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    <title>Nachrichten für die JAV</title>
    <link>https://www.bund-verlag.de/sbv</link>
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    <pubDate>Tue, 03 Nov 2026 15:23:47 GMT</pubDate>
    <item>
      <title>So rasch muss sich die SBV zu Kündigungen äußern</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~So-rasch-muss-sich-die-SBV-zu-Kuendigungen-aeussern~.html</link>
      <description>Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist stets anzuhören, wenn der Arbeitgeber die Kündigung eines schwerbehinderten oder gleichstellten Menschen plant. Versäumt er das, kann die Kündigung unwirksam sein. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun festgestellt: Es besteht eine Regelungslücke bei der Frist, wie rasch die SBV Stellung nehmen muss. Wie das BAG diese Lücke schließt, erklärt Georg Sendelbeck in »Gute Arbeit« 10/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist stets anzuh&amp;ouml;ren, wenn der Arbeitgeber die K&amp;uuml;ndigung eines schwerbehinderten oder gleichstellten Menschen plant. Vers&amp;auml;umt er das, kann die K&amp;uuml;ndigung unwirksam sein. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun festgestellt: Es besteht eine Regelungsl&amp;uuml;cke bei der Frist, wie rasch die SBV Stellung nehmen muss. Wie das BAG diese L&amp;uuml;cke schlie&amp;szlig;t, erkl&amp;auml;rt Georg Sendelbeck in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 10/2026.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das BAG bezieht sich in einem Urteil darauf, dass die Frist f&amp;uuml;r eine SBV-Stellungnahme im Sozialgesetzbuch (SGB) IX nicht eindeutig gekl&amp;auml;rt ist (BAG 29.1.2026 &amp;ndash; 2 AZR 128/25). Es schlie&amp;szlig;t diese Regelungsl&amp;uuml;cke, indem es analog die Beteiligungsregelungen f&amp;uuml;r den Betriebsrat aus &amp;sect; 102 Betriebsverfassungsgesetz heranzieht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danach hat die SBV ihre Bedenken oder den Einspruch gegen eine beabsichtigte ordentliche K&amp;uuml;ndigung sp&amp;auml;testens innerhalb einer Woche gegen&amp;uuml;ber dem Arbeitgeber mitzuteilen; bei au&amp;szlig;erordentlichen K&amp;uuml;ndigungen hat die SBV unverz&amp;uuml;glich zu handeln, sie muss sich sp&amp;auml;testens innerhalb von drei Tagen &amp;auml;u&amp;szlig;ern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hintergrund des-Rechtsstreits war die Probezeitk&amp;uuml;ndigung eines schwerbehinderten Mitarbeiters im &amp;ouml;ffentlichen Dienst. Der Arbeitgeber hatte nach mehrfacher Unp&amp;uuml;nktlichkeit des Besch&amp;auml;ftigten beschlossen, das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis in den ersten sechs Monaten zu beenden (Wartezeit). Der Arbeitgeber h&amp;ouml;rte hierzu die zust&amp;auml;ndige Arbeitnehmervertretung sowie mit Schreiben vom 7.12.2023 auch die SBV an. Laut Stempelaufdruck auf dem SBV-Anh&amp;ouml;rungsschreiben (Datum vom 11.12.2023) nahm die SBV davon &amp;bdquo;Kenntnis&amp;ldquo;. Mit Schreiben vom 13.12.2023, das dem gek&amp;uuml;ndigten Kl&amp;auml;ger bereits am Folgetag zuging, erkl&amp;auml;rte der Arbeitgeber bereits die K&amp;uuml;ndigung in der Wartezeit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im K&amp;uuml;ndigungsschutzverfahren ging das Arbeitsgericht (ArbG) D&amp;uuml;sseldorf bereits wegen der fehlenden Durchf&amp;uuml;hrung eines Pr&amp;auml;ventionsverfahrens (nach &amp;sect; 167 Abs. 1 SGB IX) von der Unwirksamkeit der K&amp;uuml;ndigung aus. Nachdem das Landesarbeitsgericht (LAG) D&amp;uuml;sseldorf die K&amp;uuml;ndigungsschutzklage abwies, hat das BAG wiederum die Unwirksamkeit der K&amp;uuml;ndigung festgestellt (nach &amp;sect; 178 Abs. 2 Satz 3 SGB IX).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Laut BAG war die Anh&amp;ouml;rung der SBV nicht ordnungsgem&amp;auml;&amp;szlig;, da das Anh&amp;ouml;rungsverfahren der SBV zum Zeitpunkt des K&amp;uuml;ndigungsausspruchs noch lief. Selbst bei einem Zugang der K&amp;uuml;ndigungsanh&amp;ouml;rung an die der SBV am 7.12.2023, w&amp;auml;re die Frist zur Stellungnahme von einer Woche erst mit Ablauf des 14.12.2023 geendet. Die K&amp;uuml;ndigung ging dem Betroffenen aber bereits am Nachmittag dieses Tages zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die K&amp;uuml;ndigung wurde vorschnell ausgesprochen. Der Stempelaufdruck &amp;bdquo;Kenntnis&amp;ldquo; (11.12.2023) sei nicht als finale SBV-R&amp;uuml;ckmeldung zu bewerten, so das BAG. Vor diesem Hintergrund hob das BAG die Entscheidung des LAG auf, der klagende Mitarbeiter ist weiter zu besch&amp;auml;ftigten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Praxistipp Auch wenn in den ersten sechs Monaten eines Besch&amp;auml;ftigungsverh&amp;auml;ltnisses weder der allgemeine noch der Sonderk&amp;uuml;ndigungsschutz f&amp;uuml;r schwerbehinderte und gleichgestellte Besch&amp;auml;ftigte aus &amp;sect;&amp;sect; 168 ff SGB IX greift, sind Betroffene von Probezeitk&amp;uuml;ndigungen nicht schutzlos. Das BAG hat aber gekl&amp;auml;rt, dass die SBV nicht tr&amp;ouml;deln darf: sie muss z&amp;uuml;gig binnen einer Woche oder sp&amp;auml;testens nach drei Tagen (siehe oben) Stellung nehmen, wenn der Arbeitgeber die K&amp;uuml;ndigung eines schwerbehinderten oder gleichgestellten Besch&amp;auml;ftigten beabsichtigt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2315/asset/150-168851/position/_"&gt;Den vollst&amp;auml;ndigen Beitrag in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 10/2026 lesen (S. 40).&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein Expertenrat zu wichtiger Rechtsprechung ist in jeder Ausgabe der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; zu finden. Es schreiben die Arbeitsrechtsexperten Georg Sendelbeck und Manfred Wulff. Au&amp;szlig;erdem in der Ausgabe 10/2026 im Titelthema lesen: Ausbildung und Berufsstart &amp;ndash; Die n&amp;auml;chste Generation aktiv im Arbeitsschutz. Die Fachbeitr&amp;auml;ge:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Sophie Schlingmann: Im Fachkr&amp;auml;ftemangel schw&amp;auml;chelt die Ausbildung (S. 8 ff.)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Romy Krug, Stefanie Hobrack-Zscheich: Sicher und gesund durch die Berufsausbildung (S. 13 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sasha K&amp;ouml;nig, Jessika Rotgang: JAV: Gute Ausbildung braucht Mitbestimmung (S. 17 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Milena B&amp;auml;hnisch: Arbeitsschutz von Anfang an &amp;ndash; ein Pr&amp;auml;ventionsprogramm wirkt (S. 20 ff.),&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV</category>
      <pubDate>Fri, 30 Oct 2026 08:46:34 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Zeitumstellung: Was gilt für Arbeitszeit und Vergütung?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Was-gilt-fuer-Arbeitszeit-und-Verguetung~.html</link>
      <description>Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, wurden die Uhren wieder von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Für Beschäftigte in der Nachtschicht bedeutete das: Die Nacht dauerte eine Stunde länger. Doch muss diese zusätzliche Stunde tatsächlich gearbeitet werden und wie sieht es mit der Vergütung aus?</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden die Uhren um eine Stunde zur&amp;uuml;ckgestellt. Obwohl seit Jahrzehnten &amp;uuml;ber die Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert wird und gesundheitliche Folgen wissenschaftlich belegt sind, bleibt sie vorerst bestehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Damit stellt sich insbesondere f&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte im Schichtdienst die Frage, welche Auswirkungen die zus&amp;auml;tzliche Stunde auf ihre Arbeitszeit hat.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Eine Stunde l&amp;auml;nger arbeiten?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ob die zus&amp;auml;tzliche Stunde gearbeitet werden muss, richtet sich zun&amp;auml;chst nach den tarifvertraglichen oder betrieblichen Regelungen. Fehlen eindeutige Vorgaben, kommt es auf eine Interessenabw&amp;auml;gung an. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) kann der Arbeitgeber bei einem kontinuierlichen Schichtsystem ein berechtigtes Interesse daran haben, L&amp;uuml;cken zwischen den Schichten zu vermeiden (BAG v. 11. 9. 1985 - 7 AZR 276/83).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besteht eine entsprechende Betriebsvereinbarung zur Schichtarbeit, kann diese daher so auszulegen sein, dass der Arbeitgeber bei der Umstellung auf die Winterzeit eine zus&amp;auml;tzliche Arbeitsstunde anordnen darf.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Kein Nacharbeiten im Fr&amp;uuml;hjahr&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Umgekehrt f&amp;auml;llt bei der Umstellung auf die Sommerzeit im Fr&amp;uuml;hjahr eine Stunde weg. Diese ausgefallene Stunde d&amp;uuml;rfen Arbeitgeber grunds&amp;auml;tzlich nicht zu einem sp&amp;auml;teren Zeitpunkt nacharbeiten lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei Besch&amp;auml;ftigten mit einer festen Monatsverg&amp;uuml;tung wirkt sich die fehlende Stunde in der Regel nicht auf das Gehalt aus. Wer hingegen nach tats&amp;auml;chlich geleisteten Stunden bezahlt wird, erh&amp;auml;lt f&amp;uuml;r die weggefallene Stunde grunds&amp;auml;tzlich keine Verg&amp;uuml;tung.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wie wird die zus&amp;auml;tzliche Stunde verg&amp;uuml;tet?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Auch bei der Verg&amp;uuml;tung der zus&amp;auml;tzlichen Stunde kommt es auf die Regelungen im Arbeits- oder Tarifvertrag an. Ist dort wirksam vereinbart, dass eine bestimmte Anzahl von &amp;Uuml;berstunden bereits mit dem Monatsgehalt abgegolten ist, kann darunter auch die zus&amp;auml;tzliche Stunde durch die Zeitumstellung fallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist dagegen eine feste Wochenarbeitszeit vereinbart und wird diese durch die zus&amp;auml;tzliche Stunde &amp;uuml;berschritten, kann die Stunde als &amp;Uuml;berstunde zu verg&amp;uuml;ten oder entsprechend den geltenden Regelungen einem Arbeitszeitkonto gutzuschreiben sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fehlt eine entsprechende Regelung, richtet sich der Verg&amp;uuml;tungsanspruch nach &amp;sect; 612 BGB. Danach ist zu pr&amp;uuml;fen, ob die zus&amp;auml;tzliche Arbeit den Umst&amp;auml;nden nach nur gegen Verg&amp;uuml;tung zu erwarten ist (BAG v. 22. 2. 2012 - 5 AZR 765/10).&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Was sagt das Arbeitszeitgesetz?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Auch bei einer l&amp;auml;ngeren Nachtschicht sind die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes zu beachten. F&amp;uuml;r Nachtarbeit gilt grunds&amp;auml;tzlich eine werkt&amp;auml;gliche Arbeitszeit von h&amp;ouml;chstens acht Stunden. Sie kann auf bis zu zehn Stunden verl&amp;auml;ngert werden, wenn innerhalb von vier Wochen beziehungsweise eines Kalendermonats im Durchschnitt acht Stunden werkt&amp;auml;glich nicht &amp;uuml;berschritten werden (&amp;sect; 6 Abs. 2 ArbZG).&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte in der Nachtschicht kann die Zeitumstellung tats&amp;auml;chlich eine Stunde Mehrarbeit bedeuten. Entscheidend f&amp;uuml;r Arbeitszeit und Verg&amp;uuml;tung sind vor allem die geltenden tarifvertraglichen, betrieblichen oder arbeitsvertraglichen Regelungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jb)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, JAV, MAV, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 05:51:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Für wen ist die Grippeschutzimpfung sinnvoll?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Fuer-wen-ist-die-Grippeschutzimpfung-sinnvoll-~.html</link>
      <description>Die Grippeschutzimpfung ist eine wichtige Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsschutzes. Interessenvertretungen können durch die Unterstützung betrieblicher Impfangebote und die Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens dazu beitragen, Erkrankungen und krankheitsbedingte Ausfallzeiten zu reduzieren sowie besonders gefährdete Beschäftigte zu schützen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die echte Grippe (Influenza) ist eine akute Erkrankung der Atemwege. Sie ist eine ernst zu nehmende, mitunter auch lebensbedrohliche Krankheit, die durch Grippeviren ausgel&amp;ouml;st wird. Erk&amp;auml;ltungen oder &amp;raquo;grippale Infekte&amp;laquo; werden von anderen Erregern verursacht. In den Wintermonaten kommt es hierzulande nach dem Jahreswechsel zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Grippeviren ver&amp;auml;ndern sich regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig und bilden neue Varianten, sodass jedes Jahr wieder das Risiko besteht, an Grippe zu erkranken. Deshalb wird auch der Impfstoff der Grippeimpfung fast jedes Jahr angepasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die j&amp;auml;hrliche Grippeschutzimpfung wird besonders folgenden Personengruppen empfohlen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Personen ab 60 Jahren&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schwangeren (ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, bei Vorerkrankungen bereits fr&amp;uuml;her)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Menschen mit chronischen Erkrankungen, z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Asthma oder geschw&amp;auml;chtem Immunsystem&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Besch&amp;auml;ftigten im Gesundheits- und Pflegebereich&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Personen mit erh&amp;ouml;htem beruflichen&amp;nbsp;Risiko oder engem Kontakt zu besonders gef&amp;auml;hrdeten Menschen&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Die Impfung kann aber auch f&amp;uuml;r gesunde Erwachsene sinnvoll sein, da sie das pers&amp;ouml;nliche Erkrankungsrisiko senkt und zur Verringerung von Ansteckungen beitr&amp;auml;gt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer zahlt die Grippeschutzimpfung?