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    <title>Nachrichten für die JAV</title>
    <link>https://www.bund-verlag.de/sbv</link>
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    <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 18:46:58 GMT</pubDate>
    <item>
      <title>Nur Mut! Gute Gründe für die Wahl einer SBV</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~SuI-2026-04-Gute-Gruende-fuer-die-SBV-Wahl~.html</link>
      <description>Wenn im Herbst 2026 bundesweit die neuen Schwerbehindertenvertretungen gewählt werden, geht es um Teilhabe, Gesundheit, Beschäftigungssicherheit – und darum, dass auch zukünftige Arbeitswelt inklusiv gestaltet wird. Warum die SBV dabei ein unverzichtbarer Akteur ist, erläutert Gesine Thomas in »Schwerbehindertenrecht und Inklusion« 4/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;W&amp;auml;hrend Betriebsratswahlen meist breite Aufmerksamkeit erhalten, fristen die SBV‑Wahlen vielerorts noch immer ein Schattendasein. Dabei ist die SBV l&amp;auml;ngst zu einem zentralen Akteur geworden, wenn es darum geht, Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben zu unterst&amp;uuml;tzen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Die Arbeitswelt ver&amp;auml;ndert sich rasant: Digitalisierung, KI‑gest&amp;uuml;tzte Prozesse, steigende psychische Belastungen bei den Besch&amp;auml;ftigten und der demografische Wandel f&amp;uuml;hren dazu, dass immer mehr Besch&amp;auml;ftigte Unterst&amp;uuml;tzung ben&amp;ouml;tigen. Die SBV ist dabei Berater*in, Lots*in, Konfliktl&amp;ouml;se*rin, Fr&amp;uuml;hwarnsystem und Expert*in f&amp;uuml;r inklusive Arbeitsgestaltung &amp;ndash; und die Stimme derjenigen, die im betrieblichen Alltag oft &amp;uuml;bersehen werden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Unsichtbare Realit&amp;auml;t: Behinderung im Jahr 2026&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Noch immer denken viele bei &amp;bdquo;Behinderung&amp;ldquo; an Rollst&amp;uuml;hle oder Blindenst&amp;ouml;cke. Doch die Realit&amp;auml;t ist l&amp;auml;ngst eine andere. Der Gro&amp;szlig;teil der Beeintr&amp;auml;chtigungen ist unsichtbar: Chronische Erkrankungen, psychische Belastungen, funktionelle Einschr&amp;auml;nkungen, neurodivergente Besonderheiten. Die Zahl der Besch&amp;auml;ftigten mit gesundheitlichen Einschr&amp;auml;nkungen steigt seit Jahren &amp;ndash; und mit ihr der Bedarf an Unterst&amp;uuml;tzung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Was die SBV f&amp;uuml;r die schwerbehinderten und gleichgestellten Besch&amp;auml;ftigten erreichen kann und warum es sich lohnt, als Vertrauensperson oder stellvertretendes Mitglied zu kandidieren, erkl&amp;auml;rt Gesine Thomas in &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; 4/2026.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Weitere Themen in dieser Ausgabe:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;DAK-Report zur Gesundheit der Generation Z (von &lt;em&gt;Bettina Frowein&lt;/em&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Arbeitshilfe: Terminplan f&amp;uuml;r das f&amp;ouml;rmliche SBV-Wahlverfahren&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;BAG: &lt;/span&gt;Gleichlauf der Zust&amp;auml;ndigkeit von GSBV und Gesamtpersonalrat (BAG, 9.9.2023 &amp;ndash; 7 ABR 6/24, von &lt;em&gt;Franz Josef D&amp;uuml;well&lt;/em&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;OVG Nordrhein-Westfalen: &lt;/span&gt;Kein Blindengeld bei psychogener Blindheit (OVG NRW 27.02.2026 - 12 A 1170/23, von &lt;em&gt;Christian K&amp;ouml;hler&lt;/em&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Neugierig geworden? Dann fordert die Ausgabe an!&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://infodienst-sbv.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt zwei Ausgaben &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 07:00:04 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Änderungen im AGG auf den Weg gebracht</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Aenderungen-im-AGG-auf-den-Weg-gebracht~.html</link>
      <description>Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) haben Änderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) vorgelegt. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, den Diskriminierungsschutz zu verbessern.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Der Entwurf der Ministerien sieht unter anderem vor, die Frist zur Geltendmachung von Anspr&amp;uuml;chen zu verl&amp;auml;ngern. Zudem sollen Benachteiligungsverbote im AGG angepasst werden.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gilt seit 2006. Es enth&amp;auml;lt Regeln zum Schutz vor Diskriminierung in der Arbeitswelt und bei anderen zivilrechtlichen Rechtsgesch&amp;auml;ften.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese &amp;Auml;nderungen sind konkret geplant:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fristverl&amp;auml;ngerung f&amp;uuml;r die Geltendmachung von Anspr&amp;uuml;chen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Personen, die von Diskriminierung betroffen sind, sollen k&amp;uuml;nftig l&amp;auml;nger Zeit haben, um ihre Rechte geltend zu machen. Bislang m&amp;uuml;ssen Anspr&amp;uuml;che nach dem AGG innerhalb einer Frist von zwei Monaten geltend gemacht werden. Diese Pr&amp;auml;klusionsfrist soll k&amp;uuml;nftig auf vier Monate verl&amp;auml;ngert werden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Punktuelle Anpassungen der zivilrechtlichen Benachteiligungsverbote&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Insbesondere soll der Anwendungsbereich des Diskriminierungsverbots f&amp;uuml;r das Merkmal Geschlecht ausgeweitet werden, um die EU-Unisex-Richtlinie umzusetzen. Damit soll ein laufendes Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission beendet werden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Au&amp;szlig;erdem soll der AGG-Schutz vor sexuellen Bel&amp;auml;stigungen ausgeweitet werden: Der Schutz soll nicht mehr nur auf den Arbeitsplatz beschr&amp;auml;nkt sein, sondern etwa auch auf dem Wohnungsmarkt, im Fitnessstudio oder in der Fahrschule gelten.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die ADS soll k&amp;uuml;nftig ein Streitschlichtungsverfahren anbieten, zu dem jeder Zugang hat, der der Ansicht ist, in seinem Recht nach dem AGG verletzt worden zu sein. Das soll schnellere Einigungen erm&amp;ouml;glichen. In Gerichtsverfahren zu Diskriminierungen soll die ADS als Beistand auftreten k&amp;ouml;nnen oder Stellungnahmen einreichen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Anpassung der &amp;raquo;Kirchenklausel&amp;laquo;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die sogenannte &amp;raquo;Kirchenklausel&amp;laquo; im AGG (&amp;sect; 9 AGG) soll an h&amp;ouml;chstgerichtliche Anforderungen angepasst werden. Die Vorschrift erlaubt es Religionsgemeinschaften und deren Einrichtungen innerhalb gewisser Grenzen, Besch&amp;auml;ftigte wegen der Religion oder Weltanschauung unterschiedlich zu behandeln. Es soll klargestellt werden, dass daf&amp;uuml;r ein Bezug zwischen der Religion oder Weltanschauung und der konkreten Art der T&amp;auml;tigkeit der betroffenen Besch&amp;auml;ftigten oder der Umst&amp;auml;nde ihrer Aus&amp;uuml;bung bestehen muss.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Vereinfachte und verbesserte Rechtsanwendung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Gesetzesentwurf sieht weitere Klarstellungen und Nachjustierungen vor, u.a.: Das Diskriminierungsmerkmal Alter soll durch Lebensalter ersetzt werden. Au&amp;szlig;erdem soll der zivilrechtliche Diskriminierungsschutz bei Schwangerschaft und Mutterschaft verbessert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;L&amp;auml;nder und Verb&amp;auml;nde haben bis zum 17. April 2026 Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen werden nach Ablauf der Stellungnahmefrist auf der Internetseite des BMJV ver&amp;ouml;ffentlicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit dem Zweiten Gesetz zur &amp;Auml;nderung des AGG soll sichergestellt werden, dass das AGG den europ&amp;auml;ischen Vorgaben besser entspricht. Dar&amp;uuml;ber hinaus sollen der Schutz von Betroffenen effektiver gestaltet, Unklarheiten bei der Rechtsauslegung beseitigt und die Rechtsdurchsetzung gest&amp;auml;rkt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/2026_AGGAEndG.html?nn=110490" target="_blank"&gt;Hier geht es zum Gesetzentwurf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Quelle&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz und f&amp;uuml;r Verbraucherschutz (BMJV) und des Bundesministeriums f&amp;uuml;r Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) vom 15.4.2026&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Arbeitsschutz, Mitbestimmung, Personalratsarbeit, Personalvertretungsrecht</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, MAV, JAV, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 05:31:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Zwischen Freiheit und Verantwortung – Zwei Jahre Cannabislegalisierung</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Zwischen-Freiheit-und-Verantwortung-–-Zwei-Jahre-Cannabislegalisierung~.html</link>
      <description>Legal, aber nicht folgenlos: Die Cannabislegalisierung hat nicht nur eine generelle Debatte über den Konsum angeregt, sondern auch reale Auswirkungen auf Betriebe und Behörden gehabt. Dabei geht es um nichts Geringeres als Sicherheit, Gesundheit und Mitbestimmung. Nach zwei Jahren Legalisierung ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;1. Was ist passiert?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Am 1. April 2024 trat die Cannabis-Teillegalisierung in Kraft und mit ihr das Konsumcannabisgesetz (KCanG). Dieses Gesetz zielt vor allem darauf ab, den Cannabiskonsum zu kontrollieren, den Schwarzmarkt zu verdr&amp;auml;ngen und den Jugendschutz zu gew&amp;auml;hrleisten. Es gestattet vollj&amp;auml;hrigen Personen den Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis zum Eigenkonsum im &amp;ouml;ffentlichen Raum. Am privaten Wohnsitz ist einer vollj&amp;auml;hrigen Person der Besitz von bis zu 50 Gramm Cannabis zum Eigenkonsum sowie der Besitz bis zu drei Cannabispflanzen erlaubt (vgl. &amp;sect; 3 KCanG). Ein Konsum in unmittelbarer N&amp;auml;he von Minderj&amp;auml;hrigen ist ebenso verboten wie der &amp;ouml;ffentliche Konsum in Schulen, an Kinderspielpl&amp;auml;tzen sowie an &amp;ouml;ffentlich zug&amp;auml;nglichen Sportst&amp;auml;tten und in der Fu&amp;szlig;g&amp;auml;ngerzone zwischen 7:00 Uhr und 20:00 Uhr (vgl. &amp;sect; 5 KCanG). Eine Weitergabe oder der Verkauf von Cannabis an Minderj&amp;auml;hrige ist nicht nur verboten, sondern auch nach &amp;sect; 34 KCanG strafbar.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;2. Wie ist die aktuelle Bilanz?