Gesundheit

Stress macht schlaflos

12. Dezember 2018 Arbeit, Gesundheit
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Quelle: ©Robert Kneschke / Foto Dollar Club

Immer mehr Menschen schlafen schlecht. Stress auf der Arbeit ist ein Auslöser für Schlafstörungen. Prof. Dr. med. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Berliner Charité, erklärt in der Fachzeitschrift »Der Personalrat« 12/2018, welche Folgen nicht oder schlecht schlafen hat und was dagegen zu tun ist.

Herr Prof. Fietze, warum schlafen die Deutschen so schlecht?

Weil sie dem Schlaf leider zu wenig Bedeutung beimessen. Es wird an Schlaf gespart, dieser wird gestresst und Schlafstörungen werden zu spät ernst genommen. Das beginnt bei unseren Kindern und Jugendlichen. Und Schlafstörungen nehmen zu, vor allem die Insomnie und die schlafbezogenen Atmungsstörungen.


Welchen Anteil daran hat Stress auf der Arbeit?

Stress ist der Schlafkiller Nummer Eins und kann bei allen sensiblen oder schlechten Schläfern zu einer ernsthaften chronischen Schlafstörung führen. Anders herum kann Stress aus einem gesunden Schläfer einen sensiblen oder gestörten Schläfer machen. Das passiert vor allem dann, wenn abends kein Stressabbau erfolgt.


Wie wirkt sich schlechter Schlaf auf die Arbeitsleistung aus?

Schlechter Schlaf macht schlechte Laune bis hin zu depressiven Verstimmungen und mindert die Reaktionszeit, Geschicklichkeit, Konzentration, Genauigkeit, das Gedächtnis und bei chronisch schlechtem Schlaf auch die Kraft. Die Leistungsfähigkeit ist schon nach einer kurzen und/oder schlechten Nacht eingeschränkt, mehr noch aber bei chronischen Problemen.


Was können Beschäftigte tun, um besser zu schlafen?

Wenn unter der Woche nicht länger geschlafen werden kann, dann bestenfalls am Wochenende ausschlafen. Ansonsten auf angenehmen Schlafkomfort achten. Dazu gehören etwa Klima, Temperatur, Licht, Lärm, Matratze etc. Hilfreich ist auch, ein entspannendes Einschlafritual zu pflegen, vom autogenen Training bis hin zum warmen Getränk. Und ganz wichtig: 30 Minuten vor dem Schlafen offline gehen, damit man nicht die ganze Nacht mit einer »Anruf-/Informations-Erwartungshaltung« schläft.

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