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    <title>Nachrichten für die JAV</title>
    <link>https://www.bund-verlag.de/sbv</link>
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    <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 15:40:28 GMT</pubDate>
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      <title>Leuchttürme der Mitbestimmung ausgezeichnet</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Leuchttuerme-der-Mitbestimmung-ausgezeichnet~.html</link>
      <description>Die Gewinner*innen stehen fest: Der Deutsche Betriebsrätepreis 2026 wurde erstmals in Berlin auf dem #BR26 verliehen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;(Frankfurt/Berlin). &amp;ndash; Der Deutsche Betriebsr&amp;auml;tepreis 2026 geht in diesem Jahr an insgesamt acht Betriebsratsgremien und eine Schwerbehindertenvertretung. Erstmals wurde die bundesweit bedeutendste Auszeichnung f&amp;uuml;r betriebliche Mitbestimmung feierlich in Berlin &lt;a href="https://betriebsratsforum.berlin/"&gt;auf dem Betriebsratsforum #BR26&lt;/a&gt; verliehen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi z&amp;auml;hlte zu den ersten Gratulantinnen. Hier trafen sich am 16. und 17.9.2026 &amp;uuml;ber 800 Teilnehmende aus betrieblicher Praxis, Gewerkschaft, Politik und Wissenschaft zum Austausch und zur Vernetzung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Expertenjury w&amp;auml;hlte in diesem Jahr aus zahlreichen Bewerbungen insgesamt neun Preistr&amp;auml;ger in den Kategorien kleine, mittlere und gro&amp;szlig;e Betriebsrats-/Mitbestimmungsgremien aus und vergab je Kategorie eine Auszeichnung in Gold, Silber und Bronze.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Kategorie kleine Betriebsratsgremien (1-7 Mitglieder) erhielt die &lt;strong&gt;Schwerbehindertenvertretung der K&amp;ouml;rber Technologies GmbH, Hamburg, den Goldpreis&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;r die Einf&amp;uuml;hrung eines Inklusionssystems f&amp;uuml;r Menschen mit Behinderung. &lt;strong&gt;Silber ging an den Betriebsrat der Sanacorp Pharmahandel GmbH, Langenhagen&lt;/strong&gt;, f&amp;uuml;r weitreichende Ma&amp;szlig;nahmen zum Gesundheitsschutz. F&amp;uuml;r die Einf&amp;uuml;hrung zus&amp;auml;tzlicher Gesundheitsvorsorge wurde der &lt;strong&gt;Betriebsrat der Arkema GmbH, Leuna, mit Bronze&lt;/strong&gt; ausgezeichnet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit &lt;strong&gt;Gold &lt;/strong&gt;in der Kategorie mittlere Gremien (9-15 Mitglieder) wurde der &lt;strong&gt;Betriebsrat der Maschinenfabrik ALFING Kessler GmbH, Aalen&lt;/strong&gt;, geehrt. Unter dem Titel &amp;bdquo;Wandel gestalten. Zukunft sichern.&amp;ldquo; trug das Gremium wesentlich zur erfolgreichen Transformation bei. Der &lt;strong&gt;Betriebsrat der STEAG Power GmbH, Essen&lt;/strong&gt;, setzte den Fokus auf Qualifizierung f&amp;uuml;r teilzeitarbeitende Frauen und ging mit der &lt;strong&gt;Silberauszeichnung &lt;/strong&gt;von der B&amp;uuml;hne. Die &lt;strong&gt;Bronze-Troph&amp;auml;e nahm der Betriebsrat der BROSE Fahrzeugteile SE &amp; Co. KG, W&amp;uuml;rzburg&lt;/strong&gt;, entgegen. Er verhinderte nicht nur Schlie&amp;szlig;ungspl&amp;auml;ne, sondern er&amp;ouml;ffnete neue Zukunftsperspektiven.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den Deutschen Betriebsr&amp;auml;tepreis in &lt;strong&gt;Gold &lt;/strong&gt;f&amp;uuml;r gro&amp;szlig;e Gremien (ab 17 Mitglieder) erhielt der Betriebsrat der &lt;strong&gt;Airbus Operations GmbH, Hamburg&lt;/strong&gt;. Die Betriebsr&amp;auml;te initiierten ein Projekt zur Gestaltung neuer, hybrider B&amp;uuml;rokonzepte. F&amp;uuml;r seine bilderstarke Plakataktion gegen Diskriminierung wurde der &lt;strong&gt;Betriebsrat der Elbkinder &amp;ndash; Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH&lt;/strong&gt; mit &lt;strong&gt;Silber &lt;/strong&gt;ausgezeichnet. &lt;strong&gt;Bronze&lt;/strong&gt; erhielt der &lt;strong&gt;Betriebsrat der AUMOVIO Germany GmbH, Babenhausen&lt;/strong&gt;, f&amp;uuml;r die Entwicklung von Szenarien zur Standorterhaltung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Deutsche Betriebsr&amp;auml;tepreis ist eine Initiative der Zeitschrift &amp;bdquo;Arbeitsrecht im Be&amp;shy;trieb&amp;ldquo; aus dem Bund-Verlag, Frankfurt, und wird seit 2009 j&amp;auml;hrlich vergeben. Preisw&amp;uuml;rdig sind Mitbestimmungs-Initiati&amp;shy;ven, die zur Verbesse&amp;shy;rung von Arbeitsbedin&amp;shy;gungen, zum Erhalt von Arbeitspl&amp;auml;tzen oder zur nachhaltigen Bew&amp;auml;ltigung der Transformation f&amp;uuml;hren. Schirmherr des bundesweit vielbeachteten Awards ist das Bundesministerium f&amp;uuml;r Arbeit und Soziales.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/die-preistraeger-2026" target="_blank"&gt;Weitere Informationen zu den Preistr&amp;auml;ger-Projekten und allen Nominierten auf dbrp.de&lt;/a&gt; und in der Fachzeitschrift &amp;bdquo;Arbeitsrecht im Betrieb&amp;ldquo;. Die Bewerbungsphase f&amp;uuml;r 2027 ist gestartet.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Die Preistr&amp;auml;ger*innen&lt;/h2&gt;&lt;div&gt;&lt;h2&gt;Kleine Gremien (1-7 Mitglieder)&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gold&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/schwerbehindertenvertretung-koerber-technologie-gmbh" target="_blank"&gt;Schwerbehindertenvertretung K&amp;ouml;rber Technologies GmbH, Hamburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Eingliederung von schwerbehinderten Menschen in das Arbeitsleben&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Silber&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-sanacorp-pharmahandel-gmbh-langenhagen" target="_blank"&gt;Betriebsrat Sanacorp Pharmahandel GmbH, Langenhagen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Mitarbeitererhalt bis zur Rente&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bronze&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-arkema-gmbh-leuna" target="_blank"&gt;Betriebsrat Arkema GmbH, Leuna&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Zus&amp;auml;tzliche Gesundheitsvorsorge&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Mittlere Gremien (9-15 Mitglieder)&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gold&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-maschinenfabrik-alfing-kessler-gmbh-aalen" target="_blank"&gt;Betriebsrat Maschinenfabrik ALFING Kessler GmbH, Aalen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Wandel gestalten. Zukunft sichern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Silber&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-steag-power-gmbh-essen" target="_blank"&gt;Betriebsrat STEAG Power GmbH, Essen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Q-FiT - Karrierechancen und Qualifizierungsbedarfe von Frauen in Teilzeit&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bronze&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-brose-fahrzeugteile-se-co-kg-wuerzburg" target="_blank"&gt;Betriebsrat BROSE Fahrzeugteile SE &amp; Co. KG, W&amp;uuml;rzburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: W&amp;Uuml;RZBURG BLEIBT! Von dem drohenden Aus zum Innovationsstandort f&amp;uuml;r Luft- und Raumfahrt&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Gro&amp;szlig;e Gremien (ab 17 Mitglieder)&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gold&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-airbus-operations-gmbh-hamburg" target="_blank"&gt;Betriebsrat Airbus Operations GmbH, Hamburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Entwicklung, Testung und Begleitung von Methoden, Prozessen und Werkzeugen f&amp;uuml;r ein neues Arbeitsumfeld und Hybrides Arbeiten (einschlie&amp;szlig;lich Desk-Sharing)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Silber&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-elbkinder-vereinigung-hamburger-kitas-ggmbh-hamburg" target="_blank"&gt;Betriebsrat Elbkinder &amp;ndash; Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH, Hamburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Demokratie und Vielfalt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bronze&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="https://aib-web.de/home/deutscher-betriebsraete-preis/betriebsrat-aumovio-germany-gmbh-babenhausen" target="_blank"&gt;Betriebsrat AUMOVIO Germany GmbH, Babenhausen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projekt: Im Spiel bleiben! Szenarienbasierte strategische Mitbestimmung in Zeiten von Krisen und Transformationsdruck&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Deutscher Betriebsr&amp;auml;tepreis 2026 &amp;ndash; Die Jury&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Claudia Bogedan&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrerin der Hans-B&amp;ouml;ckler-Stiftung (HBS)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Albena Chipkovenska&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Referentin f&amp;uuml;r Tarif- und Beamtenpolitik beim Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Prof. Dr. Olaf Deinert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Professor f&amp;uuml;r B&amp;uuml;rgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht an der Georg-August-Universit&amp;auml;t G&amp;ouml;ttingen&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Thomas Fischer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leiter der Grundsatzabteilung beim DGB-Bundesvorstand&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Gr&amp;eacute;gory Garloff&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Referatsleiter Arbeitsrecht und Arbeitsschutz der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gastst&amp;auml;tten (NGG)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Peter Kippes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bereichsleiter Funktionsbereich Betriebspolitik beim IG Metall Vorstand&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stefan Soltmann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leiter der Abteilung Betriebspolitik bei der IGBCE&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eva-Maria Stoppkotte&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift &amp;bdquo;Arbeitsrecht im Betrieb&amp;ldquo;, Volljuristin mit Schwer&amp;shy;punkt Arbeitsrecht und Mediatorin&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rebecca St&amp;uuml;demann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Stellv. Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH, Preistr&amp;auml;gerin Deutscher Betriebsr&amp;auml;tepreis in Gold 2025&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rainald Thannisch&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leitung Bereich Mitbestimmung bei der ver.di-Bundesverwaltung&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tobias Tigges&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gesamtbetriebsratsvorsitzender SMS group GmbH, Hilchenbach, Preistr&amp;auml;ger beim Deutschen Betriebsr&amp;auml;tepreis 2025 &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Johanna Uekermann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrerin der EVA Akademie, der Bildungs- und Beratungsgesellschaft der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Klaus Ulrich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leiter des Referats Mitbestimmung bei der Industriegewerkschaft-Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; Bund-Verlag GmbH, Christof Herrmann, Presse- und &amp;Ouml;ffentlichkeitsarbeit, Tel. 069/795010-49&lt;br /&gt;christof.herrmann@bund-verlag.de, &lt;a href="http://www.bund-verlag.de"&gt;www.bund-verlag.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Pressemitteilung</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, Deutscher-Betriebsräte-Preis</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, JAV</category>
      <pubDate>Wed, 16 Sep 2026 18:00:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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      <title>Die Informationsdienste stellen sich vor</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Die-Informationsdienste-stellen-sich-vor~.html</link>
      <description>Save the date: Am 22.9.2026 um 14.00 Uhr stellen wir allen Interessierten die Informationsdienste  des Bund-Verlags in einer Online-Konferenz (Microsoft Teams) vor - hier können Sie sich anmelden!</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Seit 2017/2018 erg&amp;auml;nzt der Bund-Verlag seine etablierten Fachzeitschriften zu Mitbestimmung, Datenschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz durch Informationsdienste. Diese bieten Mitgliedern von Betriebsr&amp;auml;ten, Personalr&amp;auml;ten und Schwerbehindertenvertretungen schnelle, verl&amp;auml;ssliche und praxisnahe Fachinformationen. Ihre Titel lauten:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion (SuI)&amp;laquo;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&amp;raquo;Arbeitsschutz und Mitbestimmung (AuM)&amp;laquo;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&amp;raquo;Betriebsrat und Mitbestimmung (BeMi)&amp;laquo;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Jeder Informationsdienst umfasst neben der monatlichen Printausgabe ein hilfreiches Online-Paket mit weiterer Fachliteratur, Rechtsprechung und Arbeitshilfen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am &lt;strong&gt;Dienstag, 22.9.2026&lt;/strong&gt; stellen wir &lt;strong&gt;um 14:00 Uhr&lt;/strong&gt; die Informationsdienste mit ihren jeweiligen Online-Datenbanken vor. Lernen Sie unsere Angebote kennen und erfahren Sie, wie Sie die Inhalte optimal f&amp;uuml;r Ihre Arbeit nutzen. Weitere Informationen und die Anmeldung &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/veranstaltungen/2026-09-22-infodienste"&gt;finden Sie hier!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir freuen uns auf Sie!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihre Informationsdienst-Redakteur*innen&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Leslie Apelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Jessica Vogelsang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Christian K&amp;ouml;hler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (la, jv, ck)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Personalratsarbeit, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Tue, 15 Sep 2026 13:16:36 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
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      <title>Wann gilt ein Trauma als Unfallfolge?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Trauma-als-Unfallfolge~.html</link>
      <description>Treten nach einem Arbeitsunfall psychische Störungen auf, ist genau zu ermitteln, ob diese in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unfall stehen. Ist das nicht der Fall, besteht kein Anspruch auf weitere Verletztengeldzahlungen.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Das war der Fall&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Nach einem schweren (anerkannten) Arbeitsunfall beim Abladen von Betonteilen im September 2021, bei dem sich der Besch&amp;auml;ftigte die Hand quetschte, was einen l&amp;auml;ngeren Krankenhausaufenthalt mit anschlie&amp;szlig;ender Reha-Behandlung zur Folge hatte, wurden eine posttraumatische Belastungsst&amp;ouml;rung, eine mittelgradige depressive Episode sowie eine chronische Schmerzst&amp;ouml;rung mit somatischen und psychischen Faktoren festgestellt. Rein physisch, aus handchirurgischer Sicht, w&amp;auml;re der Besch&amp;auml;ftigte laut &amp;auml;rztlichem Befund Ende Januar 2023 in seiner Funktion als Polier mit den T&amp;auml;tigkeiten des Maurers, Krankf&amp;uuml;hrers und Baumaschinenf&amp;uuml;hrers wieder arbeitsf&amp;auml;hig gewesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein von der Unfallkasse in Auftrag gegebenes orthop&amp;auml;disch-unfallchirurgisches Erstes Rentengutachten vom M&amp;auml;rz 2023 ergab, dass die gesch&amp;auml;tzte Minderung der Erwerbsf&amp;auml;higkeit (MdE) f&amp;uuml;r den Zeitraum M&amp;auml;rz bis Ende Dezember 2023 bei 20 Prozent, danach unter 10 Prozent liege. Der Zustand k&amp;ouml;nne durch Physiotherapie und Ergotherapie weiter verbessert werden. Ein Versuch einer Wiedereingliederung scheiterte. In deren Rahmen hatte der Verletzte ge&amp;auml;u&amp;szlig;ert, dass er derzeit nicht arbeiten und sich nicht vorstellen k&amp;ouml;nne, eine m&amp;ouml;gliche Qualifizierung zu durchlaufen, weil ihm die notwendige Konzentration fehle. Auch sei eine Stelle als Sicherheitsmitarbeiter aufgrund des geringen Verdiensts keine Alternative.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daraufhin stellte die Unfallkasse per Bescheid die Zahlung des Verletztengeldes zum 8. April 2023 ein. U.a. hiergegen erhob der Besch&amp;auml;ftigte Klage. Voraussetzung des Anspruchs auf Verletztengeld ist nach &amp;sect; 45 Abs. 1 Satz 1 SGB VII, dass der Versicherte infolge des Versicherungsfalls arbeitsunf&amp;auml;hig ist, die sog. unfallbedingte Arbeitsunf&amp;auml;higkeit, oder wegen einer Ma&amp;szlig;nahme der Heilbehandlung eine ganzt&amp;auml;gige Erwerbst&amp;auml;tigkeit nicht aus&amp;uuml;ben kann (Nr. 1) und unmittelbar vor Beginn der Arbeitsunf&amp;auml;higkeit Anspruch (u.a.) auf Arbeitsentgelt hatte (Nr. 2). Verletztengeld wird dabei von dem Tag an gezahlt, ab dem die Arbeitsunf&amp;auml;higkeit &amp;auml;rztlich festgestellt wird oder mit dem Tag des Beginns einer Heilbehandlungsma&amp;szlig;nahme, die den Versicherten an der Aus&amp;uuml;bung einer ganzt&amp;auml;gigen Erwerbst&amp;auml;tigkeit hindert (&amp;sect; 46 Abs. 1 SGB VII) und endet grunds&amp;auml;tzlich mit dem letzten Tag der (versicherungsfallbedingten) Arbeitsunf&amp;auml;higkeit oder der Hinderung an einer ganzt&amp;auml;gigen Erwerbst&amp;auml;tigkeit durch eine Heilbehandlungsma&amp;szlig;nahme (&amp;sect; 46 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 SGB VII).&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Gerade diese unfallbedingte Arbeitsunf&amp;auml;higkeit &amp;uuml;ber den 8. April 2023 hinaus hat das Landessozialgericht (LSG) Baden-W&amp;uuml;rttemberg mangels Kausalzusammenhangs abgelehnt. Die handchirurgischen Gesundheitsst&amp;ouml;rungen waren nach Einsch&amp;auml;tzung des LSG zu diesem Zeitpunkt ausgeheilt, was auch &amp;auml;rztlich festgestellt worden war. Zudem war die Arbeitsf&amp;auml;higkeit attestiert sowie die Vollbelastung und der vollst&amp;auml;ndige Einsatz der Hand im Alltag empfohlen worden. Mehrere Gutachten kamen zu diesem Ergebnis. Die Ausf&amp;uuml;hrungen im Rentengutachten zum Zustand der Hand &amp;uuml;berzeugten das Gericht nicht: hier w&amp;auml;ren weitere detaillierte Er&amp;ouml;rterungen n&amp;ouml;tig gewesen, so das LSG.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die im Rahmen eines station&amp;auml;ren Klinikaufenthalts im Dezember 2022 diagnostizierte chronische Schmerzst&amp;ouml;rung mit somatischen und psychischen Faktoren wertete das Gericht als nicht unfallurs&amp;auml;chlich. Ausl&amp;ouml;ser hierf&amp;uuml;r seien &amp;bdquo;Sorgen um die berufliche Zukunft, aus Sicht des Kl&amp;auml;gers fehlendes Verst&amp;auml;ndnis des Arbeitgebers f&amp;uuml;r seine Situation und eine finanzielle Belastung aufgrund laufender Kredite f&amp;uuml;r das Haus&amp;ldquo; gewesen, nicht jedoch der Arbeitsunfall als solcher. Die Erkrankung beruhe daher &amp;bdquo;auf Kr&amp;auml;nkung, Entt&amp;auml;uschung und Zukunftssorgen, also nicht auf dem Unfall", stellt das Gericht fest. Auch die depressive Episode sei nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gleiches gilt nach LSG-Einsch&amp;auml;tzung f&amp;uuml;r die diagnostizierte posttraumatische Belastungsst&amp;ouml;rung (PBS). Diese hat das Gericht nicht gelten lassen &amp;ndash; sie lag aus Sicht des LSG gar nicht vor: Der Unfall sei nicht geeignet gewesen, eine PBS hervorzurufen. Zudem wertete das Gericht das Verhalten des Besch&amp;auml;ftigten, wie zum Beispiel die ausgebliebene Schilderung von tiefgreifender Verzweiflung oder Entsetzen, als Indiz daf&amp;uuml;r, dass keine PBS vorliegen konnte. Dazu kam, dass auch das Verhalten bei verschiedenen Untersuchungs- und Begutachtungssituationen das Gericht nicht von dauerhafter Bewegungseingeschr&amp;auml;nktheit der Hand &amp;uuml;berzeugen konnte, weswegen eine weitere Zahlung von Krankengeld nach dem 8. April 2023 nicht erforderlich war.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:12:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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      <title>Anspruch auf Kraftfahrzeughilfe</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~SuI-2026-09-Schwerbehinderung-Teilhabe-Anspruch-Kraftfahrzeughilfe~.html</link>