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die von der St&amp;auml;ndigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Risikogruppen &amp;uuml;bernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten vollst&amp;auml;ndig. Dazu geh&amp;ouml;ren sowohl der Impfstoff als auch die &amp;auml;rztliche Leistung. Viele Krankenkassen &amp;uuml;bernehmen die Kosten dar&amp;uuml;ber hinaus auch f&amp;uuml;r Versicherte, die nicht zu einer Risikogruppe geh&amp;ouml;ren. Es empfiehlt sich daher, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wann ist der beste Zeitpunkt f&amp;uuml;r die Impfung?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Laut Robert Koch-Institut (RKI) beginnt die Grippesaison ab Oktober. Im Verlauf der Saison folgt die Grippewelle: Die j&amp;auml;hrliche Grippewelle hat laut RKI in den vergangenen Jahren rund um den Jahreswechsel begonnen und drei bis vier Monate angedauert. Experten raten daher dazu, sich zwischen Anfang Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Dabei ist zu beachten, dass der vollst&amp;auml;ndige Impfschutz nicht direkt besteht, sondern sich innerhalb von 10 bis 14 Tagen aufbaut. Eine Impfung kann aber auch im Januar oder sogar sp&amp;auml;ter noch einen Nutzen haben, denn auch w&amp;auml;hrend einer bereits laufenden Grippewelle kann die Impfung noch dazu beitragen, Erkrankungen zu verhindern oder schwere Verl&amp;auml;ufe abzumildern.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wie kann ich mich noch vor der Grippe sch&amp;uuml;tzen?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Gr&amp;uuml;ndliches und regelm&amp;auml;&amp;szlig;iges H&amp;auml;ndewaschen sch&amp;uuml;tzt vor Infektionen mit Grippeviren und nat&amp;uuml;rlich auch anderen Krankheitserregern. Dazu wird empfohlen, m&amp;ouml;glichst selten Schleimh&amp;auml;ute von Augen, Mund und Nase mit den H&amp;auml;nden zu ber&amp;uuml;hren. Auch ist es hilfreich, Abstand zu niesenden und hustenden Personen zu halten und besonders Besch&amp;auml;ftigte sollten mit Krankheitssymptomen lieber zu Hause bleiben, bevor sie ihre Kolleg*innen ungewollt anstecken.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Tipps f&amp;uuml;r Interessenvertretungen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Interessenvertretungen k&amp;ouml;nnen an dieser Stelle einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten: Sie k&amp;ouml;nnen Besch&amp;auml;ftigte rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison &amp;uuml;ber Nutzen und M&amp;ouml;glichkeiten der Impfung informieren. Besonders gef&amp;auml;hrdete Besch&amp;auml;ftigtengruppen, etwa &amp;auml;ltere Besch&amp;auml;ftigte oder Menschen mit Vorerkrankungen, k&amp;ouml;nnen gezielt angesprochen werden. Gemeinsam mit Arbeitgeber und Betriebsarzt k&amp;ouml;nnen Impfaktionen organisiert werden. Dabei sollte auf eine einfache und barrierefreie Teilnahme geachtet werden, insbesondere durch Impfangebote w&amp;auml;hrend der Arbeitszeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jv)&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, JAV, MAV, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Fri, 23 Oct 2026 06:30:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
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      <title>Sicher und gesund durch die Berufsausbildung</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Sicher-und-gesund-durch-die-Berufsausbildung~.html</link>
      <description>In Deutschland waren 2025 rund 1,2 Millionen Auszubildende in einer dualen Ausbildung aktiv: Das sind junge Menschen in einer besonderen Lebensphase, in der sie auch Sicherheits- und Gesundheitskompetenzen entwickeln sollen. Romy Krug und Stefanie Hobrack-Zscheich vermitteln in der Zeitschrift »Gute Arbeit« 10/2026, wie das Arbeitsschutzrecht, praxisnahe Präventionsansätze und Sensibilisierung dabei helfen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die gute Nachricht: F&amp;uuml;r Auszubildende gelten &amp;ndash; wie f&amp;uuml;r alle Besch&amp;auml;ftigten &amp;ndash; gelten s&amp;auml;mtliche Vorschriften des Arbeitsschutzrechts, f&amp;uuml;r minderj&amp;auml;hrige Azubis gilt zudem das Jugendarbeitsschutzgesetz. Rechtlich sind die Ausbildungsbetriebe und berufsbildende Bildungseinrichtungen verpflichtet, zur Sicherheit und Gesundheit junger Menschen beizutragen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Verpflichtung der Betriebe und Bildungseinrichtungen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die wichtigsten &amp;uuml;bergreifenden Rechtsgrundlagen sind das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Unfallverh&amp;uuml;tungsvorschrift &amp;bdquo;Grunds&amp;auml;tze der Pr&amp;auml;vention&amp;ldquo; (DGUV Vorschrift 1). Danach sind Auszubildende in die Arbeitsschutzorganisation zu integrieren, bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (&amp;sect;3 DGUV Vorschrift 1, &amp;sect;&amp;sect; 5, 6 ArbSchG) und bei den Unterweisungen (&amp;sect; 4 DGUV Vorschrift 1, &amp;sect; 12 ArbSchG) einzubeziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r einzelne Ausbildungsberufe regeln Ausbildungsordnungen auch verbindliche Vorgaben zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Diese Regelungen verpflichten die Ausbildungsbetriebe und berufsbildenden Bildungseinrichtungen dazu, junge Erwachsene zur Entwicklung berufsbezogener und berufs&amp;uuml;bergreifender Handlungskompetenzen zu bef&amp;auml;higen &amp;ndash; einschlie&amp;szlig;lich der Kompetenz, ihre Gesundheit zu sch&amp;uuml;tzen, spezifische Unfallgefahren zu erkennen und zu vermeiden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Berufliche und pers&amp;ouml;nliche Orientierung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die meisten Auszubildenden sind zwischen 16 und 22 Jahren alt. In dieser Lebensphase stehen die Sicherheitsorientierung und Risikowahrnehmung nicht vorrangig im Fokus. Es geht eher um pers&amp;ouml;nliche Freiheit, Unabh&amp;auml;ngigkeit, Identit&amp;auml;t, Autonomie, emotionale Erfahrungen und Reife, schlie&amp;szlig;lich um das Festigen der individuelle Pers&amp;ouml;nlichkeit. In der neuen Umgebung &amp;bdquo;Beruf&amp;ldquo; &amp;auml;ndern sich Bezugspersonen, Lernorte, Erwartungen und Anforderungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In dieser komplexen Lebensphase sollen junge Erwachsene auch lernen, Verantwortung f&amp;uuml;r ihre Sicherheit und Gesundheit zu &amp;uuml;bernehmen. Die Ausbildung ist daher zentral f&amp;uuml;r das Entwickeln sicherheits- und gesundheitsbewussten Handelns, was zur Pers&amp;ouml;nlichkeitsentwicklung geh&amp;ouml;rt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Unfallgeschehen und Pr&amp;auml;vention&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ergeben: 2024 wurden im Altersbereich bis 25 Jahre 15 Prozent der meldepflichtigen Unf&amp;auml;lle angezeigt; das waren 25.900 Arbeitsunf&amp;auml;lle von Azubis. Der Blick auf die Unfallquote best&amp;auml;tigt ein erh&amp;ouml;htes Unfallgeschehen: Besch&amp;auml;ftigte ab 30 Jahren aufw&amp;auml;rts haben eine Unfallquote von 15,2 Arbeitsunf&amp;auml;llen je 1.000 Besch&amp;auml;ftigte, die relativ konstant ist; bei den unter 25-J&amp;auml;hrige betr&amp;auml;gt die Quote 20,8 Arbeitsunf&amp;auml;lle je 1.000 Besch&amp;auml;ftigte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Lernort Berufsausbildung muss daher den technischen, organisatorischen und p&amp;auml;dagogischen Rahmen schaffen, junge Erwachsene f&amp;uuml;r sichere und gesundheitsf&amp;ouml;rderliche Arbeit zu gewinnen und entsprechendes Verhalten im Alltag zu integrieren. Dazu geh&amp;ouml;rt die vorschriftenkonforme Gestaltung der Arbeits- und Bildungsbereiche sowie die Bereitstellung sicherer Arbeits-, Lehr- und Lernmittel. Vordringlich ist zudem eine ausgepr&amp;auml;gte Pr&amp;auml;ventionskultur, zu der gemeinsame Haltungen und gelebte Werte geh&amp;ouml;ren.&lt;br /&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2315"&gt;Den vollst&amp;auml;ndigen Beitrag in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 10/2026 lesen (S. 13-16).&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Neugierig auf den Beitrag von Romy Krug und Stefanie Hobrack-Zscheich? Lesen in der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 10/2026, Titelthema: Ausbildung und Berufsstart &amp;ndash; Die n&amp;auml;chste Generation aktiv im Arbeitsschutz. Die Fachbeitr&amp;auml;ge:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Sophie Schlingmann: Im Fachkr&amp;auml;ftemangel schw&amp;auml;chelt die Ausbildung (S. 8 ff.)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Romy Krug, Stefanie Hobrack-Zscheich: Sicher und gesund durch die Berufsausbildung (S. 13 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sasha K&amp;ouml;nig, Jessika Rotgang: JAV: Gute Ausbildung braucht Mitbestimmung (S. 17 ff.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Milena B&amp;auml;hnisch: Arbeitsschutz von Anfang an &amp;ndash; ein Pr&amp;auml;ventionsprogramm wirkt (S. 20 ff.),&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV</category>
      <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 05:19:34 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Equal-Pay: Abteilungsleiterin steht höheres Gehalt zu</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Equal-Pay-Abteilungsleiterin-steht-hoeheres-Gehalt-zu~.html</link>
      <description>Eine Abteilungsleiterin forderte so bezahlt zu werden, wie ein männlicher Kollege auf derselben Hierarchieebene. Nachdem das Verfahren bis zum Bundesarbeitsgericht (BAG v 23. 10. 2025 - 8 AZR 300/24) gegangen war, entschied das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg (LAG BaWü), dass der Abteilungsleiterin zwar nicht das Topgehalt des von ihr benannten Kollegen zustehe, das Medianentgelt der männlichen Kollegen ihrer Entgeltebene aber schon.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Eine Arbeitnehmerin ist seit 1995 bei ihrer Arbeitgeberin besch&amp;auml;ftigt, seit 2008 als Abteilungsleiterin. Das Entgelt auf dieser Hierarchieebene setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Hierzu geh&amp;ouml;ren u.a. ein Grundgehalt, ein Company Bonus und die Zuteilung von virtuellen Aktien. Wie das eigene Entgelt im Vergleich zu den Kollegen derselben F&amp;uuml;hrungsebene ausf&amp;auml;llt, l&amp;auml;sst sich &amp;uuml;ber das Entgelttransparenz-Dashboard im Intranet der Arbeitgeberin herausfinden. Dieses zeigt die eigene Verg&amp;uuml;tung sowie das im Median erzielte Entgelt der m&amp;auml;nnlichen und weiblichen Vergleichsgruppe. Individuelle Gehaltsdaten werden dort nicht eingestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Abteilungsleiterin vertrat die Ansicht, dass sie wegen ihres Geschlechts entgeltdiskriminiert werde, da sie &amp;uuml;ber einen Zeitraum von mehreren Jahren (2018 &amp;ndash; 2022) ein niedrigeres Gehalt erhielt als ein m&amp;auml;nnlicher Kollege derselben F&amp;uuml;hrungsebene. Beide waren im Jahr 2008 auf die Abteilungsleiterebene bef&amp;ouml;rdert worden. W&amp;auml;hrend der m&amp;auml;nnliche Kollege seither in Vollzeit arbeitete, war die Abteilungsleiterin f&amp;uuml;r etwa vier Jahre in Elternzeit und ungef&amp;auml;hr genauso lange in h&amp;auml;lftiger Teilzeit besch&amp;auml;ftigt. Das Gehalt der in den Jahren 2018 bis 2022 teilzeitbesch&amp;auml;ftigten Abteilungsleiterin lag &amp;ndash; umgerechnet auf eine Vollzeitstelle - deutlich unterhalb des Gehalts des von ihr benannten Kollegen und auch unterhalb des Medians der m&amp;auml;nnlichen und weiblichen Vergleichsgruppe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitnehmerin verlangte von ihrer Arbeitgeberin r&amp;uuml;ckwirkend die finanzielle Gleichstellung mit dem konkret benannten m&amp;auml;nnlichen Kollegen.&lt;br /&gt;Hilfsweise verlangte die Arbeitnehmerin die Differenz zwischen ihrer individuellen Verg&amp;uuml;tung und der Verg&amp;uuml;tung des Medians der m&amp;auml;nnlichen Vergleichsgruppe gem&amp;auml;&amp;szlig; den Werten des Entgelttransparenz-Dashboards.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitgeberin war der Auffassung, dass die Arbeitnehmerin keine gleichwertige T&amp;auml;tigkeit im Vergleich zu dem von ihr benannten Kollegen erbracht habe, da sie u.a. bei gemeinsamen Projekten nur unterst&amp;uuml;tzende und keine leitenden T&amp;auml;tigkeiten &amp;uuml;bernommen habe. Zudem verwies sie darauf, dass der m&amp;auml;nnliche Kollege wegen der doppelt so langen Arbeitszeit &amp;uuml;ber eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Berufserfahrung verf&amp;uuml;ge.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Gericht entschied, dass der Abteilungsleiterin die Differenz zwischen ihrer Verg&amp;uuml;tung und dem Medianentgelt der m&amp;auml;nnlichen Vergleichsgruppe zusteht. Einen Anspruch auf die Bezahlung des konkret genannten Kollegen lehnte das Gericht aber ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei seiner Entscheidung unterstellte das Gericht, dass die Gehaltsdaten verwertbar sind, diese ein absolutes Indiz f&amp;uuml;r eine geschlechtsbedingte Benachteiligung darstellen und es sich bei der von der Arbeitnehmerin ausge&amp;uuml;bten T&amp;auml;tigkeit um eine gleichwertige T&amp;auml;tigkeit handelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Anspruch auf die Verg&amp;uuml;tung des von der Arbeitnehmerin benannten Kollegen bestehe nicht, da die Arbeitgeberin die Vermutung einer geschlechtsbedingten Benachteiligung widerlegt habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gegen die Vermutung, dass die Gehaltsdifferenz zwischen der Arbeitnehmerin und der konkreten m&amp;auml;nnlichen Vergleichsperson auf dem Geschlecht basiert spreche, dass die m&amp;auml;nnliche Vergleichsperson auch im Vergleich zu den anderen m&amp;auml;nnlichen Kollegen seiner Entgeltebene ein deutlich h&amp;ouml;heres Gehalt beziehe. Des Weiteren verwies das Gericht auf die gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Berufserfahrung des m&amp;auml;nnlichen Kollegen, welcher zwar gleichzeitig mit der Arbeitnehmerin auf die Abteilungsleiterebene bef&amp;ouml;rdert wurde, dort aber zehn Jahre in Vollzeit besch&amp;auml;ftigt war &amp;ndash; im Gegensatz zur Arbeitnehmerin, die in diesem Zeitraum weniger als zwei Jahre in Vollzeit gearbeitet hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gericht gab aber dem Hilfsantrag gerichtet auf Bezahlung entsprechend dem Medianentgelt der m&amp;auml;nnlichen Vergleichsgruppe statt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Gehaltsdifferenz zwischen dem eigenen Gehalt und dem Medianentgelt der Vergleichsgruppe habe Indizwirkung f&amp;uuml;r eine geschlechtsbedingte Benachteiligung. Nach &amp;sect; 22 AGG, welcher nach der Rechtsprechung des BAG in Rechtsstreitigkeiten um gleiches Entgelt anwendbar ist, m&amp;uuml;sse deshalb die Arbeitgeberin beweisen, dass keine Benachteiligung vorliege.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitgeberin habe diese Vermutung nicht widerlegen k&amp;ouml;nnen, da sie zu den Gr&amp;uuml;nden f&amp;uuml;r die Differenz zwischen dem Entgelt der Arbeitnehmerin und dem Medianentgelt nicht ausreichend vorgetragen habe.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gericht entschied zudem &amp;uuml;ber einen weiteren Verg&amp;uuml;tungsbestandteil, virtuelle Aktien, und sprach der Arbeitnehmerin die Differenz zu den durchschnittlichen Leistungen zu, welche geschlechts&amp;uuml;bergreifend an Personen ihrer Vergleichsgruppe gew&amp;auml;hrt werden. Dies st&amp;uuml;tzte das Gericht auf den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ar)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV</category>