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Wie sich die Legalisierung auswirkt, wird regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig wissenschaftlich untersucht &amp;ndash; so ist es in &amp;sect; 43 KCanG geregelt. Am 1. April 2026 hat das Forschungsprojekt EKOCAN daher den &lt;a href="https://www.fdr.uni-hamburg.de/record/18530" target="_blank"&gt;zweiten Zwischenbericht zur Evaluation des Gesetzes&lt;/a&gt; vorgelegt. Die Ergebnisse besagen unter anderem, dass sich beim Konsum kaum etwas ver&amp;auml;ndert hat, fr&amp;uuml;here Trends aus der Zeit vor der Teillegalisierung setzen sich fort. Bei Jugendlichen ist der Konsum nach der Teillegalisierung stabil oder sogar leicht r&amp;uuml;ckl&amp;auml;ufig. Ein sprunghafter Anstieg cannabisbezogener Konsumprobleme sei bisher nicht zu beobachten. Bei Erwachsenen hingegen nehme die Zahl der Cannabis-Konsumenten bereits seit etwa 15 Jahren stetig zu. Das hat sich nach der Legalisierung leicht fortgesetzt. Parallel zu dieser Entwicklung nimmt aber auch die H&amp;auml;ufigkeit gesundheitlicher Probleme durch den Konsum zu. Die Inanspruchnahme von Beratungsangeboten der ambulanten Suchthilfe ist dagegen r&amp;uuml;ckl&amp;auml;ufig &amp;ndash; ein bedenklicher Trend. Die gesamte Evaluation l&amp;auml;uft noch bis April 2028, die Ergebnisse sind daher vorl&amp;auml;ufiger Natur.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;3. Cannabis am Arbeitsplatz: Was ist (nicht) erlaubt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Da es sich bis zur Legalisierung um eine illegale Droge gehandelt hat, war der Konsum von Cannabis im Betrieb oder in der Beh&amp;ouml;rde verboten. Diese Strafbarkeit von Cannabiskonsum war jedoch keine Schutzvorschrift f&amp;uuml;r den Arbeitgeber. Wenn er also einen Cannabiskonsum &amp;ndash; oder den Konsum anderer Drogen &amp;ndash; am Arbeitsplatz ausschlie&amp;szlig;en wollte, musste eine innerbetriebliche Regelung, also eine Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung &amp;uuml;ber ein Drogenverbot, abschlie&amp;szlig;en. Daran hat auch die Teillegalisierung nichts ge&amp;auml;ndert &amp;ndash; die teilweise Legalisierung von Cannabis hat lediglich die Strafbarkeit aufgehoben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Generell gilt, dass Besch&amp;auml;ftigte nicht unter Drogeneinfluss arbeiten d&amp;uuml;rfen, da ein regelm&amp;auml;&amp;szlig;iger Konsum von Suchtmitteln die Reaktionsf&amp;auml;higkeit, die Aufmerksamkeit und das Urteilsverm&amp;ouml;gen mindern k&amp;ouml;nnen. Gerade im Arbeitskontext kann das bedeuten, dass bspw. die Fahrsicherheit oder der sichere Umgang mit Maschinen und Werkzeugen derart beeintr&amp;auml;chtigt sind, dass es zu gravierenden Folgen kommen kann. Daher ist es den Besch&amp;auml;ftigten nach &amp;sect; 15 Abs. 2 DGUV Vorschrift 1 untersagt, sich durch Alkohol, Drogen oder andere berauschende Mittel in einen Zustand zu versetzen, durch den sie sich selbst oder andere gef&amp;auml;hrden k&amp;ouml;nnen. Dar&amp;uuml;ber hinaus d&amp;uuml;rfen Arbeitgeber Besch&amp;auml;ftigte, die zum Beispiel aufgrund von Cannabiskonsum erkennbar nicht in der Lage sind, ihre Arbeit sicher auszuf&amp;uuml;hren, gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 7 Abs. 2 DGUV Vorschrift 1 die Arbeit untersagen. Der Arbeitgeber kann dies ggf. sogar mit seiner F&amp;uuml;rsorgepflicht den betroffenen und auch den &amp;uuml;brigen Besch&amp;auml;ftigten gegen&amp;uuml;ber rechtfertigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daneben ist der Arbeitgeber grunds&amp;auml;tzlich berechtigt, ein betriebliches Cannabisverbot einzuf&amp;uuml;hren. Da ein solches Verbot regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig nicht nur das mitbestimmungsfreie Arbeitsverhalten, sondern auch das Ordnungsverhalten im Betrieb oder in der Beh&amp;ouml;rde betrifft, hat der Betriebs- oder Personalrat nach &amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG bzw. &amp;sect; 80 Abs. 1 Nr. 18 BPersVG hierbei ein Mitbestimmungsrecht.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;4. Wann genau hat der Betriebs- bzw. Personalrat ein Mitbestimmungsrecht?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein Cannabisverbot ist mitbestimmungsfrei, wenn es sich ausschlie&amp;szlig;lich auf die Aus&amp;uuml;bung bestimmter Arbeitst&amp;auml;tigkeiten bezieht, bei denen der Alkohol- und Drogenkonsum ohnehin bereits durch gesetzliche Vorgaben untersagt ist (etwa bei Taxi-, Bus- und Berufskraftfahrer, Piloten oder Angestellten bei Sicherheitsdiensten).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dagegen unterliegt ein betriebliches Cannabisverbot der Mitbestimmung des Betriebs- bzw. Personalrats, wenn das Verbot als solches weitergehende Ordnungsregeln enth&amp;auml;lt oder den Arbeits- und Gesundheitsschutz betrifft, um Gefahren f&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte selbst oder andere zu verhindern, die durch Arbeiten im berauschten Zustand entstehen. Eine Mitbestimmungspflicht entsteht auch dann, wenn die Verbotsregelung zus&amp;auml;tzlich umfassende Regelungen zur Kontrolle der Einhaltung des Cannabisverbots vorgibt. Dem gleichgestellt sind kollektiv vorgegebene weitere Ma&amp;szlig;nahmen zur Drogenpr&amp;auml;vention oder begleitenden therapeutische Ma&amp;szlig;nahmen. Hier ist nicht allein das Arbeitsverhalten der Besch&amp;auml;ftigten betroffen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;5. Darf der Arbeitgeber Drogentests durchf&amp;uuml;hren?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Sowohl Drogen- als auch Alkoholtests d&amp;uuml;rfen in Betrieben nur mit Zustimmung der betroffenen Person durchgef&amp;uuml;hrt werden, da Blut- oder Haartests insoweit eine Verletzung in die k&amp;ouml;rperliche Unversehrtheit darstellen. Auch Schnelltests gehen mit einer Verletzung von Pers&amp;ouml;nlichkeitsrechten einher. Insofern fehlt es dem Arbeitgeber an einer Erlaubnisnorm f&amp;uuml;r die einseitige Anordnung von derartigen &amp;Uuml;berpr&amp;uuml;fungen. Eine solche kann auch nicht &amp;uuml;ber eine Betriebsvereinbarung geschaffen werden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;6. Droht bei einem Versto&amp;szlig; eine K&amp;uuml;ndigung?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Verst&amp;ouml;&amp;szlig;t ein Besch&amp;auml;ftigter oder eine Besch&amp;auml;ftigte gegen ein betriebliches oder beh&amp;ouml;rdliches Cannabisverbot, stellt dies ein arbeitsvertraglich relevantes Fehlverhalten dar, was auch zu einer Abmahnung oder zu einer K&amp;uuml;ndigung f&amp;uuml;hren kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Grunds&amp;auml;tzlich muss aber jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin in der Lage sein, die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen. Wenn die Arbeitsleistung durch den Konsum von Cannabis etwa wegen Orientierungslosigkeit, verminderter Reaktionsf&amp;auml;higkeit oder Erinnerungsl&amp;uuml;cken eingeschr&amp;auml;nkt ist, liegt ein arbeitsrechtlicher Pflichtversto&amp;szlig; vor. Dieser kann eine Abmahnung oder auch eine K&amp;uuml;ndigung zur Folge haben &amp;ndash; auch wenn kein innerbetriebliches Cannabisverbot aufgestellt worden ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (nu)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Personalratsarbeit, Arbeitsschutz, Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, JAV, MAV, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 12:34:45 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>»2026 steht auch die SBV-Wahl im Fokus«</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~2026-steht-auch-die-SBV-Wahl-im-Fokus~.html</link>
      <description>Die Inklusion stagniert, betriebliche Initiativen sind gefragt. Die Wahl der Schwerbehindertenvertretungen (SBV) im Herbst 2026 ist daher extrem wichtig. Nun sind engagierte Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Die Organisation einer rechtssicheren Wahl ist unabdingbar. »Gute Arbeit« hat mit Anja Görg, Koordinatorin des Seminarprogramms beim Bildungswerk ver.di Niedersachsen e.V., darüber gesprochen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Anja, Du arbeitest in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit. Was steht vor der SBV-Wahl an?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Anja G&amp;ouml;rg:&lt;/em&gt; Die Mobilisierung von m&amp;ouml;glichst vielen Arbeitnehmer*innen, die zur Wahl antreten, steht an erster Stelle. Wir vermitteln, dass wir sie kontinuierlich im Amt unterst&amp;uuml;tzen. Die SBV-Wahlen sind f&amp;uuml;r uns genauso wichtig wie die Betriebsratswahlen und wir stellen dazu viele Angebote bereit: etwa After-Work-Termine f&amp;uuml;r Interessierte zum Thema &amp;bdquo;Lass ich mich zur SBV-Wahl aufstellen?&amp;ldquo;. Die digitalen Termine erlauben es vielen Besch&amp;auml;ftigten, barrierearm teilzunehmen. Werden weitere Termine oder Formate gew&amp;uuml;nscht, reagieren wir flexibel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir wollen m&amp;ouml;glichst viele Menschen in den Betrieben und Dienststellen erreichen und sie motivieren, in der SBV mitzumachen. Aktive Mitbestimmungsgremien und SBV geh&amp;ouml;ren zusammen, damit die Arbeitswelt inklusiv, fair, sozial und gesundheitsf&amp;ouml;rderlich gestaltet wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Und was habt ihr zur Wahl selbst im K&amp;ouml;cher?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Anja G&amp;ouml;rg:&lt;/em&gt; Die Wahlvorstandsschulungen &amp;ndash; online oder in Pr&amp;auml;senz &amp;ndash; sind im Angebot und sollten unbedingt genutzt werden, damit bei der Wahl alles glatt l&amp;auml;uft. Wir beraten unsere Seminarteilnehmer*innen auch pers&amp;ouml;nlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und &amp;Uuml;brigens: An unseren Schulungen, Seminaren und Fachtagungen k&amp;ouml;nnen alle teilnehmen, nicht nur Gewerkschaftsmitglieder! Die Frage wird oft gestellt und ist mit einem klaren &amp;bdquo;Ja &amp;ndash; f&amp;uuml;r alle!&amp;ldquo; zu beantworten. Wir sind ein eigenst&amp;auml;ndiger, gemeinn&amp;uuml;tziger Tr&amp;auml;ger der Erwachsenenbildung und stehen allen Interessierten offen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das ver.di Bildungswerk bietet neben Seminaren auch die Begleitung der SBV. Was hei&amp;szlig;t das?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Anja G&amp;ouml;rg:&lt;/em&gt; Wir besuchen auf Anfrage SBV-Sitzungen, die gro&amp;szlig;e Versammlung schwerbehinderter Menschen, oder vermitteln Fachexpert*innen zu bestimmten Themen. Au&amp;szlig;erdem bieten wir alle zwei Monate eine kostenfreie &amp;bdquo;Aktuelle Stunde&amp;ldquo;. Das ist ein digitales Austauschformat speziell f&amp;uuml;r diese Zielgruppe. Unseren monatlichen SBV-Infobrief kennen hoffentlich viele. Selbstverst&amp;auml;ndlich beraten wir auch, soweit m&amp;ouml;glich, telefonisch bei betrieblichen Fragen und Problemen, die sich in der Praxis ergeben.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deine pers&amp;ouml;nliche Einsch&amp;auml;tzung: Was sagst du mit Blick auf die aktuelle Teilhabesituation?