      <description>Mobilität ist ein wichtiger Faktor für eine gleichberechtigte Teilhabe, sowohl in der Freizeit als auch auf dem Weg zur Arbeit. Wie Anschaffung und Einrichtung behindertengerechter Kraftfahrzeuge  gefördert werden, lest Ihr im Beitrag von Maren Conrad-Giese in »Schwerbehindertenrecht und Inklusion« 9/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Die Kraftfahrzeughilfe-Verordnung (KfzHV) &amp;nbsp;z&amp;auml;hlt umfassend und abschlie&amp;szlig;end auf, welche Leistungen die Kraftfahrzeughilfe konkret umfassen kann:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der Fahrzeugkauf, also die Beschaffung eines angemessenen und zweckm&amp;auml;&amp;szlig;igen Kraftfahrzeugs,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der F&amp;uuml;hrerscheinerwerb, also die Erlangung einer Fahrerlaubnis,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der Fahrzeugumbau, sofern eine behinderungsbedingte Zusatzausstattung erforderlich ist und&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;in besonderen H&amp;auml;rtef&amp;auml;llen auch Bef&amp;ouml;rderungsdienste (&amp;sect;&amp;nbsp;9 Abs.&amp;nbsp;1 Satz&amp;nbsp;2 KfzHVO).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Die Leistungen werden als Komplettf&amp;ouml;rderung oder als Zuschuss erbracht. In besonderen H&amp;auml;rtef&amp;auml;llen (&amp;sect;&amp;nbsp;9 Abs.&amp;nbsp;2 KfzHV) k&amp;ouml;nnen die Hilfen auch als Darlehen gew&amp;auml;hrt werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Nicht zu den Leistungen der Kraftfahrzeughilfe geh&amp;ouml;ren grunds&amp;auml;tzlich Hilfen zum Betrieb und zur Unterhaltung des Kraftfahrzeugs (z. B. Ersatz von Reparaturkosten) oder f&amp;uuml;r Mietkosten eines Fahrzeugstellplatzes. Derartige Kosten stellen keinen behinderungsbedingten besonderen Bedarf dar, sondern treffen Menschen mit und ohne Behinderung, die zur Erreichung des Arbeitsplatzes auf ein Kraftfahrzeug angewiesen sind, gleicherma&amp;szlig;en. In besonderen Einzelf&amp;auml;llen kann jedoch auch hier eine besondere H&amp;auml;rte (&amp;sect;&amp;nbsp;9 KfzHV) vorliegen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Den vollen Beitrag von Maren Conrad-Giese lest ihr in &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; 9/2026. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Weitere Themen in dieser Ausgabe:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li style="text-align:justify"&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;SBV-Wahl: Einzelf&amp;auml;lle des Aktiven und Passiven Wahlrechts (&amp;Uuml;bersicht von Irene Husmann)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;BGH: Reha-Klinik durfte blinde Patientin ablehnen (Pascal Goffart)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:11.0pt"&gt;Verfahrensverst&amp;ouml;&amp;szlig;e begr&amp;uuml;nden die Vermutung einer Benachteiligung (Pascal Goffart)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Mehr zum Informationsdienst:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;a href="http://www.bund-verlag.de/informationsdienste/schwerbehindertenrecht-und-inklusion" style="color:blue; text-decoration:underline"&gt;www.bund-verlag.de/informationsdienste/schwerbehindertenrecht-und-inklusion&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, JAV, Schwerbehindertenvertretung, Personalrat</category>
      <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 06:00:54 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>»Beschäftigte erwarten einen fairen Wandel der Arbeitswelt«</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Beschaeftigte-erwarten-einen-fairen-Wandel-der-Arbeitswelt~.html</link>
      <description>Die Menschen brauchen gute Arbeit, verlässliche soziale Sicherung und Perspektiven in einer modernisierten Industrie. Das sagt Hans-Jürgen Urban, langjähriger Sozialpolitiker der IG Metall. Er beklagt, in Berlin würden aktuell zuallererst Arbeitnehmer*innen zur Kasse gebeten – oder sind Leidtragende der Kürzungspolitik. Wirtschaftliche Krisen werden ihnen angelastet: sie seien zu teuer, zu lange krank, nicht fleißig. Hier ein Auszug aus einem Interview mit Urban aus »Gute Arbeit« 8/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Wie ist die Stimmung der Besch&amp;auml;ftigten, die teils um ihre Arbeit bangen?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Stimmung ist vielerorts von tiefer Verunsicherung gepr&amp;auml;gt. Viele Besch&amp;auml;ftigte erleben gleichzeitig mehrere Belastungen: die industrielle Transformation und die Digitalisierung, Preissteigerungen im Alltag und politische Debatten, in denen die soziale Sicherheit infrage gestellt wird. Das ist eine gef&amp;auml;hrliche Mischung. Die Menschen haben den Eindruck, dass von ihnen immer neue Anpassungsleistungen verlangt werden, w&amp;auml;hrend damit verbundene Risiken auf ihre Schultern abgeladen werden sollen. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Haben die Unternehmen und F&amp;uuml;hrungsetagen in den letzten zehn bis 20 Jahren alles richtig gemacht?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Diese Erz&amp;auml;hlung ist v&amp;ouml;llig falsch. Es ist bequem, die Verantwortung f&amp;uuml;r wirtschaftliche Probleme den Besch&amp;auml;ftigten zuzuschieben. (&amp;hellip;)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Vielmehr gibt es gro&amp;szlig;e strategische Vers&amp;auml;umnisse aufseiten vieler Unternehmen. Zu viele Vorst&amp;auml;nde haben kurzfristige Renditeinteressen &amp;uuml;ber langfristige Investitionen gestellt. Es wurde zu wenig in Zukunftstechnologien, in Qualifizierung, in Standortsicherung und in belastbare industrielle Wertsch&amp;ouml;pfung investiert. Gleichzeitig sind die &amp;ouml;ffentliche Infrastruktur, Energiepolitik und Transformationssteuerung nicht hinreichend entwickelt worden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wir erleben eine anhaltende Konjunkturschw&amp;auml;che, ausgel&amp;ouml;st auch durch internationale Krisen. Wie kann jetzt Besch&amp;auml;ftigung gesichert werden?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Besch&amp;auml;ftigungssicherung gelingt nicht durch Verunsicherung. Es w&amp;auml;re v&amp;ouml;llig falsch, in der aktuellen Situation den Sozialstaat zur Disposition zu stellen. Sozialk&amp;uuml;rzungen f&amp;uuml;llen keine Auftragsb&amp;uuml;cher. Karenztage, Rentenk&amp;uuml;rzungen oder Einschnitte bei Gesundheit und Pflege schaffen keine einzige Innovation und sichern keinen einzigen Arbeitsplatz. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was wir brauchen, ist ein Sowohl-als-auch: eine aktive Industriepolitik und einen starken Sozialstaat. Gerade in Krisenzeiten ist der Sozialstaat Stabilit&amp;auml;tsanker, demokratisches Versprechen und wirtschaftlicher Faktor zugleich.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Die Bundesregierung plant eine Abkehr vom gesetzlich normierten Achtstundentag. Was ist davon zu halten?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Achtstundentag ist eine zentrale zivilisatorische Errungenschaft der Arbeiterbewegung. Er steht f&amp;uuml;r Gesundheitsschutz, Planbarkeit des Lebens und f&amp;uuml;r die Begrenzung wirtschaftlicher Verf&amp;uuml;gungsgewalt &amp;uuml;ber die Zeit der Besch&amp;auml;ftigten. Wer daran r&amp;uuml;ttelt, greift einen historischen Schutzstandard an. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der DGB warnt, der Sozialstaat sei kein Luxus, sondern ein demokratisches Versprechen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Einsch&amp;auml;tzung teile ich uneingeschr&amp;auml;nkt. Der Sozialstaat ist (&amp;hellip;) ein Kernbestandteil demokratischer Stabilit&amp;auml;t. Er gibt den Menschen Sicherheit, sch&amp;uuml;tzt vor Absturz und schafft &amp;uuml;berhaupt erst die Voraussetzung daf&amp;uuml;r, dass gesellschaftliche Ver&amp;auml;nderungen akzeptiert werden k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer in Zeiten von Krisen, Kriegen, Inflation und Transformation den Sozialstaat schw&amp;auml;cht, produziert nicht Modernisierung, sondern soziale Zukunftsangst. Und wo Zukunftsangst w&amp;auml;chst, haben autorit&amp;auml;re und rechte Kr&amp;auml;fte leichtes Spiel. Deshalb ist der Sozialstaat auch ein Bollwerk gegen die demokratische Erosion. Er sichert Teilhabe, W&amp;uuml;rde und Vertrauen in die Handlungsf&amp;auml;higkeit des Gemeinwesens.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das vollst&amp;auml;ndige Interview ist in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 zu lesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dr. Hans-J&amp;uuml;rgen Urban war bis Juni 2026 gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Der promovierte und habilitierte Sozialwissenschaftler war verantwortlich f&amp;uuml;r die Themen Sozialpolitik sowie Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Veranstaltungshinweis&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Bundesweiter DGB-Aktionstag: &amp;bdquo;Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.&amp;ldquo; Unter diesem Motto rufen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften am 26.9.2026 bundesweit zu Demonstrationen und Kundgebungen auf. Es geht um ein deutliches Zeichen f&amp;uuml;r einen starken Sozialstaat, f&amp;uuml;r sichere Arbeitspl&amp;auml;tze, gute Arbeitsbedingungen und f&amp;uuml;r den Schutz von Arbeitnehmerrechten. In 15 Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dten finden Kundgebungen statt: www.dgb.de/aktionstag&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Titelthema der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 stellt mehrere Grundlagenthemen zur Pr&amp;auml;vention vor: das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), die Betriebliche Gesundheitsf&amp;ouml;rderung (BGF) sowie Mitbestimmung f&amp;uuml;r gute Arbeitsgestaltung:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dr. U. Faber: Gute Arbeit als Betriebsratsaufgabe (S. 8 - 12).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Baumgarten, Dr. L.-A. Klein: BEM: Der Betriebsrat bestimmt und gestaltet mit (S. 13&amp;nbsp;- 17).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Fl&amp;uuml;s: BGF: Rechtsfrage, F&amp;ouml;rderungen, Praxis&amp;nbsp;(S. 18&amp;nbsp;- 22).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV, Personalrat</category>
