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    <title>Nachrichten für Betriebsräte</title>
    <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat</link>
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    <pubDate>Fri, 30 Oct 2026 14:21:00 GMT</pubDate>
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      <title>Im Gespräch mit Betriebsräten auf dem #BR26</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~im-Gespraech-mit-Betriebsraeten-auf-dem-BR26~.html</link>
      <description>Wie erreicht der Betriebsrat die Beschäftigten schnell und zuverlässig? Und was muss ein digitales Kommunikationstool leisten, damit es im Betriebsalltag wirklich weiterhilft? Darüber hat der ÖGB-Verlag auf der #BR26 in Berlin mit zahlreichen Betriebsrät:innen gesprochen. Im Fokus war dabei die meinBR-App, welche der ÖGB-Verlag und wir gemeinsam vertreiben.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Gemeinsam mit dem &amp;Ouml;GB-Verlag pr&amp;auml;sentierte der Bund-Verlag die meinBR-App auf dem &lt;strong&gt;Deutschen Betriebsratsforum (#BR26)&lt;/strong&gt;. Vor allem die Live-Demos boten Gelegenheit, konkrete Einsatzm&amp;ouml;glichkeiten zu zeigen und mit den Besucher:innen dar&amp;uuml;ber ins Gespr&amp;auml;ch zu kommen, welche Anforderungen sie an digitale Betriebsratskommunikation stellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dabei r&amp;uuml;ckten schnell Fragen aus der Praxis in den Mittelpunkt: Welche technischen Voraussetzungen sind erforderlich? Wie l&amp;auml;sst sich die Anschaffung im Betrieb begr&amp;uuml;nden? Und wie gelingt die Einf&amp;uuml;hrung so, dass die Besch&amp;auml;ftigten das neue Angebot auch annehmen? Das direkte Feedback lieferte zugleich wichtige Anregungen f&amp;uuml;r die weitere Arbeit mit der meinBR-App.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die App bietet Betriebsr&amp;auml;ten einen zus&amp;auml;tzlichen digitalen Weg zur Belegschaft: Sie k&amp;ouml;nnen Informationen und dringende Neuigkeiten per Push-Nachricht verbreiten, Veranstaltungen ank&amp;uuml;ndigen, Umfragen durchf&amp;uuml;hren und wichtige Formulare bereitstellen. So unterst&amp;uuml;tzt die meinBR-App eine zeitgem&amp;auml;&amp;szlig;e und ortsunabh&amp;auml;ngige Betriebsratskommunikation.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Welche Erfahrungen &amp;Ouml;GB-Verlag und Bund-Verlag von dem #BR26 mitgenommen haben, zeigt der ausf&amp;uuml;hrliche &lt;a href="https://www.oegbverlag.at/br26/?mtm_campaign=newsletter&amp;mtm_keyword=ET_2026_06"&gt;R&amp;uuml;ckblick des &amp;Ouml;GB-Verlags&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weitere Informationen zu Funktionen, Beratung und Einsatzm&amp;ouml;glichkeiten der &lt;strong&gt;meinBR-App&lt;/strong&gt; gibt es auf unserer &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/meinbr-app"&gt;Landingpage&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jb)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quelle:&amp;nbsp;https://www.oegbverlag.at/br26/?mtm_campaign=newsletter&amp;mtm_keyword=ET_2026_06&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Deutscher-Betriebsräte-Preis, Betriebsratsarbeit, Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Fri, 30 Oct 2026 09:53:39 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>So rasch muss sich die SBV zu Kündigungen äußern</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~So-rasch-muss-sich-die-SBV-zu-Kuendigungen-aeussern~.html</link>
      <description>Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist stets anzuhören, wenn der Arbeitgeber die Kündigung eines schwerbehinderten oder gleichstellten Menschen plant. Versäumt er das, kann die Kündigung unwirksam sein. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun festgestellt: Es besteht eine Regelungslücke bei der Frist, wie rasch die SBV Stellung nehmen muss. Wie das BAG diese Lücke schließt, erklärt Georg Sendelbeck in »Gute Arbeit« 10/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist stets anzuh&amp;ouml;ren, wenn der Arbeitgeber die K&amp;uuml;ndigung eines schwerbehinderten oder gleichstellten Menschen plant. Vers&amp;auml;umt er das, kann die K&amp;uuml;ndigung unwirksam sein. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun festgestellt: Es besteht eine Regelungsl&amp;uuml;cke bei der Frist, wie rasch die SBV Stellung nehmen muss. Wie das BAG diese L&amp;uuml;cke schlie&amp;szlig;t, erkl&amp;auml;rt Georg Sendelbeck in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 10/2026.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das BAG bezieht sich in einem Urteil darauf, dass die Frist f&amp;uuml;r eine SBV-Stellungnahme im Sozialgesetzbuch (SGB) IX nicht eindeutig gekl&amp;auml;rt ist (BAG 29.1.2026 &amp;ndash; 2 AZR 128/25). Es schlie&amp;szlig;t diese Regelungsl&amp;uuml;cke, indem es analog die Beteiligungsregelungen f&amp;uuml;r den Betriebsrat aus &amp;sect; 102 Betriebsverfassungsgesetz heranzieht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danach hat die SBV ihre Bedenken oder den Einspruch gegen eine beabsichtigte ordentliche K&amp;uuml;ndigung sp&amp;auml;testens innerhalb einer Woche gegen&amp;uuml;ber dem Arbeitgeber mitzuteilen; bei au&amp;szlig;erordentlichen K&amp;uuml;ndigungen hat die SBV unverz&amp;uuml;glich zu handeln, sie muss sich sp&amp;auml;testens innerhalb von drei Tagen &amp;auml;u&amp;szlig;ern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hintergrund des-Rechtsstreits war die Probezeitk&amp;uuml;ndigung eines schwerbehinderten Mitarbeiters im &amp;ouml;ffentlichen Dienst. Der Arbeitgeber hatte nach mehrfacher Unp&amp;uuml;nktlichkeit des Besch&amp;auml;ftigten beschlossen, das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis in den ersten sechs Monaten zu beenden (Wartezeit). Der Arbeitgeber h&amp;ouml;rte hierzu die zust&amp;auml;ndige Arbeitnehmervertretung sowie mit Schreiben vom 7.12.2023 auch die SBV an. Laut Stempelaufdruck auf dem SBV-Anh&amp;ouml;rungsschreiben (Datum vom 11.12.2023) nahm die SBV davon &amp;bdquo;Kenntnis&amp;ldquo;. Mit Schreiben vom 13.12.2023, das dem gek&amp;uuml;ndigten Kl&amp;auml;ger bereits am Folgetag zuging, erkl&amp;auml;rte der Arbeitgeber bereits die K&amp;uuml;ndigung in der Wartezeit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im K&amp;uuml;ndigungsschutzverfahren ging das Arbeitsgericht (ArbG) D&amp;uuml;sseldorf bereits wegen der fehlenden Durchf&amp;uuml;hrung eines Pr&amp;auml;ventionsverfahrens (nach &amp;sect; 167 Abs. 1 SGB IX) von der Unwirksamkeit der K&amp;uuml;ndigung aus. Nachdem das Landesarbeitsgericht (LAG) D&amp;uuml;sseldorf die K&amp;uuml;ndigungsschutzklage abwies, hat das BAG wiederum die Unwirksamkeit der K&amp;uuml;ndigung festgestellt (nach &amp;sect; 178 Abs. 2 Satz 3 SGB IX).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Laut BAG war die Anh&amp;ouml;rung der SBV nicht ordnungsgem&amp;auml;&amp;szlig;, da das Anh&amp;ouml;rungsverfahren der SBV zum Zeitpunkt des K&amp;uuml;ndigungsausspruchs noch lief. Selbst bei einem Zugang der K&amp;uuml;ndigungsanh&amp;ouml;rung an die der SBV am 7.12.2023, w&amp;auml;re die Frist zur Stellungnahme von einer Woche erst mit Ablauf des 14.12.2023 geendet. Die K&amp;uuml;ndigung ging dem Betroffenen aber bereits am Nachmittag dieses Tages zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die K&amp;uuml;ndigung wurde vorschnell ausgesprochen. Der Stempelaufdruck &amp;bdquo;Kenntnis&amp;ldquo; (11.12.2023) sei nicht als finale SBV-R&amp;uuml;ckmeldung zu bewerten, so das BAG. Vor diesem Hintergrund hob das BAG die Entscheidung des LAG auf, der klagende Mitarbeiter ist weiter zu besch&amp;auml;ftigten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Praxistipp Auch wenn in den ersten sechs Monaten eines Besch&amp;auml;ftigungsverh&amp;auml;ltnisses weder der allgemeine noch der Sonderk&amp;uuml;ndigungsschutz f&amp;uuml;r schwerbehinderte und gleichgestellte Besch&amp;auml;ftigte aus &amp;sect;&amp;sect; 168 ff SGB IX greift, sind Betroffene von Probezeitk&amp;uuml;ndigungen nicht schutzlos. Das BAG hat aber gekl&amp;auml;rt, dass die SBV nicht tr&amp;ouml;deln darf: sie muss z&amp;uuml;gig binnen einer Woche oder sp&amp;auml;testens nach drei Tagen (siehe oben) Stellung nehmen, wenn der Arbeitgeber die K&amp;uuml;ndigung eines schwerbehinderten oder gleichgestellten Besch&amp;auml;ftigten beabsichtigt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2315/asset/150-168851/position/_"&gt;Den vollst&amp;auml;ndigen Beitrag in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 10/2026 lesen (S. 40).&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein Expertenrat zu wichtiger Rechtsprechung ist in jeder Ausgabe der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; zu finden. Es schreiben die Arbeitsrechtsexperten Georg Sendelbeck und Manfred Wulff. Au&amp;szlig;erdem in der Ausgabe 10/2026 im Titelthema lesen: Ausbildung und Berufsstart &amp;ndash; Die n&amp;auml;chste Generation aktiv im Arbeitsschutz. Die Fachbeitr&amp;auml;ge:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Sophie Schlingmann: Im Fachkr&amp;auml;ftemangel schw&amp;auml;chelt die Ausbildung (S. 8 ff.)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Romy Krug, Stefanie Hobrack-Zscheich: Sicher und gesund durch die Berufsausbildung (S. 13 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sasha K&amp;ouml;nig, Jessika Rotgang: JAV: Gute Ausbildung braucht Mitbestimmung (S. 17 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Milena B&amp;auml;hnisch: Arbeitsschutz von Anfang an &amp;ndash; ein Pr&amp;auml;ventionsprogramm wirkt (S. 20 ff.),&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV</category>
      <pubDate>Fri, 30 Oct 2026 08:46:34 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Zeitumstellung: Was gilt für Arbeitszeit und Vergütung?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Was-gilt-fuer-Arbeitszeit-und-Verguetung~.html</link>
      <description>Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, wurden die Uhren wieder von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Für Beschäftigte in der Nachtschicht bedeutete das: Die Nacht dauerte eine Stunde länger. Doch muss diese zusätzliche Stunde tatsächlich gearbeitet werden und wie sieht es mit der Vergütung aus?</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden die Uhren um eine Stunde zur&amp;uuml;ckgestellt. Obwohl seit Jahrzehnten &amp;uuml;ber die Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert wird und gesundheitliche Folgen wissenschaftlich belegt sind, bleibt sie vorerst bestehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Damit stellt sich insbesondere f&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte im Schichtdienst die Frage, welche Auswirkungen die zus&amp;auml;tzliche Stunde auf ihre Arbeitszeit hat.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Eine Stunde l&amp;auml;nger arbeiten?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ob die zus&amp;auml;tzliche Stunde gearbeitet werden muss, richtet sich zun&amp;auml;chst nach den tarifvertraglichen oder betrieblichen Regelungen. Fehlen eindeutige Vorgaben, kommt es auf eine Interessenabw&amp;auml;gung an. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) kann der Arbeitgeber bei einem kontinuierlichen Schichtsystem ein berechtigtes Interesse daran haben, L&amp;uuml;cken zwischen den Schichten zu vermeiden (BAG v. 11. 9. 1985 - 7 AZR 276/83).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besteht eine entsprechende Betriebsvereinbarung zur Schichtarbeit, kann diese daher so auszulegen sein, dass der Arbeitgeber bei der Umstellung auf die Winterzeit eine zus&amp;auml;tzliche Arbeitsstunde anordnen darf.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Kein Nacharbeiten im Fr&amp;uuml;hjahr&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Umgekehrt f&amp;auml;llt bei der Umstellung auf die Sommerzeit im Fr&amp;uuml;hjahr eine Stunde weg. Diese ausgefallene Stunde d&amp;uuml;rfen Arbeitgeber grunds&amp;auml;tzlich nicht zu einem sp&amp;auml;teren Zeitpunkt nacharbeiten lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei Besch&amp;auml;ftigten mit einer festen Monatsverg&amp;uuml;tung wirkt sich die fehlende Stunde in der Regel nicht auf das Gehalt aus. Wer hingegen nach tats&amp;auml;chlich geleisteten Stunden bezahlt wird, erh&amp;auml;lt f&amp;uuml;r die weggefallene Stunde grunds&amp;auml;tzlich keine Verg&amp;uuml;tung.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wie wird die zus&amp;auml;tzliche Stunde verg&amp;uuml;tet?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Auch bei der Verg&amp;uuml;tung der zus&amp;auml;tzlichen Stunde kommt es auf die Regelungen im Arbeits- oder Tarifvertrag an. Ist dort wirksam vereinbart, dass eine bestimmte Anzahl von &amp;Uuml;berstunden bereits mit dem Monatsgehalt abgegolten ist, kann darunter auch die zus&amp;auml;tzliche Stunde durch die Zeitumstellung fallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist dagegen eine feste Wochenarbeitszeit vereinbart und wird diese durch die zus&amp;auml;tzliche Stunde &amp;uuml;berschritten, kann die Stunde als &amp;Uuml;berstunde zu verg&amp;uuml;ten oder entsprechend den geltenden Regelungen einem Arbeitszeitkonto gutzuschreiben sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fehlt eine entsprechende Regelung, richtet sich der Verg&amp;uuml;tungsanspruch nach &amp;sect; 612 BGB. Danach ist zu pr&amp;uuml;fen, ob die zus&amp;auml;tzliche Arbeit den Umst&amp;auml;nden nach nur gegen Verg&amp;uuml;tung zu erwarten ist (BAG v. 22. 2. 2012 - 5 AZR 765/10).&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Was sagt das Arbeitszeitgesetz?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Auch bei einer l&amp;auml;ngeren Nachtschicht sind die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes zu beachten. F&amp;uuml;r Nachtarbeit gilt grunds&amp;auml;tzlich eine werkt&amp;auml;gliche Arbeitszeit von h&amp;ouml;chstens acht Stunden. Sie kann auf bis zu zehn Stunden verl&amp;auml;ngert werden, wenn innerhalb von vier Wochen beziehungsweise eines Kalendermonats im Durchschnitt acht Stunden werkt&amp;auml;glich nicht &amp;uuml;berschritten werden (&amp;sect; 6 Abs. 2 ArbZG).&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte in der Nachtschicht kann die Zeitumstellung tats&amp;auml;chlich eine Stunde Mehrarbeit bedeuten. Entscheidend f&amp;uuml;r Arbeitszeit und Verg&amp;uuml;tung sind vor allem die geltenden tarifvertraglichen, betrieblichen oder arbeitsvertraglichen Regelungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jb)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, JAV, MAV, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 05:51:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Für wen ist die Grippeschutzimpfung sinnvoll?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Fuer-wen-ist-die-Grippeschutzimpfung-sinnvoll-~.html</link>