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Anja G&amp;ouml;rg:&lt;/em&gt; Die wirtschaftliche Krise wirkt sich zurzeit negativ auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen aus. In der Privatwirtschaft sank zuletzt die Erf&amp;uuml;llung der Besch&amp;auml;ftigungspflichtquote. Das kann und muss besser werden, aber ohne SBV, die sich auf der Besch&amp;auml;ftigtenseite f&amp;uuml;r berufliche Teilhabe einsetzt, geht es nicht. Und hier bieten wir uns als Partner an. Ich danke allen SBV-Mitgliedern f&amp;uuml;r ihr Engagement, das unglaublich wertvoll ist! Die SBV-Wahlen werden hoffentlich mit bekannten und neuen Gesichtern zum Erfolg!&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Interview erschien in &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2219" target="_blank"&gt;&amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 4/2026. Das Titelthema der Ausgabe: Atypische Arbeitszeiten &amp;ndash; Entlastung bei Nacht- und Schichtarbeit&lt;/a&gt;. Weitere Beitr&amp;auml;ge:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;F. Brenscheidt, Dr. L. Vieten, Dr. N. Backhaus: Nacht- und Schichtarbeit besser gestalten (S. 8 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dr. L. Brandt: Rechtsprechung &amp;ndash; Drama: Unterschiedliche Zuschl&amp;auml;ge f&amp;uuml;r Nachtarbeit (S. 14 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dr. L. Brandt: Nachtarbeit und Zuschl&amp;auml;ge &amp;ndash; Nicht die Gesundheit &amp;raquo;abkaufen&amp;laquo; (S. 18 ff.).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnentinnen und&amp;nbsp;Abonnenten von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge der Zeitschrift zu (ab 2012).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Tipp der Redaktion&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Unsere Handlungsanleitung zur Wahl der Schwerbehindertenvertretung 2026:&amp;nbsp;Die aktualisierte Neuauflage der Wahlsoftware ber&amp;uuml;cksichtigt die aktuelle Rechtsprechung u.a. zur Wahlberechtigung der Besch&amp;auml;ftigten in Werkst&amp;auml;tten f&amp;uuml;r behinderte Menschen und stellt&amp;nbsp;das Wichtigste zu den Wahlen der Konzern-, Gesamt-, Bezirks- und Hauptschwerbehindertenvertretungen dar. Zudem ist ein Fristenrechner integriert. Formulare und Wahlunterlagen k&amp;ouml;nnen einfach in die eigene Textverarbeitung exportiert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://shop.bund-verlag.de/wahl-der-schwerbehindertenvertretung-2026-978-3-7663-7606-0" target="_blank"&gt;Zur Wahlsoftware&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 05:53:36 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Inkludierte Gefährdungsbeurteilung</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~SuI-2026-03-SBV-Inkludierte-Gefaehrdungsbeurteilung-SBV-Wahl~.html</link>
      <description>»Wir wollen niemanden vergessen« — dieser Satz fällt häufig, wenn es um den Arbeitsschutz geht. In »Schwerbehindertenrecht und Inklusion« 3/2026 beleuchtet Gesine Thomas die Anspruchsgrundlagen, die praktische Umsetzung und die Handlungsmöglichkeiten von SBV und Betriebsrat bei der der Inkludierten Gefährdungsbeurteilung (IGeBu).</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Die Frage, ob Besch&amp;auml;ftigte mit Behinderung im betrieblichen Arbeitsschutz tats&amp;auml;chlich systematisch ber&amp;uuml;cksichtigt werden, ist aktueller denn je. Bereits die allgemeine Gef&amp;auml;hrdungsbeurteilung (GeBu) nach&amp;nbsp;&amp;sect; 5&amp;nbsp;ArbSchG ist f&amp;uuml;r Arbeitgeber verpflichtend, dennoch stellt ihre praktische Umsetzung viele Betriebe weiterhin vor Herausforderungen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;&amp;nbsp;Erg&amp;auml;nzend zu&amp;nbsp;&amp;sect; 5&amp;nbsp;ArbSchG verpflichtet&amp;nbsp;&amp;sect; 164&amp;nbsp;Abs. 4 SGB IX Arbeitgeber, Arbeitspl&amp;auml;tze behinderungsgerecht zu gestalten und pr&amp;auml;ventive Ma&amp;szlig;nahmen zur Sicherung der dauerhaften Teilhabe zu ergreifen. Auch&amp;nbsp;&amp;sect; 3a&amp;nbsp;Abs.2 ArbSt&amp;auml;ttV und die ASR V3a.2 als technische Regel zur barrierefreien Gestaltung von Arbeitspl&amp;auml;tzen weisen darauf hin, dass die besonderen Belange der besch&amp;auml;ftigten Menschen mit Behinderung im Arbeits-und Gesundheitsschutz ber&amp;uuml;cksichtigt werden m&amp;uuml;ssen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Wie SBV und Betriebs- oder Personalrat mit der IGeBu sicherstellen, dass die individuellen Bedarfe von Besch&amp;auml;ftigten mit Behinderungen dabei Ber&amp;uuml;cksichtigung finden, erl&amp;auml;utert Gesine Thomas in &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; 3/2026. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Weitere Themen in dieser Ausgabe:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Auf dem Weg zur SBV-Wahl (Irene Husmann)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Neues Verfahren bei Behinderten-Pauschbetr&amp;auml;gen (Franz Josef D&amp;uuml;well)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;EuGH: Arbeitsbedingungen von Eltern von Kindern mit Behinderungen sind anzupassen EuGH, vom 11.9.2025&amp;nbsp;&amp;ndash; C 38/24 (erl&amp;auml;utert von Daniel Hlava).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;SG Speyer: Schwerbehinderung wegen Post-Covid anerkannt (3.6.2025 &amp;ndash; S 12 SB 318/23).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;SG Dortmund: Herztod durch akute Stressbelastung als Arbeitsunfall (14.10.2025 &amp;ndash; S 17 U 367/23).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Neugierig geworden? Dann fordert die Ausgabe an!&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://infodienst-sbv.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt zwei Ausgaben &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 08:00:04 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
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      <title>Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber: Fahrplan zur Inklusion</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Einheitliche-Ansprechstellen-fuer-Arbeitgeber-Fahrplan-zur-Inklusion~.html</link>
      <description>Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA), inzwischen bundesweit mit 130 Büros vertreten, sind Lotsen zur beruflichen Teilhabe: Sie stehen dem Personalmanagement, Dienststellenleitern und privaten Arbeitgebern zur Seite, wenn sie Menschen mit Behinderungen einstellen, ausbilden oder weiterbilden wollen. EAA führen durch den Dschungel der Förderinstrumente und begleiten die Integration. In »Gute Arbeit« 3/2026 stellt Dr. Klaus Heimann diese noch neue Einrichtung vor.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die wirtschaftliche Krise wirft die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen sp&amp;uuml;rbar zur&amp;uuml;ck, vor allem in der Privatwirtschaft. Das best&amp;auml;tigen Untersuchungen wie das 13. Inklusionsbarometer der Aktion Mensch. Und das, obwohl in bestimmten Bereichen Fachkr&amp;auml;fte- und Personalmangel herrschen, obwohl eine F&amp;uuml;lle von Unterst&amp;uuml;tzungsleistungen &amp;ndash; f&amp;uuml;r Arbeitgeber und Betroffene &amp;ndash; Anreize f&amp;uuml;r die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt setzen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Kaum bekannte F&amp;ouml;rderwege, wenig Zeit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Oft argumentieren Arbeitgeber und Personaler: &amp;raquo;Wir haben keine Zeit, uns durch den Dschungel m&amp;ouml;glicher F&amp;ouml;rderleistungen zu k&amp;auml;mpfen und finden keine geeigneten Bewerber*innen.&amp;laquo; Diese Argumente ziehen nicht mehr.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit den EAA sind Unternehmen bei der Inklusion nicht l&amp;auml;nger auf sich gestellt. Die Beratungsangebote arbeiten inzwischen fl&amp;auml;chendeckend, vertreten in allen 16 Bundesl&amp;auml;ndern. Sie schlie&amp;szlig;en eine oft beklagte L&amp;uuml;cke: Es existiert mit den EAA ein verl&amp;auml;sslicher Kontaktpunkt zwischen Arbeitgebern und Bewerber*innen; EAA-Fachberater*innen stellen einstellungswilligen Arbeitgebern nicht nur passende Bewerber*innen vor, sie beraten auch &amp;uuml;ber die im Einzelfall m&amp;ouml;glichen F&amp;ouml;rderungen aus unterschiedlichen T&amp;ouml;pfen. Und sie begleiten den Integrationsprozess vor Ort, nicht virtuell! Sie beraten Arbeitgeber und Personalstellen in der Eingliederungsphase, wenn dies gew&amp;uuml;nscht wird.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Interessenvertretungen sollten den Ansto&amp;szlig; geben&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Zwar sind die EAA Servicestellen exklusiv f&amp;uuml;r die Arbeitgeberseite gedacht, aber die Schwerbehindertenvertretung (SBV), Betriebs- und Personalr&amp;auml;te sollten ihre Personalabteilungen und Arbeitgeber auf die EAA-Leistungen hinweisen: Das kann in vielen F&amp;auml;llen der entscheidende Ansto&amp;szlig; f&amp;uuml;r mehr berufliche Teilhabe sein, vielleicht eine Initialz&amp;uuml;ndung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles, was dabei hilft, schwerbehinderte Menschen in Ausbildung oder Arbeit im ersten Arbeitsmarkt zu bringen oder zu halten, ist jede Unterst&amp;uuml;tzung wert. Die Finanzierung der EAA erfolgt aus Mitteln der Ausgleichsabgabe, diese flie&amp;szlig;en damit als Leistungspaket an die Arbeitgeber zur&amp;uuml;ck.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neben der Beratung mobilisieren die EAA-Fachberater*innen konkrete Hilfen. Dazu k&amp;ouml;nnen je nach Fall und bedarf geh&amp;ouml;ren: &amp;Uuml;bernahme oder Zusch&amp;uuml;sse zu den Kosten f&amp;uuml;r die Einrichtung von Arbeits- oder Ausbildungspl&amp;auml;tzen, Umbauma&amp;szlig;nahmen, Lohnzusch&amp;uuml;sse, Assistenzleistungen, Hilfsmittel oder besondere Arbeitsmittel aller Art.&lt;br /&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Neugierig geworden? Der Beitrag von Dr. Klaus Heimann bietet einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise der neuen Servicestellen. &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2206" target="_blank"&gt;Mehr lesen in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 3/2026&lt;/a&gt;, &amp;raquo;EAA ebnen Arbeitgebern Wege zur Inklusion (S. 36-39). Vorschau: Der Autor stellt in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 4/2026 zudem Praxisbespiele der EAA-Eingliederungsarbeit vor (auch S. 36-39).&lt;br /&gt;Au&amp;szlig;erdem in der Ausgabe 3/2026 im Titelthema &amp;raquo;Personalmangel&amp;laquo;:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;David Gimpel: Folgenreicher Personalmangel im Dienstleistungssektor (S. 8 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Prof. L H&amp;uuml;nefeld, S. Teborg: Nachhaltige Strategien f&amp;uuml;r berufliche Teilhabe (S. 13 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Michael Niehaus: Fachkr&amp;auml;ftesicherung durch Arbeitsgestaltung (S. 17 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dr. Klaus Heimann: Viele wollen arbeiten, d&amp;uuml;rfen aber nicht (. S. 21 ff.).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnentinnen und&amp;nbsp;Abonnenten von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge der Zeitschrift zu (ab 2012).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, Personalrat</category>