      <pubDate>Mon, 31 Aug 2026 09:00:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>BEM: Die Interessenvertretung bestimmt und gestaltet mit</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~BEM-Die-Interessenvertretung-bestimmt-und-gestaltet-mit~.html</link>
      <description>Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) soll vor allem krankheitsbedingte Kündigungen verhindern. Interessenvertretungen, der Betriebs- oder Personalrat sowie die Schwerbehindertenvertretung, müssen die Rechtslage, die Rechtsprechung und die Gestaltungsoptionen kennen. Dr. Laurie-Ann Klein und Birger Baumgarten bieten in »Gute Arbeit« 8/2026 einen umfassenden Überblick.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Interessenvertretungen sind nach Sozialgesetzbuch (SGB) IX beim BEM (&amp;sect; 167 Abs. 2 SGB IX) zentrale Akteure &amp;ndash; neben den Betroffenen, dem Arbeitgeber, den Vorgesetzten und Betriebs&amp;auml;rzt*innen etc. Sie bestimmen mit, um in einem kooperativen Suchprozess ohne Tabus die Chancen zur Besch&amp;auml;ftigungssicherung nach langer oder wiederholter Arbeitsunf&amp;auml;higkeit auszuloten. Die aktuelle Rechtsprechung erschwert es, ein einheitliches Verfahren zu gestalten: Interessenvertretungen sollten daher auf &lt;strong&gt;erzwingbare und freiwillige Vereinbarungen&lt;/strong&gt; setzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Was genau ist das BEM?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Sind Besch&amp;auml;ftigte innerhalb eines Jahres l&amp;auml;nger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunf&amp;auml;hig, ist der Arbeitgeber in der Pflicht, ihnen ein BEM anzubieten. F&amp;uuml;r das Bundesarbeitsgericht (BAG) ist das BEM kein &amp;bdquo;formalisiertes Verfahren&amp;ldquo;, sondern es l&amp;auml;sst den Beteiligten Spielraum. Diesen Handlungsspielraum k&amp;ouml;nnen die betrieblich Beteiligten nutzen, um eine Prozesskl&amp;auml;rung f&amp;uuml;r ein Verfahrens anzusto&amp;szlig;en, das zum Betrieb oder der Dienststelle passt. Bei diesem Prozess geht es laut SGB IX darum, eine Arbeitsunf&amp;auml;higkeit (AU) zu &amp;uuml;berwinden, erneuter AU vorzubeugen und das Besch&amp;auml;ftigungsverh&amp;auml;ltnis m&amp;ouml;glichst zu erhalten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer ist am BEM beteiligt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Das BEM ist &amp;ndash; so eine gel&amp;auml;ufige Beschreibung &amp;ndash; also ein &amp;bdquo;organisierter und zugleich kooperativer Suchprozess&amp;ldquo;, um pr&amp;auml;ventive Ma&amp;szlig;nahmen zur Vermeidung krankheitsbedingter K&amp;uuml;ndigungen umzusetzen. Diese Suche soll &amp;bdquo;unverstellt, verlaufs- und ergebnisoffen&amp;ldquo;, so das BAG (2026). Verantwortlich ist der Arbeitgeber: Er hat initiativ zu werden und das BEM l&amp;auml;nger oder wiederholt Erkrankten anzubieten. Am BEM beteiligt sind:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der oder die betroffene Arbeitnehmer*in, eine Vertrauensperson, die als Begleitung hinzugezogen werden kann (vgl. &amp;sect; 167Abs. 2 Satz 2 SGB IX),&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der Arbeitgeber (seine Vertretung oder ein Vorgesetzter)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;der Betriebs-/Personalrat (BR/PR),&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;die Schwerbehindertenvertretung (SBV, wenn vom BEM Betroffene schwerbehindert oder gleichgestellt sind),&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;soweit erforderlich der Werks- oder Betriebsarzt/die Werks- oder Betriebs&amp;auml;rztin,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;die Fachkraft f&amp;uuml;r Arbeitssicherheit&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;sowie externe Stellen, wenn deren Leistungen f&amp;uuml;r den Erfolg des BEM in Betracht kommen und die bei einer beruflichen Wiedereingliederung unterst&amp;uuml;tzen k&amp;ouml;nnen: etwa Inklusionsamt, Leistungs- und Rehabilitationstr&amp;auml;ger der Sozialversicherungen etc.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;Interessenvertretung als zentraler BEM-Akteur?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Betriebs- oder Personalrat sind Akteure, auf die es nach dem Willen des Gesetzgebers f&amp;uuml;r den Erfolg des BEM besonders ankommt:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die Interessenvertretung kann vom Arbeitgeber die Einleitung des BEM-Verfahrens verlangen (&amp;sect; 167 Abs. 2 Satz 7 SGB IX).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mit ihm als erstem Ansprechpartner hat der Arbeitgeber die BEM-Kl&amp;auml;rung zu beginnen, wie die AU &amp;uuml;berwunden und der Arbeitsplatz erhalten werden kann.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dazu sind der Interessenvertretung jene Arbeitnehmer*innen namentlich bekannt zu machen, die ein BEM beanspruchen k&amp;ouml;nnen (nach 42 Tagen AU in den letzten 12 Monaten).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;F&amp;uuml;r den BR gilt: Er kann seine Mitbestimmungsrechte nach Betriebsverfassungsgesetz (&amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 1 und 7 BetrVG) Einfluss auf Inhalt und Ablauf des BEM-Verfahrens nehmen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Das gesamte BEM-Verfahren ist darauf ausgerichtet, durch gemeinsame und kooperative Anstrengung das Vertrauen und die Bereitschaft des/der Betroffenen und der gesamten Belegschaft f&amp;uuml;r eine engagierte Mitwirkung am BEM zu gewinnen. Dazu formuliert das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG):&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Die aktive Beteiligung der zust&amp;auml;ndigen Interessenvertretung ist ein n&amp;uuml;tzliches Element des betrieblichen Eingliederungsmanagements. Sie ist geeignet, das n&amp;ouml;tige Vertrauen beim Besch&amp;auml;ftigten zu wecken, ohne dessen Eigeninitiative das Konzept zum Scheitern verurteilt ist. Sie kann wesentlich dazu beitragen, dass die Gestaltungsm&amp;ouml;glichkeiten des Arbeitgebers zur Erhaltung des Arbeitsplatzes und zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit genutzt werden.&amp;ldquo;&lt;br /&gt;(&amp;hellip;)&lt;br /&gt;Den umfassenden Beitrag von Dr. Laurie-Ann Klein und Birger Baumgarten mit Eckpunkten f&amp;uuml;r Vereinbarungen in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 lesen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Titelthema der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 stellt mehrere Grundlagenthemen zur Pr&amp;auml;vention vor: das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), die Betriebliche Gesundheitsf&amp;ouml;rderung (BGF) sowie Mitbestimmung f&amp;uuml;r gute Arbeitsgestaltung:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dr. U. Faber: Gute Arbeit als Betriebsratsaufgabe (S. 8 - 12).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Baumgarten, Dr. L.-A. Klein: BEM: Der Betriebsrat bestimmt und gestaltet mit (S. 13&amp;nbsp;- 17).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Fl&amp;uuml;s: BGF: Rechtsfrage, F&amp;ouml;rderungen, Praxis&amp;nbsp;(S. 18&amp;nbsp;- 22).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV, Personalrat</category>
      <pubDate>Mon, 24 Aug 2026 06:10:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Achtung, nicht verwechseln: AI-Omnibus und Digital-Omnibus</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Achtung-nicht-verwechseln-AI-Omnibus-und-Digital-Omnibus~.html</link>
      <description>Seit 27.7.2026 ist der AI-Omnibus in Kraft, ein europäisches Gesetz, mit dem die in Deutschland bereits geltende EU-Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI-VO, auch AI Act genannt) erstmals geändert wurde. Der lang diskutierte Digital-Omnibus, mit dem auch die DSGVO geändert werden soll, ist noch im Gesetzgebungsverfahren.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die h&amp;auml;ufige Rede vom&amp;nbsp;&amp;bdquo;Omnibus&amp;ldquo;&amp;nbsp;als&amp;nbsp;dem von der EU geplanten&amp;nbsp;Reformpaket&amp;nbsp;&amp;nbsp;ist&amp;nbsp;missverst&amp;auml;ndlich. Tats&amp;auml;chlich handelte es sich&amp;nbsp;bei dem 2025 von der EU-Kommission vorgestellten&amp;nbsp;Omnisbus-Komplex&amp;nbsp;um mehrere getrennte Vorhaben:&amp;nbsp;Der noch geplante &lt;strong&gt;Digital-Omnibus&lt;/strong&gt; soll eine ganze Reihe Regulierungsgesetze, darunter auch die DSGVO &amp;auml;ndern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit einem eigenst&amp;auml;ndigen&amp;nbsp;&lt;strong&gt;AI-Omnibus-Gesetz&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;wurde die KI-Verordnung ge&amp;auml;ndert: Dies geschah ausdr&amp;uuml;cklich mit dem Ziel, die Wirtschaft bei der Umsetzung der KI-VO von b&amp;uuml;rokratischen Pflichten zu entlasten. Die risikobasierte Struktur der KI-VO mit Verboten, Hochrisiko-KI, Transparenzpflichten, Aufsicht und Bu&amp;szlig;geldern bleibt bestehen. Der AI-Omnibus soll die Anwendung vereinfachen und Fristen an die praktische Umsetzbarkeit anpassen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Seit 27.07.2026 in Kraft ist der &amp;raquo;AI-Omnibus&amp;laquo;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;Verordnung (EU)&amp;nbsp;2026/1744&amp;nbsp;zur &amp;Auml;nderung der KI-Verordnung (AI Act), ver&amp;ouml;ffentlicht im Amtsblatt der Europ&amp;auml;ischen Union am 24.07.2026, in Kraft seit 27.07.2026.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Die &amp;Auml;nderungen durch den AI-Omnibus lassen sich wie folgt zusammenfassen:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Ausweitung von KMU-Erleichterungen auf Small Mid-Caps: Bestimmte Vereinfachungen, die urspr&amp;uuml;nglich nur kleinen und mittleren Unternehmen vorbehalten waren, gelten unter den im Verordnungstext genannten Voraussetzungen k&amp;uuml;nftig auch f&amp;uuml;r kleinere Unternehmen mit mehr als 250 Besch&amp;auml;ftigten.