Starker Haushalt und klaffende Schere

10. Oktober 2017
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Quelle: © Roman Sigaev / Foto Dollar Club

Städte, Gemeinden und Kreise in Deutschland haben im Jahr 2016 einen Überschuss von 4,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das ist der beste Haushaltsabschluss seit 2008. Und dennoch gibt es Verbesserungspotenzial.  


In der Summe der vergangenen beiden Jahre investierten die Kommunen Bayerns pro Einwohner beispielsweise fast drei Mal so viel wie jene in Sachsen-Anhalt oder im Saarland. Bei den Steuereinnahmen zeigt sich ein starkes Gefälle zwischen West und Ost.

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Kommunen. Gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen zeichnen sich durch eine hohe Wirtschaftskraft (BIP pro Einwohner) sowie geringe soziale Problemlagen (SGB-II-Quote) aus. Hohe Wirtschaftskraft bedeutet daher hohe Steuereinnahmen und geringe Sozialausgaben. Die Unterschiede zwischen den Kommunen seien massiv, sowohl zwischen Ost und West als auch zwischen Stadt und Land, heißt es im Report. Bei der Wirtschaftskraft sei eine komplette Angleichung zwischen Ost- und Westdeutschland auf mittlere Sicht nicht zu erwarten. "Es besteht die Gefahr, dass sich die Entwicklung von Regionen und die Lebensbedingungen der dort ansässigen Menschen weiter voneinander entkoppeln.  Die Systeme des Finanzausgleichs können diese Effekte mindern, aber nicht verhindern", heißt es in der Studie.

Mehr dazu finden Sie hier.

© bund-verlag.de (mst) Quelle: Bertelsmann Stiftung - Kommunaler Finanzreport 2017

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