      <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 09:09:16 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Kein Blindengeld bei psychisch bedingter Blindheit</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Kein-Anspruch-auf-Blindengeld-bei-psychogener-Blindheit~.html</link>
      <description>Eine an seelisch bedingter (psychogener) Blindheit ohne organische Ursachen leidende Person hat keinen Anspruch auf Blindengeld. Ein Anspruch auf diese Leistung nach nordrhein-westfälischem Blindenrecht besteht nur bei einer organisch verursachten Blindheit – so das OVG Münster.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Darum geht es&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Eine nach eigenen Angaben an Blindheit leidende Frau aus dem Kreis Steinfurt beantragte Blindengeld beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Der Landschaftsverband lehnte den Antrag unter Hinweis auf die Ergebnisse eines Gutachtens der Augenklinik Dortmund ab. Die Antragstellerin erhob Klage auf die Leistung.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Im Klageverfahren holte der Landschaftsverband ein weiteres augenfach&amp;auml;rztliches Gutachten der Universit&amp;auml;tsklinik T&amp;uuml;bingen ein. Darin hie&amp;szlig; es, bei der objektiven Messung sei f&amp;uuml;r das eine Auge der Kl&amp;auml;gerin eine beinahe normale Sehsch&amp;auml;rfe von 0,8 und f&amp;uuml;r das andere Auge eine noch sehr gute Sehsch&amp;auml;rfe von 0,6 ermittelt worden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Die Befundkonstellation und die Angaben der Kl&amp;auml;gerin bei der Untersuchung seien typisch f&amp;uuml;r eine funktionelle Sehst&amp;ouml;rung nicht-organischer Ursache; es komme aber auch eine bewusste Simulation oder Aggravation infrage. Die Kl&amp;auml;gerin berief sich hiernach auf das Vorliegen einer psychogenen Blindheit. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Psychogene Sehst&amp;ouml;rungen sind dadurch charakterisiert, dass die ophthalmologischen (d. h.&amp;nbsp;das Auge betreffenden) und gegebenenfalls neurologischen Untersuchungen keinen pathologischen organischen Befund ergeben, welcher die Sehst&amp;ouml;rungen erkl&amp;auml;ren kann. Sie gelten als meist reversibel und k&amp;ouml;nnen etwa durch Traumata oder psychische Belastungen verursacht werden. Das Verwaltungsgericht wies die Klage ab (VG M&amp;uuml;nster, 6 K 2208/18). &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Das sagt das Gericht&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Die Berufung der Kl&amp;auml;gerin vor dem nordrhein-westf&amp;auml;lischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in M&amp;uuml;nster blieb ebenfalls erfolglos. Laut der Pressemitteilung des OVG f&amp;uuml;hrte der Vorsitzende des 12. Senats in der m&amp;uuml;ndlichen Urteilsbegr&amp;uuml;ndung aus: &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Es k&amp;ouml;nne offenbleiben, ob die Kl&amp;auml;gerin an einer psychogenen Blindheit&amp;nbsp;bzw.&amp;nbsp;Sehst&amp;ouml;rung leidet. Denn es handele sich dabei jedenfalls nicht um eine St&amp;ouml;rung des Sehverm&amp;ouml;gens im Sinne des Landesblindengeldrechts. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Voraussetzung daf&amp;uuml;r sei n&amp;auml;mlich eine die Sehf&amp;auml;higkeit betreffende Hirnsch&amp;auml;digung oder eine organische St&amp;ouml;rung des Sehapparates. Ein solcher Befund sei bei der Kl&amp;auml;gerin nicht gegeben und es l&amp;auml;ge auch bei Annahme einer psychogenen Blindheit nicht vor. St&amp;ouml;rungen, die allein seelischer Natur sind und keinen k&amp;ouml;rperlich feststellbaren pathologischen Hintergrund haben, werden vom Landesblindengeldrecht nicht erfasst. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Psychogene Blindheit ist grunds&amp;auml;tzlich heilbar&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Entgegen der Auffassung der Kl&amp;auml;gerin versto&amp;szlig;e die Differenzierung zwischen organischen oder psychogenen Blindheitsursachen auch nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Eine psychogene Blindheit ist - im Unterschied zu einer organisch bedingten - grunds&amp;auml;tzlich heilbar. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Ungeachtet dessen sind insbesondere nach den Ergebnissen des zuletzt eingeholten Gutachtens der Universit&amp;auml;tsklinik T&amp;uuml;bingen auch in tats&amp;auml;chlicher Hinsicht bei der Kl&amp;auml;gerin keine St&amp;ouml;rungen des Sehverm&amp;ouml;gens von einem f&amp;uuml;r die Annahme faktischer Blindheit hinreichenden Schweregrad nachgewiesen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Das Oberverwaltungsgericht hat die Revision nicht zugelassen. Dagegen kann die Kl&amp;auml;gerin Beschwerde zum Bundesverwaltungsgericht einlegen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Mon, 02 Mar 2026 09:48:33 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Equal Pay Day: Lohnlücke im gesamten Erwerbsleben</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Equal-Pay-Day-Lohnluecke-im-gesamten-Erwerbsleben~.html</link>
      <description>Am 27. Februar dreht sich alles um das Thema »Entgeltgleichheit«. Mit dem Equal Pay Day machen Gewerkschaften und weitere Organisationen in diesem Jahr darauf aufmerksam, wie sich die Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt. Derzeit verdienen Frauen im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Silke Zimmer, Mitglied im Bundesvorstand der ver.di und zust&amp;auml;ndig f&amp;uuml;r Gleichstellung fordert anl&amp;auml;sslich des Equal Pay Days 2026 die konsequente Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie in deutsches Recht. Zielsetzung der Gewerkschaft ist es, dass Arbeitgeber verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis offenzulegen und bestehende Benachteiligungen zu beseitigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zudem seien strukturelle Ver&amp;auml;nderungen erforderlich, etwa fl&amp;auml;chendeckende Tarifnbindung der Unternehmen. Tarifvertr&amp;auml;ge schaffen transparente Lohnstrukturen und sch&amp;uuml;tzen wirksam vor Diskriminierung &amp;ndash; doch nur noch rund die H&amp;auml;lfte der Besch&amp;auml;ftigten in Deutschland arbeitet unter einem Tarifvertrag, hei&amp;szlig;t es in einer ver.di-Mitteilung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu kommen weitere Faktoren, die nahezu das gesamte Erwerbsleben von Frauen beeinflussen. Frauen arbeiten zum Beispiel h&amp;auml;ufiger in Teilzeit, sind &amp;ouml;fter alleinerziehend und in schlecht bezahlten Jobs t&amp;auml;tig.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat zum Equal Pay Day 2026 folgende Forderungen formuliert:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Lohngleichheit: Gleiche Bezahlung f&amp;uuml;r gleiche und gleichwertige Arbeit&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bessere Bezahlung von Frauen: frauendominierte Berufe und Branchen aufwerten, Tarifbindung st&amp;auml;rken, Mindestlohn erh&amp;ouml;hen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mehr Frauen in F&amp;uuml;hrungspositionen, bessere Weiterbildungs- und Qualifizierungsm&amp;ouml;glichkeiten f&amp;uuml;r (insbesondere teilzeitarbeitende) Frauen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Gleichberechtigte Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen M&amp;auml;nnern und Frauen, bessere M&amp;ouml;glichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Das schafft die Voraussetzung zur Weiterentwicklung des Entgelttransparenzgesetzes.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.equalpayday.de/" target="_blank"&gt;Hier finden Sie alle Informationen zum Equal Pay Day 2026&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Quelle&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&amp;Uuml;bersichten von ver.di und dem DGB zum Equal Pay Day 2026&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Mitbestimmung, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV, JAV</category>
      <pubDate>Fri, 27 Feb 2026 06:50:39 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Bundestag beschließt Tariftreuegesetz</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Bundestag-beschliesst-Tariftreuegesetz~.html</link>
      <description>Der Deutsche Bundestag hat am  26.2.2026 das erste Bundes-Tariftreuegesetz beschlossen. Damit müssen Unternehmen, die Aufträge des Bundes ausführen, ihren Arbeitnehmern tarifvertragliche Arbeitsbedingungen gewähren.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;W&amp;auml;hrend in den Bundesl&amp;auml;ndern bereits seit l&amp;auml;ngerem Tariftreuegesetze bestehen, die eine Vergabe &amp;ouml;ffentlicher Auftr&amp;auml;ge von der Tariftreue der Unternehmen abh&amp;auml;ngig machen, wurde &amp;uuml;ber eine entsprechende Regelung auf Bundesebene lange verhandelt. Nach der Bundestagswahl 2025 hat die Bundesregierung dann einen Gesetzentwurf &amp;raquo;zur St&amp;auml;rkung der Tarifautonomie durch die Sicherung von Tariftreue bei der Vergabe &amp;ouml;ffentlicher Auftr&amp;auml;ge des Bundes&amp;laquo; eingebracht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;In der Sitzung am&amp;nbsp;Donnerstag, 26.02.2026 stimmte das Parlament auf Beschlussempfehlung des Ausschusses f&amp;uuml;r Arbeit und Soziales mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD sowie der Fraktion B&amp;uuml;ndnis 90/Die Gr&amp;uuml;nen Gesetzentwurf zu. Die AfD-Fraktion stimmte dagegen, die Fraktion Die Linke enthielt sich. Das Gesetz wird nun dem Bundesrat zugeleitet, der dem Gesetz noch zustimmen muss.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Darum geht es im Tariftreuegesetz&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Grunds&amp;auml;tzlich m&amp;uuml;ssen Unternehmen tarifliche&amp;nbsp;Arbeitsbedingungen nur dann gew&amp;auml;hrleisten, wenn sie tarifgebunden sind. Dies ist der Fall, wenn das Unternehmen Mitglied in einem tarifvertragschlie&amp;szlig;enden Arbeitgeberverband ist oder einen Firmentarifvertrag mit einer Gewerkschaft abgeschlossen hat. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Mit den Tariftreuegesetz k&amp;ouml;nnen auch nicht tarifgebundene Unternehmen zur Einhaltung der tarifvertraglichen Arbeitsbedingungen verpflichtet werden, wenn sie einen &amp;ouml;ffentlichen Auftrag ausf&amp;uuml;hren.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Unternehmen, die einen &amp;ouml;ffentlichen Auftrag des Bundes ausf&amp;uuml;hren, m&amp;uuml;ssen dann nachweisen, dass sie die eingesetzten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach dem einschl&amp;auml;gigen Branchentarifvertrag entlohnen und den vorgeschriebenen Urlaub gew&amp;auml;hren. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Bei &amp;ouml;ffentlichen Auftr&amp;auml;gen des Bundes m&amp;uuml;ssen sie zudem nachweisen, dass die tarifvertraglich geregelten H&amp;ouml;chstarbeitszeiten, Mindestarbeitszeiten und Ruhezeiten eingehalten werden.