      <pubDate>Thu, 15 Oct 2026 05:00:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Benachteiligung im Bewerbungsprozess führt nicht zu unbegrenztem Schadensersatzanspruch</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Benachteiligung-im-Bewerbungsprozess-fuehrt-nicht-zu-unbegrenztem-Schadensersatzanspruch~.html</link>
      <description>Nachdem er 2009 von einem Unternehmen im Bewerbungsprozess benachteiligt worden war, klagte ein Jurist nun auf entgangenes Arbeitsentgelt in Höhe von 236.000 Euro. Die Revision vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) blieb erfolglos, da der Jurist mehrere Jahre bei einem anderen Arbeitgeber fest angestellt gewesen war.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Jurist hatte sich im M&amp;auml;rz 2009 bei einem Unternehmen der Versicherungswirtschaft f&amp;uuml;r ein Trainee-Programm beworben. Dort erhielt er eine Absage, w&amp;auml;hrend vier andere Bewerberinnen eine Zusage f&amp;uuml;r das Trainee-Programm erhielten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er war der Meinung, dass er wegen seines Alters und Geschlechts im Bewerbungsprozess diskriminiert worden sei und klagte erfolgreich vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht (HessLAG v. 18. 6. 2018 - 7 Sa 851/17). Das HessLAG nahm eine unzul&amp;auml;ssige Benachteiligung wegen des Alters an und stellte die Verpflichtung des Versicherungsunternehmens fest, dem abgelehnten Bewerber s&amp;auml;mtliche k&amp;uuml;nftigen materiellen Sch&amp;auml;den zu ersetzen, die auf der unterlassenen Einstellung basierten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Jurist klagte erneut auf Schadensersatz f&amp;uuml;r die Jahre 2020 bis 2023 in H&amp;ouml;he von 236.000 Euro wegen entgangenen Gewinns. Er war der Meinung, dass das Versicherungsunternehmen dazu verpflichtet sei, ihm die Differenz zwischen dem bei seinem aktuellen Arbeitgeber erzielten Entgelt und dem fiktiven Entgelt, welches er bei dem Versicherungsunternehmen bezogen h&amp;auml;tte, auszuzahlen.&lt;br /&gt;Nachdem Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht die Klage abwiesen, hatte das BAG zu entscheiden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das BAG wies die Klage ab. Zun&amp;auml;chst stellte das Gericht klar, dass gem. &amp;sect; 15 Abs. 1 Satz 1 AGG ein abgelehnter Bewerber grunds&amp;auml;tzlich Schadensersatz f&amp;uuml;r entgangenes Arbeitsentgelt verlangen kann. Eine von vornherein bestehende Begrenzung des Haftungsumfangs des Arbeitgebers gebe es dabei nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das BAG betonte aber, dass der Arbeitgeber nur so lange f&amp;uuml;r das entgangene Arbeitsentgelt des abgelehnten Bewerbers hafte, bis zwischen der diskriminierenden Nichteinstellung und dem Verdienstausfallschaden kein Zusammenhang mehr bestehe. Dies soll dann der Fall sein, wenn der abgelehnte Bewerber eine passende Arbeitsstelle gefunden und sich dort eingelebt habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Jurist hatte bis Mitte 2020 f&amp;uuml;r fast vier Jahre bei der Zentralen Ausl&amp;auml;nderbeh&amp;ouml;rde gearbeitet und dort eine seiner Qualifikation entsprechende T&amp;auml;tigkeit ausge&amp;uuml;bt. Das BAG entschied, dass ein Zusammenhang mit der Diskriminierung aus dem Jahr 2009 deshalb nicht mehr vorliege. Die weitere berufliche Entwicklung sei Teil des allgemeinen Lebensrisikos.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ar)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV</category>
      <pubDate>Wed, 14 Oct 2026 10:47:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Führerscheinentzug für ein Jahr: Kündigung wirksam</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Fuehrerscheinentzug-fuer-ein-Jahr-Kuendigung-wirksam~.html</link>
      <description>Ein Arbeitgeber ist zur Kündigung berechtigt, wenn einem zu 100 Prozent im Außendienst tätigen Arbeitnehmer seine Fahrerlaubnis für ein Jahr entzogen wird, die Erbringung der Arbeitsleistung ohne Fahrzeug nicht möglich ist und keine anderen Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen – so das Arbeitsgericht Nordhausen.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein Au&amp;szlig;endienstmitarbeiter war bei seiner Arbeitgeberin als Travelling Merchandiser t&amp;auml;tig. Im Rahmen seiner T&amp;auml;tigkeit fuhr er mit einem Kraftfahrzeug zu verschiedenen Superm&amp;auml;rkten, um dort Warenst&amp;auml;nder mit Saisonware zu best&amp;uuml;cken und diese nach Ende einer Verkaufsaktion wieder zu entfernen. Dem Au&amp;szlig;endienstmitarbeiter wurde hierf&amp;uuml;r von der Arbeitgeberin ein Dienstwagen zur Verf&amp;uuml;gung gestellt. Die Superm&amp;auml;rkte waren aufgrund ihrer Lage nicht mit &amp;ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund eines erheblichen Verkehrsversto&amp;szlig;es entzog die Fahrerlaubnisbeh&amp;ouml;rde dem Arbeitnehmer f&amp;uuml;r die Dauer eines Jahres die Fahrerlaubnis. Als der Au&amp;szlig;endienst-mitarbeiter die Arbeitgeberin hiervon in Kenntnis setzte, k&amp;uuml;ndigte diese das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis ordentlich, weil der Mitarbeiter ohne Fahrerlaubnis nicht mehr in der Lage sei, seine T&amp;auml;tigkeit auszu&amp;uuml;ben.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Au&amp;szlig;endienstmitarbeiter wehrte sich gerichtlich gegen die K&amp;uuml;ndigung, mit der Begr&amp;uuml;ndung, dass die K&amp;uuml;ndigung nicht gerechtfertigt sei, da er trotz des Entzugs der Fahrerlaubnis immer noch in der Lage sei, seine vertraglich geschuldete T&amp;auml;tigkeit zu erbringen. Sowohl sein Vater, welcher sich im Ruhestand befinde, wie auch ein Bekannter w&amp;auml;ren dazu bereit, ihn zu den jeweiligen Einsatzorten zu fahren, ohne dass der Arbeitgeberin hierdurch zus&amp;auml;tzliche Kosten entstehen w&amp;uuml;rden. F&amp;uuml;r die Fahrten k&amp;ouml;nnte neben dem Dienstfahrzeug auch ein Privatwagen genutzt werden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Arbeitsgericht Nordhausen wies die Klage ab. Die personenbedingte K&amp;uuml;ndigung sei wirksam, weil die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung ohne Fahrerlaubnis f&amp;uuml;r eine verh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;ig erhebliche Zeitdauer von einem Jahr nicht erbracht werden k&amp;ouml;nne.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entziehung der Fahrerlaubnis sei im Fall des Au&amp;szlig;endienstmitarbeiters ein geeigneter K&amp;uuml;ndigungsgrund. Das Gericht begr&amp;uuml;ndete dies damit, dass die arbeitsvertraglich geschuldete T&amp;auml;tigkeit des Arbeitnehmers zu 100 Prozent im Au&amp;szlig;endienst liege und das Fahren bzw. Reisen zu den verschiedenen Einsatzorten umfasse. Da der Arbeitnehmer keine M&amp;ouml;glichkeit habe, die Einzelhandelsgesch&amp;auml;fte mit &amp;ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, sei er f&amp;uuml;r die Aus&amp;uuml;bung seiner T&amp;auml;tigkeit auf die Nutzung eines Kraftfahrzeugs angewiesen. Ohne Fahrerlaubnis k&amp;ouml;nne er deshalb seine arbeitsvertraglich geschuldete T&amp;auml;tigkeit f&amp;uuml;r ein Jahr nicht mehr aus&amp;uuml;ben. Diesen Umstand ber&amp;uuml;cksichtigte das Gericht auch im Rahmen der Interessenabw&amp;auml;gung, die insgesamt zulasten des Au&amp;szlig;endienstmitarbeiters ausfiel.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeitgeberin m&amp;uuml;sse sich auch nicht auf die vom Arbeitnehmer angebotenen L&amp;ouml;sungen verweisen lassen. Da es sich bei einem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis um ein h&amp;ouml;chstpers&amp;ouml;nliches Leistungsaustauschverh&amp;auml;ltnis handelt, darf der Arbeitnehmer nicht Teile seiner T&amp;auml;tigkeiten auf andere Personen &amp;uuml;bertragen. Es sei Sache der Arbeitgeberin zu entscheiden, wie sie die Arbeit organisieren m&amp;ouml;chte und welche Personen sie daf&amp;uuml;r einsetzt. Die Dienstwagenregelung der Arbeitgeberin erlaube nur die gelegentliche &amp;Uuml;berlassung des Fahrzeugs an Ehepartner oder Lebensgef&amp;auml;hrten, sodass folglich beide vom Arbeitnehmer angebotenen Ersatzfahrer nicht zum berechtigten Personenkreis geh&amp;ouml;rten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Einsatz eines privaten Kraftfahrzeugs mit Ersatzfahrern stehe entgegen, dass die Verg&amp;uuml;tungsabrede zwischen den Parteien die Bereitstellung des Dienstwagens als Teil der Verg&amp;uuml;tung umfasse und bei der Nutzung des Privatfahrzeugs ge&amp;auml;ndert werden m&amp;uuml;sse. Schlie&amp;szlig;lich bestanden auch keine anderweitigen Besch&amp;auml;ftigungsm&amp;ouml;glichkeiten bei der Arbeitgeberin.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ar)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Personalratsarbeit, MAV-Arbeit, Arbeitsschutz, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, JAV, MAV</category>
      <pubDate>Fri, 09 Oct 2026 12:26:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Rechtsprechungsübersicht zu Wegeunfällen</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Rechtsprechungsuebersicht-zu-Wegeunfaellen~.html</link>
      <description>Essenholen während der Mittagspause im Homeoffice - für viele nichts Ungewöhnliches. Aber was passiert, wenn man sich auf dem Weg verletzt? Ist der Vorfall dann ein versicherter Arbeitsunfall? Das Hessische Landessozialgericht (LSG) musste sich kürzlich mit zwei ähnlich gelagerten Fällen befassen und kam dennoch zu unterschiedlichen Ergebnissen.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Hessisches Landessozialgericht (28.4.2026) - Aktenzeichen L 3 U 189/24&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das LSG hatte zuerst einen Fall zu entscheiden, bei dem eine Arbeitnehmerin auf Wunsch ihres Arbeitgebers w&amp;auml;hrend der Corona-Pandemie in Vollzeit im Homeoffice arbeitete. In ihrer Mittagspause begab sie sich auf den Weg zu einem Imbissladen, wo sie sich ihr Mittagsessen kaufen wollte. Auf dem Weg st&amp;uuml;rzte die Arbeitnehmerin und zog sich einen Oberarmbruch zu. Die zust&amp;auml;ndige Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das LSG entschied, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelte. Als Begr&amp;uuml;ndung f&amp;uuml;hrte das LSG an, die Arbeitgeberin habe sich in der Absicht, ihre Arbeitskraft zu erhalten, ihr Mittagessen geholt. Zudem habe sie zuvor die Mittagspause bei Kolleg*innen und Vorgesetzten angek&amp;uuml;ndigt und habe nach der Pause noch Termine gehabt. Aufgrund dieser Umst&amp;auml;nde sei ein Zusammenhang zwischen dem Besorgen des Mittagessens und der betrieblichen T&amp;auml;tigkeit zu erkennen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Hessisches Landessozialgericht (19.5.2026) - Aktenzeichen L 3 U 176/25&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Im zweiten Fall handelte es sich um einen Arbeitnehmer, der im Rahmen einer Widereingliederung eine t&amp;auml;gliche Arbeitszeit von sechs Stunden zu absolvieren hatte. Seinen Arbeitsort konnte er frei w&amp;auml;hlen. Am Unfallstag arbeitete der Arbeitnehmer bei einem Kollegen, der ihn wieder einarbeitete, auf dessen Terrasse. Nachdem der Arbeitnehmer viereinhalb Stunden seiner Arbeitszeit verrichtet hatte, machte er sich auf den Weg, um f&amp;uuml;r seinen Kollegen und sich Mittagessen zu besorgen. Als sich der Arbeitnehmer bereits auf dem R&amp;uuml;ckweg befand, knickte er im Treppenhaus des Wohnhauses, in dem sich die Wohnung des Kollegen befand, um. Dabei erlitt der Arbeitnehmer einen Kreuzbandriss. Hier lehnte die zust&amp;auml;ndige Berufsgenossenschaft ebenfalls die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Gegensatz zum ersten Fall lehnte das LSG das Vorliegen eines Arbeitsunfalls ab. Ein Zusammenhang zwischen der betrieblichen T&amp;auml;tigkeit und dem Unfall sei nicht ersichtlich. Da der Arbeitnehmer nur noch lediglich eineinhalb Stunden zu arbeiten hatte, habe das Mittagessen nicht der Erhaltung der Arbeitskraft gedient. Insbesondere habe er das Essen w&amp;auml;hrend der verbleibenden Arbeitszeit einnehmen wollen. Zudem sei der Weg vom Treppenhaus zur Terrasse kein Betriebsweg gewesen. Der Arbeitnehmer sei frei darin gewesen, wo er arbeitet und habe weder Termine noch andere durch seine T&amp;auml;tigkeit bedingten zeitlichen Vorgaben zur Pausengestaltung gehabt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die beiden Entscheidungen machen deutlich, dass ein Unfall w&amp;auml;hrend der Arbeitszeit nicht automatisch ein versicherter Arbeitsunfall ist. Wenn Arbeitnehmende in ihrer Mittagspause Wege zur&amp;uuml;cklegen, um sich Mittagessen zu besorgen, sind diese grunds&amp;auml;tzlich auch im Homeoffice versichert. Damit dieser Schutz besteht, m&amp;uuml;ssen zwei Voraussetzungen gegeben sein: Erstens muss der Weg dazu dienen, die Arbeitsf&amp;auml;higkeit zu erhalten, um im Anschluss weiterzuarbeiten (sog. &amp;raquo;Handlungsziel&amp;laquo;). Zweitens muss der zur&amp;uuml;ckgelegte Weg auch betriebsbedingt sein (sog. &amp;raquo;Betriebsbedingtheit&amp;laquo;). Das bedeutet f&amp;uuml;r eine T&amp;auml;tigkeit im Homeoffice, eine Eingliederung in betriebliche Abl&amp;auml;ufe und die dortige Arbeitsorganisation. Hierzu z&amp;auml;hlen beispielsweise Termin- und Pausenvorgaben.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (lr)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beide Entscheidungen sind nicht rechtskr&amp;auml;ftig. Revisionen sind am Bundesarbeitsgericht anh&amp;auml;ngig unter den Aktenzeichen B 2 U 8/26 R und B 2 U 9/26 R.&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, JAV, Personalrat, MAV</category>