      <description>Die Grippeschutzimpfung ist eine wichtige Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsschutzes. Interessenvertretungen können durch die Unterstützung betrieblicher Impfangebote und die Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens dazu beitragen, Erkrankungen und krankheitsbedingte Ausfallzeiten zu reduzieren sowie besonders gefährdete Beschäftigte zu schützen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die echte Grippe (Influenza) ist eine akute Erkrankung der Atemwege. Sie ist eine ernst zu nehmende, mitunter auch lebensbedrohliche Krankheit, die durch Grippeviren ausgel&amp;ouml;st wird. Erk&amp;auml;ltungen oder &amp;raquo;grippale Infekte&amp;laquo; werden von anderen Erregern verursacht. In den Wintermonaten kommt es hierzulande nach dem Jahreswechsel zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Grippeviren ver&amp;auml;ndern sich regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig und bilden neue Varianten, sodass jedes Jahr wieder das Risiko besteht, an Grippe zu erkranken. Deshalb wird auch der Impfstoff der Grippeimpfung fast jedes Jahr angepasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die j&amp;auml;hrliche Grippeschutzimpfung wird besonders folgenden Personengruppen empfohlen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Personen ab 60 Jahren&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schwangeren (ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, bei Vorerkrankungen bereits fr&amp;uuml;her)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Menschen mit chronischen Erkrankungen, z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Asthma oder geschw&amp;auml;chtem Immunsystem&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Besch&amp;auml;ftigten im Gesundheits- und Pflegebereich&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Personen mit erh&amp;ouml;htem beruflichen&amp;nbsp;Risiko oder engem Kontakt zu besonders gef&amp;auml;hrdeten Menschen&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Die Impfung kann aber auch f&amp;uuml;r gesunde Erwachsene sinnvoll sein, da sie das pers&amp;ouml;nliche Erkrankungsrisiko senkt und zur Verringerung von Ansteckungen beitr&amp;auml;gt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer zahlt die Grippeschutzimpfung?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die von der St&amp;auml;ndigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Risikogruppen &amp;uuml;bernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten vollst&amp;auml;ndig. Dazu geh&amp;ouml;ren sowohl der Impfstoff als auch die &amp;auml;rztliche Leistung. Viele Krankenkassen &amp;uuml;bernehmen die Kosten dar&amp;uuml;ber hinaus auch f&amp;uuml;r Versicherte, die nicht zu einer Risikogruppe geh&amp;ouml;ren. Es empfiehlt sich daher, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wann ist der beste Zeitpunkt f&amp;uuml;r die Impfung?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Laut Robert Koch-Institut (RKI) beginnt die Grippesaison ab Oktober. Im Verlauf der Saison folgt die Grippewelle: Die j&amp;auml;hrliche Grippewelle hat laut RKI in den vergangenen Jahren rund um den Jahreswechsel begonnen und drei bis vier Monate angedauert. Experten raten daher dazu, sich zwischen Anfang Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Dabei ist zu beachten, dass der vollst&amp;auml;ndige Impfschutz nicht direkt besteht, sondern sich innerhalb von 10 bis 14 Tagen aufbaut. Eine Impfung kann aber auch im Januar oder sogar sp&amp;auml;ter noch einen Nutzen haben, denn auch w&amp;auml;hrend einer bereits laufenden Grippewelle kann die Impfung noch dazu beitragen, Erkrankungen zu verhindern oder schwere Verl&amp;auml;ufe abzumildern.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wie kann ich mich noch vor der Grippe sch&amp;uuml;tzen?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Gr&amp;uuml;ndliches und regelm&amp;auml;&amp;szlig;iges H&amp;auml;ndewaschen sch&amp;uuml;tzt vor Infektionen mit Grippeviren und nat&amp;uuml;rlich auch anderen Krankheitserregern. Dazu wird empfohlen, m&amp;ouml;glichst selten Schleimh&amp;auml;ute von Augen, Mund und Nase mit den H&amp;auml;nden zu ber&amp;uuml;hren. Auch ist es hilfreich, Abstand zu niesenden und hustenden Personen zu halten und besonders Besch&amp;auml;ftigte sollten mit Krankheitssymptomen lieber zu Hause bleiben, bevor sie ihre Kolleg*innen ungewollt anstecken.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Tipps f&amp;uuml;r Interessenvertretungen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Interessenvertretungen k&amp;ouml;nnen an dieser Stelle einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten: Sie k&amp;ouml;nnen Besch&amp;auml;ftigte rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison &amp;uuml;ber Nutzen und M&amp;ouml;glichkeiten der Impfung informieren. Besonders gef&amp;auml;hrdete Besch&amp;auml;ftigtengruppen, etwa &amp;auml;ltere Besch&amp;auml;ftigte oder Menschen mit Vorerkrankungen, k&amp;ouml;nnen gezielt angesprochen werden. Gemeinsam mit Arbeitgeber und Betriebsarzt k&amp;ouml;nnen Impfaktionen organisiert werden. Dabei sollte auf eine einfache und barrierefreie Teilnahme geachtet werden, insbesondere durch Impfangebote w&amp;auml;hrend der Arbeitszeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jv)&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, JAV, MAV, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Fri, 23 Oct 2026 06:30:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Beschlossen – aber wirksam?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Beschlossen-aber-wirksam~.html</link>
      <description>Nur zwei Unterschriften ergeben noch keine wirksame Betriebsvereinbarung. Eine aktuelle BAG-Entscheidung zeigt, wie wichtig eine korrekte Beschlussfassung des Betriebsrats ist – und warum sich Sorgfalt bei den Formalien auszahlt.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Wie folgenreich Fehler sein k&amp;ouml;nnen, zeigt eine aktuelle Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts. In dem Fall ging es um eine Betriebsvereinbarung zur betrieblichen Altersversorgung. Der Betriebsratsvorsitzende hatte die Vereinbarung zwar unterschrieben. Unklar war aber, ob der Betriebsrat der tats&amp;auml;chlich abgeschlossenen Fassung zuvor &amp;uuml;berhaupt wirksam zugestimmt hatte. Ein fr&amp;uuml;herer Beschluss bezog sich auf ein vorgestelltes Konzept; sp&amp;auml;ter hielt der Betriebsrat die vorliegende Fassung der Betriebsvereinbarung noch f&amp;uuml;r &amp;bdquo;verbesserungsbed&amp;uuml;rftig&amp;ldquo;. Ein eindeutiger Beschluss &amp;uuml;ber die schlie&amp;szlig;lich unterzeichnete Vereinbarung lie&amp;szlig; sich damit nicht feststellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das BAG machte deutlich: Eine Betriebsvereinbarung setzt auf Seiten des Betriebsrats einen wirksamen Beschluss voraus. Die Unterschrift des Betriebsratsvorsitzenden allein gen&amp;uuml;gt daf&amp;uuml;r nicht (BAG 27.1.2026 &amp;ndash; 1 AZR 147/24). Gerade bei wichtigen Entscheidungen sollten Betriebsr&amp;auml;te deshalb darauf achten, dass Einladung, Tagesordnung, Beschlussf&amp;auml;higkeit, Abstimmung und Dokumentation stimmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie Betriebsr&amp;auml;te rechtssicher zu Entscheidungen kommen und Beschl&amp;uuml;sse eindeutig formulieren, zeigt die aktuelle Neuauflage von &amp;bdquo;Beschlussfassung im Betriebsrat&amp;ldquo; von Thomas Nitzsche und Claudio Kahnt. Neben den rechtlichen Grundlagen enth&amp;auml;lt sie zahlreiche Musterbeschl&amp;uuml;sse, geordnet nach den Themen des Betriebsverfassungsgesetzes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mehr erfahrt Ihr in unserem Titel:&amp;nbsp;&lt;a href="https://shop.bund-verlag.de/beschlussfassung-im-betriebsrat-978-3-7663-7628-2"&gt;Beschlussfassung im Betriebsrat&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (is)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 07:57:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Sicher und gesund durch die Berufsausbildung</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Sicher-und-gesund-durch-die-Berufsausbildung~.html</link>
      <description>In Deutschland waren 2025 rund 1,2 Millionen Auszubildende in einer dualen Ausbildung aktiv: Das sind junge Menschen in einer besonderen Lebensphase, in der sie auch Sicherheits- und Gesundheitskompetenzen entwickeln sollen. Romy Krug und Stefanie Hobrack-Zscheich vermitteln in der Zeitschrift »Gute Arbeit« 10/2026, wie das Arbeitsschutzrecht, praxisnahe Präventionsansätze und Sensibilisierung dabei helfen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die gute Nachricht: F&amp;uuml;r Auszubildende gelten &amp;ndash; wie f&amp;uuml;r alle Besch&amp;auml;ftigten &amp;ndash; gelten s&amp;auml;mtliche Vorschriften des Arbeitsschutzrechts, f&amp;uuml;r minderj&amp;auml;hrige Azubis gilt zudem das Jugendarbeitsschutzgesetz. Rechtlich sind die Ausbildungsbetriebe und berufsbildende Bildungseinrichtungen verpflichtet, zur Sicherheit und Gesundheit junger Menschen beizutragen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Verpflichtung der Betriebe und Bildungseinrichtungen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die wichtigsten &amp;uuml;bergreifenden Rechtsgrundlagen sind das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Unfallverh&amp;uuml;tungsvorschrift &amp;bdquo;Grunds&amp;auml;tze der Pr&amp;auml;vention&amp;ldquo; (DGUV Vorschrift 1). Danach sind Auszubildende in die Arbeitsschutzorganisation zu integrieren, bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (&amp;sect;3 DGUV Vorschrift 1, &amp;sect;&amp;sect; 5, 6 ArbSchG) und bei den Unterweisungen (&amp;sect; 4 DGUV Vorschrift 1, &amp;sect; 12 ArbSchG) einzubeziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r einzelne Ausbildungsberufe regeln Ausbildungsordnungen auch verbindliche Vorgaben zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Diese Regelungen verpflichten die Ausbildungsbetriebe und berufsbildenden Bildungseinrichtungen dazu, junge Erwachsene zur Entwicklung berufsbezogener und berufs&amp;uuml;bergreifender Handlungskompetenzen zu bef&amp;auml;higen &amp;ndash; einschlie&amp;szlig;lich der Kompetenz, ihre Gesundheit zu sch&amp;uuml;tzen, spezifische Unfallgefahren zu erkennen und zu vermeiden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Berufliche und pers&amp;ouml;nliche Orientierung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die meisten Auszubildenden sind zwischen 16 und 22 Jahren alt. In dieser Lebensphase stehen die Sicherheitsorientierung und Risikowahrnehmung nicht vorrangig im Fokus. Es geht eher um pers&amp;ouml;nliche Freiheit, Unabh&amp;auml;ngigkeit, Identit&amp;auml;t, Autonomie, emotionale Erfahrungen und Reife, schlie&amp;szlig;lich um das Festigen der individuelle Pers&amp;ouml;nlichkeit. In der neuen Umgebung &amp;bdquo;Beruf&amp;ldquo; &amp;auml;ndern sich Bezugspersonen, Lernorte, Erwartungen und Anforderungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In dieser komplexen Lebensphase sollen junge Erwachsene auch lernen, Verantwortung f&amp;uuml;r ihre Sicherheit und Gesundheit zu &amp;uuml;bernehmen. Die Ausbildung ist daher zentral f&amp;uuml;r das Entwickeln sicherheits- und gesundheitsbewussten Handelns, was zur Pers&amp;ouml;nlichkeitsentwicklung geh&amp;ouml;rt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Unfallgeschehen und Pr&amp;auml;vention&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ergeben: 2024 wurden im Altersbereich bis 25 Jahre 15 Prozent der meldepflichtigen Unf&amp;auml;lle angezeigt; das waren 25.900 Arbeitsunf&amp;auml;lle von Azubis. Der Blick auf die Unfallquote best&amp;auml;tigt ein erh&amp;ouml;htes Unfallgeschehen: Besch&amp;auml;ftigte ab 30 Jahren aufw&amp;auml;rts haben eine Unfallquote von 15,2 Arbeitsunf&amp;auml;llen je 1.000 Besch&amp;auml;ftigte, die relativ konstant ist; bei den unter 25-J&amp;auml;hrige betr&amp;auml;gt die Quote 20,8 Arbeitsunf&amp;auml;lle je 1.000 Besch&amp;auml;ftigte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Lernort Berufsausbildung muss daher den technischen, organisatorischen und p&amp;auml;dagogischen Rahmen schaffen, junge Erwachsene f&amp;uuml;r sichere und gesundheitsf&amp;ouml;rderliche Arbeit zu gewinnen und entsprechendes Verhalten im Alltag zu integrieren. Dazu geh&amp;ouml;rt die vorschriftenkonforme Gestaltung der Arbeits- und Bildungsbereiche sowie die Bereitstellung sicherer Arbeits-, Lehr- und Lernmittel. Vordringlich ist zudem eine ausgepr&amp;auml;gte Pr&amp;auml;ventionskultur, zu der gemeinsame Haltungen und gelebte Werte geh&amp;ouml;ren.