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Konkret werden die f&amp;uuml;r die jeweilige Branche geltenden tarifvertraglichen Arbeitsbedingungen durch Verordnungen des Bundesministeriums f&amp;uuml;r Arbeit und Soziales bestimmt (BMAS). Die geplanten Rechtsverordnungen werden nach dem Inkrafttreten des Bundestariftreuegesetzes vom BMAS erlassen und ver&amp;ouml;ffentlicht.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="background-color:white"&gt;&lt;span style="color:#191919"&gt;Das Tariftreuegesetz sieht &lt;strong&gt;Ausnahmen und Schwellenwerte&lt;/strong&gt; vor, die den Kreis der Firmen reduzieren, die unter das Gesetz fallen. So soll das Gesetz erst ab einem Auftragsvolumen von 50.000 Euro (ohne Umsatzsteuer) und nicht f&amp;uuml;r Lieferdienste und Auftr&amp;auml;ge der Bundeswehr&amp;nbsp;gelten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="background-color:white"&gt;&lt;span style="color:#191919"&gt;Im Gesetzgebungsverfahren hatte der Ausschuss f&amp;uuml;r Arbeit und Soziales noch Einzelheiten zum Zertifizierungsverfahren eingef&amp;uuml;gt, in dem sich die Firmen bescheinigen lassen k&amp;ouml;nnen, die n&amp;ouml;tigen tariflichen Bedingungen zu erf&amp;uuml;llen. Unternehmen sollen ihre diesbez&amp;uuml;glichen Unterlagen &amp;uuml;ber das System der Rentenversicherung einreichen k&amp;ouml;nnen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Zustimmung von den Gewerkschaften&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begr&amp;uuml;&amp;szlig;te den Bundestagsbeschluss zum&amp;nbsp;Bundestariftreuegesetz&amp;nbsp;als wichtigen Schritt f&amp;uuml;r bessere Arbeitsbedingungen in Deutschland. Die Regierungskoalition bekenne sich damit zu den Regeln der sozialen Marktwirtschaft und betont den Wert von Tarifvertr&amp;auml;gen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&amp;raquo;Das ist ein gro&amp;szlig;er Erfolg f&amp;uuml;r die Besch&amp;auml;ftigten und die Gewerkschaften&amp;laquo;, sagte die&amp;nbsp;DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. &amp;raquo;Der Staat bekennt sich damit zu fair ausgehandelten L&amp;ouml;hnen und Arbeitsbedingungen. Das ist auch im Sinne ehrlicher und verantwortungsbewusster Unternehmen, die auf einen sauberen Wettbewerb durch Qualit&amp;auml;t setzen anstatt auf Lohndumping.&amp;laquo;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Quellen:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Heute im Bundestag, 26.2.2026&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;DGB, Pressemitteilung vom 26.2.2026&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 15:22:46 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Betreuungspflichten sind in vielen Fällen Anlass für Teilzeit</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Betreuungspflichten-sind-in-vielen-Faellen-Anlass-fuer-Teilzeit~.html</link>
      <description>Die Gründe für Teilzeit sind vielfältig: Am häufigsten ist in Deutschland der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten zu verzeichnen, gefolgt von dem Erfordernis, Angehörige zu betreuen. Das zeigt ein Blick in die Zahlen des Statistischen Bundesamtes.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;F&amp;uuml;r das Jahr 2024 gaben 27,9 % der Teilzeitbesch&amp;auml;ftigten den eigenen Wunsch nach Teilzeit als Grund f&amp;uuml;r die Reduzierung der Arbeitsstunden an. Insgesamt sind das 13,1 Millionen Erwerbst&amp;auml;tige, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Endergebnissen des Mikrozensus 2024 mitteilt. Bei weiblichen Teilzeitbesch&amp;auml;ftigten (28,9 %) ist diese Antwort h&amp;auml;ufiger als bei m&amp;auml;nnlichen (24,9 %).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als weiteren wichtigen Grund f&amp;uuml;r die Teilzeitt&amp;auml;tigkeit nennen die Befragten die Betreuung von Angeh&amp;ouml;rigen (23,5 %), also von Kindern, Menschen mit Behinderungen oder pflegebed&amp;uuml;rftige Personen. Bei Frauen war dieser Anteil mit 28,8 % mehr als viermal so hoch wie bei M&amp;auml;nnern mit 6,8 %. Entgegen oftmals genannter Gr&amp;uuml;nde ist bei der Arbeitszeitreduzierung aus Anlass von Betreuungspflichten die Verf&amp;uuml;gbarkeit von entsprechenden Angeboten kein entscheidendes Kriterium. Lediglich jede zehnte Person hatte laut Destatis Probleme, eine geeignete Pflegem&amp;ouml;glichkeit zu finden &amp;ndash; rund zwei drittel der befragten haben sich bewusst f&amp;uuml;r die eigenst&amp;auml;ndige Pflege der Angeh&amp;ouml;rigen entschieden.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Aus- oder Fortbildung oder ein Studium waren f&amp;uuml;r 11,6 % ein Teilzeitgrund, bei M&amp;auml;nnern erfolgt diese Aussage mit einem Anteil von 21,5 % deutlich h&amp;auml;ufiger als bei Frauen (8,4 %). Auch die eigene Krankheit oder Behinderung (4,9 %) sind f&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte Anlass, die Arbeitszeit zu reduzieren.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Lediglich 4,8 % der Teilzeitbesch&amp;auml;ftigten w&amp;uuml;rden gern in Vollzeit arbeiten, konnten jedoch keine passende Stelle dazu finden.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Insgesamt arbeiteten im Jahr 2024 in Deutschland 30,6 % aller Erwerbst&amp;auml;tigen in Teilzeit. Bei Frauen war die Teilzeitquote mit 49,5 % deutlich h&amp;ouml;her als bei M&amp;auml;nnern (13,9 %).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Quelle&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 30.1.2026&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratswahl, Personalratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, MAV, JAV, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 07:40:30 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
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      <title>Alt auf Arbeit</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Alt-auf-Arbeit~.html</link>
      <description>In Deutschland ist im europaweiten Vergleich der Altersdurchschnitt der Erwerbstätigen am höchsten. Das zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes. Eine von vier Personen in Arbeit ist demnach älter als 55 Jahre.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Im Jahr 2024 waren von den rund 40,9 Millionen Erwerbst&amp;auml;tigen bis 64 Jahre 9,8 Millionen Menschen zwischen 55 und 64 Jahren alt &amp;ndash; ein Anteil von knapp einem Viertel (24,0 %) und gleichzeitig der h&amp;ouml;chste Wert innerhalb der Europ&amp;auml;ischen Union. EU-weit machten &amp;auml;ltere Besch&amp;auml;ftigte nur rund ein F&amp;uuml;nftel (20,1 %) der Erwerbst&amp;auml;tigen aus.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Renteneintrittsalter steigt&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein Hauptgrund f&amp;uuml;r den hohen Anteil &amp;auml;lterer Erwerbst&amp;auml;tiger in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt (Destatis) die zunehmende Alterung der Bev&amp;ouml;lkerung sowie das h&amp;ouml;here Renteneintrittsalter, das im Jahr 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei 64,7 Jahren lag. Zehn Jahre zuvor gingen Frauen in der Regel mit 63,0 Jahren in Rente, M&amp;auml;nner mit 63,1 Jahren. Eine weitere Ursache f&amp;uuml;r den h&amp;ouml;heren Altersschnitt ist der Wegfall von sog. Altersteilzeitmodellen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Quelle&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 3.2.2026&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV</category>
      <pubDate>Thu, 05 Feb 2026 07:56:57 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Schwerbehinderung durch Post-Covid-Syndrom</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Schwerbehinderung-durch-Post-Covid-Syndrom~.html</link>
      <description>Eine Erkrankung am Post-Covid-Syndrom kann eine Anerkennung eines Grad der Behinderung von 50 rechtfertigen. Als Maßstab können die vergleichbaren Anhaltswerte zum Chronischen Fatigue-Syndrom (CFS) dienen - so das Sozialgericht Speyer.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Darum geht es&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Der 1969 geborene Kl&amp;auml;ger, der eine befristete Erwerbsminderungsrente bezieht, infizierte sich im M&amp;auml;rz 2021 mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Obwohl die dadurch verursachte Covid-19-Erkrankung zun&amp;auml;chst einen milden Verlauf nahm, leidet er seitdem unter dem sogenannten &amp;bdquo;Post-Covid-Syndrom&amp;ldquo; mit krankhaften Ersch&amp;ouml;pfungszust&amp;auml;nden und psychischen Problemen in Form von Konzentrations-, Wortfindungs- und Ged&amp;auml;chtnisst&amp;ouml;rungen sowie phobischen Schwankschwindel. Er beantragte die Anerkennung einer Schwerbehinderung.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Versorgungsamt erkennt nur GdB von 30 an&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Auf Antrag des Mannes stellte das zust&amp;auml;ndige Versorgungsamt nur einen Grad der Behinderung (GdB) von 30 fest. Sein Widerspruch blieb ohne Erfolg: Das Ausma&amp;szlig; einer schweren St&amp;ouml;rung, wie z.B. einer schweren Zwangskrankheit, werde bei ihm nicht erreicht. Es fehle insbesondere an einem organischen Korrelat (Zusammenhang &amp;ndash; Red.) der beklagten Beschwerden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Das sagt das Gericht&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Das Sozialgericht (SG) Speyer hat der Klage stattgegeben und das beklagte Land Rheinland-Pfalz zur Feststellung eines GdB in H&amp;ouml;he von 50 verurteilt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Beim Kl&amp;auml;ger liegt eine organisch-psychische St&amp;ouml;rung vor, die in ihrer Gesamtheit mit einem GdB von 50 zu bewerten ist. Dabei handelt es sich - wie vom neurologischen Sachverst&amp;auml;ndigen dargelegt - nicht um eine urs&amp;auml;chlich psychische Erkrankung, wie zum Beispiel eine Depression oder psychosomatische St&amp;ouml;rung, sondern um eine organisch bedingte Folgeerkrankung der Covid-19-Infektion, die beim Kl&amp;auml;ger insbesondere mit gesteigerter geistiger und k&amp;ouml;rperlicher Ersch&amp;ouml;pfbarkeit, Wortfindungs- und Konzentrationsst&amp;ouml;rungen sowie Schwindel einhergeht (sogenanntes Post-Covid-Syndrom). &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2 style="text-align:justify"&gt;&lt;strong&gt;Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS) ist vergleichbar&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Weil f&amp;uuml;r das Post-Covid-Syndrom zur Beurteilung des Grades der Behinderung in den Versorgungsmedizinischen Grunds&amp;auml;tzen (noch) keine Anhaltswerte aufgef&amp;uuml;hrt sind und die verschiedenen Symptome, die als Post-Covid-Syndrom zusammenfasst sind, unabh&amp;auml;ngig von der Ursache der Beschwerden, am ehesten mit denen des Chronischen Fatigue-Syndroms (CFS) verglichen werden k&amp;ouml;nnen, ist das Post-Covid-Syndrom an den Ma&amp;szlig;gaben von Teil B, Nr. 18.4 der Versorgungsmedizinischen Grunds&amp;auml;tze (VMG) zu messen und jeweils im