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Vereinfachte Dokumentations- und Compliancepflichten: Die Erf&amp;uuml;llung der Nachweis- und Dokumentationsanforderungen der KI-VO wird f&amp;uuml;r kleinere Unternehmen erleichtert, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Erleichterte Registrierungspflichten: Die Verpflichtungen zur Eintragung bestimmter KI-Systeme in die EU-Datenbank werden vereinfacht und st&amp;auml;rker an der Unternehmensgr&amp;ouml;&amp;szlig;e ausgerichtet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Besserer Zugang zu KI-Reallaboren (Sandboxes): Unternehmen erhalten erweiterte M&amp;ouml;glichkeiten, KI-Systeme unter beh&amp;ouml;rdlicher Aufsicht in einer gesch&amp;uuml;tzten Testumgebung zu entwickeln und zu erproben. Zus&amp;auml;tzlich wird ein EU-weites Reallabor geschaffen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Vereinfachte Anforderungen an die KI-Kompetenz (AI Literacy): Die bisherigen Vorgaben zur F&amp;ouml;rderung von KI-Kompetenz in Unternehmen werden flexibilisiert; zugleich &amp;uuml;bernehmen Kommission und Mitgliedstaaten st&amp;auml;rkere Unterst&amp;uuml;tzungsaufgaben.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mehr Zeit f&amp;uuml;r die Umsetzung von Hochrisiko-KI-Pflichten: Gerade KMU profitieren von den verl&amp;auml;ngerten &amp;Uuml;bergangsfristen bis Ende 2027 bzw. 2028, um Governance-, Dokumentations- und Risikomanagementsysteme aufzubauen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Datenschutz-Auswirkungen des AI-Omnibus&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der AI-Omnibus &amp;auml;ndert die KI-Verordnung, nicht jedoch die Datenschutz-Grundverordnung&amp;nbsp;(DSGVO). Zwar werden einzelne AI-Act-Fristen, insbesondere f&amp;uuml;r Hochrisiko-KI, verschoben. Die&amp;nbsp;DSGVO&amp;nbsp;bleibt jedoch unver&amp;auml;ndert anwendbar und ist bei jedem Einsatz von KI zur Verarbeitung personenbezogener Daten weiterhin zu beachten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allerdings trifft auch der Der KI-Omnibus eine relevante &amp;Auml;nderung&amp;nbsp;mit Auswirkungen f&amp;uuml;r den Datenschutz. Diese&amp;nbsp;findet sich nicht in der DSGVO, sondern in der in der KI-Verordnung selbst.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In die KI-VO&amp;nbsp;wurde ein&amp;nbsp;neuer &lt;strong&gt;Art. 4a KI-VO&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;eingef&amp;uuml;gt. Dieser erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten zur&amp;nbsp;Erkennung, &amp;Uuml;berwachung und Korrektur von Verzerrungen (Bias)&amp;nbsp;in KI-Modellen und KI-Systemen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bereits die urspr&amp;uuml;ngliche KI-Verordnung regelt in&amp;nbsp;Art. 10 Abs. 5 KI-VO&amp;nbsp;eine eng begrenzte M&amp;ouml;glichkeit f&amp;uuml;r Anbieter von Hochrisiko-KI, besondere Kategorien personenbezogener Daten zu verarbeiten, soweit dies zur Erkennung und Korrektur von Verzerrungen in Trainings-, Validierungs- und Testdatens&amp;auml;tzen unbedingt erforderlich war.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der neue&amp;nbsp;Art. &lt;strong&gt;4a KI-VO&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;erweitert diese M&amp;ouml;glichkeit erheblich. Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten kann nun auch f&amp;uuml;r Bias&amp;nbsp;Detection&amp;nbsp;und Bias Mitigation bei KI-Modellen und KI-Systemen au&amp;szlig;erhalb des urspr&amp;uuml;nglichen engen Anwendungsbereichs erfolgen, allerdings nur unter strengen Voraussetzungen und mit&amp;nbsp;Schutzma&amp;szlig;nahmen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Damit wird au&amp;szlig;erhalb der DSGVO&amp;nbsp;ein&amp;nbsp;zus&amp;auml;tzlicher&amp;nbsp;Erlaubnistatbestand&amp;nbsp;geschaffen, dessen Anwendung weiterhin im Einklang mit der DSGVO erfolgen muss.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die DSGVO selbst, insbesondere Art. 9 DSGVO, wird dadurch jedoch nicht ge&amp;auml;ndert.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Noch in Verhandlungen: Der Digital-Omnibus&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;W&amp;auml;hrend der&amp;nbsp;AI-Omnibus&amp;nbsp;bereits geltendes Recht ist, wird &amp;uuml;ber die DSGVO-&amp;Auml;nderungen des&amp;nbsp;Digital Omnibus&amp;nbsp;noch&amp;nbsp;im EU-Gesetzgebungsverfahren&amp;nbsp;verhandelt. Das Gesetzgebungsvorhaben l&amp;auml;uft unter der Bezeichnung:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;Europ&amp;auml;ische Kommission, Vorschlag f&amp;uuml;r eine Verordnung des Europ&amp;auml;ischen Parlaments und des Rates zur Vereinfachung des digitalen Rechtsrahmens (COM(2025) 837 final,&amp;nbsp;2025/0360 (COD)), 19.11.2025.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck) (aktualisiert 21.08.2026)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Themen">Beschäftigtendatenschutz</category>
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      <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 08:10:48 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>»Als Gremium handlungssicher im Arbeitsschutz agieren«</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Als-Gremium-handlungssicher-im-Arbeitsschutz-agieren~.html</link>
      <description>Klimawandel, Digitalisierung und KI, mobile Arbeit, psychische und physische Belastungen: Die Herausforderungen im betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz entwickeln sich mit dem Wandel der Arbeitswelt. Arbeitgeber müssen Beschäftigte bei der Arbeit vor gesundheitlichen Gefährdungen aller Art schützen. Professor Ralf Pieper hat den Basiskommentar zum Arbeitsschutzgesetz aktualisiert und mit der Redaktion »Gute Arbeit« über Neuerungen gesprochen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Prof. Dr. Ralf Pieper leitet seit 2003 das Fachgebiet Sicherheits- und Qualit&amp;auml;tsrecht in der Fakult&amp;auml;t f&amp;uuml;r Maschinenbau und Sicherheitstechnik der Bergischen Universit&amp;auml;t Wuppertal. Er ist langj&amp;auml;hriger Fachbuchautor im Bund-Verlag, Schwerpunkt Arbeitsschutzrecht.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Sie haben den Basiskommentars zum Arbeitsschutzgesetz auf Stand gebracht. Was leistet die 9. Auflage?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Anzumerken ist zun&amp;auml;chst, dass das Arbeitsschutzgesetz in diesem Jahr 30 Jahre besteht. Seit drei Jahrzehnten haben wir somit ein Grundlagengesetz, das f&amp;uuml;r alle Besch&amp;auml;ftigten an allen Arbeitspl&amp;auml;tzen gilt: in der Privatwirtschaft sowie im &amp;ouml;ffentlichen Dienst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Basiskommentar bezieht insbesondere die Rechte und Pflichten der Interessenvertretungen aus dem Betriebsverfassungs- sowie dem Personalvertretungsrecht systematisch ein. Beide Interessenvertretungen spielen inhaltlich sowie in Bezug auf das Prozedere eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Arbeitsschutzrechts. Die wesentlichen Inhalte dieses Rechts vermittelt der Kommentar in Verbindung mit den kollektiven Mitbestimmungsrechten, f&amp;uuml;r deren Durchsetzung Handlungssicherheit auf diesem Gebiet n&amp;ouml;tig ist. Zudem wird auf Individualrechte der Besch&amp;auml;ftigten im Arbeitsschutz eingegangen, die ebenfalls bedeutsam sind.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Was hat sich seit der letzten Auflage getan?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Hervorzuheben ist zun&amp;auml;chst , dass die aktuelle Rechtsprechung insbesondere des Bundesarbeitsgerichts im Kommentar enthalten ist. Wesentlich ist zudem das Aufgreifen von Trends in der Arbeitswelt, die neue Herausforderungen f&amp;uuml;r den Arbeits- und Gesundheitsschutzes aufwerfen: &amp;Ouml;konomie, Weltmarkt und Lieferketten, Technik- und Organisationsentwicklung, Besch&amp;auml;ftigungsformen, demographische Entwicklung, Diskriminierung, Bel&amp;auml;stigung und Gewalt, Infektionsschutz sowie Umweltschutz und Klimawandel.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Was hat f&amp;uuml;r Sie im Arbeitsschutz hohe Relevanz?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Arbeitsschutzgesetz enth&amp;auml;lt die Rechtsgrundlagen zur Umsetzung einer menschengerechten Arbeitsgestaltung: Sch&amp;auml;digungslosigkeit, Beeintr&amp;auml;chtigungsfreiheit, Pers&amp;ouml;nlichkeitsf&amp;ouml;rderlichkeit und soziale Partizipation stehen im Fokus. Sicherheit und Gesundheit der Besch&amp;auml;ftigten sind nicht nur zu gew&amp;auml;hrleisten, sondern kontinuierlich zu verbessern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dabei gibt es zwei Herausforderungen: Zum einen ist dies der R&amp;uuml;ckgang der Tarifbindung von Betrieben und der Trend zu weniger gew&amp;auml;hlten Mitbestimmungsgremien; beides wirkt sich nachteilig aus. Demgegen&amp;uuml;ber hat der Bundestag 2020 beschlossen, die Arbeitsschutzkontrollen der Betriebe wieder zu erh&amp;ouml;hen. Ab 1.1.2026 sollen die Arbeitsschutzbeh&amp;ouml;rden der L&amp;auml;nder bundesweit mindestens f&amp;uuml;nf Prozent der Betriebe besichtigen. Zur Verbesserung des betrieblichen Arbeitsschutzes muss dies effektiv erfolgen sowie in enger Kooperation mit den Aufsichtspersonen der gesetzlichen Unfallversicherung.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Sehen Sie weitere Probleme?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Zunehmend werden Arbeitsschutzstandards politisch infrage gestellt. Der Nutzen eines effektiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes wird in der Debatte fahrl&amp;auml;ssig &amp;uuml;bersehen: Er hilft, den technischen, organisatorischen und personellen Wandel effektiv zu vollziehen. Eine wirksame Pr&amp;auml;ventionskultur entlastet zudem die Sozialsysteme, f&amp;ouml;rdert die Leistungsbereitschaft und -f&amp;auml;higkeit der Besch&amp;auml;ftigten, verhindert oder bek&amp;auml;mpft Arbeitsunf&amp;auml;lle und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren. Das hilft sowohl den Besch&amp;auml;ftigten wie auch den Arbeitgebern.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Auch das Titelthema der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 lesen: &amp;raquo;BEM, BGF, Mitbestimmung: Pr&amp;auml;vention &amp;ndash; alles, was Besch&amp;auml;ftigte gesund erh&amp;auml;lt&amp;laquo;. Neben der Mitbestimmung im Arbeitsschutz werden weitere Grundlagenthemen vorgestellt: das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) und die Betriebliche Gesundheitsf&amp;ouml;rderung (BGF):&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dr. U. Faber: Gute Arbeit als Betriebsratsaufgabe (S. 8 - 12).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Baumgarten, Dr. L.-A. Klein: BEM: Der Betriebsrat bestimmt und gestaltet mit (S. 13&amp;nbsp;- 17).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Fl&amp;uuml;s: BGF: Rechtsfrage, F&amp;ouml;rderungen, Praxis&amp;nbsp;(S. 18&amp;nbsp;- 22).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV, Personalrat</category>
