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Arbeitsschutz

Weltweit weniger Arbeitsunfälle

12. Juni 2015

Den Arbeitsschutz in ärmeren Produktionsländern stärken – das ist das Ziel der Staats- und Regierungschefs der G7. Die Industrienationen haben ihre Unterstützung für einen Vision-Zero-Fund angekündigt, um die Anzahl arbeitsbedingter Todesfälle und schwerer Arbeitsunfälle weltweit zu verringern.

Die G7 sind ein informeller Zusammenschluss, der zu ihrem Gründungszeitpunkt bedeutendsten Industrienationen der westlichen Welt in Form regelmäßiger Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Mit ihrer Initiative für die Einrichtung eines internationalen Fonds in Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wollen die G7 konkrete Hilfe leisten, um den notwendigen Aufbau öffentlicher Strukturen zu fördern und nachhaltige betriebliche Maßnahmen gerade in ärmeren Produktionsländern zu unterstützen. Hierzu zählen die Stärkung von Arbeitsinspektionen, der Aufbau von Unfallversicherungen und die Verbesserung des Arbeitsschutzes in den Betrieben.

Weltweite Missstände bei der Arbeitssicherheit

Mit dem konkreten Beschluss für die Einrichtung eines Vision-Zero-Fund reagieren die G7 auf den Rana-Plaza-Fabrikeinsturz in Bangladesch mit mehr als 1.100 Toten vor zwei Jahren sowie weltweite Missstände bei der Arbeitssicherheit. Die Bundesregierung hatte deshalb auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Bundesministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit die nachhaltige Gestaltung von globalen Lieferketten und den Arbeitsschutz in Entwicklungsländern zu einem Schwerpunkt ihrer G7-Präsidentschaft erklärt.

In den Arbeitsschutz investieren und Unfallversicherungen aufbauen

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles begrüßt die Ankündigung der G7 zur Stärkung des Arbeitsschutzes in ärmeren Produktionsländern:

»Menschenwürdige und sichere Arbeitsbedingungen gehören zu den ganz großen globalen Herausforderungen unserer Zeit…… Wir müssen alles dafür tun, um tragische Unfälle wie Rana Plaza vor zwei Jahren künftig zu vermeiden und gerade in ärmeren Produktionsländern stärker auf Prävention zu setzen. Die Regierungen und Unternehmen in den G7-Staaten müssen dabei Vorbilder und Vorreiter sein. Sie haben eine Verantwortung für menschenwürdige Arbeitsbedingungen auch in Schwellen- und Entwicklungsländern. Mit Mitteln des Fonds können wir insbesondere ärmere Länder dabei unterstützen, in den Arbeitsschutz zu investieren oder Unfallversicherungen aufzubauen. Der Fonds muss schnell eingerichtet werden, denn wir haben jetzt eine große Chance, gute Arbeit weltweit weiter voranzubringen.«

Quelle:

BMAS, Meldung vom 09.06.2015

© bund-verlag.de (ls)

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