Einzelfall entsprechend der funktionellen Auswirkungen analog zu beurteilen. Schwerbehindertenrechtlich stellt sich damit allein die Frage, inwieweit die &amp;bdquo;Behinderung&amp;ldquo; und die daraus folgenden Funktionsbeeintr&amp;auml;chtigungen den Kl&amp;auml;ger in seiner Teilhabe beeintr&amp;auml;chtigen. Zur Beantwortung sind die Anhaltswerte in Teil B, Nr. 3.7 VMG (Neurosen, Pers&amp;ouml;nlichkeitsst&amp;ouml;rungen, Folgen psychisches Traumen) heranzuziehen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;GdB von 50 wegen beeintr&amp;auml;chtigter Teilhabe&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Eine H&amp;ouml;herbewertung des GdB fokgt nicht allein aus dem Umstand, dass dem Kl&amp;auml;ger eine befristete Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gew&amp;auml;hrt wird und er seine Arbeitst&amp;auml;tigkeit seit der Infektion mit Covid-19 im M&amp;auml;rz 2021 nicht mehr aus&amp;uuml;bt, folgt eine H&amp;ouml;herbewertung des GdB nicht. Dieser ist grunds&amp;auml;tzlich unabh&amp;auml;ngig von der beruflichen Situation zu beurteilen (vgl. VMG, Teil A, Nr. 2 a). Eine h&amp;ouml;here Ber&amp;uuml;cksichtigung ist aber insbesondere in Anbetracht der nahezu nicht mehr vorhandenen Funktionalit&amp;auml;t des Kl&amp;auml;gers bei aufgegebener Berufst&amp;auml;tigkeit gerechtfertigt. Seit seiner Covid-19-Infektion verbringt der Kl&amp;auml;ger seine Tage - &amp;uuml;berwiegend ruhend und sozial zur&amp;uuml;ckgezogen - zu Hause. Mittelgradige sozialen Anpassungsschwierigkeiten sind zu bejahen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Die Entscheidung ist rechtskr&amp;auml;ftig,&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Tue, 03 Feb 2026 07:45:28 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Gewerkschaftseinsatz für Inklusion</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~SuI-2026-02-SBV-Gewerkschaften-fuer-Inklusion~.html</link>
      <description>Wie arbeiten Gewerkschaften und SBVen effektiv zusammen, um die berufliche Teilhabe schwerbehinderter Menschen durchzusetzen? Dies zeigt unser Autor am Beispiel der Inklusionsarbeit der Gewerkschaft ver.di in Niedersachsen. Mehr dazu in »Schwerbehindertenrecht und Inklusion« 2/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Die gewerkschaftlichen Aufgaben umfassen individuell die praktische Unterst&amp;uuml;tzung der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder und der SBVen. Bei Schulungen und der Vernetzung der SBVen untereinander spielen auch die gewerkschaftlichen Bildungstr&amp;auml;ger eine gro&amp;szlig;e Rolle. Beiden Aspekten kommt angesichts der anstehenden SBV-Wahlen im Jahr 2026 erh&amp;ouml;hte Bedeutung zu. Ein weiteres gewerkschaftliches Anliegen ist es, die Anliegen der schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen in den politischen Raum zu tragen. Denn neben Gesetzen und Verordnungen haben auch die sozialpolitischen Entscheidungen der L&amp;auml;nder ganz reale Auswirkungen auf das allt&amp;auml;gliche Leben, auf die soziale Situation und speziell auf die berufliche Teilhabe. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Wie die Vernetzung der SBVen untereinander und die Kontaktaufnahme mit der Landespolitik funktionieren, schildert &lt;em&gt;J&amp;uuml;rgen Bauch&lt;/em&gt; am Beispiel des ver.di-Landesarbeitskreises Behindertenpolitik in Niedersachsen in &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; 2/2026. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Weitere Themen in dieser Ausgabe:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Checkliste f&amp;uuml;r die SBV: Personelle Einzelma&amp;szlig;nahmen / Bewerberauswahl aus dem Handbuch Musterschreiben f&amp;uuml;r die SBV&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Frauengesundheit am Arbeitsplatz (&lt;em&gt;Franziska Kowalski&lt;/em&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;EuGH: Arbeitsbedingungen von Eltern von Kindern mit Behinderungen sind anzupassen EuGH, vom 11.9.2025&amp;nbsp;&amp;ndash; C 38/24 (erl&amp;auml;utert von &lt;em&gt;Daniel Hlava&lt;/em&gt;).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Neugierig geworden? Dann fordert die Ausgabe an!&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://infodienst-sbv.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt zwei Ausgaben &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 08:00:04 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Videokonferenzen inklusiv gestalten</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~SuI-2026-01-SBV-Videokonferenzen-inklusiv-gestalten~.html</link>
      <description>Seit der Corona-Pandemie sind Videokonferenzen fester Teil des Arbeitsalltags und der Arbeit von Betriebsrat und SBV. Die barrierefreie Gestaltung ist entscheidend, damit auch schwerbehinderte Beschäftigte uneingeschränkt daran teilhaben können. Mehr dazu lest Ihr in »Schwerbehindertenrecht und Inklusion« 1/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="background-color:white"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;F&amp;uuml;r die Einf&amp;uuml;hrung sowie die technische und organisatorische Ausgestaltung der Videokonferenzen sind rechtliche Vorgaben zu beachten. Die Interessenvertretungen sollten von Anfang an dabei sein. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="background-color:white"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Denn zum einen ist zu pr&amp;uuml;fen, ob die Videokonferenzsoftware daf&amp;uuml;r bestimmt oder auch nur geeignet ist, das Verhalten oder die Leistung der Besch&amp;auml;ftigten zu &amp;uuml;berwachen.&amp;nbsp; Dies kann ein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats oder des Personalrats ausl&amp;ouml;sen (vgl. &amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG) oder &amp;sect; 80 Abs. 1 Nr. 21 BPersVG und vergleichbare L&amp;auml;nderregelungen). Zum anderen muss die Videotechnik, also Software, Mikrone, Kameras etc. auch f&amp;uuml;r Menschen mit Behinderung barrierefrei nutzbar sein. Hier ist die SBV gefragt und sollte von ihren Teilnahme- und Beratungsrechte in diesen Gremien Gebrauch machen (&amp;sect; 178 Abs. 4 Satz 2 SGB IX).&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="background-color:white"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Mehr zu den Beteiligungsrechten und den praktischen Fragen zur Umsetzung der Barrierefreiheit lest Ihr im Beitrag von &lt;em&gt;Jan Trienekens&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Konstanze Rothe&lt;/em&gt; in &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo;&amp;nbsp; 1/2026.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Weitere Themen in dieser Ausgabe:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Ausblick 2026: Was kommt Neues im Arbeits- und Sozialrecht (&lt;em&gt;Bettina Frowein&lt;/em&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;SBV: 10 Tipps f&amp;uuml;r das letzte Amtsjahr (&lt;em&gt;Christian K&amp;ouml;hler&lt;/em&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;LAG Hamburg: Doppemandat der SBV ist zul&amp;auml;ssig&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;LAG Hessen: Taugt ein Papierkorb als Wahlurne&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;BAG: Wahlrecht der Werkstattbesch&amp;auml;ftigten&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;LAG Hamm: Online-Krankschreibung ohne Arztkontakt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Neugierig geworden? Dann fordert die Ausgabe an!&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://infodienst-sbv.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt zwei Ausgaben &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Thu, 15 Jan 2026 08:00:04 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Frohe Feiertage!</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Frohe-Feiertage-2026~.html</link>
      <description>Der Bund-Verlag und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken Ihnen für Ihr Interesse an unseren Büchern, Zeitschriften und Online-Medien. Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben frohe und besinnliche Feiertage und einen guten Start ins Betriebsrats-Wahljahr 2026!</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&amp;raquo;Fr&amp;ouml;hlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen.&amp;laquo;. Mit dieser sch&amp;ouml;nen Zeile des Kirchenlieddichters Paul Gerhardt verabschiedet sich auch die Online-Redaktion des Bund.Verlags von Ihnen in den Weihnachtsurlaub. Wir danken allen unseren Leserinnen und Lesern f&amp;uuml;r ihr Interesse an unseren Meldungen und Newslettern!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab dem &lt;strong&gt;6. Januar 2026&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;versorgen wir Sie wieder t&amp;auml;glich mit aktuellen Informationen zum Arbeits- und Sozialrecht, zu den Betriebsratswahlen und f&amp;uuml;r Ihre Arbeit in den Interessenvertretungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unsere besten W&amp;uuml;nsche f&amp;uuml;r unsere Leserinnen und Leser,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihre Bund-Verlags-Online-Redaktion&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Leslie Apelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Jan Bachmann&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Franziska Kowalski&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Christian K&amp;ouml;hler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mirko Stepan&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Mon, 22 Dec 2025 15:32:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Babyboomer steuern auf Rente zu</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Babyboomer-steuern-auf-Rente-zu~.html</link>