      <pubDate>Fri, 14 Aug 2026 05:40:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
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      <title>Gute Arbeit als Betriebsratsaufgabe</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Gute-Arbeit-als-Betriebsratsaufgabe~.html</link>
      <description>Die Gestaltung guter Arbeit zählt zu den Kernthemen der Interessenvertretungen: also sichere, gesunde und menschengerechte Arbeitsbedingungen. In »Gute Arbeit« 8/2026 führt Dr. Ulrich Faber aus, wie Gremien den Gesundheitsschutz der Beschäftigten betrieblich zum Thema machen und Verbesserungen erreichen können.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Dreh- und Angelpunkt ist das Arbeitsschutzrecht in Verbindung mit dem Betriebsverfassungsgesetz: Gerade Betriebsr&amp;auml;te (BR) haben starke &amp;Uuml;berwachungs-, Initiativ- und Mitbestimmungsrechte. Aber auch Personalr&amp;auml;te verf&amp;uuml;gen &amp;uuml;ber zahlreiche Optionen. Wichtig dabei: Die Gremien machen sich selbst ein Bild von den Arbeitsbedingungen, sind mit den Kolleg*innen im Gespr&amp;auml;ch und erfahren, wo sie der Schuh dr&amp;uuml;ckt. Nicht der erhobene Zeigefinger, sondern passende und kreative Ideen sind wichtige Voraussetzungen f&amp;uuml;r die erfolgreiche Interessenvertretung.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Instrumentenkoffer f&amp;uuml;r die Mitgestaltung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Nach &amp;sect; 80 Abs. 1 Nr. 1 Betriebsverfassungsgesetzt (BetrVG) geh&amp;ouml;rt es zu den Aufgaben des Betriebsrats (BR), die Einhaltung des Arbeitsschutzrechts mit Gesetzen, Verordnungen und Unfallverh&amp;uuml;tungsvorschriften zu &amp;uuml;berwachen. Adressat der Vorschriften ist der Arbeitgeber. BR-Mitglieder d&amp;uuml;rfen sich zu diesem Zweck jederzeit frei in der Betriebsst&amp;auml;tte bewegen und alle Arbeitspl&amp;auml;tze begehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kontrolle von Arbeitsschutzvorschriften ist zwar wichtig, doch die Interessenvertretung handelt nicht als Aufsichtsbeh&amp;ouml;rde. Es geht eher darum, als demokratisch gew&amp;auml;hlte Vertretung der Besch&amp;auml;ftigten eigene gesetzliche Ziele und Aufgaben zu verfolgen. Gefragt ist die praxisnahe Analyse, welche betrieblichen Ma&amp;szlig;nahmen an Arbeitspl&amp;auml;tzen konkret dabei helfen, sicher, gesund und menschengerecht zu arbeiten: je nach Arbeitsplatz zum Beispiel mit effektivem L&amp;auml;rmschutz, besserer Ergonomie und guter Arbeitsorganisation. Das Arbeitsschutzrecht ist insoweit, neben dem Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG), Teil des &amp;bdquo;Instrumentenkoffers&amp;ldquo; der Interessenvertretung.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Gute Arbeit - eine mitbestimmte Sache&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Zentraler Mitbestimmungstatbestand f&amp;uuml;r Fragen &amp;bdquo;Guter Arbeit&amp;ldquo; ist &amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG. Um die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in verschiedenen Branchen (wie zum Beispiel Krankenhaus, Banken und Versicherungen, gewerbliche Bereiche, Bildung, Verwaltung) gut gestalten zu k&amp;ouml;nnen, sind in den meisten Arbeitsschutzvorschriften nur allgemeine Vorgaben und Schutzziele normiert: so zum Beispiel im Anhang 3.5 Abs.1 der Arbeitsst&amp;auml;ttenverordnung (ArbSt&amp;auml;ttV), &amp;bdquo;gesundheitlich zutr&amp;auml;gliche Raumtemperatur&amp;ldquo;. Um wirksam zu werden, m&amp;uuml;ssen diese Anforderungen f&amp;uuml;r die betrieblichen Bedingungen mitbestimmt konkretisiert werden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Die Gef&amp;auml;hrdungsbeurteilung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ein weiteres Beispiel ist die aus &amp;sect; 5 ArbSchG folgende Pflicht zur Gef&amp;auml;hrdungsbeurteilung. Das Gesetz l&amp;auml;sst n&amp;auml;mlich offen, mit welchen Methoden (Messungen, Beobachtung, Befragungen, Workshops etc.) und Instrumenten (Pr&amp;uuml;flisten, Messapparaturen etc.) oder welche konkreten Arbeitst&amp;auml;tigkeiten wie zu beurteilen sind. Die Mitbestimmung soll unter anderem sicherstellen, dass das Erfahrungswissen der Besch&amp;auml;ftigten genutzt wird, um die L&amp;uuml;cke zwischen den allgemein gehaltenen gesetzlichen Anforderungen und der Regelung des konkreten betrieblichen Vorgehens sachgerecht zu f&amp;uuml;llen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG begr&amp;uuml;ndet ein gleichberechtigtes, erzwingbares Mitbestimmungsrecht. Das hei&amp;szlig;t: Um rechtlich wirksame Regelungen am Arbeitsplatz zu treffen, bedarf es der Zustimmung beider Betriebsparteien. K&amp;ouml;nnen sich Arbeitgeber und BR in einer mitbestimmten Angelegenheit nicht einigen, sind die Konflikte nach &amp;sect; 87 Abs. 2 BetrVG mit Hilfe der Einigungsstelle zu kl&amp;auml;ren. Ausdruck des gleichberechtigten Mitbestimmungsrechts des &amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG ist auch das Initiativrecht des BR. Es er&amp;ouml;ffnet ihm die M&amp;ouml;glichkeit, auch gegen den Willen des Arbeitgebers, Arbeitsschutzthemen zu &amp;bdquo;setzen&amp;ldquo;, eben da, wo die Besch&amp;auml;ftigten &amp;bdquo;der Schuh dr&amp;uuml;ckt&amp;ldquo;. &lt;em&gt;(&amp;hellip;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Den umfassenden Beitrag von Dr. Uli Faber in &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 lesen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Titelthema der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 8/2026 stellt neben der Mitbestimmung weitere Grundlagenthemen vor: das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) und die Betriebliche Gesundheitsf&amp;ouml;rderung (BGF):&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dr. U. Faber: Gute Arbeit als Betriebsratsaufgabe (S. 8 - 12).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Baumgarten, Dr. L.-A. Klein: BEM: Der Betriebsrat bestimmt und gestaltet mit (S. 13&amp;nbsp;- 17).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;B. Fl&amp;uuml;s: BGF: Rechtsfrage, F&amp;ouml;rderungen, Praxis&amp;nbsp;(S. 18&amp;nbsp;- 22).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Mitbestimmung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, MAV, JAV</category>
      <pubDate>Mon, 10 Aug 2026 05:00:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Schadensersatz für Ärzte-Klatsch per WhatsApp</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Schadensersatz-fuer-Aerzte-Klatsch-per-Whatsapp~.html</link>
      <description>Schadensersatz für eine Weitergabe von Gesundheitsdaten kann auch unter Arbeitskollegen fällig werden. Dies musste eine Ärztin erfahren, die sich per WhatsApp über einen krankgemeldeten Kollegen geäußert hatte. Für die ungewollte »Ferndiagnose« muss sie ihrem Kollegen 1.000 Euro zahlen – so das Arbeitsgericht Siegburg.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Darum geht es&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Kl&amp;auml;ger war als Arzt in Weiterbildung in einer Klinik besch&amp;auml;ftigt. Die beklagte &amp;Auml;rztin ist dort Stations&amp;auml;rztin. Es existierte eine WhatsApp-Chatgruppe von mehreren &amp;Auml;rzten, in der die Urlaubsplanung, Krankmeldungen und Dienst&amp;uuml;bernahmen abgesprochen wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Kl&amp;auml;ger lie&amp;szlig; sich in der Klinik untersuchen und meldete sich vor einem Wochenenddienst krank.&amp;nbsp; Die Stations&amp;auml;rztin musste seinen Dienst &amp;uuml;bernehmen und tat ihrem Unmut dar&amp;uuml;ber in der WhatsApp-Gruppe kund. Dabei schrieb sie die Diagnosen des Kollegen in den Chat sowie ihre Vermutung, dieser sei gar nicht krank, sondern habe nur &amp;raquo;einen Pups quer sitzen&amp;laquo;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Mediziner verklagte seine Kollegin daraufhin wegen Datenschutzverst&amp;ouml;&amp;szlig;en auf Unterlassung und Schadensersatz.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Arbeitsgericht Siegburg gab der Klage gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils statt. Die beklagte &amp;Auml;rztin habe personenbezogene Gesundheitsdaten des Kl&amp;auml;gers ohne Berechtigung weitergegeben. Dies sei nicht zul&amp;auml;ssig. Die f&amp;uuml;r einen Unterlassungsanspruch notwendige Wiederholungsgefahr sah die Kammer als gegeben an, auch wenn der Kl&amp;auml;ger inzwischen woanders t&amp;auml;tig ist.&amp;nbsp; Die beklagte &amp;Auml;rztin habe sich im Gerichtstermin uneinsichtig gezeigt und kein Bewusstsein f&amp;uuml;r ein eigenes Fehlverhalten erkennen lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Zudem muss die &amp;Auml;rztin dem Kl&amp;auml;ger, dessen Diagnosen geteilt wurden und der vor den anderen Kollegen wegen seiner Erkrankung ins L&amp;auml;cherliche gezogen worden war, einen immateriellen Schadensersatz von 1.000 &amp;euro; zahlen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Entscheidung ist noch nicht rechtskr&amp;auml;ftig. Die Parteien k&amp;ouml;nnen noch Berufung beim Landesarbeitsgericht K&amp;ouml;ln einlegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Themen">Beschäftigtendatenschutz</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, JAV, MAV</category>
      <pubDate>Thu, 30 Jul 2026 09:01:48 GMT</pubDate>
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      <title>Schwerbehinderung: Mehr vom Urlaub</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Schwerbehinderung-Mehr-vom-Urlaub~.html</link>