      <pubDate>Fri, 02 Oct 2026 06:00:09 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>BK-Recht geschlechtergerecht aufstellen</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~BK-Recht-geschlechtergerecht-aufstellen~.html</link>
      <description>Die Zahlen sprechen für sich: Frauen zeigen weniger Berufskrankheiten (BK) an. Und wenn doch, werden ihre Erkrankungen deutlich seltener anerkannt. Eine Initiative des Landes Berlin will mehr Fairness und Gleichbehandlung erreichen, denn das BK-Recht wirkt nicht geschlechtergerecht. Dr. Hannes Strobel stellt in »Gute Arbeit« 9/2026 die Berliner Initiative vor und deckt Ungleichbehandlungen auf. Darüber informiert Dr. Hannes Strobel in der Zeitschrift »Gute Arbeit« 9/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Berlin hat 2025 zum Thema einen Antrag in die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) der Bundesl&amp;auml;nder eingebracht, der einstimmig angenommen wurde. Der Kritikpunkt: Das BK-Recht ist noch stark im letzten Jahrhundert verhaftet, es orientiert kaum auf den Arbeitswandel in der modernen Dienstleistungsgesellschaft und auf die Transformation &amp;ndash; mit neuen Belastungen und Anforderungen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Mehr Forschung ist notwendig&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ziel ist es, die geschlechtergerechte Erforschung von BKs zu st&amp;auml;rken. Zusammenh&amp;auml;nge zwischen den Arbeitsbedingungen von Frauen und ihren Gesundheitsrisiken sollen systematischer untersucht und Forschungsl&amp;uuml;cken geschlossen werden. Wie in anderen Bereichen des Gesundheitssystems besteht ein deutlicher Analyse- und Verbesserungsbedarf, um einer geschlechtsspezifischen, geschlechtersensiblen Medizin (&amp;bdquo;Gendermedizin&amp;ldquo;) st&amp;auml;rker Rechnung zu tragen. Die aktuelle Berufskrankheitenliste (BK-Liste) spiegelt noch stark die Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts wider.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dies hat auch historische Gr&amp;uuml;nde: Das BK-Recht entstand vor einhundert Jahren. Forschung und Anerkennungspraxis orientierten sich an m&amp;auml;nnlich gepr&amp;auml;gten Industriearbeitspl&amp;auml;tzen. Belastungen in sozialen, pflegerischen oder dienstleistungsorientierten Berufen &amp;ndash; also f&amp;uuml;r T&amp;auml;tigkeiten mit hohem Frauenanteil &amp;ndash; wurden weniger ber&amp;uuml;cksichtigt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Neue Belastungen, mehr Frauenerwerbsarbeit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Um den modernen Arbeitswelt gerecht zu werden, ist eine umfassende Weiterentwicklung des BK-Rechts notwendig, die ver&amp;auml;nderte Arbeitsbedingungen und neue Gesundheitsrisiken einbezieht. Mit dem Technischen Fortschritte sowie der stark gestiegenen Frauenerwerbsarbeit haben sich Belastungen und Wirkungszusammenh&amp;auml;nge gewandelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abgesehen von Sondereffekten durch die Pandemie zeigen Frauen seltener BKs an und erhalten auch seltener eine Anerkennung (vgl. BK-Monitoring-Berichte der DGUV). Wichtig sei daher die Ber&amp;uuml;cksichtigung frauendominierter Arbeitsbereiche. Eine aktuelle Untersuchung aus Halle habe etwa ergeben: Typische Belastungen in h&amp;auml;ufiger von Frauen ausge&amp;uuml;bten Berufen wie Pflege, Erziehung oder Reinigung k&amp;ouml;nnen das Risiko f&amp;uuml;r Coxarthrose (H&amp;uuml;ftgelenksarthrose) erh&amp;ouml;hen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die offizielle Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) f&amp;uuml;hre die Anerkennungszahlen nicht gesondert f&amp;uuml;r Frauen und M&amp;auml;nner auf, daher sei nicht unmittelbar zu erkennen, bei welchen BKs Frauen deutlich unterrepr&amp;auml;sentiert seien.&lt;br /&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2300"&gt;Den vollst&amp;auml;ndigen Beitrag in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 9/2026 lesen (S. 12-15).&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 9/2026, Titelthema: &amp;raquo;Mehr Fairness, mehr Chancen &amp;ndash; Gleichstellung in der Arbeitswelt&amp;laquo;, dazu vier Fachbeitr&amp;auml;ge:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Maike Jebasinsky: Gleichstellung umsetzen: Toolbox f&amp;uuml;r Interessenvertretungen (S. 8-11).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dr. Hannes Strobel: Das BK-Recht geschlechtergerecht aufstellen (S. 12-15).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Svenja Pfahl, Stefan Reuyss: Faktoren der Ungleichheit: Sorgearbeit und Geschlecht (S. 16-18).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Beate Eberhardt: Willkommen nach der Elternzeit (S. 19-21).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV</category>
      <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 07:50:34 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Was passiert mit dem Urlaubsanspruch bei einem Arbeitgeberwechsel?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Was-passiert-mit-dem-Urlaubsanspruch-bei-einem-Arbeitgeberwechsel~.html</link>
      <description>Arbeitnehmende haben nach den Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG) in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Mindesturlaub. Ein Arbeitgeberwechsel soll nicht zur Vermehrung oder gar Doppelung von Urlaubsansprüchen führen. Doch gerade, wenn der Jobwechsel im Laufe des Kalenderjahres erfolgt, stellt sich häufig die Frage, in welchem Umfang Urlaub zu gewähren ist.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Keine Doppelanspr&amp;uuml;che&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Nach &amp;sect; 6 Abs. 1 BUrlG besteht ein Urlaubsanspruch bei einem Arbeitgeberwechsel nicht, sofern dem oder der Arbeitnehmenden f&amp;uuml;r das laufende Kalenderjahr bereits von einem fr&amp;uuml;heren Arbeitgeber Urlaub gew&amp;auml;hrt worden ist. Auf den Urlaubsanspruch anrechenbar ist nicht nur der erf&amp;uuml;llte Urlaub in Form von bezahlter Freizeit, sondern auch die erhaltene Urlaubsabgeltung des ehemaligen Arbeitgebers. Daher schlie&amp;szlig;t die Vorschrift zugunsten des Folgearbeitgebers Doppelanspr&amp;uuml;che aus.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Arbeitgeberwechsel im ersten Halbjahr&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Arbeitnehmende haben nach &amp;sect; 3 Abs. 1 BUrlG einen Anspruch auf gesetzlichen Mindesturlaub. Dieser betr&amp;auml;gt bei einer F&amp;uuml;nftagewoche mindestens zwanzig Tage und bei einer Sechstagewoche vierundzwanzig Tage. Der Mindesturlaubsanspruch reduziert sich parallel zu den Tagen, die Arbeitnehmende w&amp;ouml;chentlich arbeiten. Arbeitnehmende erwerben f&amp;uuml;r jeden Monat, in dem sie arbeiten, ein Zw&amp;ouml;lftel des j&amp;auml;hrlichen Urlaubsanspruchs. Wird der Arbeitgeber in der ersten Jahresh&amp;auml;lfte gewechselt, muss der ehemalige Arbeitgeber den bis dahin erarbeitenden Urlaub entweder gew&amp;auml;hren oder auszahlen. Hingegen muss der neue Arbeitgeber lediglich f&amp;uuml;r den Urlaub aufkommen, der bei ihm entsteht.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Arbeitgeberwechsel im zweiten Halbjahr&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Wechseln Arbeitnehmende in der zweiten Jahresh&amp;auml;lfte den Arbeitgeber, entsteht sowohl ein voller Urlaubsanspruch gegen den ehemaligen Arbeitgeber als auch ein Teilurlaubsanspruch gegen den neuen Arbeitgeber. Einschr&amp;auml;nkend greift hier allerdings das Verbot von Doppelanspr&amp;uuml;chen. Sofern der vorherige Arbeitgeber bereits den vollen Urlaubsanspruch gew&amp;auml;hrt hat, bestehen gegen den neuen Arbeitgeber keine Urlaubsanspr&amp;uuml;che mehr.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Urlaubsbescheinigung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Um Doppelanspr&amp;uuml;che zu vermeiden sieht &amp;sect; 6 Abs. 2 BUrlG vor, dass der ehemalige Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses dem oder der Arbeitnehmenden eine Bescheinigung &amp;uuml;ber den im laufenden Kalenderjahr gew&amp;auml;hrten oder abgegoltenen Urlaub aush&amp;auml;ndigen muss. Dabei handelt es sich um eine gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Darlegungs- und Beweislast&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Im Streitfall m&amp;uuml;ssen Arbeitgebende darlegen und beweisen, ob und wie viel Urlaub sie vom vorherigen Arbeitgeber gew&amp;auml;hrt bekommen haben. Daher sollten Arbeitnehmende stets darauf achten, dass sie bei Beendigung eines Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses eine Urlaubsbescheinigung erhalten, die als Nachweis dient. Denn solange kein Nachweis erfolgt, ist der neue Arbeitgeber dazu berechtigt, die Urlaubsgew&amp;auml;hrung hinauszuz&amp;ouml;gern.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Auf Urlaub m&amp;ouml;chte niemand verzichten. Daher sind bei einem Arbeitgeberwechsel die Urlaubsbescheinigungen des vorherigen Arbeitgebers von hoher Bedeutung. Denn so k&amp;ouml;nnen Streitf&amp;auml;lle mit dem neuen Arbeitgeber vermieden werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (lr)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV, Personalrat</category>
      <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 06:08:10 GMT</pubDate>
      <guid>684670e0-3720-494e-a986-37870abe2725</guid>
      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Keine fristlose Kündigung bei sexueller Belästigung</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Keine-fristlose-Kuendigung-bei-sexueller-Belaestigung~.html</link>
      <description>Mehrfache sexuelle Belästigungen gegenüber Kollegen anlässlich einer Betriebsfeier rechtfertigen nicht zwingend den Ausspruch einer fristlosen Kündigung. Entscheidend ist die Interessenabwägung im Einzelfall, so das ArbG Heilbronn mit Urteil vom 18.6.2026 (Az. 8 Ca 57/26).</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Eine Arbeitnehmerin nahm an einer Jahresauftakt-Veranstaltung ihres Arbeitgebers in einer Gastst&amp;auml;tte teil. Zur Mittagszeit wurden Workshops angeboten und im Anschluss folgte die Neujahrsfeier mit gemeinsamen Abendessen. Nach dem Vortrag des Arbeitgebers kam es an dem Abend zu mehreren sexuellen Bel&amp;auml;stigungen seitens der Arbeitnehmerin gegen&amp;uuml;ber ihren Kollegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitnehmerin soll einen Kollegen von hinten umarmt haben und ihm beim Abendessen ihr Bein in den Schritt gef&amp;uuml;hrt haben. Danach soll sie noch einen weiteren Kollegen ohne dessen Einverst&amp;auml;ndnis umarmt haben, wobei sie dessen Ges&amp;auml;&amp;szlig; ber&amp;uuml;hrt haben soll. Im weiteren Verlauf des Abends soll sie noch einen weiteren Kollegen angetanzt und dabei ihren Unterk&amp;ouml;rper an dessen Bein gerieben haben sowie einen weiteren Kollegen mehrfach zum Tanz aufgefordert haben und diesem ungefragt in einer Fotobox einen Kuss auf die Wange gegeben haben. Nachdem der Arbeitgeber Kenntnis von den Vorf&amp;auml;llen erlangte, entschied er sich dazu, die Arbeitnehmerin fristlos zu k&amp;uuml;ndigen. Hilfsweise sprach er zugleich eine ordentliche K&amp;uuml;ndigung aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitnehmerin bestritt die Vorf&amp;auml;lle gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils und f&amp;uuml;hrte an, in einem guten Verh&amp;auml;ltnis mit den Kollegen zustehen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Arbeitsgericht Heilbronn lehnte eine fristlose K&amp;uuml;ndigung ab. Das Gericht machte zun&amp;auml;chst deutlich, dass sexuelle Bel&amp;auml;stigungen an sich geeignet sind, einen wichtigen Grund f&amp;uuml;r eine fristlose K&amp;uuml;ndigung darzustellen. Solche sexuellen Bel&amp;auml;stigungen liegen vor, wenn ein unerw&amp;uuml;nschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, bezweckt oder bewirkt, dass die W&amp;uuml;rde der betroffenen Person verletzt wird. Ob eine Sexualbezogenheit vorliegt, ist nach dem Eindruck eines objektiven Betrachters, der alle Umst&amp;auml;nde kennt, zu beurteilen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gericht h&amp;ouml;rte vier Kollegen als Zeugen an und kam zu dem Ergebnis, dass es drei der Vorf&amp;auml;lle als bewiesen erachtet und als sexuelle Bel&amp;auml;stigung wertet. Dies gilt zum einen f&amp;uuml;r den Kontakt mit dem Bein der Arbeitnehmerin in den Schritt eines Kollegen, denn dieser k&amp;ouml;rperliche Kontakt zu den prim&amp;auml;ren Geschlechtsmerkmalen war sexuell konnotiert und unerw&amp;uuml;nscht. Gleiches gilt in Bezug auf das Antanzen des einen Kollegen, wobei die Arbeitnehmerin ihren Unterk&amp;ouml;rper am Bein des Kollegen gerieben haben soll. Genau dieser K&amp;ouml;rperkontakt machte nach Ansicht des Gerichts den Unterschied zwischen einer unverf&amp;auml;nglichen Aufforderung im Rahmen einer Betriebsfeier und einer sexuellen Bel&amp;auml;stigung aus. Eine weitere sexuelle Bel&amp;auml;stigung sah das Gericht in der mehrmaligen Aufforderung zum Tanz, da die Arbeitnehmerin dabei anz&amp;uuml;gliche Wortspiele gegen&amp;uuml;ber ihrem Kollegen nutzte. Dadurch machte die Arbeitnehmerin deutlich, dass sie mehr wollte als nur einen Tanz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwar entschied das Gericht, dass eine Abmahnung nicht erforderlich war, aber dennoch die fristlose K&amp;uuml;ndigung unwirksam war. Entscheidend war die Verh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;igkeit: Dem Arbeitgeber war es nach Auffassung des Gerichts noch zumutbar, das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis bis zum Ablauf der ordentlichen K&amp;uuml;ndigungsfrist fortzusetzen. Dabei wurde ber&amp;uuml;cksichtigt, dass die Arbeitnehmerin fast seit zehn Jahren beanstandungsfrei f&amp;uuml;r den Arbeitgeber t&amp;auml;tig war. Zudem stand sie an dem Abend unter Alkoholeinfluss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dennoch verharmloste das Gericht das Verhalten der Arbeitnehmerin nicht. Vielmehr stellte es fest, dass die Arbeitnehmerin mit ihrem Verhalten auf der Betriebsfeier den gesellschaftlichen Rahmen eindeutig &amp;uuml;berschritt. Daher sah das Gericht die hilfsweise ausgesprochene ordentliche K&amp;uuml;ndigung als wirksam an. Eine dauerhafte st&amp;ouml;rungsfreie Fortf&amp;uuml;hrung des Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses war zum Zeitpunkt des Ausspruchs der K&amp;uuml;ndigung nicht zu erwarten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (lr)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung, Personalratsarbeit, MAV-Arbeit, Arbeitsschutz, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, JAV, MAV</category>