&lt;br /&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2315"&gt;Den vollst&amp;auml;ndigen Beitrag in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 10/2026 lesen (S. 13-16).&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Neugierig auf den Beitrag von Romy Krug und Stefanie Hobrack-Zscheich? Lesen in der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 10/2026, Titelthema: Ausbildung und Berufsstart &amp;ndash; Die n&amp;auml;chste Generation aktiv im Arbeitsschutz. Die Fachbeitr&amp;auml;ge:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Sophie Schlingmann: Im Fachkr&amp;auml;ftemangel schw&amp;auml;chelt die Ausbildung (S. 8 ff.)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Romy Krug, Stefanie Hobrack-Zscheich: Sicher und gesund durch die Berufsausbildung (S. 13 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sasha K&amp;ouml;nig, Jessika Rotgang: JAV: Gute Ausbildung braucht Mitbestimmung (S. 17 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Milena B&amp;auml;hnisch: Arbeitsschutz von Anfang an &amp;ndash; ein Pr&amp;auml;ventionsprogramm wirkt (S. 20 ff.),&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV</category>
      <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 05:19:34 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Was bei der Anhörung zählt</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Was-bei-der-Anhoerung-zaehlt~.html</link>
      <description>Vor jeder Kündigung muss der Betriebsrat angehört werden. Welche Informationen muss der Arbeitgeber liefern und welche Fehler kommen in der Praxis vor? Näheres erfahrt Ihr von Klaus-Dieter Franzen in der AiB 10/2026 ab Seite 36.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Wird gegen eine ausgesprochene K&amp;uuml;ndigung K&amp;uuml;ndigungsschutzklage erhoben, muss der Arbeitgeber alle k&amp;uuml;ndigungsbegr&amp;uuml;ndenden Tatsachen darlegen und beweisen. Dazu geh&amp;ouml;rt in Betrieben, in denen ein Betriebsrat existiert, auch die ordnungsgem&amp;auml;&amp;szlig;e Anh&amp;ouml;rung des Gremiums nach &amp;sect; 102 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Sie entscheidet oft dar&amp;uuml;ber, ob eine K&amp;uuml;ndigung wirksam ist oder scheitert. F&amp;uuml;r Betriebsr&amp;auml;te liegt hier ein zentraler Ansatzpunkt. Wer Fehler erkennt, kann helfen, K&amp;uuml;ndigungen zu Fall zu bringen oder zumindest Verhandlungsspielr&amp;auml;ume zu schaffen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fristen im Blick behalten&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Betriebsrat erh&amp;auml;lt die Anh&amp;ouml;rung am Freitagmittag. Am Montag liegt die K&amp;uuml;ndigung auf dem Tisch. Bei einer ordentlichen K&amp;uuml;ndigung hat der Betriebsrat eine Woche Zeit zur Stellungnahme. Bei einer au&amp;szlig;erordentlichen K&amp;uuml;ndigung betr&amp;auml;gt die Frist drei (Kalender-)Tage. Die Frist beginnt erst am Tag nach dem Zugang der Anh&amp;ouml;rung beim Betriebsrat. F&amp;auml;llt das Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, endet die Frist nach herrschender Auffassung dann mit Ablauf des n&amp;auml;chsten Werktags. Geht die Anh&amp;ouml;rung zu einer fristlosen K&amp;uuml;ndigung z. B. am Freitagmittag ein, l&amp;auml;uft die Frist also erst am Montag ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor Ablauf der Frist ist eine K&amp;uuml;ndigung nur m&amp;ouml;glich, wenn der Betriebsrat bereits eindeutig abschlie&amp;szlig;end Stellung genommen hat. Spricht der Arbeitgeber die K&amp;uuml;ndigung zu fr&amp;uuml;h aus, ist sie unwirksam.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Konkret hei&amp;szlig;t das: Der Betriebsrat h&amp;auml;lt Datum und Uhrzeit des Eingangs der Anh&amp;ouml;rung fest &amp;ndash; nicht irgendwann, sondern sofort.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Vorschnelle Reaktionen vermeiden&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Nach Eingang der Anh&amp;ouml;rung hat der Betriebsrat mehrere Handlungsoptionen. Unter anderem kann er bei jeder K&amp;uuml;ndigung Bedenken &amp;auml;u&amp;szlig;ern. Schweigen des Betriebsrats bedeutet entgegen der gesetzlichen Formulierung keine Zustimmung, sondern f&amp;uuml;hrt nach Fristablauf dazu, dass der Arbeitgeber k&amp;uuml;ndigen darf. Bei einer ordentlichen K&amp;uuml;ndigung kann er au&amp;szlig;erdem unter den Voraussetzungen des &amp;sect; 102 Abs. 3 BetrVG widersprechen und damit dem*der Arbeitnehmer*in eine T&amp;uuml;r f&amp;uuml;r eine Weiterbesch&amp;auml;ftigung nach Ablauf der K&amp;uuml;ndigungsfrist &amp;ouml;ffnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber nicht jede Reaktion des Betriebsrats beendet das Anh&amp;ouml;rungsverfahren unmittelbar. Eine erste Stellungnahme kann noch bis zum Fristende erg&amp;auml;nzt werden. Vor Ablauf der Frist darf der Arbeitgeber nur dann k&amp;uuml;ndigen, wenn die Stellungnahme des Betriebsrats eindeutig als abschlie&amp;szlig;end erkennbar ist. Formulierungen wie &amp;bdquo;Der Eingang der Anh&amp;ouml;rung wird best&amp;auml;tigt&amp;ldquo; sind gerade keine abschlie&amp;szlig;ende Stellungnahme.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die aktive Zustimmung ist regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig eine abschlie&amp;szlig;ende Erkl&amp;auml;rung. In der Praxis gibt es jedoch kaum Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r das Gremium, einer beabsichtigten K&amp;uuml;ndigung zuzustimmen. Der Betriebsrat ist kein Gericht. So kann er meist schon nicht beurteilen, ob der mitgeteilte Sachverhalt vollst&amp;auml;ndig oder die rechtliche Bewertung zutreffend ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mehr zu den Punkten:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;middot; Fehlende Informationen erkennen&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;middot; Mehrere K&amp;uuml;ndigungen sauber trennen&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;middot; Fristbeginn pr&amp;uuml;fen&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;middot; Flurgespr&amp;auml;ch ersetzt keine Anh&amp;ouml;rung&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;middot; Nachtr&amp;auml;gliche Zustimmung heilt nichts&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;middot; Einverst&amp;auml;ndnis ersetzt keine Betriebsratsanh&amp;ouml;rung&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;middot; Nachschieben von Gr&amp;uuml;nden&lt;/p&gt;&lt;p&gt;erfahrt ihr in der &lt;a href="https://www.aib-web.de/newsletter"&gt;&lt;strong&gt;AiB 10/26 ab Seite 36&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Noch kein AiB-Abo, dann holt euch ein kostenloses Testabo hier: &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bestellseite/arbeitsrecht-im-betrieb-testen?wkz=AW_E_2600_T"&gt;https://www.bund-verlag.de/bestellseite/arbeitsrecht-im-betrieb-testen?wkz=AW_E_2600_T&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ems)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Wed, 21 Oct 2026 05:29:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Rente und Job kombinieren</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Rente-und-Job-kombinieren~.html</link>
      <description>Unbegrenzter Hinzuverdienst macht die Weiterbeschäftigung im Ruhestand attraktiv. Doch Vertragsklauseln rund um den Rentenbezug können für Beschäftigte unerwartete Nachteile bringen – hier sind Betriebsräte besonders gefragt. Näheres erfahrt Ihr von Rolf Winkel in der AiB 10/2026 ab Seite 24.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Formal passt das gut zusammen: Rente und Job kombinieren, Erwerbsbiografien verl&amp;auml;ngern, Fachkr&amp;auml;fte halten. In der Praxis zeigt sich jedoch: An entscheidenden Stellen &amp;uuml;bernehmen nicht Gesetz oder Tarifvertrag das Kommando, sondern Klauseln in Einzelarbeitsvertr&amp;auml;gen und Versorgungsordnungen. F&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte entsteht damit ein neues Risiko: Wer den Rentenantrag falsch taktet, kann ungewollt sein Arbeitsverh&amp;auml;ltnis beenden &amp;ndash; oder es gibt Probleme bei der Betriebsrente.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&amp;bdquo;Flexibilit&amp;auml;t&amp;ldquo; auf dem Papier&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Wer eine Kombination aus Rente und Job plant, st&amp;ouml;&amp;szlig;t im Arbeitsvertrag h&amp;auml;ufig auf eine bekannte Formulierung: Das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis endet &amp;bdquo;mit Bezug von Altersruhegeld&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;mit Eintritt in den Ruhestand&amp;ldquo;. Juristisch firmiert das als Rentenbezugsklausel. Sie verlagert die Entscheidung &amp;uuml;ber das Ende des Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses auf den Besch&amp;auml;ftigten &amp;ndash; mit einem Haken: Der Antrag auf Altersrente kann automatisch das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis beenden, ohne dass eine K&amp;uuml;ndigung ausgesprochen werden muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besonders folgenreich sind Rentenbezugsklauseln dort, wo Besch&amp;auml;ftigte eine vorgezogene Altersrente oder Teilrente nutzen wollen. Ohne solche Klauseln w&amp;uuml;rde das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis in diesen F&amp;auml;llen weiterlaufen und erst mit Erreichen der Regelaltersgrenze oder durch eine K&amp;uuml;ndigung enden.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein aktueller Fall aus Schleswig-Holstein macht deutlich, wie drastisch die Folgen sein k&amp;ouml;nnen: Ein 1960 geborener Anlagentechniker, Vollzeit besch&amp;auml;ftigt als Projektleiter mit rund 4.600 Euro brutto, erreichte im Juni 2024 das Alter f&amp;uuml;r die Altersrente f&amp;uuml;r besonders langj&amp;auml;hrig Versicherte. Er beantragte eine 99,99-%-Teilrente, um Rente und Job zu kombinieren und den Anspruch auf Krankengeld zu sichern.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rechtlich ist das derzeit m&amp;ouml;glich: Wer die volle Altersrente bezieht, hat keinen Anspruch mehr auf Krankengeld. Ein Verzicht auf 18 oder 20 Cent Rente sorgt dagegen f&amp;uuml;r eine gesetzliche Krankenversicherung im &amp;bdquo;Normaltarif&amp;ldquo;. Dieser ist dann f&amp;uuml;r den Besch&amp;auml;ftigten und den Arbeitgeber um jeweils 0,3 Prozentpunkte teurer. Bei einem Bruttogehalt von 4.500 Euro sind das monatlich 13,50 Euro.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Arbeitgeber reagierte anders, als es die Flexibilisierungsrhetorik vermuten l&amp;auml;sst. Als er vom Rentenbezug erfuhr, teilte er mit, das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis ende &amp;bdquo;infolge des Eintritts der aufl&amp;ouml;senden Bedingungen&amp;ldquo;. Grundlage war eine Klausel im Arbeitsvertrag: &amp;bdquo;Das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis endet mit tats&amp;auml;chlichem Bezug von Altersruhegeld, sp&amp;auml;testens aber mit Ablauf des Monats, der auf das 65. Lebensjahr folgt, sofern die Rentengesetze &amp;ndash; entsprechend der heutigen Regelaltersgrenze &amp;ndash; den vollen Rentenbezug zu diesem Zeitpunkt vorsehen.&amp;ldquo;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Arbeitsgericht (ArbG) L&amp;uuml;beck sah darin zun&amp;auml;chst eine intransparente Vertragsgestaltung und gab dem Kl&amp;auml;ger Recht. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamburg beurteilte das anders (25. 9. 2025 &amp;ndash; 5 Sa 66/25). Es wertete die Klausel als ausreichend klar und die Beendigung des Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses als wirksam. Der Kl&amp;auml;ger habe sich frei entscheiden k&amp;ouml;nnen, ob er Rente beantragt oder nicht; ohne Rentenantrag w&amp;auml;re das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis fortbestanden. Revision zum Bundesarbeitsgericht (BAG) ist unter dem Aktenzeichen 7 AZR 210/25 anh&amp;auml;ngig. Unabh&amp;auml;ngig vom Ausgang des Verfahrens zeigt der Fall jetzt schon: Die gesetzlich er&amp;ouml;ffnete M&amp;ouml;glichkeit, Rente und Job zu kombinieren, st&amp;ouml;&amp;szlig;t dort an Grenzen, wo im Arbeitsvertrag der Rentenbezug als automatische Beendigungsvoraussetzung verankert ist. Flexibilit&amp;auml;t gibt es dann nur, solange keine Rente beantragt wird.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mehr zu den anstehenden &amp;Auml;nderungen, dazu was der Arbeitgeber vom Rentenantrag erf&amp;auml;hrt und den Ansatzpunkten f&amp;uuml;r die betriebliche Praxis erfahrt ihr in der &lt;a href="https://www.aib-web.de/newsletter"&gt;&lt;strong&gt;AiB 10/26 ab Seite 24&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Noch kein AiB-Abo, dann holt euch ein kostenloses Testabo hier: &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bestellseite/arbeitsrecht-im-betrieb-testen?wkz=AW_E_2600_T"&gt;https://www.bund-verlag.de/bestellseite/arbeitsrecht-im-betrieb-testen?wkz=AW_E_2600_T&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ems)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Thu, 15 Oct 2026 08:07:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Wie geht es nach erfolgreicher Kündigungsschutzklage in der 1. Instanz weiter?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Wie-geht-es-nach-erfolgreicher-Kuendigungsschutzklage-weiter~.html</link>