      <description>Gerade für Beschäftigte mit Schwerbehinderung ist die regelmäßige Erholung wichtig. Deshalb steht ihnen auch ein gesetzlicher Mindestzusatzurlaub zu, der fünf Tage im Jahr beträgt. Mehr über diesen wichtigen Nachteilsausgleich lest Ihr in »Schwerbehindertenrecht und Inklusion« 8/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Der Zusatzurlaub f&amp;uuml;r schwerbehinderte Menschen richtet sich nach &amp;sect; 208 SGB IX. Er betr&amp;auml;gt f&amp;uuml;nf Arbeitstage im Urlaubsjahr und setzt ein Besch&amp;auml;ftigungsverh&amp;auml;ltnis voraus, in dem zumindest ein gesetzlicher oder tariflicher Urlaubsanspruch besteht (&amp;sect; 208 Abs. 1 SGB IX). Als Mindestzusatzurlaub wird dieser Urlaub zum individuellen gesetzlichen oder tariflichen Urlaubsanspruch hinzugerechnet &amp;ndash; verrechnet werden die zus&amp;auml;tzlichen Tage in aller Regel nicht. Den gesetzlichen Mindesturlaub regeln &amp;sect; 3 BUrlG f&amp;uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und &amp;sect; 19 JArbschG f&amp;uuml;r Auszubildende. Sind tarifliche Urlaubsanspr&amp;uuml;che h&amp;ouml;her, erh&amp;ouml;hen sie den individuellen Urlaubsanspruch. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-left:47px"&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;strong&gt;Beispiel:&lt;/strong&gt; Ein schwerbehinderter Besch&amp;auml;ftigter, der in &amp;nbsp;Vollzeit arbeiten, hat &lt;strong&gt;30 Tage tariflichen Urlaub&lt;/strong&gt; im Kalenderjahr. Mit dem gesetzlichen Zusatzurlaub von f&amp;uuml;nf Tagen nach &amp;sect; 208 SGB IX betr&amp;auml;gt sein &lt;strong&gt;Urlaubsanspruch 35 Tage&lt;/strong&gt; im Kalenderjahr.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Den vollen Beitrag von Bettina Frowein lest ihr in &amp;raquo;Schwerbehindertenrecht und Inklusion&amp;laquo; 8/2026. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Weitere Themen in dieser Ausgabe:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;ul&gt;&lt;li style="text-align:justify"&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Fehler bei der Wahl vermeiden (Prof. Franz Josef D&amp;uuml;well)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;Sozialgericht L&amp;uuml;neburg, 29.9.2025 &amp;ndash; S 38 SO 34/25 ER: Rechtsanspruch auf Kraftfahrzeughilfe f&amp;uuml;r behindertengerechten Umbau eines PKW (Dr. Maren Conrad-Giese)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Mehr zum Informationsdienst:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;a href="http://www.bund-verlag.de/informationsdienste/schwerbehindertenrecht-und-inklusion" style="color:blue; text-decoration:underline"&gt;www.bund-verlag.de/informationsdienste/schwerbehindertenrecht-und-inklusion&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, JAV, Schwerbehindertenvertretung, Personalrat</category>
      <pubDate>Tue, 28 Jul 2026 09:37:54 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Damm gegen die Informationsflut</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Ein-Damm-gegen-die-Informationsflut~.html</link>
      <description>Beschäftigte berichten zunehmend davon, bei der Arbeit von Informationen schier „überrollt“ zu werden, manche fühlen sich erschlagen. Im digitalen Zeitalter ist »Informationsflut« ein relevanter Stressfaktor und ein Präventionsthema. Der Beitrag von Dr. Gisa Junghanns und Dr. Anika Schulz-Dadaczynski stellt in »Gute Arbeit« 6-7/2026 Gestaltungsansätze vor, mit denen Information wieder zur Ressource wird, nicht als Gefährdung wirkt.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;E-Mail, Chats, Intranet, Videokonferenz, (Projekt-)Plattformen wie Confluence &amp; Co: ungez&amp;auml;hlte T-Tools sind Teil der digitalen Arbeitswelt. Sie erm&amp;ouml;glichen Koordination und Kooperation &amp;uuml;ber r&amp;auml;umliche und zeitliche Grenzen hinweg, beschleunigen Entscheidungs- und Arbeitsprozesse, sollen Transparenz schaffen. Doch Besch&amp;auml;ftigte f&amp;uuml;hlen sich inzwischen &amp;ouml;fter von Informationen &amp;bdquo;&amp;uuml;berrollt&amp;ldquo;, verlieren Wichtiges aus dem Blick, haben am Ende des Tages trotz hoher Arbeitsintensit&amp;auml;t wenig von ihrem regul&amp;auml;ren &amp;bdquo;Arbeitspaket&amp;ldquo; geschafft.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;St&amp;ouml;rungen, Intransparenz, &amp;Uuml;berforderung&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Ph&amp;auml;nomen wird unter dem Begriff &amp;bdquo;Informationsflut&amp;ldquo; gefasst. Es geht nicht nur um den Erhalt und das Bew&amp;auml;ltigen einer gro&amp;szlig;en Informationsmenge, sondern auch um ein strukturelles Ungleichgewicht: Das Verh&amp;auml;ltnis zwischen wachsenden Informationsangeboten, der begrenzten menschlichen Auffassungsgabe sowie der vertraglich geschuldeten Arbeitsleistung ger&amp;auml;t aus dem Lot. Die hohe Informationsbelastung wirkt auf mehreren Ebenen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Individuell kommt es zu Konzentrationsproblemen, steigendem Stresserleben und Ersch&amp;ouml;pfung. Studien belegen Zusammenh&amp;auml;nge zwischen Informations&amp;uuml;berflutung und einer hohen psychischen Beanspruchung.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Betrieblich steigt das Risiko f&amp;uuml;r Arbeitsfehler, Qualit&amp;auml;tsverluste und ineffiziente Arbeitsprozesse.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Langfristig drohen erh&amp;ouml;hte Krankenst&amp;auml;nde und Personalfluktuation.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Interessenvertretungen ist das Thema im Arbeits- und Gesundheitsschutz mitbestimmungspolitisch relevant. Um eine zu hohe Informationsflut einzud&amp;auml;mmen, sind die Ursachen im Bereich der Arbeitsorganisation sorgf&amp;auml;ltig zu pr&amp;uuml;fen. Am besten eignet sich daf&amp;uuml;r die Gef&amp;auml;hrdungsbeurteilung, die mit Besch&amp;auml;ftigtenworkshops organisiert werden kann, um die Probleme zu ermitteln.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Pr&amp;auml;vention: Die Flut minderung und handhaben&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ausgangslage ist sind stets die spezifischen Bedingungen eines Unternehmens: F&amp;uuml;r ad&amp;auml;quate Entlastungsma&amp;szlig;nahmen sind zun&amp;auml;chst die digitale Infrastruktur, ihre Nutzung und Arbeitsanforderungen zu analysieren. Dazu geh&amp;ouml;rt das Ermitteln der Informationsbedarfe, der Aufgaben und Qualifikationen der Besch&amp;auml;ftigten in Teams und Abteilungen. M&amp;ouml;gliche Schritte sind:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;anforderungsgerechte Gestaltung der Medienlandschaft im Unternehmen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ad&amp;auml;quate Zeitbemessung f&amp;uuml;r die Arbeit mit digitalen Medien&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Steuerung der Informationsqualit&amp;auml;t und -menge&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Verringerung von Doppelinformationen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Regelung der Arbeitsorganisation und Informationsfl&amp;uuml;sse&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Regeln f&amp;uuml;r digitale die Kommunikation und den Austausch&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mitarbeiter- und F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;fteschulungen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;effektive individuelle Arbeitsplanung&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Regeln zur Einschr&amp;auml;nkung der Erreichbarkeit.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Bei der organisationalen Gestaltung geht es darum, Medien und Information zielgerichtet einzusetzen, wo sie f&amp;uuml;r bestimmte Arbeitsaufgaben ben&amp;ouml;tigt werden. Oft stehen zu viele verschiedene digitale Tools/Medien mit Funktionen bereit, die zur Aufgabenbearbeitung nicht n&amp;ouml;tig sind und den Such- und Arbeitsaufwand erh&amp;ouml;hen. Hilfreich ist dabei die Kooperation und Kommunikation in Workshops, um Aufgaben, Arbeitsprofile und den Informationsbedarf zu ermitteln. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Neugierig auf den Beitragl? Mehr lesen in der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo;. Darin das Titelthema: Nach der Betriebsratswahl &amp;ndash; Grundlagen: Mitbestimmen im Arbeitsschutz. Hier die &amp;Uuml;bersicht:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;G. Hill: Neu im Betriebsrat: Aktiv im Arbeits- und Gesundheitsschutz&amp;nbsp;(S. 8 - 14).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;M.&amp;nbsp;Wulff: So wehren sich Besch&amp;auml;ftigte gegen &amp;Uuml;berlastung (S. 15 - 18).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;G. Sendelbeck: Das Beschwerderecht&amp;nbsp;(S. 19 - 21).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;A. Herbst: Grundlagen der Arbeitsschutzorganisation (S. 22 ff.).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, JAV, MAV</category>
      <pubDate>Mon, 27 Jul 2026 06:43:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Rückschritt oder Fortschritt?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Rueckschritt-oder-Fortschritt~.html</link>
      <description>Aktuell plant die Regierung Änderungen bei der Befristung von Arbeitsverträgen. Die bisherige Höchstdauer von sachgrundlosen Befristungen soll auf bis zu 48 Monate verdoppelt werden. Dies würde die Möglichkeit einer sechsmaligen Verlängerung der Befristung eröffnen. Neben der Länge der Befristung soll auch deren Form überarbeitet werden. Auf die Schriftform soll zukünftig verzichtet werden.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die Forderung seitens Gewerkschaften, Betriebsr&amp;auml;ten und Besch&amp;auml;ftigten war in der Vergangenheit eindeutig: m&amp;ouml;glichst keine Befristungen mehr!&lt;br /&gt;Stattdessen soll nun genau das Gegenteil eintreten und die sachgrundlose Befristung sogar hinsichtlich ihrer maximalen L&amp;auml;nge verdoppelt werden. Insgesamt sind bis zu sechs Verl&amp;auml;ngerungen der Befristung m&amp;ouml;glich. Die erleichterten Befristungsregelungen sollen allerdings vorerst bis zum 31.12.2030 befristet sein. Eine erneute Einstellung beim selben Arbeitgeber soll zuk&amp;uuml;nftig erlaubt sein. Ab dem 1.1.2027 soll zudem die Schriftformerfordernis f&amp;uuml;r befristete Arbeitsvertr&amp;auml;ge entfallen. Einen konkreten Gesetzesentwurf zu diesen Planungen gibt es bisher aber nicht. Bei einer Umsetzung der Pl&amp;auml;ne w&amp;uuml;rde das aber tendenziell wieder mehr Befristungen zur Folge haben als bisher.