      <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 05:26:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Die wichtigsten Urteile zum Hinweisgeberschutzgesetz</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Die-wichtigsten-Urteile-zum-Hinweisgeberschutzgesetz~.html</link>
      <description>Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist seit knapp drei Jahren in Kraft. In der Zwischenzeit sind einige Urteile ergangen, die seine Voraussetzungen konkretisieren und klarstellen. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Entscheidungen und Erkenntnisse.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Welche Meldungen sind gesch&amp;uuml;tzt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das HinSchG ist am 2.7.2023 in Kraft getreten. Meldungen unterfallen daher erst ab diesem Datum dem Schutzbereich des HinSchG. Ma&amp;szlig;geblich ist hierf&amp;uuml;r nach dem Arbeitsgericht Braunschweig (24.6.2025 &amp;ndash; 6 Ca 303/24) der Zeitpunkt der Meldung. Diese Wertung resultiert daraus, dass es vor Inkrafttreten des Gesetzes noch keine Meldestellen im Sinne des HinSchG gab, an die sich ein Hinweisgeber h&amp;auml;tte wenden k&amp;ouml;nnen. Deswegen k&amp;ouml;nnen die Schutzwirkungen des HinSchG nicht ausgel&amp;ouml;st werden. Insbesondere urteilt das Arbeitsgericht Braunschweig, dass das HinSchG keine R&amp;uuml;ckwirkungen vorsieht. Knapp ein Jahr sp&amp;auml;ter best&amp;auml;tigte das Landesarbeitsgericht Niedersachen (29.5.2026 &amp;ndash; 17 SLa 618/25) diese Rechtsprechungslinie.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wo k&amp;ouml;nnen Meldungen abgegeben werden?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das HinSchG sieht vor, dass es sowohl interne (&amp;sect; 12 HinSchG) als auch externe Meldestellen (&amp;sect;&amp;sect; 19 ff. HinSchG) geben soll. Interne Meldestellen m&amp;uuml;ssen durch den Arbeitgeber eingerichtet werden. Er kann beispielsweise eine Person oder einen Personenkreis als Meldestelle bestimmen. Im Gegensatz dazu sind externe Meldestellen durch den Bund einzurichten. So ist unter anderem eine Meldestelle beim Bundesamt f&amp;uuml;r Justiz eingerichtet. Aber auch L&amp;auml;nder haben die Befugnis, eine externe Meldestelle einzurichten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In einem Fall des Landesarbeitsgerichts D&amp;uuml;sseldorf (14.1.2025 &amp;ndash; 3 SLa 537/24) wandte sich ein Mitarbeiter einer Beh&amp;ouml;rde mit Vorw&amp;uuml;rfen gegen seinen Vorgesetzten an diverse Sozialverb&amp;auml;nde. Allerdings erfolgte keine Meldung an die in seiner Beh&amp;ouml;rde eingerichtete Meldestelle. Daher entschied das Landesarbeitsgericht D&amp;uuml;sseldorf, dass keine wirksame Meldung im Sinne des HinSchG vorlag, denn bei den Sozialverb&amp;auml;nden handelte es sich weder um interne noch externe Meldestellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch wenn Mitarbeitende im Rahmen eines Personalgespr&amp;auml;chs Vorw&amp;uuml;rfe m&amp;uuml;ndlich &amp;auml;u&amp;szlig;ern, ist der Schutzbereich des HinSchG nicht er&amp;ouml;ffnet. Das Arbeitsgericht Hamm (16.2.2024 &amp;ndash; 2 Ca 1229/23) begr&amp;uuml;ndete dies damit, dass eine Meldung an eine gesetzlich vorgesehene Stelle h&amp;auml;tte erfolgen m&amp;uuml;ssen. Es hob insbesondere hervor, dass es dem Kl&amp;auml;ger &amp;raquo;ein Leichtes&amp;laquo; gewesen w&amp;auml;re, eine solche Stelle zu kontaktieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Entscheidungen machen deutlich, dass es keine Ausnahmen bez&amp;uuml;glich der gesetzlich vorgesehenen Meldestellen gibt. Daher muss sich zwingend an die vorgeschriebenen Meldewege gehalten werden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Welche Benachteiligungen sind verboten?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Nicht jede Benachteiligung durch den Arbeitgeber stellt eine verbotene Repressalie im Sinne des HinSchG dar. F&amp;uuml;r eine solche ist es nach dem Bundesarbeitsgericht (4.12.2025 &amp;ndash; 2 AZR 51/25) notwendig, dass zwischen der benachteiligenden Ma&amp;szlig;nahme und der Meldung ein kausaler Zusammenhang besteht. Das bedeutet, dass die Meldung urs&amp;auml;chlich f&amp;uuml;r die Benachteiligung durch den Arbeitgeber gewesen sein muss. Gesch&amp;uuml;tzt ist man demnach auch erst dann, wenn man tats&amp;auml;chlich eine Meldung abgegeben hat. Der Schutz entsteht nicht pr&amp;auml;ventiv schon mit Kenntnis von einem Vorfall oder mit dem inneren Entschluss, einen Versto&amp;szlig; melden zu wollen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer muss was beweisen?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Benachteiligungen, die Hinweisgeber aufgrund ihrer Meldung erfahren, m&amp;uuml;ssen nachweisbar sein. Doch wer tr&amp;auml;gt die Beweislast?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen (30.5.2025 &amp;ndash; 10 GLa 337/25) liegt die Beweislast zun&amp;auml;chst beim Hinweisgeber. Die hinweisgebende Person muss darlegen k&amp;ouml;nnen, dass sie tats&amp;auml;chlich eine Meldung abgegeben hat und dass ein Zusammenhang zwischen der Meldung und der Benachteiligung besteht. So urteilte auch das Landesarbeitsgericht Niedersachen (29.5.2026 &amp;ndash; 17 SLa 618/25).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hinweisgeber profitieren allerdings von einer Beweiserleichterung nach &amp;sect; 36 Abs. 2 HinSchG: Wer geltend macht, wegen einer Meldung benachteiligt worden zu sein, muss den urs&amp;auml;chlichen Zusammenhang zwischen Meldung und Benachteiligung zun&amp;auml;chst nur behaupten. Schlagwortartige oder pauschale Angaben reichen daf&amp;uuml;r zwar nicht. Betroffene m&amp;uuml;ssen schon konkrete Tatsachen vorbringen. Aber wenn eine K&amp;uuml;ndigung zeitlich nach einer Meldung erfolgte, wird der urs&amp;auml;chliche Zusammenhang vermutet. Und dann ist der Arbeitgeber dran und muss beweisen, dass die benachteiligende Ma&amp;szlig;nahme andere Gr&amp;uuml;nde hatte, um die Vermutung der Benachteiligung zu widerlegen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Welche Pflichten haben die Meldestellen?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Erh&amp;auml;lt eine interne Meldestelle einen Hinweis, muss sie diesem nachgehen. In einem Fall des Arbeitsgerichts Offenbach (25.11.2025 &amp;ndash; 1 Ca 136/25) unterlie&amp;szlig; der zust&amp;auml;ndige Mitarbeitende es, eine Meldung zu bearbeiten. Das Arbeitsgericht Offenbach stellte diesbez&amp;uuml;glich fest, dass durch die fehlende Bearbeitung der Meldung eine Nebenpflicht aus dem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis verletzt wurde. Internen Meldestellen obliegen n&amp;auml;mlich Kontroll-, &amp;Uuml;berwachungs- und Schadensabwehrpflichten, die sie zu erf&amp;uuml;llen haben, indem sie eingehende Meldungen &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die bereits ergangenen Entscheidungen zeigen, wie wichtig es ist, sich mit Hinweisen an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldestellen zu wenden. Zudem m&amp;uuml;ssen sich Hinweisgeber bewusst sein, dass sie im Zweifelsfall darlegen m&amp;uuml;ssen, dass sie eine Meldung get&amp;auml;tigt haben und die erfahrene Benachteiligung auch auf dieser beruht. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Schutz des HinSchG noch weiter durch die Arbeitsgerichte konkretisiert wird. Denn eins ist gewiss &amp;ndash; grenzenlos ist er nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (lr)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, JAV, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Fri, 25 Sep 2026 06:00:09 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Wahlaufruf des DGB</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Wahlaufruf-des-DGB~.html</link>
      <description>Ab dem 1. Oktober bis zum 30. November 2026 werden die neuen Schwerbehindertenvertretungen gewählt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft daher in allen Betrieben und Dienststellen mit mindestens fünf schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Beschäftigten zu Wahlen auf.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Mittlerweile sind vier Jahre seit der letzten Wahl der Schwerbehindertenvertretung (SBV) vergangen und eine neue Amtsperiode steht an. Zuvor muss aber erneut im &amp;uuml;blichen Vier-Jahres-Turnus gew&amp;auml;hlt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die SBV vertritt die Interessen schwerbehinderter und gleichgestellter Besch&amp;auml;ftigter im Betrieb und achtet darauf, dass ihre Rechte bei personellen Ma&amp;szlig;nahmen gewahrt werden. Sie ber&amp;auml;t Betroffene, unterst&amp;uuml;tzt bei der Anerkennung einer Schwerbehinderung oder Gleichstellung und setzt sich f&amp;uuml;r den Erhalt von Arbeitspl&amp;auml;tzen sowie f&amp;uuml;r behinderungsgerechte Arbeitsbedingungen ein. Dar&amp;uuml;ber hinaus wirkt sie an Inklusionsvereinbarungen mit und vertritt die Anliegen der Besch&amp;auml;ftigten gegen&amp;uuml;ber dem Arbeitgeber. F&amp;uuml;r diese wichtige Aufgabe genie&amp;szlig;t die SBV einen besonderen K&amp;uuml;ndigungsschutz und wird im erforderlichen Umfang von der Arbeit freigestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gerade in Zeiten von wirtschaftlichen Umbr&amp;uuml;chen, Transformationen und Personalabbau ist eine starke SBV von gro&amp;szlig;er Bedeutung. Sie tr&amp;auml;gt dazu bei, Benachteiligungen zu verhindern, Teilhabe im Arbeitsleben zu sichern und inklusive Arbeitsbedingungen zu f&amp;ouml;rdern. Die anstehenden SBV-Wahlen st&amp;auml;rken deshalb die betriebliche Demokratie und geben den betroffenen Besch&amp;auml;ftigten eine wichtige Stimme, so der DGB. Unterst&amp;uuml;tzt werden die Wahlen dabei von den Gewerkschaften sowie von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wahlaufruf&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen daher auf:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;"Beteilige Dich an den Wahlen der Schwerbehindertenvertretung - als W&amp;auml;hlerin oder W&amp;auml;hler oder kandidiere selbst f&amp;uuml;r dieses wichtige Ehrenamt.&lt;br /&gt;Dein Engagement z&amp;auml;hlt!"&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den vollst&amp;auml;ndigen Aufruf des DGB findet ihr unter&amp;nbsp;&lt;a href="https://www.dgb.de/service/ratgeber/schwerbehindertenvertretung/"&gt;Schwerbehindertenvertretung | DGB&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jb)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Quelle: www.dgb.de/service/ratgeber/schwerbehindertenvertretung/&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, MAV, Personalrat</category>
      <pubDate>Thu, 24 Sep 2026 06:39:10 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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      <title>Leuchttürme der Mitbestimmung ausgezeichnet</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Leuchttuerme-der-Mitbestimmung-ausgezeichnet~.html</link>
      <description>Die Gewinner*innen stehen fest: Der Deutsche Betriebsrätepreis 2026 wurde erstmals in Berlin auf dem #BR26 verliehen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;(Frankfurt/Berlin). &amp;ndash; Der Deutsche Betriebsr&amp;auml;tepreis 2026 geht in diesem Jahr an insgesamt acht Betriebsratsgremien und eine Schwerbehindertenvertretung. Erstmals wurde die bundesweit bedeutendste Auszeichnung f&amp;uuml;r betriebliche Mitbestimmung feierlich in Berlin &lt;a href="https://betriebsratsforum.berlin/"&gt;auf dem Betriebsratsforum #BR26&lt;/a&gt; verliehen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi z&amp;auml;hlte zu den ersten Gratulantinnen. Hier trafen sich am 16. und 17.9.2026 &amp;uuml;ber 800 Teilnehmende aus betrieblicher Praxis, Gewerkschaft, Politik und Wissenschaft zum Austausch und zur Vernetzung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Expertenjury w&amp;auml;hlte in diesem Jahr aus zahlreichen Bewerbungen insgesamt neun Preistr&amp;auml;ger in den Kategorien kleine, mittlere und gro&amp;szlig;e Betriebsrats-/Mitbestimmungsgremien aus und vergab je Kategorie eine Auszeichnung in Gold, Silber und Bronze.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Kategorie kleine Betriebsratsgremien (1-7 Mitglieder) erhielt die &lt;strong&gt;Schwerbehindertenvertretung der K&amp;ouml;rber Technologies GmbH, Hamburg, den Goldpreis&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;r die Einf&amp;uuml;hrung eines Inklusionssystems f&amp;uuml;r Menschen mit Behinderung. &lt;strong&gt;Silber ging an den Betriebsrat der Sanacorp Pharmahandel GmbH, Langenhagen&lt;/strong&gt;, f&amp;uuml;r weitreichende Ma&amp;szlig;nahmen zum Gesundheitsschutz. F&amp;uuml;r die Einf&amp;uuml;hrung zus&amp;auml;tzlicher Gesundheitsvorsorge wurde der &lt;strong&gt;Betriebsrat der Arkema GmbH, Leuna, mit Bronze&lt;/strong&gt; ausgezeichnet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit &lt;strong&gt;Gold &lt;/strong&gt;in der Kategorie mittlere Gremien (9-15 Mitglieder) wurde der &lt;strong&gt;Betriebsrat der Maschinenfabrik ALFING Kessler GmbH, Aalen&lt;/strong&gt;, geehrt. Unter dem Titel &amp;bdquo;Wandel gestalten. Zukunft sichern.