      <description>Haben sich Arbeitnehmende in der ersten Instanz erfolgreich gegen eine Kündigungsschutzklage gewehrt, stellt sich die Frage, wie es mit der Beschäftigung und der Vergütung bis zum rechtskräftigen Abschluss des Kündigungsschutzverfahrens weitergeht.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Von besonderer Bedeutung ist dabei der Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch. Dieser gibt dem Arbeitnehmenden das Recht, bis zum rechtskr&amp;auml;ftigen Abschluss eines K&amp;uuml;ndigungsschutzprozesses bei seinem Arbeitgeber t&amp;auml;tig zu sein und hierf&amp;uuml;r entlohnt zu werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dabei gibt es zwei Arten von Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspr&amp;uuml;chen: Den betriebsverfassungsrechtlichen und den allgemeinen Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;1. Betriebsverfassungsrechtlicher Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein solcher besteht nur dann, wenn im Betrieb des Arbeitnehmenden ein Betriebsrat besteht und dieser gem. &amp;sect; 102 Abs. 3 BetrVG der ordentlichen K&amp;uuml;ndigung des Arbeitnehmenden widersprochen hat. In diesem Fall besteht unter den Voraussetzungen des &amp;sect; 102 Abs. 5 BetrVG ein betriebsverfassungsrechtlicher Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch, den der Arbeitnehmende sp&amp;auml;testens bis zum ersten Tag nach Ende der K&amp;uuml;ndigungsfrist gegen&amp;uuml;ber dem Arbeitgeber geltend machen muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der betriebsverfassungsrechtliche Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch f&amp;uuml;hrt dazu, dass das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis weiter Bestand hat und erst dann endet, wenn die K&amp;uuml;ndigungsschutzklage letztinstanzlich abgewiesen wird. Bis zu diesem Tag bildet es die vertragliche Grundlage f&amp;uuml;r die gegenseitigen Leistungspflichten. Die unter 5. folgenden Ausf&amp;uuml;hrungen gelten f&amp;uuml;r den betriebsverfassungsrechtlichen Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch nicht.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;2. Allgemeiner Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Geht es um eine au&amp;szlig;erordentliche K&amp;uuml;ndigung, besteht kein Betriebsrat oder hat ein bestehender Betriebsrat keinen Widerspruch gegen die K&amp;uuml;ndigung erhoben, kann dem Arbeitnehmenden &amp;ndash; sofern dies erstinstanzlich beantragt wurde &amp;ndash; der allgemeine Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch zustehen. Dieser setzt voraus, dass das Besch&amp;auml;ftigungsinteresse des Arbeitnehmenden die Interessen des Arbeitgebers &amp;uuml;berwiegt, was regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig der Fall ist, wenn das erstinstanzliche Gericht entscheidet, dass die K&amp;uuml;ndigung unwirksam ist.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;3. Wie wird ein Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch durchgesetzt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Sobald die erstinstanzliche Entscheidung verk&amp;uuml;ndet wurde, kann der allgemeine Weiterbesch&amp;auml;ftigungsanspruch durchgesetzt werden. Das hei&amp;szlig;t, dass der Arbeitgeber dazu aufgefordert werden kann, den Arbeitnehmenden tats&amp;auml;chlich weiterzubesch&amp;auml;ftigen. Wenn der Arbeitgeber dem nicht Folge leistet, k&amp;ouml;nnen Zwangsmittel gem. &amp;sect; 888 ZPO gegen ihn beantragt werden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;4. Was passiert, wenn der Arbeitnehmende den weiteren Prozess gewinnt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;In dem Fall, dass die K&amp;uuml;ndigung rechtskr&amp;auml;ftig f&amp;uuml;r unwirksam erkl&amp;auml;rt wird, besteht zwischen Arbeitnehmendem und Arbeitgeber ein ununterbrochenes Arbeitsverh&amp;auml;ltnis. Dieses bildet die rechtliche Grundlage f&amp;uuml;r den Anspruch auf Verg&amp;uuml;tung des Arbeitnehmenden f&amp;uuml;r seine erbrachte Arbeitsleistung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hat sich der Arbeitnehmende dazu entschieden, die Weiterbesch&amp;auml;ftigungsm&amp;ouml;glichkeit nicht zu nutzen, kann er dennoch einen Anspruch auf Annahmeverzugslohn haben, wenn er zur Leistungserbringung imstande, also leistungsf&amp;auml;hig und leistungswillig war.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;5. Was passiert, wenn der Arbeitnehmende den weiteren Prozess verliert?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Steht hingegen am Ende des K&amp;uuml;ndigungsschutzverfahrens fest, dass die K&amp;uuml;ndigung wirksam war, so wurde das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis bereits zum in der K&amp;uuml;ndigung genannten Zeitpunkt beendet. Es bestand folglich kein Arbeitsverh&amp;auml;ltnis mehr; der Arbeitnehmende war w&amp;auml;hrend des Zeitraums der Weiterbesch&amp;auml;ftigung also ohne vertragliche Grundlage t&amp;auml;tig und hat keinen vertraglichen Anspruch auf Verg&amp;uuml;tung seiner Arbeitsleistung oder Urlaub.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dennoch darf der Arbeitnehmende das im Zeitraum der Weiterbesch&amp;auml;ftigung erhaltene Arbeitsentgelt behalten. &amp;nbsp;Er hat n&amp;auml;mlich seine Arbeitsleistung w&amp;auml;hrend dieser Zeit er-bracht. Diese Leistung kann der Arbeitgeber nicht an den Arbeitnehmenden zur&amp;uuml;ckgeben, sodass er letztlich Wertersatz gem. &amp;sect; 818 Abs. 2 BGB schuldet. Zur Bestimmung des Wertes der erbrachten Arbeitsleistung wird wiederum auf die &amp;uuml;bliche Verg&amp;uuml;tung ab-gestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Keinen Wertersatz schuldet der Arbeitgeber aber f&amp;uuml;r Tage, an denen der Arbeitnehmende w&amp;auml;hrend des Weiterbesch&amp;auml;ftigungszeitraums nicht gearbeitet hat; unerheblich ob dies wegen Krankheit oder Feiertagen der Fall war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hat der Arbeitnehmende sich entschieden, die Weiterbesch&amp;auml;ftigungsm&amp;ouml;glichkeit nicht in Anspruch zu nehmen, so schuldet der Arbeitgeber weder Wertersatz noch Annahmeverzugslohn.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ar)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Quelle: ArbRB 2026, 285 (Heft 09), RA FAArbR Dr. Oliver Fr&amp;ouml;hlich&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Thu, 15 Oct 2026 06:07:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Equal-Pay: Abteilungsleiterin steht höheres Gehalt zu</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Equal-Pay-Abteilungsleiterin-steht-hoeheres-Gehalt-zu~.html</link>
      <description>Eine Abteilungsleiterin forderte so bezahlt zu werden, wie ein männlicher Kollege auf derselben Hierarchieebene. Nachdem das Verfahren bis zum Bundesarbeitsgericht (BAG v 23. 10. 2025 - 8 AZR 300/24) gegangen war, entschied das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg (LAG BaWü), dass der Abteilungsleiterin zwar nicht das Topgehalt des von ihr benannten Kollegen zustehe, das Medianentgelt der männlichen Kollegen ihrer Entgeltebene aber schon.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Eine Arbeitnehmerin ist seit 1995 bei ihrer Arbeitgeberin besch&amp;auml;ftigt, seit 2008 als Abteilungsleiterin. Das Entgelt auf dieser Hierarchieebene setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Hierzu geh&amp;ouml;ren u.a. ein Grundgehalt, ein Company Bonus und die Zuteilung von virtuellen Aktien. Wie das eigene Entgelt im Vergleich zu den Kollegen derselben F&amp;uuml;hrungsebene ausf&amp;auml;llt, l&amp;auml;sst sich &amp;uuml;ber das Entgelttransparenz-Dashboard im Intranet der Arbeitgeberin herausfinden. Dieses zeigt die eigene Verg&amp;uuml;tung sowie das im Median erzielte Entgelt der m&amp;auml;nnlichen und weiblichen Vergleichsgruppe. Individuelle Gehaltsdaten werden dort nicht eingestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Abteilungsleiterin vertrat die Ansicht, dass sie wegen ihres Geschlechts entgeltdiskriminiert werde, da sie &amp;uuml;ber einen Zeitraum von mehreren Jahren (2018 &amp;ndash; 2022) ein niedrigeres Gehalt erhielt als ein m&amp;auml;nnlicher Kollege derselben F&amp;uuml;hrungsebene. Beide waren im Jahr 2008 auf die Abteilungsleiterebene bef&amp;ouml;rdert worden. W&amp;auml;hrend der m&amp;auml;nnliche Kollege seither in Vollzeit arbeitete, war die Abteilungsleiterin f&amp;uuml;r etwa vier Jahre in Elternzeit und ungef&amp;auml;hr genauso lange in h&amp;auml;lftiger Teilzeit besch&amp;auml;ftigt. Das Gehalt der in den Jahren 2018 bis 2022 teilzeitbesch&amp;auml;ftigten Abteilungsleiterin lag &amp;ndash; umgerechnet auf eine Vollzeitstelle - deutlich unterhalb des Gehalts des von ihr benannten Kollegen und auch unterhalb des Medians der m&amp;auml;nnlichen und weiblichen Vergleichsgruppe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitnehmerin verlangte von ihrer Arbeitgeberin r&amp;uuml;ckwirkend die finanzielle Gleichstellung mit dem konkret benannten m&amp;auml;nnlichen Kollegen.&lt;br /&gt;Hilfsweise verlangte die Arbeitnehmerin die Differenz zwischen ihrer individuellen Verg&amp;uuml;tung und der Verg&amp;uuml;tung des Medians der m&amp;auml;nnlichen Vergleichsgruppe gem&amp;auml;&amp;szlig; den Werten des Entgelttransparenz-Dashboards.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitgeberin war der Auffassung, dass die Arbeitnehmerin keine gleichwertige T&amp;auml;tigkeit im Vergleich zu dem von ihr benannten Kollegen erbracht habe, da sie u.a. bei gemeinsamen Projekten nur unterst&amp;uuml;tzende und keine leitenden T&amp;auml;tigkeiten &amp;uuml;bernommen habe. Zudem verwies sie darauf, dass der m&amp;auml;nnliche Kollege wegen der doppelt so langen Arbeitszeit &amp;uuml;ber eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Berufserfahrung verf&amp;uuml;ge.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Gericht entschied, dass der Abteilungsleiterin die Differenz zwischen ihrer Verg&amp;uuml;tung und dem Medianentgelt der m&amp;auml;nnlichen Vergleichsgruppe zusteht. Einen Anspruch auf die Bezahlung des konkret genannten Kollegen lehnte das Gericht aber ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei seiner Entscheidung unterstellte das Gericht, dass die Gehaltsdaten verwertbar sind, diese ein absolutes Indiz f&amp;uuml;r eine geschlechtsbedingte Benachteiligung darstellen und es sich bei der von der Arbeitnehmerin ausge&amp;uuml;bten T&amp;auml;tigkeit um eine gleichwertige T&amp;auml;tigkeit handelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Anspruch auf die Verg&amp;uuml;tung des von der Arbeitnehmerin benannten Kollegen bestehe nicht, da die Arbeitgeberin die Vermutung einer geschlechtsbedingten Benachteiligung widerlegt habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gegen die Vermutung, dass die Gehaltsdifferenz zwischen der Arbeitnehmerin und der konkreten m&amp;auml;nnlichen Vergleichsperson auf dem Geschlecht basiert spreche, dass die m&amp;auml;nnliche Vergleichsperson auch im Vergleich zu den anderen m&amp;auml;nnlichen Kollegen seiner Entgeltebene ein deutlich h&amp;ouml;heres Gehalt beziehe. Des Weiteren verwies das Gericht auf die gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Berufserfahrung des m&amp;auml;nnlichen Kollegen, welcher zwar gleichzeitig mit der Arbeitnehmerin auf die Abteilungsleiterebene bef&amp;ouml;rdert wurde, dort aber zehn Jahre in Vollzeit besch&amp;auml;ftigt war &amp;ndash; im Gegensatz zur Arbeitnehmerin, die in diesem Zeitraum weniger als zwei Jahre in Vollzeit gearbeitet hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gericht gab aber dem Hilfsantrag gerichtet auf Bezahlung entsprechend dem Medianentgelt der m&amp;auml;nnlichen Vergleichsgruppe statt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Gehaltsdifferenz zwischen dem eigenen Gehalt und dem Medianentgelt der Vergleichsgruppe habe Indizwirkung f&amp;uuml;r eine geschlechtsbedingte Benachteiligung. Nach &amp;sect; 22 AGG, welcher nach der Rechtsprechung des BAG in Rechtsstreitigkeiten um gleiches Entgelt anwendbar ist, m&amp;uuml;sse deshalb die Arbeitgeberin beweisen, dass keine Benachteiligung vorliege.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitgeberin habe diese Vermutung nicht widerlegen k&amp;ouml;nnen, da sie zu den Gr&amp;uuml;nden f&amp;uuml;r die Differenz zwischen dem Entgelt der Arbeitnehmerin und dem Medianentgelt nicht ausreichend vorgetragen habe.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gericht entschied zudem &amp;uuml;ber einen weiteren Verg&amp;uuml;tungsbestandteil, virtuelle Aktien, und sprach der Arbeitnehmerin die Differenz zu den durchschnittlichen Leistungen zu, welche geschlechts&amp;uuml;bergreifend an Personen ihrer Vergleichsgruppe gew&amp;auml;hrt werden. Dies st&amp;uuml;tzte das Gericht auf den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ar)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV</category>