      <description>In zehn Jahren wird jede vierte Person in Deutschland 67 Jahre oder älter sein – und mehr als drei Millionen Babyboomer scheiden aus dem aktiven Berufsleben aus. Das wird eine Herausforderung für das Sozialsystem, wie die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Laut der 16. koordinierten Bev&amp;ouml;lkerungsvorausberechnung, die das Statistische Bundesamt (Destatis) vorgelegt hat, befindet sich die Generation der Babyboomer mitten im &amp;Uuml;bergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Auf sie folgen deutlich kleinere Jahrg&amp;auml;nge, w&amp;auml;hrend die Zahl der 67-J&amp;auml;hrigen und &amp;Auml;lteren in allen berechneten Szenarien, also bei Annahme unterschiedlicher Lebenserwartungen, bis zum Jahr 2038 best&amp;auml;ndig steigt. Voraussichtlich werden dann 3,8 bis 4,5 Millionen mehr Personen dieser Altersgruppe als heute in Deutschland leben. Der Anteil der Personen ab 67 Jahren wird je nach Berechnungsvariante von 20 % im Jahr 2024 auf 25 % bis 27 % im Jahr 2038 zunehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abh&amp;auml;ngig von Geburtenrate und Nettozuwanderung k&amp;ouml;nnte der sog. Altenquotient auf 61 steigen, eine Verdoppelung im Vergleich zu heute. Das bedeutet, dass in diesem Fall auf eine Leistungsempf&amp;auml;ngerin oder einen Leistungsempf&amp;auml;nger aus den Alterssicherungssystemen weniger als zwei Einzahlende aus dem Erwerbsleben k&amp;auml;men.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Pflegekr&amp;auml;fte werden noch st&amp;auml;rker nachgefragt sein&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Zudem wird auch der Pflegebedarf aufgrund des demografischen Wandels steigen. Im Jahr 2023 war die H&amp;auml;lfte der ab 80-J&amp;auml;hrigen in Deutschland pflegebed&amp;uuml;rftig. Bis 2023 wird die Zahl der Generation 80-Plus zun&amp;auml;chst leicht sinken, da die zahlenm&amp;auml;&amp;szlig;ig kleinen Geburtsjahrg&amp;auml;nge 1945 bis 1949 dann 80 Jahre alt werden. Mit fortschreitender Alterung der Babyboomer wird die Zahl der hochaltrigen Menschen allerdings ab Mitte der 2030er-Jahre deutlich von 6,1 Millionen im Jahr 2024 auf etwa 8,5 bis fast zehn Millionen im Jahr 2050 steigen. Im Zeitraum von 2050 bis 2070 wird die Zahl der Menschen im hohen Alter voraussichtlich zwischen 7,4 und zehn Millionen liegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Quelle&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11.12.2025&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 12:29:20 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Mindestzeit in der Rentenversicherung ist nicht verkürzbar</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Mindestzeit-in-der-Rentenversicherung-ist-nicht-verkuerzbar~.html</link>
      <description>Der Anspruch auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen setzt zwingend voraus, dass der Versicherte mindestens 35 Jahre lang gesetzlich rentenversichert war. Dienstzeiten im Beamtenverhältnis werden hierbei nicht eingerechnet. Das hat das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg entschieden.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der 1960 geborene Kl&amp;auml;ger war nach seiner Ausbildung bis 1994 durchg&amp;auml;ngig sozialversicherungspflichtig besch&amp;auml;ftigt, zahlte also insgesamt rund 17 Jahre Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danach stand er bis Mitte 2023 rund 29 Jahre lang im aktiven Dienst als Beamte. Da bei ihm ein Grad der Behinderung (GdB) von 60 festgestellt worden war, gew&amp;auml;hrte ihm das Land Berlin anschlie&amp;szlig;end ein vorzeitiges Ruhegehalt f&amp;uuml;r schwerbehinderte Menschen. Grundlage dieser Rente waren die Dienstzeiten als&amp;nbsp; Beamter.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mitte 2023 beantragte der Kl&amp;auml;ger auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung eine Altersrente f&amp;uuml;r schwerbehinderte Menschen. Die Rentenversicherung lehnte den Antrag ab. Der Kl&amp;auml;ger erf&amp;uuml;lle nicht die erforderliche Wartezeit von 35 Jahren, sein Versicherungskonto weise lediglich rentenrechtliche Zeiten von 17 Jahren aus.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Sozialgericht Potsdam hat die daraufhin erhobene Klage abgewiesen. Das&amp;nbsp;Landessozialgericht hat die Berufung des Kl&amp;auml;gers zur&amp;uuml;ckgewiesen und damit der Rentenversicherung Recht gegeben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gebe keine gesetzliche Regelung, die eine Altersrente f&amp;uuml;r schwerbehinderte Menschen ohne Erf&amp;uuml;llung der Wartezeit von 35 Jahren zulasse. Die Wartezeitregelung versto&amp;szlig;e auch nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Artikel 3 Absatz 1 Grundgesetz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Entscheidend ist, dass es sich bei der gesetzlichen Rentenversicherung und der Beamtenversorgung seit jeher um zwei getrennte Alterssicherungssysteme handelt, die sich strukturell erheblich unterscheiden, so das LSG. Der allgemeine Gleichheitssatz gebiete es nicht, &amp;auml;hnliche Sachverhalte in verschiedenen Ordnungssystemen gleich zu regeln bzw. die Nachteile auszugleichen, die mit dem Wechsel von dem einen in das andere System verbunden seien.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Zeiten, die der Kl&amp;auml;ger in der gesetzlichen Rentenversicherung zur&amp;uuml;ckgelegt habe, w&amp;uuml;rden zudem keinesfalls g&amp;auml;nzlich unber&amp;uuml;cksichtigt bleiben. So k&amp;ouml;nne der Kl&amp;auml;ger selbstverst&amp;auml;ndlich eine Regelaltersrente beanspruchen, sobald er im Jahr 2027 das regul&amp;auml;re Renteneintrittsalter erreiche. Die Regelaltersrente setze n&amp;auml;mlich nur eine Mindestversicherungszeit von f&amp;uuml;nf Jahren voraus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 09:43:14 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>So können Interessenvertretungen ihren Schulungsanspruch durchsetzen</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~So-koennen-Interessenvertretungen-ihren-Schulungsanspruch-durchsetzen~.html</link>
      <description>Interessenvertretungen übernehmen gesetzliche Aufgaben im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Der Arbeitgeber muss es ihnen ermöglichen, dafür an Schulungen teilzunehmen. In der Ausgabe 11/2025 der Zeitschrift »Gute Arbeit« bieten die Rechtsanwälte Dr. Laurie-Ann Klein und Birger Baumgarten eine Übersicht der Rechtsgrundlagen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Das Problem besch&amp;auml;ftigt Personalr&amp;auml;te und Schwerbehindertenvertretungen (SBV): die Durchsetzung ihres Schulungsanspruchs beim Arbeitgeber. Weigert sich der Dienststellenleiter, die Kosten f&amp;uuml;r Schulungsma&amp;szlig;nahmen zu &amp;uuml;bernehmen, sind Argumentationsgeschick und Hinweise auf die einschl&amp;auml;gigen Rechtsvorschriften gefragt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Rechtsgrundlagen des Schulungsanspruchs&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Recht auf Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen ergibt sich f&amp;uuml;r Personalr&amp;auml;te aus den &amp;sect;&amp;sect; 54 Abs. 1, 46 Abs. 1 Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) beziehungsweise aus den entsprechenden landesgesetzlichen Vorschriften; f&amp;uuml;r die SBV ist &amp;sect; 179 Abs. 4 Satz 3 Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) ma&amp;szlig;geblich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allen Vorschriften ist gemein: Ein Anspruch auf Fortbildung besteht nur, wenn die Schulungs- und Bildungsveranstaltung Kenntnisse vermittelt, die f&amp;uuml;r die Aufgaben der Interessenvertretung (im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes) erforderlich sind. Bei der &amp;raquo;Erforderlichkeit&amp;laquo; handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, dessen Auslegung f&amp;uuml;r Personalr&amp;auml;te und die SBV immer wieder Schwierigkeiten bereitet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Generell gilt: Schulungsma&amp;szlig;nahmen sollen Interessenvertretungen in die Lage versetzen, die Interessen der Besch&amp;auml;ftigten beziehungsweise der Arbeitnehmer*innen wirksam und durchsetzungsstark zu vertreten. Welche Schulungsma&amp;szlig;nahmen sind hierf&amp;uuml;r im Sinne der genannten Rechtsvorschriften &amp;raquo;erforderlich&amp;laquo;?&lt;br /&gt;Vermittlung erforderlicher Kenntnisse&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Begriff der Erforderlichkeit umfasst sowohl eine objektive wie auch eine subjektive Komponente.&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die Schulung muss objektiv, also von ihrer Thematik und den geplanten Schulungsinhalten her, die Vermittlung von Kenntnissen zum Ziel haben, die f&amp;uuml;r die Arbeit der Interessenvertretung im Arbeits- und Gesundheitsschutz ben&amp;ouml;tigt werden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;In subjektiver Hinsicht muss im Hinblick auf das Schulungsbed&amp;uuml;rfnis der teilnehmenden Person gepr&amp;uuml;ft werden, ob gerade dieses Mitglied der Interessenvertretung eine Schulung zu einem Thema ben&amp;ouml;tigt.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;In objektiver, also in themenbezogener Hinsicht, kommt es ma&amp;szlig;geblich auf den Schulungsinhalt an. Zu unterscheiden ist zwischen sogenannten &amp;raquo;Grundlagenschulungen&amp;laquo; und &amp;raquo;Spezialschulungen&amp;laquo;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Anerkannte Grundlagenschulungen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Grundlagenschulungen vermitteln Kenntnisse, die f&amp;uuml;r die SBV (mindestens den/die erste Stellvertreter*in) sowie jedes Personalratsmitglied objektiv und subjektiv notwendig sind, um die gesetzlichen Aufgaben der Interessenvertretung sinnvoll und ordnungsgem&amp;auml;&amp;szlig; wahrnehmen zu k&amp;ouml;nnen. F&amp;uuml;r Personalr&amp;auml;te gilt das f&amp;uuml;r die Grundlagen zum Personalvertretungsrecht, also f&amp;uuml;r die Vermittlung von Kenntnissen zur Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrung des Personalrats, zur Rechtsstellung seiner Mitglieder, zur Personalversammlung, zum personalvertretungsrechtlichen Beteiligungsverfahren, den Beteiligungsrechten einschlie&amp;szlig;lich des Initiativrechts des Personalrats und zu Dienstvereinbarungen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Personalr&amp;auml;te geh&amp;ouml;ren dar&amp;uuml;ber hinaus die Themen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit zum Grundlagenwissen. Wegen der besonderen Bedeutung des Arbeitsschutzes (vgl. die &amp;sect;&amp;sect; 68, 62 Nr. 9 BPersVG f&amp;uuml;r Personalr&amp;auml;te) ist der Anspruch auf entsprechende Schulungen allgemein anerkannt. Themen der Arbeitssicherheit sind st&amp;auml;ndig im Fluss; Kenntnisse sind deshalb stets aktuell zu halten. Konkrete betriebliche Gefahren oder eine besondere Unfallh&amp;auml;ufigkeit m&amp;uuml;ssen nicht vorliegen, um einen Schulungsanspruch zu begr&amp;uuml;nden. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Interessiert am umfassenden Beitrag von Dr. Laurie-Ann Klein und Birger Baumgarten? Dann den Artikel und ein Interview zum Thema in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 11/2025 lesen: &amp;raquo;Schulungen f&amp;uuml;r Interessenvertretungen&amp;laquo;. Au&amp;szlig;erdem das Titelthema der Ausgabe: &amp;raquo;100 Jahre Berufskrankheitenrecht&amp;laquo; mit diesen Beitr&amp;auml;gen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dr. Wolfgang Hien: 100 Jahre BK-Recht &amp;ndash; Geschichte mit uneingel&amp;ouml;sten Versprechen (S. 8-11).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Christine Osterland: Das BK-Recht als Herausforderung (S. 12-16).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Hannes Strobel, Jana G&amp;ouml;ttsching: Hilfe und Kompetenz f&amp;uuml;r Betroffene (S. 17-20).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dr. Klaus Heimann: SuGA 2023 &amp;ndash; Wenigere schwere Arbeitsunf&amp;auml;lle (S. 19-22).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnentinnen und&amp;nbsp;Abonnenten von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge der Zeitschrift zu (ab 2012).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Personalratsarbeit, Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 09:12:13 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Spirale aus Überforderung und dauerhafter Erschöpfung</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Spirale-aus-Ueberforderung-und-dauerhafter-Erschoepfung~.html</link>