&amp;ldquo; trug das Gremium wesentlich zur erfolgreichen Transformation bei. Der &lt;strong&gt;Betriebsrat der STEAG Power GmbH, Essen&lt;/strong&gt;, setzte den Fokus auf Qualifizierung f&amp;uuml;r teilzeitarbeitende Frauen und ging mit der &lt;strong&gt;Silberauszeichnung &lt;/strong&gt;von der B&amp;uuml;hne. Die &lt;strong&gt;Bronze-Troph&amp;auml;e nahm der Betriebsrat der BROSE Fahrzeugteile SE &amp; Co. KG, W&amp;uuml;rzburg&lt;/strong&gt;, entgegen. Er verhinderte nicht nur Schlie&amp;szlig;ungspl&amp;auml;ne, sondern er&amp;ouml;ffnete neue Zukunftsperspektiven.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den Deutschen Betriebsr&amp;auml;tepreis in &lt;strong&gt;Gold &lt;/strong&gt;f&amp;uuml;r gro&amp;szlig;e Gremien (ab 17 Mitglieder) erhielt der Betriebsrat der &lt;strong&gt;Airbus Operations GmbH, Hamburg&lt;/strong&gt;. Die Betriebsr&amp;auml;te initiierten ein Projekt zur Gestaltung neuer, hybrider B&amp;uuml;rokonzepte. F&amp;uuml;r seine bilderstarke Plakataktion gegen Diskriminierung wurde der &lt;strong&gt;Betriebsrat der Elbkinder &amp;ndash; Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH&lt;/strong&gt; mit &lt;strong&gt;Silber &lt;/strong&gt;ausgezeichnet. &lt;strong&gt;Bronze&lt;/strong&gt; erhielt der &lt;strong&gt;Betriebsrat der AUMOVIO Germany GmbH, Babenhausen&lt;/strong&gt;, f&amp;uuml;r die Entwicklung von Szenarien zur Standorterhaltung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Deutsche Betriebsr&amp;auml;tepreis ist eine Initiative der Zeitschrift &amp;bdquo;Arbeitsrecht im Be&amp;shy;trieb&amp;ldquo; aus dem Bund-Verlag, Frankfurt, und wird seit 2009 j&amp;auml;hrlich vergeben. Preisw&amp;uuml;rdig sind Mitbestimmungs-Initiati&amp;shy;ven, die zur Verbesse&amp;shy;rung von Arbeitsbedin&amp;shy;gungen, zum Erhalt von Arbeitspl&amp;auml;tzen oder zur nachhaltigen Bew&amp;auml;ltigung der Transformation f&amp;uuml;hren. Schirmherr des bundesweit vielbeachteten Awards ist das Bundesministerium f&amp;uuml;r Arbeit und Soziales.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/die-preistraeger-2026" target="_blank"&gt;Weitere Informationen zu den Preistr&amp;auml;ger-Projekten und allen Nominierten auf dbrp.de&lt;/a&gt; und in der Fachzeitschrift &amp;bdquo;Arbeitsrecht im Betrieb&amp;ldquo;. Die Bewerbungsphase f&amp;uuml;r 2027 ist gestartet.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Die Preistr&amp;auml;ger*innen&lt;/h2&gt;&lt;div&gt;&lt;h2&gt;Kleine Gremien (1-7 Mitglieder)&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gold&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/schwerbehindertenvertretung-koerber-technologie-gmbh" target="_blank"&gt;Schwerbehindertenvertretung K&amp;ouml;rber Technologies GmbH, Hamburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Eingliederung von schwerbehinderten Menschen in das Arbeitsleben&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Silber&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-sanacorp-pharmahandel-gmbh-langenhagen" target="_blank"&gt;Betriebsrat Sanacorp Pharmahandel GmbH, Langenhagen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Mitarbeitererhalt bis zur Rente&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bronze&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-arkema-gmbh-leuna" target="_blank"&gt;Betriebsrat Arkema GmbH, Leuna&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Zus&amp;auml;tzliche Gesundheitsvorsorge&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Mittlere Gremien (9-15 Mitglieder)&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gold&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-maschinenfabrik-alfing-kessler-gmbh-aalen" target="_blank"&gt;Betriebsrat Maschinenfabrik ALFING Kessler GmbH, Aalen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Wandel gestalten. Zukunft sichern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Silber&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-steag-power-gmbh-essen" target="_blank"&gt;Betriebsrat STEAG Power GmbH, Essen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Q-FiT - Karrierechancen und Qualifizierungsbedarfe von Frauen in Teilzeit&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bronze&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-brose-fahrzeugteile-se-co-kg-wuerzburg" target="_blank"&gt;Betriebsrat BROSE Fahrzeugteile SE &amp; Co. KG, W&amp;uuml;rzburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: W&amp;Uuml;RZBURG BLEIBT! Von dem drohenden Aus zum Innovationsstandort f&amp;uuml;r Luft- und Raumfahrt&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Gro&amp;szlig;e Gremien (ab 17 Mitglieder)&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gold&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-airbus-operations-gmbh-hamburg" target="_blank"&gt;Betriebsrat Airbus Operations GmbH, Hamburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Entwicklung, Testung und Begleitung von Methoden, Prozessen und Werkzeugen f&amp;uuml;r ein neues Arbeitsumfeld und Hybrides Arbeiten (einschlie&amp;szlig;lich Desk-Sharing)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Silber&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-elbkinder-vereinigung-hamburger-kitas-ggmbh-hamburg" target="_blank"&gt;Betriebsrat Elbkinder &amp;ndash; Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH, Hamburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Demokratie und Vielfalt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bronze&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-aumovio-germany-gmbh-babenhausen" target="_blank"&gt;Betriebsrat AUMOVIO Germany GmbH, Babenhausen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Im Spiel bleiben! Szenarienbasierte strategische Mitbestimmung in Zeiten von Krisen und Transformationsdruck&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Deutscher Betriebsr&amp;auml;tepreis 2026 &amp;ndash; Die Jury&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Claudia Bogedan&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrerin der Hans-B&amp;ouml;ckler-Stiftung (HBS)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Albena Chipkovenska&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Referentin f&amp;uuml;r Tarif- und Beamtenpolitik beim Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Prof. Dr. Olaf Deinert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Professor f&amp;uuml;r B&amp;uuml;rgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht an der Georg-August-Universit&amp;auml;t G&amp;ouml;ttingen&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Thomas Fischer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leiter der Grundsatzabteilung beim DGB-Bundesvorstand&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Gr&amp;eacute;gory Garloff&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Referatsleiter Arbeitsrecht und Arbeitsschutz der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gastst&amp;auml;tten (NGG)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Peter Kippes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bereichsleiter Funktionsbereich Betriebspolitik beim IG Metall Vorstand&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stefan Soltmann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leiter der Abteilung Betriebspolitik bei der IGBCE&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eva-Maria Stoppkotte&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift &amp;bdquo;Arbeitsrecht im Betrieb&amp;ldquo;, Volljuristin mit Schwer&amp;shy;punkt Arbeitsrecht und Mediatorin&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rebecca St&amp;uuml;demann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Stellv. Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH, Preistr&amp;auml;gerin Deutscher Betriebsr&amp;auml;tepreis in Gold 2025&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rainald Thannisch&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leitung Bereich Mitbestimmung bei der ver.di-Bundesverwaltung&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tobias Tigges&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gesamtbetriebsratsvorsitzender SMS group GmbH, Hilchenbach, Preistr&amp;auml;ger beim Deutschen Betriebsr&amp;auml;tepreis 2025 &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Johanna Uekermann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrerin der EVA Akademie, der Bildungs- und Beratungsgesellschaft der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Klaus Ulrich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leiter des Referats Mitbestimmung bei der Industriegewerkschaft-Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; Bund-Verlag GmbH, Christof Herrmann, Presse- und &amp;Ouml;ffentlichkeitsarbeit, Tel. 069/795010-49&lt;br /&gt;christof.herrmann@bund-verlag.de, &lt;a href="http://www.bund-verlag.de"&gt;www.bund-verlag.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Pressemitteilung</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Deutscher-Betriebsräte-Preis</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, JAV</category>
      <pubDate>Wed, 16 Sep 2026 18:00:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Die Informationsdienste stellen sich vor</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Die-Informationsdienste-stellen-sich-vor~.html</link>
      <description>Save the date: Am 22.9.2026 um 14.00 Uhr stellen wir allen Interessierten die Informationsdienste  des Bund-Verlags in einer Online-Konferenz (Microsoft Teams) vor - hier können Sie sich anmelden!</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Seit 2017/2018 erg&amp;auml;nzt der Bund-Verlag seine etablierten Fachzeitschriften zu Mitbestimmung, Datenschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz durch Informationsdienste. Diese bieten Mitgliedern von Betriebsr&amp;auml;ten, Personalr&amp;auml;ten und Schwerbehindertenvertretungen schnelle, verl&amp;auml;ssliche und praxisnahe Fachinformationen. Ihre Titel lauten:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion (SuI)&amp;laquo;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&amp;raquo;Arbeitsschutz und Mitbestimmung (AuM)&amp;laquo;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&amp;raquo;Betriebsrat und Mitbestimmung (BeMi)&amp;laquo;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Jeder Informationsdienst umfasst neben der monatlichen Printausgabe ein hilfreiches Online-Paket mit weiterer Fachliteratur, Rechtsprechung und Arbeitshilfen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am &lt;strong&gt;Dienstag, 22.9.2026&lt;/strong&gt; stellen wir &lt;strong&gt;um 14:00 Uhr&lt;/strong&gt; die Informationsdienste mit ihren jeweiligen Online-Datenbanken vor. Lernen Sie unsere Angebote kennen und erfahren Sie, wie Sie die Inhalte optimal f&amp;uuml;r Ihre Arbeit nutzen. Weitere Informationen und die Anmeldung &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/veranstaltungen/2026-09-22-infodienste"&gt;finden Sie hier!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir freuen uns auf Sie!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihre Informationsdienst-Redakteur*innen&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Leslie Apelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Jessica Vogelsang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Christian K&amp;ouml;hler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (la, jv, ck)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Tue, 15 Sep 2026 13:16:36 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Wann gilt ein Trauma als Unfallfolge?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Trauma-als-Unfallfolge~.html</link>
      <description>Treten nach einem Arbeitsunfall psychische Störungen auf, ist genau zu ermitteln, ob diese in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unfall stehen. Ist das nicht der Fall, besteht kein Anspruch auf weitere Verletztengeldzahlungen.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Nach einem schweren (anerkannten) Arbeitsunfall beim Abladen von Betonteilen im September 2021, bei dem sich der Besch&amp;auml;ftigte die Hand quetschte, was einen l&amp;auml;ngeren Krankenhausaufenthalt mit anschlie&amp;szlig;ender Reha-Behandlung zur Folge hatte, wurden eine posttraumatische Belastungsst&amp;ouml;rung, eine mittelgradige depressive Episode sowie eine chronische Schmerzst&amp;ouml;rung mit somatischen und psychischen Faktoren festgestellt. Rein physisch, aus handchirurgischer Sicht, w&amp;auml;re der Besch&amp;auml;ftigte laut &amp;auml;rztlichem Befund Ende Januar 2023 in seiner Funktion als Polier mit den T&amp;auml;tigkeiten des Maurers, Krankf&amp;uuml;hrers und Baumaschinenf&amp;uuml;hrers wieder arbeitsf&amp;auml;hig gewesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein von der Unfallkasse in Auftrag gegebenes orthop&amp;auml;disch-unfallchirurgisches Erstes Rentengutachten vom M&amp;auml;rz 2023 ergab, dass die gesch&amp;auml;tzte Minderung der Erwerbsf&amp;auml;higkeit (MdE) f&amp;uuml;r den Zeitraum M&amp;auml;rz bis Ende Dezember 2023 bei 20 Prozent, danach unter 10 Prozent liege. Der Zustand k&amp;ouml;nne durch Physiotherapie und Ergotherapie weiter verbessert werden. Ein Versuch einer Wiedereingliederung scheiterte. In deren Rahmen hatte der Verletzte ge&amp;auml;u&amp;szlig;ert, dass er derzeit nicht arbeiten und sich nicht vorstellen k&amp;ouml;nne, eine m&amp;ouml;gliche Qualifizierung zu durchlaufen, weil ihm die notwendige Konzentration fehle. Auch sei eine Stelle als Sicherheitsmitarbeiter aufgrund des geringen Verdiensts keine Alternative.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daraufhin stellte die Unfallkasse per Bescheid die Zahlung des Verletztengeldes zum 8. April 2023 ein. U.a. hiergegen erhob der Besch&amp;auml;ftigte Klage. Voraussetzung des Anspruchs auf Verletztengeld ist nach &amp;sect; 45 Abs. 1 Satz 1 SGB VII, dass der Versicherte infolge des Versicherungsfalls arbeitsunf&amp;auml;hig ist, die sog. unfallbedingte Arbeitsunf&amp;auml;higkeit, oder wegen einer Ma&amp;szlig;nahme der Heilbehandlung eine ganzt&amp;auml;gige Erwerbst&amp;auml;tigkeit nicht aus&amp;uuml;ben kann (Nr. 1) und unmittelbar vor Beginn der Arbeitsunf&amp;auml;higkeit Anspruch (u.a.) auf Arbeitsentgelt hatte (Nr. 2). Verletztengeld wird dabei von dem Tag an gezahlt, ab dem die Arbeitsunf&amp;auml;higkeit &amp;auml;rztlich festgestellt wird oder mit dem Tag des Beginns einer Heilbehandlungsma&amp;szlig;nahme, die den Versicherten an der Aus&amp;uuml;bung einer ganzt&amp;auml;gigen Erwerbst&amp;auml;tigkeit hindert (&amp;sect; 46 Abs. 1 SGB VII) und endet grunds&amp;auml;tzlich mit dem letzten Tag der (versicherungsfallbedingten) Arbeitsunf&amp;auml;higkeit oder der Hinderung an einer ganzt&amp;auml;gigen Erwerbst&amp;auml;tigkeit durch eine Heilbehandlungsma&amp;szlig;nahme (&amp;sect; 46 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 SGB VII).