      <pubDate>Thu, 15 Oct 2026 05:00:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Benachteiligung im Bewerbungsprozess führt nicht zu unbegrenztem Schadensersatzanspruch</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Benachteiligung-im-Bewerbungsprozess-fuehrt-nicht-zu-unbegrenztem-Schadensersatzanspruch~.html</link>
      <description>Nachdem er 2009 von einem Unternehmen im Bewerbungsprozess benachteiligt worden war, klagte ein Jurist nun auf entgangenes Arbeitsentgelt in Höhe von 236.000 Euro. Die Revision vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) blieb erfolglos, da der Jurist mehrere Jahre bei einem anderen Arbeitgeber fest angestellt gewesen war.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Jurist hatte sich im M&amp;auml;rz 2009 bei einem Unternehmen der Versicherungswirtschaft f&amp;uuml;r ein Trainee-Programm beworben. Dort erhielt er eine Absage, w&amp;auml;hrend vier andere Bewerberinnen eine Zusage f&amp;uuml;r das Trainee-Programm erhielten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er war der Meinung, dass er wegen seines Alters und Geschlechts im Bewerbungsprozess diskriminiert worden sei und klagte erfolgreich vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht (HessLAG v. 18. 6. 2018 - 7 Sa 851/17). Das HessLAG nahm eine unzul&amp;auml;ssige Benachteiligung wegen des Alters an und stellte die Verpflichtung des Versicherungsunternehmens fest, dem abgelehnten Bewerber s&amp;auml;mtliche k&amp;uuml;nftigen materiellen Sch&amp;auml;den zu ersetzen, die auf der unterlassenen Einstellung basierten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Jurist klagte erneut auf Schadensersatz f&amp;uuml;r die Jahre 2020 bis 2023 in H&amp;ouml;he von 236.000 Euro wegen entgangenen Gewinns. Er war der Meinung, dass das Versicherungsunternehmen dazu verpflichtet sei, ihm die Differenz zwischen dem bei seinem aktuellen Arbeitgeber erzielten Entgelt und dem fiktiven Entgelt, welches er bei dem Versicherungsunternehmen bezogen h&amp;auml;tte, auszuzahlen.&lt;br /&gt;Nachdem Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht die Klage abwiesen, hatte das BAG zu entscheiden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das BAG wies die Klage ab. Zun&amp;auml;chst stellte das Gericht klar, dass gem. &amp;sect; 15 Abs. 1 Satz 1 AGG ein abgelehnter Bewerber grunds&amp;auml;tzlich Schadensersatz f&amp;uuml;r entgangenes Arbeitsentgelt verlangen kann. Eine von vornherein bestehende Begrenzung des Haftungsumfangs des Arbeitgebers gebe es dabei nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das BAG betonte aber, dass der Arbeitgeber nur so lange f&amp;uuml;r das entgangene Arbeitsentgelt des abgelehnten Bewerbers hafte, bis zwischen der diskriminierenden Nichteinstellung und dem Verdienstausfallschaden kein Zusammenhang mehr bestehe. Dies soll dann der Fall sein, wenn der abgelehnte Bewerber eine passende Arbeitsstelle gefunden und sich dort eingelebt habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Jurist hatte bis Mitte 2020 f&amp;uuml;r fast vier Jahre bei der Zentralen Ausl&amp;auml;nderbeh&amp;ouml;rde gearbeitet und dort eine seiner Qualifikation entsprechende T&amp;auml;tigkeit ausge&amp;uuml;bt. Das BAG entschied, dass ein Zusammenhang mit der Diskriminierung aus dem Jahr 2009 deshalb nicht mehr vorliege. Die weitere berufliche Entwicklung sei Teil des allgemeinen Lebensrisikos.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ar)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV</category>
      <pubDate>Wed, 14 Oct 2026 10:47:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>BR-1x1 - Das FAQ für Betriebsräte</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Das-FAQ-fuer-Betriebsraete~.html</link>
      <description>Wir stellen unser digitales FAQ-Tool für Betriebsräte mit schnellen, rechtssicheren Antworten zu allen zentralen Fragen des Arbeitsrechts vor. Dabei liefern wir einen Grundstock von über 100 Stichwörtern mit über 2.500 Fragen und Antworten. Monatliche Updates sorgen für Content-Nachschub und die nötige Aktualität.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Antworten statt suchen.&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Wenn im Betriebsrat eine Frage auftaucht, braucht es schnell verl&amp;auml;ssliche Informationen.&amp;nbsp;BR-1x1 unterst&amp;uuml;tzt Euch dabei, arbeitsrechtliche Themen z&amp;uuml;gig einzuordnen, die wichtigsten Punkte zu verstehen und den n&amp;auml;chsten Schritt rechtssicher anzugehen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Damit Ihr schneller weiterwisst.&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Im Betriebsrat entstehen wichtige Fragen oft genau dann, wenn es schnell gehen muss:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Eine Anh&amp;ouml;rung zur beabsichtigten K&amp;uuml;ndigung liegt auf dem Tisch.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Frist zur Abgabe der Stellungnahme beginnt zu laufen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Der zugrunde liegende Sachverhalt wird sorgf&amp;auml;ltig gepr&amp;uuml;ft.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Gremium ber&amp;auml;t und fasst einen Beschluss.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Und pl&amp;ouml;tzlich geht es darum, schnell zu verstehen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Was gilt?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Welche Rechte haben wir?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Was m&amp;uuml;ssen wir beachten?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Was ist jetzt der n&amp;auml;chste sinnvolle Schritt?&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Genau f&amp;uuml;r diese Situationen gibt es BR-1x1.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das digitale FAQ-Orientierungstool hilft Euch dabei, arbeitsrechtliche Fragen im Betriebsratsalltag schneller einzuordnen. Statt Euch durch lange Fachtexte zu arbeiten, steigt Ihr direkt in das passende Thema ein &amp;ndash; etwa zu K&amp;uuml;ndigung, Mitbestimmung, Arbeitszeit, Datenschutz oder Beteiligungsrechten. Dort f&amp;uuml;hren Euch konkrete Fragen zu verst&amp;auml;ndlich aufbereiteten und rechtlich fundierten Antworten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Von A bis Z zur passenden Antwort.&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Steigt direkt &amp;uuml;ber das gesuchte Stichwort ein und findet ohne Umwege zur relevanten Frage!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;A&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;bull; Abmahnung&lt;br /&gt;&amp;bull; Arbeitsschutz&lt;br /&gt;&amp;bull; Arbeitszeit&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;D&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;bull; Datenschutz&lt;br /&gt;&amp;bull; Dienstreise&lt;br /&gt;&amp;bull; Dienstwagen&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;G&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;bull; Gef&amp;auml;hrdungsbeurteilung&lt;br /&gt;&amp;bull; Gesch&amp;auml;ftsordnung&lt;br /&gt;&amp;bull; Gleitzeit&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;K&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;bull; Konzernbetriebsrat&lt;br /&gt;&amp;bull; Kosten des Betriebsrats&lt;br /&gt;&amp;bull; K&amp;uuml;ndigung, betriebsbedingte&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;M&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;bull; Mindestlohn&lt;br /&gt;&amp;bull; Mitbestimmungsrechte&lt;br /&gt;&amp;bull; Mutterschutz&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;S&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;bull; Schichtarbeit&lt;br /&gt;&amp;bull; Schwerbehindertenvertretung&lt;br /&gt;&amp;bull; Sozialplan&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;U&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;bull; &amp;Uuml;berstunden&lt;br /&gt;&amp;bull; Unfallversicherung&lt;br /&gt;&amp;bull; Urlaub&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&amp;hellip; und viele weitere Themen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Mehr Orientierung. Weniger Recherche.&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;BR-1x1 b&amp;uuml;ndelt &amp;uuml;ber 2.500 Fragen und Antworten zu zentralen Themen des Arbeitsrechts und&lt;br /&gt;der Betriebsratsarbeit. Die Inhalte sind von A bis Z nach Stichw&amp;ouml;rtern gegliedert und erm&amp;ouml;glichen eine schnelle erste Orientierung zu Themen wie K&amp;uuml;ndigung, Mitbestimmung, Arbeitszeit, Datenschutz oder Beteiligungsrechten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Verst&amp;auml;ndlich aufbereitete Antworten, Praxistipps und Beispiele unterst&amp;uuml;tzen Euch bei der Anwendung im Gremienalltag. Die Inhalte werden regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig aktualisiert und von erfahrenen Jurist*innen und Expert*innen erstellt. So bleibt Ihr bei &amp;Auml;nderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung auf dem Laufenden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;BR-1x1 ist entweder direkt als j&amp;auml;hrliches Abo-Modell in unserem &lt;a href="https://shop.bund-verlag.de/br-1x1-978-3-7663-8587-1"&gt;Shop&lt;/a&gt; verf&amp;uuml;gbar oder Ihr schaut vorab in unsere &lt;a href="https://shop.bund-verlag.de/br-1x1-test-abo-978-3-7663-8587-1"&gt;30-t&amp;auml;gige Testversion&lt;/a&gt;&amp;nbsp;hinein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Euer gutes Recht:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;BR-1x1 geh&amp;ouml;rt zu den erforderlichen Arbeitsmitteln des Betriebsrats, deren Kosten gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 40 Abs. 2 BetrVG der Arbeitgeber zu tragen hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jb)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Mon, 12 Oct 2026 05:00:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Führerscheinentzug für ein Jahr: Kündigung wirksam</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Fuehrerscheinentzug-fuer-ein-Jahr-Kuendigung-wirksam~.html</link>
      <description>Ein Arbeitgeber ist zur Kündigung berechtigt, wenn einem zu 100 Prozent im Außendienst tätigen Arbeitnehmer seine Fahrerlaubnis für ein Jahr entzogen wird, die Erbringung der Arbeitsleistung ohne Fahrzeug nicht möglich ist und keine anderen Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen – so das Arbeitsgericht Nordhausen.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein Au&amp;szlig;endienstmitarbeiter war bei seiner Arbeitgeberin als Travelling Merchandiser t&amp;auml;tig. Im Rahmen seiner T&amp;auml;tigkeit fuhr er mit einem Kraftfahrzeug zu verschiedenen Superm&amp;auml;rkten, um dort Warenst&amp;auml;nder mit Saisonware zu best&amp;uuml;cken und diese nach Ende einer Verkaufsaktion wieder zu entfernen. Dem Au&amp;szlig;endienstmitarbeiter wurde hierf&amp;uuml;r von der Arbeitgeberin ein Dienstwagen zur Verf&amp;uuml;gung gestellt. Die Superm&amp;auml;rkte waren aufgrund ihrer Lage nicht mit &amp;ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund eines erheblichen Verkehrsversto&amp;szlig;es entzog die Fahrerlaubnisbeh&amp;ouml;rde dem Arbeitnehmer f&amp;uuml;r die Dauer eines Jahres die Fahrerlaubnis. Als der Au&amp;szlig;endienst-mitarbeiter die Arbeitgeberin hiervon in Kenntnis setzte, k&amp;uuml;ndigte diese das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis ordentlich, weil der Mitarbeiter ohne Fahrerlaubnis nicht mehr in der Lage sei, seine T&amp;auml;tigkeit auszu&amp;uuml;ben.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Au&amp;szlig;endienstmitarbeiter wehrte sich gerichtlich gegen die K&amp;uuml;ndigung, mit der Begr&amp;uuml;ndung, dass die K&amp;uuml;ndigung nicht gerechtfertigt sei, da er trotz des Entzugs der Fahrerlaubnis immer noch in der Lage sei, seine vertraglich geschuldete T&amp;auml;tigkeit zu erbringen. Sowohl sein Vater, welcher sich im Ruhestand befinde, wie auch ein Bekannter w&amp;auml;ren dazu bereit, ihn zu den jeweiligen Einsatzorten zu fahren, ohne dass der Arbeitgeberin hierdurch zus&amp;auml;tzliche Kosten entstehen w&amp;uuml;rden. F&amp;uuml;r die Fahrten k&amp;ouml;nnte neben dem Dienstfahrzeug auch ein Privatwagen genutzt werden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Arbeitsgericht Nordhausen wies die Klage ab. Die personenbedingte K&amp;uuml;ndigung sei wirksam, weil die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung ohne Fahrerlaubnis f&amp;uuml;r eine verh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;ig erhebliche Zeitdauer von einem Jahr nicht erbracht werden k&amp;ouml;nne.