      <description>Wer krank zur Arbeit geht, setzt seine Kolleginnen und Kollegen Ansteckungsgefahren aus – und trägt auch selbst ein höheres Risiko, länger krankheitsbedingt auszufallen. Das zeigt eine neue Studie.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Pr&amp;auml;sentismus hat einschneidendere Folgen als bisher angenommen: Eine aktuelle Studie der Technischen Universit&amp;auml;t Chemnitz, der Universit&amp;auml;t Groningen und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigt, dass die Ersch&amp;ouml;pfung, die mit dem Arbeiten trotz gesundheitlicher Beschwerden einhergeht, deutlich l&amp;auml;nger anh&amp;auml;lt als zun&amp;auml;chst vermutet.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Rahmen einer w&amp;ouml;chentlichen Tagebuchstudie wurden 123 Berufst&amp;auml;tige &amp;uuml;ber einen Zeitraum von bis zu 16 Wochen begleitet. Die Teilnehmenden berichteten regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig, ob sie trotz Krankheit gearbeitet hatten und wie ersch&amp;ouml;pft sie sich f&amp;uuml;hlten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Ergebnis: &lt;/strong&gt;In den Wochen, in denen Besch&amp;auml;ftigte krank zur Arbeit gingen, stieg das Ersch&amp;ouml;pfungsniveau deutlich an und blieb auch in den darauffolgenden Wochen erh&amp;ouml;ht. Die Regenerationsphase verl&amp;auml;ngert sich also durch die vorhergehende Belastung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Etwa zwei Drittel der Teilnehmenden berichteten von mindestens einer Episode von Pr&amp;auml;sentismus w&amp;auml;hrend des Untersuchungszeitraums. Einige von ihnen gaben an, mehrfach krank gearbeitet zu haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auff&amp;auml;llig: Je h&amp;auml;ufiger Menschen krank arbeiten, desto st&amp;auml;rker h&amp;auml;ufen sich Anzeichen chronischer M&amp;uuml;digkeit. Die Forschenden nennen das die &amp;raquo;Spirale aus &amp;Uuml;berforderung und dauerhafter Ersch&amp;ouml;pfung&amp;laquo;.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Relevanz f&amp;uuml;r Betriebe und Besch&amp;auml;ftigte&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Um sicherzustellen, dass die beobachteten Effekte tats&amp;auml;chlich auf das Arbeiten trotz Krankheit zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren sind, ber&amp;uuml;cksichtigten die Forschenden in ihren Analysen auch Faktoren wie Krankheitssymptome, Arbeitsbelastung und Zeitdruck. Sie konnten belegen, dass die Ersch&amp;ouml;pfung nicht &amp;raquo;nur&amp;laquo; eine Folge der Krankheit selbst, sondern vor allem eine Folge des Verhaltens war.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Erkenntnisse sind insbesondere f&amp;uuml;r das betriebliche Gesundheitsmanagement relevant. Betriebe sollten Besch&amp;auml;ftigte aktiv dazu ermutigen, sich bei Krankheit auszukurieren. Und f&amp;uuml;r die Besch&amp;auml;ftigten lautet die Botschaft: Ausruhen ist keine Schw&amp;auml;che.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Quelle&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Pressemitteilung der Technischen Universit&amp;auml;t Chemnitz vom 7.11.2025&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Betriebsratsarbeit, Mitbestimmung, Personalratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, JAV, MAV, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 09:22:22 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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      <title>Vereinbarkeit und Arbeitszeit – Pläne der Bundesregierung</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Vereinbarkeit-und-Arbeitszeit-Plaene-der-Bundesregierung~.html</link>
      <description>Die schwarz-rote Bundesregierung möchte im Arbeitszeitrecht einiges ändern. So soll etwa eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeitgrenze gelten. Angeblich dient das auch den Interessen der Beschäftigten. Aber ist das so? Was bedeutet das für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie für den Gesundheitsschutz? Dr. Laurens Brandt und Dr. Amélie Sutterer-Kipping gehen diesen Fragen in »Gute Arbeit« 9/2025 nach.</description>
      <content:encoded>&lt;p style="text-align:left"&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Die Bundesregierung hat sich im Arbeitszeitrecht viel vorgenommen, etwa die Abkehr vom Achtstundentag mit einer H&amp;ouml;chstarbeitszeit in der Woche. Weitere Pl&amp;auml;ne umfassen die Steuerfreiheit f&amp;uuml;r &amp;Uuml;berstundenzuschl&amp;auml;ge und einen Bonus f&amp;uuml;r Teilzeitbesch&amp;auml;ftigte, die ihre Arbeitszeit erh&amp;ouml;hen; au&amp;szlig;erdem ist eine gesetzliche Regelung zur Arbeitszeiterfassung geplant. Im Beitrag f&amp;uuml;r &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; werden die Vorhaben in K&amp;uuml;rze vorgestellt und bewertet, vor allem in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2 style="text-align:left"&gt;&lt;strong&gt;W&amp;ouml;chentliche H&amp;ouml;chstarbeitszeit&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p style="text-align:left"&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Dieser Vorschlag hat die gr&amp;ouml;&amp;szlig;te mediale Aufmerksamkeit erreicht. Zu Recht, denn er h&amp;auml;tte gravierende Folgen. Bisher sieht das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) vor, dass am Tag nicht l&amp;auml;nger als acht Stunden gearbeitet werden soll. Allerdings sind schon heute zahlreiche Abweichungen erlaubt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left"&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Ohne Begr&amp;uuml;ndung kann bis zu zehn Stunden gearbeitet werden, sofern innerhalb von sechs Monaten im Durchschnitt acht Stunden nicht &amp;uuml;berschritten werden. Dabei geht das Gesetz von einer Sechstagewoche aus. Erlaubt sind also im Durchschnitt bereits 48 Stunden pro Woche (sechs mal acht Stunden). Wer nur an f&amp;uuml;nf Tagen arbeitet, bei dem z&amp;auml;hlt der Samstag als Ausgleich. Es ist somit legal, von Montag bis Donnerstag jeweils zehn Stunden und am Freitag acht Stunden zu arbeiten. Denkbar w&amp;auml;re sogar, zun&amp;auml;chst 19 Wochen hintereinander 60 Stunden pro Woche zu arbeiten und anschlie&amp;szlig;end f&amp;uuml;nf Wochen lang gar nicht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2 style="text-align:left"&gt;&lt;strong&gt;Es gibt bereits hohe Flexibilit&amp;auml;t&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p style="text-align:left"&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Die Zehnstundengrenze gilt bisher relativ strikt: Nur durch Tarifvertrag oder beh&amp;ouml;rdliche Erlaubnis k&amp;ouml;nnen l&amp;auml;ngere Arbeitszeiten gestattet werden. Dies ist in vielen Branchen allerdings l&amp;auml;ngst Realit&amp;auml;t, beispielsweise im Gesundheitswesen oder in der chemischen Industrie.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left"&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Die Einf&amp;uuml;hrung einer w&amp;ouml;chentlichen H&amp;ouml;chstarbeitszeitgrenze statt einer t&amp;auml;glichen w&amp;uuml;rde bedeuten, dass die t&amp;auml;gliche H&amp;ouml;chstgrenze von zehn Stunden entfiele. Erlaubt w&amp;auml;ren l&amp;auml;ngere Arbeitstage, solange die w&amp;ouml;chentliche H&amp;ouml;chstarbeitszeit von 48 Stunden im Durchschnitt von sechs Monaten eingehalten wird. Die t&amp;auml;gliche H&amp;ouml;chstarbeitszeit w&amp;uuml;rde nur noch durch die elfst&amp;uuml;ndige t&amp;auml;gliche Ruhezeit sowie die 45-min&amp;uuml;tigen Pause begrenzt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2 style="text-align:left"&gt;&lt;strong&gt;Gift f&amp;uuml;r die Vereinbarkeit&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p style="text-align:left"&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Rechnerisch ergibt sich daraus eine m&amp;ouml;gliche maximale Arbeitszeit von zw&amp;ouml;lf Stunden und 15 Minuten pro Tag. Es k&amp;ouml;nnte also eine Vier-Tage-Woche mit jeweils zw&amp;ouml;lf Stunden Arbeitszeit eingef&amp;uuml;hrt werden. Kurzfristig w&amp;auml;ren auch deutlich l&amp;auml;ngere Wochenarbeitszeiten m&amp;ouml;glich, etwa bei einer Sechs-Tage-Woche bis zu 73,5 Stunden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left"&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;&lt;span style="color:black"&gt;Dies soll angeblich das Bed&amp;uuml;rfnis beider Seiten nach Flexibilit&amp;auml;t erf&amp;uuml;llen. In der Realit&amp;auml;t w&amp;uuml;rde aber einseitig die Flexibilit&amp;auml;t der Arbeitgeber erh&amp;ouml;ht. Diese k&amp;ouml;nnen im Rahmen ihres Direktionsrechts festlegen, wann und wie lange gearbeitet wird, solange sie dabei Gesetz, Tarifvertr&amp;auml;ge, Betriebsvereinbarungen und Arbeitsvertrag einhalten. (...)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left"&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;Dies ist nur ein Ausschnitt, den vollst&amp;auml;ndigen Fachbeitrag lesen Interessierte in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 9/2025.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2 style="text-align:left"&gt;&lt;strong&gt;Weitere Informationen&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Interessiert am Thema Vereinbarkeit? Im &lt;a href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Titelthema &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; im September 2025&lt;/a&gt; mehr lesen: &amp;raquo;Beruf und Familie &amp;ndash; Vereinbarkeit braucht faire Arbeitszeiten&amp;laquo;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu diese Beitr&amp;auml;ge:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Ricarda Scholz: &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726!69210/inhalt/1726!55128/zeitschrift/396!7374/asset/150!163015/position/_" target="_blank"&gt;Was Eltern und Pflegende in der Arbeitswelt brauchen&lt;/a&gt; (S. 8-11).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dr. Laurens Brandt, Dr. Am&amp;eacute;lie Sutterer-Kipping: &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726!69210/inhalt/1726!55128/zeitschrift/396!7374/asset/150!163417/position/_" target="_blank"&gt;Vereinbarkeit und Arbeitszeit &amp;ndash; Pl&amp;auml;ne der Bundesregierung&lt;/a&gt; (S. 12-15).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Beate Eberhardt: &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726!69210/inhalt/1726!55128/zeitschrift/396!7374/asset/150!163418/position/_" target="_blank"&gt;Arbeitszeiten &amp;ndash; flexibel und verl&amp;auml;sslich&lt;/a&gt; (S. 16-18).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent:innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge der Zeitschrift zu (ab 2012).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (BE)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 08 Oct 2025 08:00:02 GMT</pubDate>
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