&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Gerade diese unfallbedingte Arbeitsunf&amp;auml;higkeit &amp;uuml;ber den 8. April 2023 hinaus hat das Landessozialgericht (LSG) Baden-W&amp;uuml;rttemberg mangels Kausalzusammenhangs abgelehnt. Die handchirurgischen Gesundheitsst&amp;ouml;rungen waren nach Einsch&amp;auml;tzung des LSG zu diesem Zeitpunkt ausgeheilt, was auch &amp;auml;rztlich festgestellt worden war. Zudem war die Arbeitsf&amp;auml;higkeit attestiert sowie die Vollbelastung und der vollst&amp;auml;ndige Einsatz der Hand im Alltag empfohlen worden. Mehrere Gutachten kamen zu diesem Ergebnis. Die Ausf&amp;uuml;hrungen im Rentengutachten zum Zustand der Hand &amp;uuml;berzeugten das Gericht nicht: hier w&amp;auml;ren weitere detaillierte Er&amp;ouml;rterungen n&amp;ouml;tig gewesen, so das LSG.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die im Rahmen eines station&amp;auml;ren Klinikaufenthalts im Dezember 2022 diagnostizierte chronische Schmerzst&amp;ouml;rung mit somatischen und psychischen Faktoren wertete das Gericht als nicht unfallurs&amp;auml;chlich. Ausl&amp;ouml;ser hierf&amp;uuml;r seien &amp;bdquo;Sorgen um die berufliche Zukunft, aus Sicht des Kl&amp;auml;gers fehlendes Verst&amp;auml;ndnis des Arbeitgebers f&amp;uuml;r seine Situation und eine finanzielle Belastung aufgrund laufender Kredite f&amp;uuml;r das Haus&amp;ldquo; gewesen, nicht jedoch der Arbeitsunfall als solcher. Die Erkrankung beruhe daher &amp;bdquo;auf Kr&amp;auml;nkung, Entt&amp;auml;uschung und Zukunftssorgen, also nicht auf dem Unfall", stellt das Gericht fest. Auch die depressive Episode sei nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gleiches gilt nach LSG-Einsch&amp;auml;tzung f&amp;uuml;r die diagnostizierte posttraumatische Belastungsst&amp;ouml;rung (PBS). Diese hat das Gericht nicht gelten lassen &amp;ndash; sie lag aus Sicht des LSG gar nicht vor: Der Unfall sei nicht geeignet gewesen, eine PBS hervorzurufen. Zudem wertete das Gericht das Verhalten des Besch&amp;auml;ftigten, wie zum Beispiel die ausgebliebene Schilderung von tiefgreifender Verzweiflung oder Entsetzen, als Indiz daf&amp;uuml;r, dass keine PBS vorliegen konnte. Dazu kam, dass auch das Verhalten bei verschiedenen Untersuchungs- und Begutachtungssituationen das Gericht nicht von dauerhafter Bewegungseingeschr&amp;auml;nktheit der Hand &amp;uuml;berzeugen konnte, weswegen eine weitere Zahlung von Krankengeld nach dem 8. April 2023 nicht erforderlich war.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:12:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Anspruch auf Kraftfahrzeughilfe</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~SuI-2026-09-Schwerbehinderung-Teilhabe-Anspruch-Kraftfahrzeughilfe~.html</link>
      <description>Mobilität ist ein wichtiger Faktor für eine gleichberechtigte Teilhabe, sowohl in der Freizeit als auch auf dem Weg zur Arbeit. Wie Anschaffung und Einrichtung behindertengerechter Kraftfahrzeuge  gefördert werden, lest Ihr im Beitrag von Maren Conrad-Giese in »Schwerbehindertenrecht und Inklusion« 9/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Die Kraftfahrzeughilfe-Verordnung (KfzHV) &amp;nbsp;z&amp;auml;hlt umfassend und abschlie&amp;szlig;end auf, welche Leistungen die Kraftfahrzeughilfe konkret umfassen kann:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der Fahrzeugkauf, also die Beschaffung eines angemessenen und zweckm&amp;auml;&amp;szlig;igen Kraftfahrzeugs,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der F&amp;uuml;hrerscheinerwerb, also die Erlangung einer Fahrerlaubnis,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der Fahrzeugumbau, sofern eine behinderungsbedingte Zusatzausstattung erforderlich ist und&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;in besonderen H&amp;auml;rtef&amp;auml;llen auch Bef&amp;ouml;rderungsdienste (&amp;sect;&amp;nbsp;9 Abs.&amp;nbsp;1 Satz&amp;nbsp;2 KfzHVO).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Die Leistungen werden als Komplettf&amp;ouml;rderung oder als Zuschuss erbracht. In besonderen H&amp;auml;rtef&amp;auml;llen (&amp;sect;&amp;nbsp;9 Abs.&amp;nbsp;2 KfzHV) k&amp;ouml;nnen die Hilfen auch als Darlehen gew&amp;auml;hrt werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Nicht zu den Leistungen der Kraftfahrzeughilfe geh&amp;ouml;ren grunds&amp;auml;tzlich Hilfen zum Betrieb und zur Unterhaltung des Kraftfahrzeugs (z. B. Ersatz von Reparaturkosten) oder f&amp;uuml;r Mietkosten eines Fahrzeugstellplatzes. Derartige Kosten stellen keinen behinderungsbedingten besonderen Bedarf dar, sondern treffen Menschen mit und ohne Behinderung, die zur Erreichung des Arbeitsplatzes auf ein Kraftfahrzeug angewiesen sind, gleicherma&amp;szlig;en. In besonderen Einzelf&amp;auml;llen kann jedoch auch hier eine besondere H&amp;auml;rte (&amp;sect;&amp;nbsp;9 KfzHV) vorliegen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Den vollen Beitrag von Maren Conrad-Giese lest ihr in &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; 9/2026. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Weitere Themen in dieser Ausgabe:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li style="text-align:justify"&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;SBV-Wahl: Einzelf&amp;auml;lle des Aktiven und Passiven Wahlrechts (&amp;Uuml;bersicht von Irene Husmann)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;BGH: Reha-Klinik durfte blinde Patientin ablehnen (Pascal Goffart)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;Verfahrensverst&amp;ouml;&amp;szlig;e begr&amp;uuml;nden die Vermutung einer Benachteiligung (Pascal Goffart)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Mehr zum Informationsdienst:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;a href="http://www.bund-verlag.de/informationsdienste/schwerbehindertenrecht-und-inklusion" style="color:blue; text-decoration:underline"&gt;www.bund-verlag.de/informationsdienste/schwerbehindertenrecht-und-inklusion&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, JAV, Schwerbehindertenvertretung, Personalrat</category>
      <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 06:00:54 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>»Beschäftigte erwarten einen fairen Wandel der Arbeitswelt«</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Beschaeftigte-erwarten-einen-fairen-Wandel-der-Arbeitswelt~.html</link>
      <description>Die Menschen brauchen gute Arbeit, verlässliche soziale Sicherung und Perspektiven in einer modernisierten Industrie. Das sagt Hans-Jürgen Urban, langjähriger Sozialpolitiker der IG Metall. Er beklagt, in Berlin würden aktuell zuallererst Arbeitnehmer*innen zur Kasse gebeten – oder sind Leidtragende der Kürzungspolitik. Wirtschaftliche Krisen werden ihnen angelastet: sie seien zu teuer, zu lange krank, nicht fleißig. Hier ein Auszug aus einem Interview mit Urban aus »Gute Arbeit« 8/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Wie ist die Stimmung der Besch&amp;auml;ftigten, die teils um ihre Arbeit bangen?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Stimmung ist vielerorts von tiefer Verunsicherung gepr&amp;auml;gt. Viele Besch&amp;auml;ftigte erleben gleichzeitig mehrere Belastungen: die industrielle Transformation und die Digitalisierung, Preissteigerungen im Alltag und politische Debatten, in denen die soziale Sicherheit infrage gestellt wird. Das ist eine gef&amp;auml;hrliche Mischung. Die Menschen haben den Eindruck, dass von ihnen immer neue Anpassungsleistungen verlangt werden, w&amp;auml;hrend damit verbundene Risiken auf ihre Schultern abgeladen werden sollen. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Haben die Unternehmen und F&amp;uuml;hrungsetagen in den letzten zehn bis 20 Jahren alles richtig gemacht?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Diese Erz&amp;auml;hlung ist v&amp;ouml;llig falsch. Es ist bequem, die Verantwortung f&amp;uuml;r wirtschaftliche Probleme den Besch&amp;auml;ftigten zuzuschieben. (&amp;hellip;)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Vielmehr gibt es gro&amp;szlig;e strategische Vers&amp;auml;umnisse aufseiten vieler Unternehmen. Zu viele Vorst&amp;auml;nde haben kurzfristige Renditeinteressen &amp;uuml;ber langfristige Investitionen gestellt. Es wurde zu wenig in Zukunftstechnologien, in Qualifizierung, in Standortsicherung und in belastbare industrielle Wertsch&amp;ouml;pfung investiert. Gleichzeitig sind die &amp;ouml;ffentliche Infrastruktur, Energiepolitik und Transformationssteuerung nicht hinreichend entwickelt worden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wir erleben eine anhaltende Konjunkturschw&amp;auml;che, ausgel&amp;ouml;st auch durch internationale Krisen. Wie kann jetzt Besch&amp;auml;ftigung gesichert werden?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Besch&amp;auml;ftigungssicherung gelingt nicht durch Verunsicherung. Es w&amp;auml;re v&amp;ouml;llig falsch, in der aktuellen Situation den Sozialstaat zur Disposition zu stellen. Sozialk&amp;uuml;rzungen f&amp;uuml;llen keine Auftragsb&amp;uuml;cher. Karenztage, Rentenk&amp;uuml;rzungen oder Einschnitte bei Gesundheit und Pflege schaffen keine einzige Innovation und sichern keinen einzigen Arbeitsplatz. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was wir brauchen, ist ein Sowohl-als-auch: eine aktive Industriepolitik und einen starken Sozialstaat. Gerade in Krisenzeiten ist der Sozialstaat Stabilit&amp;auml;tsanker, demokratisches Versprechen und wirtschaftlicher Faktor zugleich.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Die Bundesregierung plant eine Abkehr vom gesetzlich normierten Achtstundentag. Was ist davon zu halten?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Achtstundentag ist eine zentrale zivilisatorische Errungenschaft der Arbeiterbewegung. Er steht f&amp;uuml;r Gesundheitsschutz, Planbarkeit des Lebens und f&amp;uuml;r die Begrenzung wirtschaftlicher Verf&amp;uuml;gungsgewalt &amp;uuml;ber die Zeit der Besch&amp;auml;ftigten. Wer daran r&amp;uuml;ttelt, greift einen historischen Schutzstandard an. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der DGB warnt, der Sozialstaat sei kein Luxus, sondern ein demokratisches Versprechen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Einsch&amp;auml;tzung teile ich uneingeschr&amp;auml;nkt. Der Sozialstaat ist (&amp;hellip;) ein Kernbestandteil demokratischer Stabilit&amp;auml;t. Er gibt den Menschen Sicherheit, sch&amp;uuml;tzt vor Absturz und schafft &amp;uuml;berhaupt erst die Voraussetzung daf&amp;uuml;r, dass gesellschaftliche Ver&amp;auml;nderungen akzeptiert werden k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer in Zeiten von Krisen, Kriegen, Inflation und Transformation den Sozialstaat schw&amp;auml;cht, produziert nicht Modernisierung, sondern soziale Zukunftsangst. Und wo Zukunftsangst w&amp;auml;chst, haben autorit&amp;auml;re und rechte Kr&amp;auml;fte leichtes Spiel. Deshalb ist der Sozialstaat auch ein Bollwerk gegen die demokratische Erosion. Er sichert Teilhabe, W&amp;uuml;rde und Vertrauen in die Handlungsf&amp;auml;higkeit des Gemeinwesens.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das vollst&amp;auml;ndige Interview ist in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 zu lesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dr. Hans-J&amp;uuml;rgen Urban war bis Juni 2026 gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Der promovierte und habilitierte Sozialwissenschaftler war verantwortlich f&amp;uuml;r die Themen Sozialpolitik sowie Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Veranstaltungshinweis&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Bundesweiter DGB-Aktionstag: &amp;bdquo;Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.&amp;ldquo; Unter diesem Motto rufen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften am 26.9.2026 bundesweit zu Demonstrationen und Kundgebungen auf. Es geht um ein deutliches Zeichen f&amp;uuml;r einen starken Sozialstaat, f&amp;uuml;r sichere Arbeitspl&amp;auml;tze, gute Arbeitsbedingungen und f&amp;uuml;r den Schutz von Arbeitnehmerrechten. In 15 Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dten finden Kundgebungen statt: www.dgb.de/aktionstag&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Titelthema der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 stellt mehrere Grundlagenthemen zur Pr&amp;auml;vention vor: das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), die Betriebliche Gesundheitsf&amp;ouml;rderung (BGF) sowie Mitbestimmung f&amp;uuml;r gute Arbeitsgestaltung:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dr. U. Faber: Gute Arbeit als Betriebsratsaufgabe (S. 8 - 12).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Baumgarten, Dr. L.-A. Klein: BEM: Der Betriebsrat bestimmt und gestaltet mit (S. 13&amp;nbsp;- 17).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Fl&amp;uuml;s: BGF: Rechtsfrage, F&amp;ouml;rderungen, Praxis&amp;nbsp;(S. 18&amp;nbsp;- 22).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV, Personalrat</category>
      <pubDate>Mon, 31 Aug 2026 09:00:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>BEM: Die Interessenvertretung bestimmt und gestaltet mit</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~BEM-Die-Interessenvertretung-bestimmt-und-gestaltet-mit~.html</link>