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entziehung der Fahrerlaubnis sei im Fall des Au&amp;szlig;endienstmitarbeiters ein geeigneter K&amp;uuml;ndigungsgrund. Das Gericht begr&amp;uuml;ndete dies damit, dass die arbeitsvertraglich geschuldete T&amp;auml;tigkeit des Arbeitnehmers zu 100 Prozent im Au&amp;szlig;endienst liege und das Fahren bzw. Reisen zu den verschiedenen Einsatzorten umfasse. Da der Arbeitnehmer keine M&amp;ouml;glichkeit habe, die Einzelhandelsgesch&amp;auml;fte mit &amp;ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, sei er f&amp;uuml;r die Aus&amp;uuml;bung seiner T&amp;auml;tigkeit auf die Nutzung eines Kraftfahrzeugs angewiesen. Ohne Fahrerlaubnis k&amp;ouml;nne er deshalb seine arbeitsvertraglich geschuldete T&amp;auml;tigkeit f&amp;uuml;r ein Jahr nicht mehr aus&amp;uuml;ben. Diesen Umstand ber&amp;uuml;cksichtigte das Gericht auch im Rahmen der Interessenabw&amp;auml;gung, die insgesamt zulasten des Au&amp;szlig;endienstmitarbeiters ausfiel.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeitgeberin m&amp;uuml;sse sich auch nicht auf die vom Arbeitnehmer angebotenen L&amp;ouml;sungen verweisen lassen. Da es sich bei einem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis um ein h&amp;ouml;chstpers&amp;ouml;nliches Leistungsaustauschverh&amp;auml;ltnis handelt, darf der Arbeitnehmer nicht Teile seiner T&amp;auml;tigkeiten auf andere Personen &amp;uuml;bertragen. Es sei Sache der Arbeitgeberin zu entscheiden, wie sie die Arbeit organisieren m&amp;ouml;chte und welche Personen sie daf&amp;uuml;r einsetzt. Die Dienstwagenregelung der Arbeitgeberin erlaube nur die gelegentliche &amp;Uuml;berlassung des Fahrzeugs an Ehepartner oder Lebensgef&amp;auml;hrten, sodass folglich beide vom Arbeitnehmer angebotenen Ersatzfahrer nicht zum berechtigten Personenkreis geh&amp;ouml;rten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Einsatz eines privaten Kraftfahrzeugs mit Ersatzfahrern stehe entgegen, dass die Verg&amp;uuml;tungsabrede zwischen den Parteien die Bereitstellung des Dienstwagens als Teil der Verg&amp;uuml;tung umfasse und bei der Nutzung des Privatfahrzeugs ge&amp;auml;ndert werden m&amp;uuml;sse. Schlie&amp;szlig;lich bestanden auch keine anderweitigen Besch&amp;auml;ftigungsm&amp;ouml;glichkeiten bei der Arbeitgeberin.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ar)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Personalratsarbeit, MAV-Arbeit, Arbeitsschutz, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, JAV, MAV</category>
      <pubDate>Fri, 09 Oct 2026 12:26:59 GMT</pubDate>
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      <title>Sicher arbeiten: Gefährdungen systematisch beurteilen</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Sicher-arbeiten-Gefaehrdungen-systematisch-beurteilen~.html</link>
      <description>Die Gefährdungsbeurteilung macht Belastungen sichtbar, bewertet das Risiko und führt zu verbindlich geplanten Schutzmaßnahmen. Für Interessenvertretungen ist sie kein Nebenthema, sondern eines der wirksamsten Instrumente, um gesunde Arbeitsbedingungen konkret mitzugestalten.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Wer neu in einen Betriebsrat, Personalrat oder eine Mitarbeitervertretung gew&amp;auml;hlt wird, begegnet schnell einer F&amp;uuml;lle von Themen: Arbeitszeit, Digitalisierung, Personalmangel, Umbauten, neue Software, Konflikte, Krankenstand oder &amp;Uuml;berlastungsanzeigen. Hinter vielen dieser Themen steckt zugleich eine Frage des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Genau hier setzt die Gef&amp;auml;hrdungsbeurteilung an. Sie &amp;uuml;bertr&amp;auml;gt allgemeine Schutzpflichten in einen m&amp;ouml;glichst systematischen betrieblichen Prozess. F&amp;uuml;r die Interessenvertretung er&amp;ouml;ffnet die Mitbestimmung der Gef&amp;auml;hrdungsbeurteilung die Chance, nicht erst nach Unf&amp;auml;llen, Beschwerden oder Erkrankungen zu reagieren, sondern Arbeitsbedingungen pr&amp;auml;ventiv zu gestalten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Verantwortung liegt nicht beim Gremium&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Verantwortlich f&amp;uuml;r die Durchf&amp;uuml;hrung bleiben die Arbeitgebenden beziehungsweise die Dienstgebenden. Die Interessenvertretung erstellt die Gef&amp;auml;hrdungsbeurteilung nicht an deren Stelle. Sie &amp;uuml;berwacht, fordert Informationen an, bringt die Erfahrungen der Besch&amp;auml;ftigten ein und gestaltet die offenen Verfahrensfragen mit. Wer diese Rollen auseinanderh&amp;auml;lt, kann selbstbewusst agieren, ohne sich die Arbeitgebendenpflichten aufladen zu lassen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Arbeitsschutzgesetz als Rechtsgrundlage&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Nach &amp;sect; 5 Arbeitsschutzgesetz muss beurteilt werden, welchen Gef&amp;auml;hrdungen die Besch&amp;auml;ftigten durch ihre Arbeit ausgesetzt sind und welche Ma&amp;szlig;nahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind, um diese Gef&amp;auml;hrdungen m&amp;ouml;glichst komplett zu vermeiden, oder zumindest deren Risiko deutlich zu vermindern. Gemeint ist weit mehr als ein Rundgang mit einer Checkliste. Zu betrachten sind unter anderem Arbeitsst&amp;auml;tte und Arbeitsplatz, physikalische, chemische und biologische Einwirkungen, Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren und Arbeitsabl&amp;auml;ufe, Arbeitszeit, Qualifikation und Unterweisung sowie psychische Belastungen. Auch mobile Arbeit, Au&amp;szlig;endienst oder selten ausge&amp;uuml;bte T&amp;auml;tigkeiten d&amp;uuml;rfen nicht aus dem Blick fallen, wenn dort relevante Gef&amp;auml;hrdungen entstehen k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Handlungsbedarf pr&amp;uuml;fen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Eine Gef&amp;auml;hrdung ist dabei zun&amp;auml;chst nur die M&amp;ouml;glichkeit einer gesundheitlichen Beeintr&amp;auml;chtigung. Erst die Beurteilung kl&amp;auml;rt, wie gro&amp;szlig; das Risiko ist und ob Handlungsbedarf besteht. Dieser Unterschied ist f&amp;uuml;r neue Interessenvertretungen wichtig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Mehr lesen&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Den vollst&amp;auml;ndigen Beitrag von Stefani Mehring finden Sie in der Oktober-Ausgabe von&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-72/inhalt/1726-126/zeitschrift/396-2325" target="_blank"&gt;&amp;raquo;Arbeitsschutz und Mitbestimmung&amp;laquo;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie haben noch kein Abo?&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.bund-verlag.de/bestellseite/infodienst-arbeitsschutz-testen?wkz=HP_E_2400_T" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Arbeitsschutz und Mitbestimmung&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de&amp;nbsp;(jv)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat</category>
      <pubDate>Fri, 09 Oct 2026 12:00:17 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Sozialverträglicher Personalabbau in Gefahr</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Sozialvertraeglicher-Personalabbau-in-Gefahr~.html</link>
      <description>Was würde ein Aus für die „Altersteilzeit im Blockmodell“ bedeuten? Warum wäre das gerade jetzt – wo allerorts Werke geschlossen und Stellen abgebaut werden – ein fatales Zeichen?</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Was bedeutet Altersteilzeit im Blockmodell?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Beim Blockmodell wird die Altersteilzeit in zwei gleich lange Phasen unterteilt. In der ersten Phase (Arbeitsphase) wird regul&amp;auml;r weitergearbeitet, in der zweiten Phase (Freistellungsphase) wird gar nicht mehr gearbeitet.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Was hat die Alterssicherungskommission damit zu tun?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Alterssicherungskommission sollte Vorschl&amp;auml;ge entwickeln, die eine verl&amp;auml;ssliche Absicherung im Alter gew&amp;auml;hrleisten, ohne die Beitragszahlenden sowie den Bundeshaushalt dauerhaft zu &amp;uuml;berfordern.&lt;br /&gt;Sie &lt;a href="https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975228/2444780/0fcbf810775351c64007ee6cb2c7cad9/2026-06-24-bericht-alterssicherungskommission-data.pdf?download=1" target="_blank"&gt;empfiehlt als Ergebnis unter anderem&lt;/a&gt; die Altersteilzeit im Blockmodell entfallen zu lassen, um angebliche Fr&amp;uuml;hverrentungsanreize zu verringern und auf diesem Wege zus&amp;auml;tzliche Besch&amp;auml;ftigungspotenziale von &amp;Auml;lteren zu sichern. Denn laut der Alterssicherungskommission handele es sich beim Blockmodell faktisch nicht um eine echte Teilzeitbesch&amp;auml;ftigung, sondern eine arbeitsrechtlich erm&amp;ouml;glichte Form der Fr&amp;uuml;hverrentung.&lt;br /&gt;&lt;a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/faq-rentenreform-2444534#:~:text=Der%20Koalitionsausschuss%20hat%20am%202.%20Juli%202026%20den,33%20Empfehlungen%20der%20Alterssicherungskommission%20vollst%C3%A4ndig%20und%20z%C3%BCgig%20umsetzen." target="_blank"&gt;Der Koalitionsausschuss hat alle Empfehlungen der Kommission abgenickt. Ziel sei es, das Gesetzgebungsverfahren bis Ende 2026 abzuschlie&amp;szlig;en, so der aktuelle Bundeskanzler.&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Warum w&amp;auml;re eine Umsetzung dieser Empfehlung fatal?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Mit Entfall der Altersteilzeit im Blockmodell w&amp;uuml;rde ein bew&amp;auml;hrtes arbeitsrechtliches Instrument zum sozialvertr&amp;auml;glichen Personalabbau verloren gehen &amp;ndash; und das in diesen herausfordernden Zeiten.&lt;br /&gt;&lt;a href="https://baden-wuerttemberg.igmetall.de/2026/2026-07-29-pressemitteilung-26-2027" target="_blank"&gt;Bezirksleiterin Resch der IG Metall Baden-W&amp;uuml;rttemberg&lt;/a&gt;: &amp;bdquo;Die Altersteilzeit im Blockmodell ist das sozialste Werkzeug, das wir im industriellen Umbau haben. Sie erm&amp;ouml;glicht Personalanpassungen ohne betriebsbedingte K&amp;uuml;ndigungen, geordnet, planbar und im Konsens mit den Besch&amp;auml;ftigten. Wer dieses Instrument abschafft, riskiert deutlich h&amp;auml;rtere Einschnitte.&amp;ldquo; sowie &amp;bdquo;Man kann nicht Transformation fordern und zugleich die Instrumente abschaffen, die sie sozialvertr&amp;auml;glich machen. Man nimmt uns das sozialste Instrument, das wir haben, ausgerechnet in dem Moment weg, in dem wir es am dringendsten brauchen.&amp;ldquo; VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo nimmt nach &amp;uuml;bereinstimmenden Medienberichten vor dem Hintergrund des aktuellen Stellenabbaus bei VW ebenso deutlich zu dieser Empfehlung der Alterssicherungskommission Stellung: &amp;bdquo;Wenn uns dieses Instrument wegbricht, dann wissen wir nicht, wie wir das bew&amp;auml;ltigen k&amp;ouml;nnten.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Momentan ist Altersteilzeit (noch) im Blockmodell m&amp;ouml;glich. Alles Wissenswerte rund um die Altersteilzeit finden Betriebsr&amp;auml;te in unserem &lt;a href="https://shop.bund-verlag.de/br-1x1-978-3-7663-8587-1" target="_blank"&gt;digitalen FAQ BR-1x1&lt;/a&gt;&amp;nbsp;und nat&amp;uuml;rlich in &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/karo?srsltid=AU7gw4WT3TyaRpVYayDCQdVagHdYNqrvU73CRyIkBt5re143dS1eeXEu." target="_blank"&gt;Karo, der KI f&amp;uuml;r Mitbestimmung&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (kb)&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Thu, 08 Oct 2026 16:07:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Schweigen ist keine Option</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Schweigen-ist-keine-Option~.html</link>
