizin sollten maximal zwei bis drei Nachtschichten aufeinander folgen. Mehr als ein Viertel der Befragten gibt außerdem an, dass eine ausreichende Erholungsphase nach der Nachtschicht fehle. Der Wechsel zwischen Nacht-, Spät- und Frühschicht – ein rückwärts rollierendes Schichtmodell – stelle aus medizinischer und arbeitswissenschaftlicher Sicht eine hohe Belastung dar.

Faustregel: Pro Nachtschicht ein Erholungstag

Besser verträglich sei der Rhythmus Frühschicht, Spätschicht, Nachtschicht – sofern zwischen allen Blöcken genügend freie Tage liegen. Als Faustregel gelte: pro Nachtschicht ein Erholungstag. Immerhin bewerten mehr als 90 Prozent die Plan- und Vorhersehbarkeit ihrer Arbeitszeit als positiv.

Quelle:

»Arbeitsrecht im Betrieb« (AiB) 12/2017, Magazin.

© bund-verlag.de (ls)

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