      <description>Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) soll vor allem krankheitsbedingte Kündigungen verhindern. Interessenvertretungen, der Betriebs- oder Personalrat sowie die Schwerbehindertenvertretung, müssen die Rechtslage, die Rechtsprechung und die Gestaltungsoptionen kennen. Dr. Laurie-Ann Klein und Birger Baumgarten bieten in »Gute Arbeit« 8/2026 einen umfassenden Überblick.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Interessenvertretungen sind nach Sozialgesetzbuch (SGB) IX beim BEM (&amp;sect; 167 Abs. 2 SGB IX) zentrale Akteure &amp;ndash; neben den Betroffenen, dem Arbeitgeber, den Vorgesetzten und Betriebs&amp;auml;rzt*innen etc. Sie bestimmen mit, um in einem kooperativen Suchprozess ohne Tabus die Chancen zur Besch&amp;auml;ftigungssicherung nach langer oder wiederholter Arbeitsunf&amp;auml;higkeit auszuloten. Die aktuelle Rechtsprechung erschwert es, ein einheitliches Verfahren zu gestalten: Interessenvertretungen sollten daher auf &lt;strong&gt;erzwingbare und freiwillige Vereinbarungen&lt;/strong&gt; setzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Was genau ist das BEM?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Sind Besch&amp;auml;ftigte innerhalb eines Jahres l&amp;auml;nger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunf&amp;auml;hig, ist der Arbeitgeber in der Pflicht, ihnen ein BEM anzubieten. F&amp;uuml;r das Bundesarbeitsgericht (BAG) ist das BEM kein &amp;bdquo;formalisiertes Verfahren&amp;ldquo;, sondern es l&amp;auml;sst den Beteiligten Spielraum. Diesen Handlungsspielraum k&amp;ouml;nnen die betrieblich Beteiligten nutzen, um eine Prozesskl&amp;auml;rung f&amp;uuml;r ein Verfahrens anzusto&amp;szlig;en, das zum Betrieb oder der Dienststelle passt. Bei diesem Prozess geht es laut SGB IX darum, eine Arbeitsunf&amp;auml;higkeit (AU) zu &amp;uuml;berwinden, erneuter AU vorzubeugen und das Besch&amp;auml;ftigungsverh&amp;auml;ltnis m&amp;ouml;glichst zu erhalten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer ist am BEM beteiligt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Das BEM ist &amp;ndash; so eine gel&amp;auml;ufige Beschreibung &amp;ndash; also ein &amp;bdquo;organisierter und zugleich kooperativer Suchprozess&amp;ldquo;, um pr&amp;auml;ventive Ma&amp;szlig;nahmen zur Vermeidung krankheitsbedingter K&amp;uuml;ndigungen umzusetzen. Diese Suche soll &amp;bdquo;unverstellt, verlaufs- und ergebnisoffen&amp;ldquo;, so das BAG (2026). Verantwortlich ist der Arbeitgeber: Er hat initiativ zu werden und das BEM l&amp;auml;nger oder wiederholt Erkrankten anzubieten. Am BEM beteiligt sind:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der oder die betroffene Arbeitnehmer*in, eine Vertrauensperson, die als Begleitung hinzugezogen werden kann (vgl. &amp;sect; 167Abs. 2 Satz 2 SGB IX),&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der Arbeitgeber (seine Vertretung oder ein Vorgesetzter)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der Betriebs-/Personalrat (BR/PR),&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;die Schwerbehindertenvertretung (SBV, wenn vom BEM Betroffene schwerbehindert oder gleichgestellt sind),&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;soweit erforderlich der Werks- oder Betriebsarzt/die Werks- oder Betriebs&amp;auml;rztin,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;die Fachkraft f&amp;uuml;r Arbeitssicherheit&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;sowie externe Stellen, wenn deren Leistungen f&amp;uuml;r den Erfolg des BEM in Betracht kommen und die bei einer beruflichen Wiedereingliederung unterst&amp;uuml;tzen k&amp;ouml;nnen: etwa Inklusionsamt, Leistungs- und Rehabilitationstr&amp;auml;ger der Sozialversicherungen etc.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Interessenvertretung als zentraler BEM-Akteur?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Betriebs- oder Personalrat sind Akteure, auf die es nach dem Willen des Gesetzgebers f&amp;uuml;r den Erfolg des BEM besonders ankommt:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die Interessenvertretung kann vom Arbeitgeber die Einleitung des BEM-Verfahrens verlangen (&amp;sect; 167 Abs. 2 Satz 7 SGB IX).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mit ihm als erstem Ansprechpartner hat der Arbeitgeber die BEM-Kl&amp;auml;rung zu beginnen, wie die AU &amp;uuml;berwunden und der Arbeitsplatz erhalten werden kann.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dazu sind der Interessenvertretung jene Arbeitnehmer*innen namentlich bekannt zu machen, die ein BEM beanspruchen k&amp;ouml;nnen (nach 42 Tagen AU in den letzten 12 Monaten).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;F&amp;uuml;r den BR gilt: Er kann seine Mitbestimmungsrechte nach Betriebsverfassungsgesetz (&amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 1 und 7 BetrVG) Einfluss auf Inhalt und Ablauf des BEM-Verfahrens nehmen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Das gesamte BEM-Verfahren ist darauf ausgerichtet, durch gemeinsame und kooperative Anstrengung das Vertrauen und die Bereitschaft des/der Betroffenen und der gesamten Belegschaft f&amp;uuml;r eine engagierte Mitwirkung am BEM zu gewinnen. Dazu formuliert das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG):&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Die aktive Beteiligung der zust&amp;auml;ndigen Interessenvertretung ist ein n&amp;uuml;tzliches Element des betrieblichen Eingliederungsmanagements. Sie ist geeignet, das n&amp;ouml;tige Vertrauen beim Besch&amp;auml;ftigten zu wecken, ohne dessen Eigeninitiative das Konzept zum Scheitern verurteilt ist. Sie kann wesentlich dazu beitragen, dass die Gestaltungsm&amp;ouml;glichkeiten des Arbeitgebers zur Erhaltung des Arbeitsplatzes und zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit genutzt werden.&amp;ldquo;&lt;br /&gt;(&amp;hellip;)&lt;br /&gt;Den umfassenden Beitrag von Dr. Laurie-Ann Klein und Birger Baumgarten mit Eckpunkten f&amp;uuml;r Vereinbarungen in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 lesen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Titelthema der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 stellt mehrere Grundlagenthemen zur Pr&amp;auml;vention vor: das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), die Betriebliche Gesundheitsf&amp;ouml;rderung (BGF) sowie Mitbestimmung f&amp;uuml;r gute Arbeitsgestaltung:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dr. U. Faber: Gute Arbeit als Betriebsratsaufgabe (S. 8 - 12).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Baumgarten, Dr. L.-A. Klein: BEM: Der Betriebsrat bestimmt und gestaltet mit (S. 13&amp;nbsp;- 17).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Fl&amp;uuml;s: BGF: Rechtsfrage, F&amp;ouml;rderungen, Praxis&amp;nbsp;(S. 18&amp;nbsp;- 22).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV, Personalrat</category>
      <pubDate>Mon, 24 Aug 2026 06:10:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Achtung, nicht verwechseln: AI-Omnibus und Digital-Omnibus</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Achtung-nicht-verwechseln-AI-Omnibus-und-Digital-Omnibus~.html</link>
      <description>Seit 27.7.2026 ist der AI-Omnibus in Kraft, ein europäisches Gesetz, mit dem die in Deutschland bereits geltende EU-Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI-VO, auch AI Act genannt) erstmals geändert wurde. Der lang diskutierte Digital-Omnibus, mit dem auch die DSGVO geändert werden soll, ist noch im Gesetzgebungsverfahren.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die h&amp;auml;ufige Rede vom&amp;nbsp;&amp;bdquo;Omnibus&amp;ldquo;&amp;nbsp;als&amp;nbsp;dem von der EU geplanten&amp;nbsp;Reformpaket&amp;nbsp;&amp;nbsp;ist&amp;nbsp;missverst&amp;auml;ndlich. Tats&amp;auml;chlich handelte es sich&amp;nbsp;bei dem 2025 von der EU-Kommission vorgestellten&amp;nbsp;Omnisbus-Komplex&amp;nbsp;um mehrere getrennte Vorhaben:&amp;nbsp;Der noch geplante &lt;strong&gt;Digital-Omnibus&lt;/strong&gt; soll eine ganze Reihe Regulierungsgesetze, darunter auch die DSGVO &amp;auml;ndern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit einem eigenst&amp;auml;ndigen&amp;nbsp;&lt;strong&gt;AI-Omnibus-Gesetz&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;wurde die KI-Verordnung ge&amp;auml;ndert: Dies geschah ausdr&amp;uuml;cklich mit dem Ziel, die Wirtschaft bei der Umsetzung der KI-VO von b&amp;uuml;rokratischen Pflichten zu entlasten. Die risikobasierte Struktur der KI-VO mit Verboten, Hochrisiko-KI, Transparenzpflichten, Aufsicht und Bu&amp;szlig;geldern bleibt bestehen. Der AI-Omnibus soll die Anwendung vereinfachen und Fristen an die praktische Umsetzbarkeit anpassen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Seit 27.07.2026 in Kraft ist der &amp;raquo;AI-Omnibus&amp;laquo;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;Verordnung (EU)&amp;nbsp;2026/1744&amp;nbsp;zur &amp;Auml;nderung der KI-Verordnung (AI Act), ver&amp;ouml;ffentlicht im Amtsblatt der Europ&amp;auml;ischen Union am 24.07.2026, in Kraft seit 27.07.2026.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Die &amp;Auml;nderungen durch den AI-Omnibus lassen sich wie folgt zusammenfassen:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Ausweitung von KMU-Erleichterungen auf Small Mid-Caps: Bestimmte Vereinfachungen, die urspr&amp;uuml;nglich nur kleinen und mittleren Unternehmen vorbehalten waren, gelten unter den im Verordnungstext genannten Voraussetzungen k&amp;uuml;nftig auch f&amp;uuml;r kleinere Unternehmen mit mehr als 250 Besch&amp;auml;ftigten.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Vereinfachte Dokumentations- und Compliancepflichten: Die Erf&amp;uuml;llung der Nachweis- und Dokumentationsanforderungen der KI-VO wird f&amp;uuml;r kleinere Unternehmen erleichtert, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Erleichterte Registrierungspflichten: Die Verpflichtungen zur Eintragung bestimmter KI-Systeme in die EU-Datenbank werden vereinfacht und st&amp;auml;rker an der Unternehmensgr&amp;ouml;&amp;szlig;e ausgerichtet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Besserer Zugang zu KI-Reallaboren (Sandboxes): Unternehmen erhalten erweiterte M&amp;ouml;glichkeiten, KI-Systeme unter beh&amp;ouml;rdlicher Aufsicht in einer gesch&amp;uuml;tzten Testumgebung zu entwickeln und zu erproben. Zus&amp;auml;tzlich wird ein EU-weites Reallabor geschaffen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Vereinfachte Anforderungen an die KI-Kompetenz (AI Literacy): Die bisherigen Vorgaben zur F&amp;ouml;rderung von KI-Kompetenz in Unternehmen werden flexibilisiert; zugleich &amp;uuml;bernehmen Kommission und Mitgliedstaaten st&amp;auml;rkere Unterst&amp;uuml;tzungsaufgaben.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mehr Zeit f&amp;uuml;r die Umsetzung von Hochrisiko-KI-Pflichten: Gerade KMU profitieren von den verl&amp;auml;ngerten &amp;Uuml;bergangsfristen bis Ende 2027 bzw. 2028, um Governance-, Dokumentations- und Risikomanagementsysteme aufzubauen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Datenschutz-Auswirkungen des AI-Omnibus&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der AI-Omnibus &amp;auml;ndert die KI-Verordnung, nicht jedoch die Datenschutz-Grundverordnung&amp;nbsp;(DSGVO). Zwar werden einzelne AI-Act-Fristen, insbesondere f&amp;uuml;r Hochrisiko-KI, verschoben. Die&amp;nbsp;DSGVO&amp;nbsp;bleibt jedoch unver&amp;auml;ndert anwendbar und ist bei jedem Einsatz von KI zur Verarbeitung personenbezogener Daten weiterhin zu beachten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allerdings trifft auch der Der KI-Omnibus eine relevante &amp;Auml;nderung&amp;nbsp;mit Auswirkungen f&amp;uuml;r den Datenschutz. Diese&amp;nbsp;findet sich nicht in der DSGVO, sondern in der in der KI-Verordnung selbst.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In die KI-VO&amp;nbsp;wurde ein&amp;nbsp;neuer &lt;strong&gt;Art. 4a KI-VO&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;eingef&amp;uuml;gt. Dieser erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten zur&amp;nbsp;Erkennung, &amp;Uuml;berwachung und Korrektur von Verzerrungen (Bias)&amp;nbsp;in KI-Modellen und KI-Systemen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bereits die urspr&amp;uuml;ngliche KI-Verordnung regelt in&amp;nbsp;Art. 10 Abs. 5 KI-VO&amp;nbsp;eine eng begrenzte M&amp;ouml;glichkeit f&amp;uuml;r Anbieter von Hochrisiko-KI, besondere Kategorien personenbezogener Daten zu verarbeiten, soweit dies zur Erkennung und Korrektur von Verzerrungen in Trainings-, Validierungs- und Testdatens&amp;auml;tzen unbedingt erforderlich war.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der neue&amp;nbsp;Art. &lt;strong&gt;4a KI-VO&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;erweitert diese M&amp;ouml;glichkeit erheblich. Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten kann nun auch f&amp;uuml;r Bias&amp;nbsp;Detection&amp;nbsp;und Bias Mitigation bei KI-Modellen und KI-Systemen au&amp;szlig;erhalb des urspr&amp;uuml;nglichen engen Anwendungsbereichs erfolgen, allerdings nur unter strengen Voraussetzungen und mit&amp;nbsp;Schutzma&amp;szlig;nahmen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Damit wird au&amp;szlig;erhalb der DSGVO&amp;nbsp;ein&amp;nbsp;zus&amp;auml;tzlicher&amp;nbsp;Erlaubnistatbestand&amp;nbsp;geschaffen, dessen Anwendung weiterhin im Einklang mit der DSGVO erfolgen muss.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die DSGVO selbst, insbesondere Art. 9 DSGVO, wird dadurch jedoch nicht ge&amp;auml;ndert.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Noch in Verhandlungen: Der Digital-Omnibus&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;W&amp;auml;hrend der&amp;nbsp;AI-Omnibus&amp;nbsp;bereits geltendes Recht ist, wird &amp;uuml;ber die DSGVO-&amp;Auml;nderungen des&amp;nbsp;Digital Omnibus&amp;nbsp;noch&amp;nbsp;im EU-Gesetzgebungsverfahren&amp;nbsp;verhandelt. Das Gesetzgebungsvorhaben l&amp;auml;uft unter der Bezeichnung:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;Europ&amp;auml;ische Kommission, Vorschlag f&amp;uuml;r eine Verordnung des Europ&amp;auml;ischen Parlaments und des Rates zur Vereinfachung des digitalen Rechtsrahmens (COM(2025) 837 final,&amp;nbsp;2025/0360 (COD)), 19.11.2025.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck) (aktualisiert 21.08.2026)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Themen">Beschäftigtendatenschutz</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 08:10:48 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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