      <description>Gerät ein Unternehmen in die Krise, kämpft der Betriebsrat an zwei Fronten: gegen Maßnahmen auf Kosten der Belegschaft und gegen die Angst der Beschäftigten. Unser Experte zeigt in der AiB 10/26 ab Seite 8, worauf es bei der Krisenkommunikation ankommt.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;em&gt;von Timm Bo&amp;szlig;mann&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Krisen k&amp;uuml;ndigen sich an: schlechte Zahlen, nerv&amp;ouml;se Vorgesetzte, h&amp;auml;ufige Strategiewechsel und immer wieder neue Ger&amp;uuml;chte &amp;hellip; Schlie&amp;szlig;lich spricht das Management ganz konkret von Restrukturierung, Stellenabbau oder Insolvenz. Das ist der Moment, vor dem jeder Betriebsrat Angst hat: Die Stimmung kippt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann sagt vielleicht eine Kollegin auf dem Flur: &amp;bdquo;H&amp;auml;tte der Betriebsrat fr&amp;uuml;her reagiert, w&amp;auml;ren wir nicht in dieser Lage.&amp;ldquo; Ein anderer meint: &amp;bdquo;Die machen nicht genug, k&amp;auml;mpfen nur f&amp;uuml;r sich.&amp;ldquo; Alle haben ganz viele Fragen, aber die eilig einberufene Betriebsversammlung ist &amp;uuml;berraschend schlecht besucht, weil &amp;ndash; so hei&amp;szlig;t es &amp;ndash; &amp;bdquo;man ja sowieso nichts machen kann&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ausgerechnet im Moment der Bedrohung wenden sich Teile der Belegschaft gegen die eigene Interessenvertretung. Was l&amp;auml;uft hier schief? Hat der Betriebsrat in der Vergangenheit wirklich so schlechte Arbeit geleistet? Wahrscheinlich nicht, aber die Kolleginnen und Kollegen haben Angst &amp;ndash; und dann reagieren Menschen selten rational.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&amp;sect; 79 BetrVG: Kein Maulkorb f&amp;uuml;r den Betriebsrat&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Arbeitgeber nutzen den Geheimhaltungsparagrafen im Betriebsverfassungsgesetz gern als Drohung und Maulkorb. Aber das ist er nicht. Vier Voraussetzungen m&amp;uuml;ssen gleichzeitig erf&amp;uuml;llt sein, um dem Betriebsrat den Mund zu verbieten:&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Der Sachverhalt, um den es geht, muss tats&amp;auml;chlich geheim sein. Das hei&amp;szlig;t: nur eine sehr, sehr kleine Anzahl von Menschen darf davon wissen. Wenn bereits die mittlere F&amp;uuml;hrungsebene informiert wurde, ist es kein Geheimnis mehr.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Geheimnis muss dem Betriebsratsmitglied aufgrund seiner Funktion als Interessenvertretung mitgeteilt worden sein. Von Dingen, die ihm auf anderen Wegen zur Kenntnis gelangt sind, darf gesprochen werden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Es muss sich um ein Betriebs- oder Gesch&amp;auml;ftsgeheimnis handeln: Das kann ein besonderes Herstellungsverfahren sein oder eine interne Kostenrechnung. Die geplante Schlie&amp;szlig;ung einer Abteilung ist es sicher nicht.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Der Arbeitgeber hat diese konkrete Information ausdr&amp;uuml;cklich als geheimhaltungsbed&amp;uuml;rftig bezeichnet. Ein Satz wie: &amp;bdquo;Das bleibt jetzt aber unter uns!&amp;ldquo; erf&amp;uuml;llt diese Voraussetzung nicht. Eine schriftliche Verschwiegenheitserkl&amp;auml;rung kommt hier eher als Nachweis infrage.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;h2&gt;Der Unterschied zwischen Furcht und Angst&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Psychologie unterscheidet zwei Reaktionsmuster: Wer eine Situation als bedrohlich, aber bew&amp;auml;ltigbar einsch&amp;auml;tzt, erlebt Furcht &amp;ndash; und handelt. Wer glaubt, keine Chance zu haben, erlebt Angst &amp;ndash; und kapituliert. Furcht lenkt den Fokus auf das Problem und wird zum Antrieb, L&amp;ouml;sungen zu finden. Angst dagegen erzeugt emotionsorientiertes Bew&amp;auml;ltigungsverhalten: Wenn die Situation aussichtslos erscheint, geht es nur noch darum, dieses schreckliche Gef&amp;uuml;hl loszuwerden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man redet nicht mehr mit dem Betriebsrat, sondern &amp;uuml;ber ihn. Man sucht nach Schuldigen, nicht nach L&amp;ouml;sungen. Man identifiziert sich im d&amp;uuml;mmsten Fall mit dem Angreifer, um die eigene Angst zu reduzieren. Das ist der Ansatzpunkt, den Arbeitgeber kennen und nutzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die individuelle Angst der Kolleginnen und Kollegen ist die ideale Voraussetzung zur Spaltung der Belegschaft. Angst ist der st&amp;auml;rkste Hebel, um die Besch&amp;auml;ftigten und ihre Interessenvertretung auseinanderzutreiben. Gelingt dem Arbeitgeber das, kann er das Problem auf seine Weise l&amp;ouml;sen &amp;ndash; und das meist auf Kosten der Belegschaft.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Drei Bausteine guter Krisenkommunikation&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Wenn ein Unternehmen ins Schlingern ger&amp;auml;t, hat der Betriebsrat unendlich viel zu tun: Eine Sitzung jagt die n&amp;auml;chste, Beratungen mit Rechtsbeistand und Gewerkschaft, Verhandlungen vorbereiten und f&amp;uuml;hren &amp;hellip; Gleichzeitig muss der Betriebsrat alles unternehmen, um die Beziehung zur Belegschaft zu st&amp;auml;rken, denn: Niemals ist Vertrauen wichtiger als in der Krise.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das hei&amp;szlig;t f&amp;uuml;r alle Mitglieder des Gremiums: pr&amp;auml;sent sein und ansprechbar, auch wenn die immer gleichen Fragen nerven. Zuh&amp;ouml;ren, tr&amp;ouml;sten, den Kolleginnen und Kollegen Mut machen, obwohl man selber Sorgen hat. Eine gelungene Krisenkommunikation funktioniert auf drei Ebenen: Orientierung geben, Handlungsf&amp;auml;higkeit zeigen, Betroffene zu Beteiligten machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie Krisenkommunikation Schritt f&amp;uuml;r Schritt gelingt, zeigt Timm Bo&amp;szlig;mann in der &lt;strong&gt;AiB 10/26 ab Seite 8&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Noch kein AiB-Abo, dann holt euch ein kostenloses Testabo hier: &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bestellseite/arbeitsrecht-im-betrieb-testen?wkz=AW_E_2600_T"&gt;https://www.bund-verlag.de/bestellseite/arbeitsrecht-im-betrieb-testen?wkz=AW_E_2600_T&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ems)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Thu, 08 Oct 2026 05:02:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>5 Tipps zum Einsatz für Demokratie und Menschenwürde</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~5-Tipps-zum-Einsatz-fuer-Demokratie-und-Menschenwuerde~.html</link>
      <description>Viele Betriebsräte verzweifeln aktuell über den spürbaren Rechtsruck in ihrem Betrieb. Wie kann man als Betriebsrat oder Betriebsrätin für Demokratie und Menschenwürde einstehen und Rassismus und Diskriminierung wirkungsvoll begegnen? Wir geben fünf Tipps.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;1. Gegen Hetze und Diskriminierung vorgehen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der vielleicht offensichtlichste Tipp zuerst: Nutzt &amp;ndash; bestenfalls Hand in Hand mit dem Arbeitgeber &amp;ndash; alle bestehenden betriebsverfassungsrechtlichen und &amp;uuml;ber das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) gegebenen (hier nicht abschlie&amp;szlig;end aufgez&amp;auml;hlten) M&amp;ouml;glichkeiten gegen Diskriminierung und Hetze im Betrieb vorzugehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Arbeitgeber und Betriebsrat haben per Gesetz (&amp;sect; 75 Abs. 1 BetrVG) dar&amp;uuml;ber zu wachen, dass alle im Betrieb t&amp;auml;tigen Personen nach den Grunds&amp;auml;tzen von Recht und Billigkeit behandelt werden, insbesondere, dass jede Benachteiligung von Personen aus Gr&amp;uuml;nden ihrer Rasse oder wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Abstammung oder sonstigen Herkunft, ihrer Nationalit&amp;auml;t, ihrer Religion oder Weltanschauung, ihrer Behinderung, ihres Alters, ihrer politischen oder gewerkschaftlichen Bet&amp;auml;tigung oder Einstellung oder wegen ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Identit&amp;auml;t unterbleibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Betriebsrat hat zudem nach &amp;sect; 80 Abs. 1 Nr.7 die Integration ausl&amp;auml;ndischer Arbeitnehmer im Betrieb und das Verst&amp;auml;ndnis zwischen ihnen und den deutschen Arbeitnehmern zu f&amp;ouml;rdern, sowie Ma&amp;szlig;nahmen zur Bek&amp;auml;mpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Betrieb zu beantragen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Durch Betriebsvereinbarung k&amp;ouml;nnen Ma&amp;szlig;nahmen zur Integration ausl&amp;auml;ndischer Arbeitnehmer sowie zur Bek&amp;auml;mpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Betrieb geregelt werden, &amp;sect; 88 Nr. 4 BetrVG.&lt;br /&gt;In Betriebs- und Abteilungsversammlungen k&amp;ouml;nnen Fragen der der Integration der im Betrieb besch&amp;auml;ftigten ausl&amp;auml;ndischen Arbeitnehmer behandelt werden, die den Betrieb oder seine Arbeitnehmer unmittelbar betreffen, &amp;sect; 45 Satz 1 1. Halbsatz BetrVG.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach &amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG hat der Betriebsrat, soweit eine gesetzliche oder tarifliche Regelung nicht besteht, auch bei der Einf&amp;uuml;hrung und Ausgestaltung des Verfahrens, in dem Arbeitnehmer ihr Beschwerderecht nach &amp;sect; 13 Abs. 1 Satz 1 AGG wahrnehmen k&amp;ouml;nnen, mitzubestimmen; er hat insoweit auch ein Initiativrecht (BAG 21.7.2009 - 1 ABR 42/08).&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;2. Gezielt st&amp;auml;rken&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Meist ist nur eine kleine &amp;ndash; aber meist sehr laute - Minderheit radikalisiert. Es gilt nicht nur auf diese oder die schweigende Mehrheit zu schauen, sondern aktiv den Blick auf diejenigen zu lenken, die sich im Betrieb dagegen positionieren und aktiv f&amp;uuml;r eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen aller Besch&amp;auml;ftigten eintreten wollen. Diese Besch&amp;auml;ftigten sollte der Betriebsrat mobilisieren und Ihnen R&amp;uuml;ckdeckung bieten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;3. Kostendruck standhalten&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Betriebsrat sollte auf keinen Fall dem in der aktuellen wirtschaftlichen Lage oft vom Arbeitgeber ausge&amp;uuml;bten Kostendruck nachgeben, sondern weiter arbeitgeberfinanzierte Seminare zur Weiterbildung besuchen. Ein starker Betriebsrat ist ein gutes Zeichen f&amp;uuml;r die Demokratie. Au&amp;szlig;erdem ist der Betriebsrat oft der einzige Strohhalm f&amp;uuml;r viele Besch&amp;auml;ftigte, die um Ihre wirtschaftliche Existenz f&amp;uuml;rchten. In der Konsequenz sind die Betriebsr&amp;auml;te auch oft die Einzigen, die die Abstiegs&amp;auml;ngste und Ohnmachtsgef&amp;uuml;hle der Besch&amp;auml;ftigten wirksam mindern und somit der rechten Propaganda den N&amp;auml;hrboden entziehen k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;4. Beziehungsarbeit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;In die Beziehung zur Belegschaft gilt es zu investieren, zu investieren und nochmal zu investieren. Eine umfassende und aktive Informations- und &amp;Ouml;ffentlichkeitsarbeit ist immens wichtig, um die Belegschaft mitzunehmen. Wenn die Belegschaft &amp;uuml;ber das &amp;bdquo;Wie&amp;ldquo; und &amp;bdquo;Warum&amp;ldquo; Bescheid wei&amp;szlig;, gerade auch bei Vorhaben, die gescheitert sind, verf&amp;auml;ngt rechte Propaganda schlechter. Au&amp;szlig;erdem sollte bei jeder Gelegenheit das Gespr&amp;auml;ch mit den Kollegen und Kolleginnen gesucht und diesen unbedingt gut zugeh&amp;ouml;rt werden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;5. Bestehende Konflikte ausfechten&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die aktuellen gesellschaftlichen und betrieblichen Verteilk&amp;auml;mpfe gilt es aktiv anzugehen und auszufechten, um das Bestm&amp;ouml;glichste f&amp;uuml;r die Belegschaft zu erreichen; bestenfalls wird eben diese gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils in den Kampf miteinbezogen und beteiligt. Dann sind die Erfolgschancen h&amp;ouml;her; zudem ist Aktivsein sehr hilfreich gegen Gef&amp;uuml;hle von Ohnmacht und Kontrollverlust und kann damit Wirkung gegen&amp;uuml;ber rechter Propaganda entfalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle f&amp;uuml;nf Tipps sind im Kern einem aktuellen und sehr lesenswerten &lt;a href="https://aib-web.de/home/wirtschaft-arbeitsmarkt/gewerkschaften-politik/pro-demokratie" target="_blank"&gt;Interview zum Thema &amp;bdquo;Demokratie im Betrieb&amp;ldquo; mit dem Bildungsexperten Tim Ackermann f&amp;uuml;r aib-web.de &lt;/a&gt;entnommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (kb)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Fri, 02 Oct 2026 07:51:31 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Rechtsprechungsübersicht zu Wegeunfällen</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Rechtsprechungsuebersicht-zu-Wegeunfaellen~.html</link>
      <description>Essenholen während der Mittagspause im Homeoffice - für viele nichts Ungewöhnliches. Aber was passiert, wenn man sich auf dem Weg verletzt? Ist der Vorfall dann ein versicherter Arbeitsunfall? Das Hessische Landessozialgericht (LSG) musste sich kürzlich mit zwei ähnlich gelagerten Fällen befassen und kam dennoch zu unterschiedlichen Ergebnissen.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Hessisches Landessozialgericht (28.4.2026) - Aktenzeichen L 3 U 189/24&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das LSG hatte zuerst einen Fall zu entscheiden, bei dem eine Arbeitnehmerin auf Wunsch ihres Arbeitgebers w&amp;auml;hrend der Corona-Pandemie in Vollzeit im Homeoffice arbeitete. In ihrer Mittagspause begab sie sich auf den Weg zu einem Imbissladen, wo sie sich ihr Mittagsessen kaufen wollte. Auf dem Weg st&amp;uuml;rzte die Arbeitnehmerin und zog sich einen Oberarmbruch zu. Die zust&amp;auml;ndige Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das LSG entschied, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelte. Als Begr&amp;uuml;ndung f&amp;uuml;hrte das LSG an, die Arbeitgeberin habe sich in der Absicht, ihre Arbeitskraft zu erhalten, ihr Mittagessen geholt. Zudem habe sie zuvor die Mittagspause bei Kolleg*innen und Vorgesetzten angek&amp;uuml;ndigt und habe nach der Pause noch Termine gehabt. Aufgrund dieser Umst&amp;auml;nde sei ein Zusammenhang zwischen dem Besorgen des Mittagessens und der betrieblichen T&amp;auml;tigkeit zu erkennen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Hessisches Landessozialgericht (19.5.2026) - Aktenzeichen L 3 U 176/25&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Im zweiten Fall handelte es sich um einen Arbeitnehmer, der im Rahmen einer Widereingliederung eine t&amp;auml;gliche Arbeitszeit von sechs Stunden zu absolvieren hatte. Seinen Arbeitsort konnte er frei w&amp;auml;hlen. Am Unfallstag arbeitete der Arbeitnehmer bei einem Kollegen, der ihn wieder einarbeitete, auf dessen Terrasse. Nachdem der Arbeitnehmer viereinhalb Stunden seiner Arbeitszeit verrichtet hatte, machte er sich auf den Weg, um f&amp;uuml;r seinen Kollegen und sich Mittagessen zu besorgen. Als sich der Arbeitnehmer bereits auf dem R&amp;uuml;ckweg befand, knickte er im Treppenhaus des Wohnhauses, in dem sich die Wohnung des Kollegen befand, um. Dabei erlitt der Arbeitnehmer einen Kreuzbandriss. Hier lehnte die zust&amp;auml;ndige Berufsgenossenschaft ebenfalls die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Gegensatz zum ersten Fall lehnte das LSG das Vorliegen eines Arbeitsunfalls ab. Ein Zusammenhang zwischen der betrieblichen T&amp;auml;tigkeit und dem Unfall sei nicht ersichtlich. Da der Arbeitnehmer nur noch lediglich eineinhalb Stunden zu arbeiten hatte, habe das Mittagessen nicht der Erhaltung der Arbeitskraft gedient. Insbesondere habe er das Essen w&amp;auml;hrend der verbleibenden Arbeitszeit einnehmen wollen. Zudem sei der Weg vom Treppenhaus zur Terrasse kein Betriebsweg gewesen. Der Arbeitnehmer sei frei darin gewesen, wo er arbeitet und habe weder Termine noch andere durch seine T&amp;auml;tigkeit bedingten zeitlichen Vorgaben zur Pausengestaltung gehabt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die beiden Entscheidungen machen deutlich, dass ein Unfall w&amp;auml;hrend der Arbeitszeit nicht automatisch ein versicherter Arbeitsunfall ist. Wenn Arbeitnehmende in ihrer Mittagspause Wege zur&amp;uuml;cklegen, um sich Mittagessen zu besorgen, sind diese grunds&amp;auml;tzlich auch im Homeoffice versichert. Damit dieser Schutz besteht, m&amp;uuml;ssen zwei Voraussetzungen gegeben sein: Erstens muss der Weg dazu dienen, die Arbeitsf&amp;auml;higkeit zu erhalten, um im Anschluss weiterzuarbeiten (sog. &amp;raquo;Handlungsziel&amp;laquo;). Zweitens muss der zur&amp;uuml;ckgelegte Weg auch betriebsbedingt sein (sog. &amp;raquo;Betriebsbedingtheit&amp;laquo;). Das bedeutet f&amp;uuml;r eine T&amp;auml;tigkeit im Homeoffice, eine Eingliederung in betriebliche Abl&amp;auml;ufe und die dortige Arbeitsorganisation. Hierzu z&amp;auml;hlen beispielsweise Termin- und Pausenvorgaben.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (lr)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beide Entscheidungen sind nicht rechtskr&amp;auml;ftig. Revisionen sind am Bundesarbeitsgericht anh&amp;auml;ngig unter den Aktenzeichen B 2 U 8/26 R und B 2 U 9/26 R.&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, JAV, Personalrat, MAV</category>
      <pubDate>Fri, 02 Oct 2026 06:00:09 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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      <title>Verhinderung von Betriebsratsmitgliedern richtig beurteilen</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Verhinderung-von-Betriebsratsmitgliedern-richtig-beurteilen~.html</link>
      <description>Damit Beschlüsse wirksam gefasst werden können, ist es wichtig, dass die richtigen Gremienmitglieder in der Betriebsratssitzung anwesend sind. Ist ein Mitglied verhindert, muss der oder die Vorsitzende das Ersatzmitglied laden. Aber wann liegt eine Verhinderung im Sinne des BetrVG vor? Das klärt die Fachanwältin für Arbeitsrecht Maike Koll in »Betriebsrat und Mitbestimmung« 10/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die ordnungsgem&amp;auml;&amp;szlig;e Beschlussfassung ist f&amp;uuml;r die Betriebsratsarbeit das A und O. Ohne eine ordnungsgem&amp;auml;&amp;szlig;e Beschlussfassung sind s&amp;auml;mtliche Handlungen oder Erkl&amp;auml;rungen des Betriebsrats bzw. des Vorsitz ohne rechtliche Bedeutung. Damit ein solcher Beschluss aber &amp;uuml;berhaupt gefasst werden kann, muss der oder die Vorsitzende zun&amp;auml;chst alle und vor allem auch die richtigen Betriebsratsmitglieder einladen. Die anwaltliche Erfahrung zeigt: Jede*r Vorsitzende wei&amp;szlig;, dass &amp;sect;&amp;nbsp;29 BetrVG zwingend die Ladung aller ordentlichen Betriebsratsmitglieder vorsieht und jede*r Vorsitzende wei&amp;szlig; auch, dass &amp;sect;&amp;nbsp;25 BetrVG die Ladung von Ersatzmitgliedern im Verhinderungsfall vorsieht. Aber die anwaltliche Praxis zeigt deutlich, dass im Zusammenhang mit der Ladung zur Betriebsratssitzung die meisten Fehler gemacht werden. Die Beurteilung, ob ein Verhinderungsfall vorliegt, ist meist vielschichtig und muss oft spontan eventuell noch kurz vor der Betriebsratssitzung&amp;nbsp;&amp;ndash; und damit in stressigen Ausnahmesituationen&amp;nbsp;&amp;ndash; erfolgen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wann ist ein Betriebsratsmitglied verhindert?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ob Urlaub, Krankheit, ein hohes Arbeitsaufkommen oder ein privater Termin&amp;nbsp;&amp;ndash; immer wieder stellt sich im Betriebsratsalltag die Frage, wann ein Ersatzmitglied eingeladen werden muss. Ma&amp;szlig;geblich ist hier &amp;sect;&amp;nbsp;25 BetrVG. Der erste Satz dieser gesetzlichen Regelung ist noch ganz einfach: &amp;raquo;&lt;em&gt;Scheidet ein Mitglied des Betriebsrats aus, so r&amp;uuml;ckt ein Ersatzmitglied nach.&amp;laquo;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;Doch schon beim zweiten Satz dieser Regelung fangen die Probleme an: &amp;raquo;&lt;em&gt;Dies gilt entsprechend f&amp;uuml;r die Stellvertretung eines zeitweilig verhinderten Mitglieds des Betriebsrats.&amp;laquo;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;Danach r&amp;uuml;ckt f&amp;uuml;r ein zeitweilig verhindertes Betriebsratsmitglied ein Ersatzmitglied nach. Was zun&amp;auml;chst einfach klingt, wirft in der Praxis zahlreiche Fragen auf, denn was versteht man unter einer zeitweiligen Verhinderung? Fakt ist, nicht jede Abwesenheit stellt automatisch eine Verhinderung dar, die der Aus&amp;uuml;bung des Betriebsratsamts im Wege stehen k&amp;ouml;nnte. Durch Rechtsprechung und Literatur wurden hierzu verschiedene Grunds&amp;auml;tze entwickelt und in den vergangenen Jahren fortlaufend weiterentwickelt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Die zwei Arten der Verhinderung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Von einer Verhinderung spricht man, wenn ein ordentliches Betriebsratsmitglied seine gesetzlichen Aufgaben vor&amp;uuml;bergehend nicht wahrnehmen kann oder darf. Dabei wird zwischen einer tats&amp;auml;chlichen und einer rechtlichen Verhinderung unterschieden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was f&amp;auml;llt unter die &amp;raquo;tats&amp;auml;chliche Verhinderung&amp;laquo; &amp;ndash; was unter die &amp;raquo;rechtliche Verhinderung&amp;laquo;?&amp;nbsp;Wer entscheidet &amp;uuml;ber die Verhinderung? Und was sind die Folgen? Mehr dazu lest Ihr im vollst&amp;auml;ndigen Beitrag von Maike Koll in &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/betriebsrat-und-mitbestimmung" target="_blank"&gt;&amp;raquo;Betriebsrat und Mitbestimmung&amp;laquo;&lt;/a&gt; 10/2026 ab Seite 2. Abonnent*innen k&amp;ouml;nnen den &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-55/inhalt/1726-56/zeitschrift/396-2323/asset/150-169937/position/_" target="_blank"&gt;vollst&amp;auml;ndigen Beitrag hier lesen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Noch kein Abo?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://br-mitbestimmung.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt zwei Ausgaben &amp;raquo;Betriebsrat und Mitbestimmung&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tipp:&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;Alle Testabonnent*innen erhalten jetzt das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Sonderheft&lt;/strong&gt;&amp;nbsp; &amp;raquo;Die 100 wichtigsten Fragen und Antworten zur Betriebsratsarbeit&amp;laquo;&lt;strong&gt; gratis&lt;/strong&gt;!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (la)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat</category>
      <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 08:48:27 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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      <title>BK-Recht geschlechtergerecht aufstellen</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~BK-Recht-geschlechtergerecht-aufstellen~.html</link>
      <description>Die Zahlen sprechen für sich: Frauen zeigen weniger Berufskrankheiten (BK) an. Und wenn doch, werden ihre Erkrankungen deutlich seltener anerkannt. Eine Initiative des Landes Berlin will mehr Fairness und Gleichbehandlung erreichen, denn das BK-Recht wirkt nicht geschlechtergerecht. Dr. Hannes Strobel stellt in »Gute Arbeit« 9/2026 die Berliner Initiative vor und deckt Ungleichbehandlungen auf. Darüber informiert Dr. Hannes Strobel in der Zeitschrift »Gute Arbeit« 9/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Berlin hat 2025 zum Thema einen Antrag in die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) der Bundesl&amp;auml;nder eingebracht, der einstimmig angenommen wurde. Der Kritikpunkt: Das BK-Recht ist noch stark im letzten Jahrhundert verhaftet, es orientiert kaum auf den Arbeitswandel in der modernen Dienstleistungsgesellschaft und auf die Transformation &amp;ndash; mit neuen Belastungen und Anforderungen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Mehr Forschung ist notwendig&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ziel ist es, die geschlechtergerechte Erforschung von BKs zu st&amp;auml;rken. Zusammenh&amp;auml;nge zwischen den Arbeitsbedingungen von Frauen und ihren Gesundheitsrisiken sollen systematischer untersucht und Forschungsl&amp;uuml;cken geschlossen werden. Wie in anderen Bereichen des Gesundheitssystems besteht ein deutlicher Analyse- und Verbesserungsbedarf, um einer geschlechtsspezifischen, geschlechtersensiblen Medizin (&amp;bdquo;Gendermedizin&amp;ldquo;) st&amp;auml;rker Rechnung zu tragen. Die aktuelle Berufskrankheitenliste (BK-Liste) spiegelt noch stark die Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts wider.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dies hat auch historische Gr&amp;uuml;nde: Das BK-Recht entstand vor einhundert Jahren. Forschung und Anerkennungspraxis orientierten sich an m&amp;auml;nnlich gepr&amp;auml;gten Industriearbeitspl&amp;auml;tzen. Belastungen in sozialen, pflegerischen oder dienstleistungsorientierten Berufen &amp;ndash; also f&amp;uuml;r T&amp;auml;tigkeiten mit hohem Frauenanteil &amp;ndash; wurden weniger ber&amp;uuml;cksichtigt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Neue Belastungen, mehr Frauenerwerbsarbeit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Um den modernen Arbeitswelt gerecht zu werden, ist eine umfassende Weiterentwicklung des BK-Rechts notwendig, die ver&amp;auml;nderte Arbeitsbedingungen und neue Gesundheitsrisiken einbezieht. Mit dem Technischen Fortschritte sowie der stark gestiegenen Frauenerwerbsarbeit haben sich Belastungen und Wirkungszusammenh&amp;auml;nge gewandelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abgesehen von Sondereffekten durch die Pandemie zeigen Frauen seltener BKs an und erhalten auch seltener eine Anerkennung (vgl. BK-Monitoring-Berichte der DGUV). Wichtig sei daher die Ber&amp;uuml;cksichtigung frauendominierter Arbeitsbereiche. Eine aktuelle Untersuchung aus Halle habe etwa ergeben: Typische Belastungen in h&amp;auml;ufiger von Frauen ausge&amp;uuml;bten Berufen wie Pflege, Erziehung oder Reinigung k&amp;ouml;nnen das Risiko f&amp;uuml;r Coxarthrose (H&amp;uuml;ftgelenksarthrose) erh&amp;ouml;hen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die offizielle Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) f&amp;uuml;hre die Anerkennungszahlen nicht gesondert f&amp;uuml;r Frauen und M&amp;auml;nner auf, daher sei nicht unmittelbar zu erkennen, bei welchen BKs Frauen deutlich unterrepr&amp;auml;sentiert seien.&lt;br /&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2300"&gt;Den vollst&amp;auml;ndigen Beitrag in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 9/2026 lesen (S. 12-15).&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 9/2026, Titelthema: &amp;raquo;Mehr Fairness, mehr Chancen &amp;ndash; Gleichstellung in der Arbeitswelt&amp;laquo;, dazu vier Fachbeitr&amp;auml;ge:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Maike Jebasinsky: Gleichstellung umsetzen: Toolbox f&amp;uuml;r Interessenvertretungen (S. 8-11).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dr. Hannes Strobel: Das BK-Recht geschlechtergerecht aufstellen (S. 12-15).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Svenja Pfahl, Stefan Reuyss: Faktoren der Ungleichheit: Sorgearbeit und Geschlecht (S. 16-18).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Beate Eberhardt: Willkommen nach der Elternzeit (S. 19-21).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV</category>
      <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 07:50:34 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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