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Aktuelle Rechtslage&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Befristung von Arbeitsvertr&amp;auml;gen ist in der Praxis weiterhin ein heikles Thema. Unterlaufen den Arbeitgebern hier Fehler, wird aus einem befristeten schnell ein unbefristeter Arbeitsvertrag. Anstatt eines Auslaufens des Vertrages zur vereinbarten Frist oder zum vereinbarten Zeitpunkt, ist nur noch eine ordentliche K&amp;uuml;ndigung m&amp;ouml;glich. Gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 14 Abs. 4 TzBfG bedarf ein befristeter Arbeitsvertrag der Schriftform oder einer qualifizierten elektronischen Signatur nach &amp;sect; 126a BGB. Lediglich bei Erreichen der Regelaltersgrenze reicht die Textform aus.&lt;br /&gt;Der Regelfall der Befristung ist die Befristung mit Sachgrund. M&amp;ouml;gliche Befristungsgr&amp;uuml;nde sind in &amp;sect; 14 Abs. 1 Satz 2 TzBfG exemplarisch aufgelistet. Das kann etwas die Saisonarbeit sein oder ein bestimmtes Projekt. In der Praxis sollten Befristungen im Optimalfall einen Sachgrund vorweisen, auch wenn das leider h&amp;auml;ufiger nicht der Fall ist.&lt;br /&gt;Die zweite Variante der Befristung ist die Befristung ohne Sachgrund. Nach aktueller Gesetzeslage sind das maximal zwei Jahre. Gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 14 Abs. 2 TzBfG kann der befristete Arbeitsvertrag dabei maximal dreimal verl&amp;auml;ngert werden, ohne insgesamt die Zweijahresfrist &amp;uuml;berschreiten zu d&amp;uuml;rfen.&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r Start-Ups und &amp;auml;ltere Arbeitnehmer ab dem 52. Lebensjahr gibt es einige Sonderregelungen, wo l&amp;auml;ngere Befristungen von bis zu vier bzw. f&amp;uuml;nf Jahren bereits jetzt m&amp;ouml;glich sind.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Fr&amp;uuml;herer Arbeitgeber&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Eine gro&amp;szlig;e Relevanz hat bisher die Vorbesch&amp;auml;ftigung. So sind Befristungen ohne Sachgrund nach dem Gesetzeswortlaut bisher nur bei Neueinstellungen m&amp;ouml;glich. Eine Ausnahme wurde Anfang 2026 mit der Besch&amp;auml;ftigung von Rentnern eingef&amp;uuml;hrt, welche die Regelaltersgrenze erreicht haben.&lt;br /&gt;Die Rechtsprechung hat die Gesetzeslage insoweit aufgelockert, dass eine sachgrundlose Befristung bei R&amp;uuml;ckkehrern nur m&amp;ouml;glich ist, wenn die Vorbesch&amp;auml;ftigung beim Arbeitgeber sehr weit zur&amp;uuml;ckliegt, anders geartet ist oder nur von sehr kurzer Dauter war. Ein konkreter Zeitraum wurde seitens des BAG nicht festgelegt. Die bisherige Rechtsprechung schwankt hier zwischen mehr als acht und weniger als zweiundzwanzig Jahren.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Besonderheit: Tarifvertrag&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;In Tarifvertr&amp;auml;gen kann abweichend von &amp;sect; 14 TzBfG festgelegt werden, dass die Anzahl der Verl&amp;auml;ngerungen oder die H&amp;ouml;chstdauer der Befristungen ver&amp;auml;ndert wird. Auch nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Besch&amp;auml;ftigte k&amp;ouml;nnen im Geltungsbereich eines derartigen Tarifvertrages die Anwendung der tariflichen Regelungen vereinbaren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jb)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Betriebsratsarbeit, MAV-Arbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, MAV, JAV, Schwerbehindertenvertretung, Personalrat</category>
      <pubDate>Mon, 27 Jul 2026 06:03:10 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Keine Offenbarungspflicht einer Schwerbehinderung im Bewerbungsgespräch</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Keine-Offenbarungspflicht-einer-Schwerbehinderung-im-Bewerbungsgespraech~.html</link>
      <description>Arbeitnehmer sind bei Begründung des Arbeitsverhältnisses nicht verpflichtet, den Arbeitgeber über ihre Schwerbehinderung aufzuklären. Selbst wenn Beschäftigte über diesen Punkt im Bewerbungsgespräch gelogen haben, kann der Arbeitgeber die Einstellung nicht wegen Täuschung anfechten.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Darum geht es&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Parteien streiten &amp;uuml;ber die Wirksamkeit mehrerer&amp;nbsp; K&amp;uuml;ndigungen und um die Folgen einer vom Arbeitgeber mit Blick auf den Arbeitsvertrag abgegebenen Anfechtungserkl&amp;auml;rung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die mit einem GdB von 60 schwerbehinderte Kl&amp;auml;gerin war seit dem 1.9.2021 in der Kanzlei des Beklagten als Raumpflegerin besch&amp;auml;ftigt. Das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis endete sp&amp;auml;testens mit der Eigenk&amp;uuml;ndigung der Kl&amp;auml;gerin vom 15.01.2024 zum 29.2.2024. Vor dieser Eigenk&amp;uuml;ndigung hat der Beklagte der Kl&amp;auml;gerin gegen&amp;uuml;ber vier K&amp;uuml;ndigungen ausgesprochen. Zu keiner dieser K&amp;uuml;ndigungen liegt eine Zustimmung des Integrationsamtes vor. Die besagte Anfechtung des Arbeitsertrages st&amp;uuml;tzt der Beklagte auf die Ansicht, die Kl&amp;auml;gerin sei im Zeitpunkt des Vertragsschlusses verpflichtet gewesen, die Tatsache ihrer Schwerbehinderung zu offenbaren. Als ihm 2023 infolge mehrerer Krankmeldungen die Krebserkrankung und die Schwerbehinderung der Kl&amp;auml;gerin bekannt wurden, sprach er mehrere K&amp;uuml;ndigungen aus.&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Arbeitsgericht Aachen hat der Klage weitgehend stattgegeben mit der Begr&amp;uuml;ndung, alle streitgegenst&amp;auml;ndlichen K&amp;uuml;ndigungen seien gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 168 SGB IX unwirksam; mangels einer Offenbarungspflicht komme eine arglistige T&amp;auml;uschung durch die Kl&amp;auml;gerin nicht in Betracht und damit auch keine wirksame Anfechtung. Damit stand der Kl&amp;auml;gerin auch das vereinbarte Arbeitsentgelt zu (ArbG Aachen, 11. 7.2025 &amp;mdash; 4 Ca 2741/23).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gegen dieses Urteil legte der Arbeitgeber Berufung ein: Er vertrete nach wie vor die Auffassung, die Kl&amp;auml;gerin sei zur Offenbarung ihrer Schwerbehinderung verpflichtet gewesen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Das sagt das Gericht&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Berufung ist nicht begr&amp;uuml;ndet, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) K&amp;ouml;ln. Das Arbeitsgericht habe die Klage zu Recht und mit zutreffender Begr&amp;uuml;ndung abgewiesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle K&amp;uuml;ndigungen vor der Eigenk&amp;uuml;ndigung der Kl&amp;auml;gerin zum 29.02.2024 seien unwirksam gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 168 SGB IX, &amp;sect; 134 BGB, da der Arbeitgeber keine Zustimmung des Inklusionsamtes eingeholt hatte.&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&amp;raquo;Erlaubte L&amp;uuml;ge&amp;laquo; &amp;uuml;ber Schwerbehinderung&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;Auch die Anfechtungserkl&amp;auml;rung des Arbeitgebers vom 1.12.2023 ist wirkungslos, weil es ihr an einem Anfechtungsgrund fehlt. Bis zum Jahre 1995 war der schwerbehinderte Mensch noch verpflichtet, auf die Frage nach der Schwerbehinderung wahrheitsgem&amp;auml;&amp;szlig; zu antworten (BAG 5.10.1995 &amp;mdash; 2 AZR 923/94). Sp&amp;auml;testens aber seit dem Inkrafttreten des &amp;sect; 81 Abs. 2 SGB IX (heute &amp;sect; 164 Abs. 2 SGB IX) im Jahr 2001 und dann durch das Inkrafttreten der Regelungen in &amp;sect;&amp;sect; 1, 7 AGG im Jahre 2006, darf auf die Frage gelogen werden. Eine solche erlaubte L&amp;uuml;ge kommt als Anfechtungsgrund nicht in Betracht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dieser Erkenntnis m&amp;uuml;sse die vorliegende Entscheidung allerdings nicht einmal beruhen, denn der Arbeitgeber habe nach seinem eigenen Vortrag im Rahmen des Vertragsabschlusses der Kl&amp;auml;gerin nicht einmal eine entsprechende Frage gestellt. Ohne eine solche zuvor gestellte Frage ergibt sich eine Offenbarungspflicht aus keinem rechtlichen Gesichtspunkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, Personalrat</category>
      <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 09:20:21 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>So kommt die Schwerbehindertenvertretung rechtssicher ins Amt</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~So-kommt-die-Schwerbehindertenvertretung-rechtssicher-ins-Amt~.html</link>
      <description>In der wirtschaftlichen Krise stellen einige Arbeitgeber die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen hinten an. Möglichst viele Kandidatinnen und Kandidaten sollten sich daher zur Wahl der Schwerbehindertenvertretungen (SBV) im Herbst aufstellen lassen. Anstöße engagierter Interessenvertretungen sind jetzt besonders wichtig. In »Gute Arbeit« 5/2026 hat Irene Husmann wichtige Fragen zur SBV-Wahl beantwortet – und zum Engagement aufgerufen.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;Welche Bedeutung hat f&amp;uuml;r dich die SBV-Wahl 2026?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Ziele soziale und berufliche Inklusion sowie die Wahl einer SBV haben gesetzliche Grundlagen. Wir sehen aktuell, dass sich die Arbeitgeber in einer wirtschaftlichen Krise nicht von selbst f&amp;uuml;r berufliche Teilhabe und Chancengleichheit einsetzen, daf&amp;uuml;r sind die Anst&amp;ouml;&amp;szlig;e der Interessenvertretungen unverzichtbar. Daher gilt: Es ist darauf zu achten, auch seitens der Betriebs- und Personalr&amp;auml;te, dass m&amp;ouml;glichst in jeder Verwaltung und in jedem Betrieb eine SBV gew&amp;auml;hlt wird, wenn die Voraussetzungen daf&amp;uuml;r vorliegen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wann genau liegt die Voraussetzung zur SBV-Wahl vor?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das ist der Fall, wenn im Betrieb oder in der Dienststelle wenigstens f&amp;uuml;nf schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen nicht nur vor&amp;uuml;bergehend besch&amp;auml;ftigt sind. Die SBV besteht aus einer Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen und mindestens einer Person als Stellvertreter*in, die eine Vertrauensperson im Falle der Verhinderung vertreten kann oder zu ihren Aufgaben regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig herangezogen wird.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer darf zur Wahl antreten?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Kandidieren d&amp;uuml;rfen alle, die 18 Jahre alt und nicht nur vor&amp;uuml;bergehend beim Arbeitgeber besch&amp;auml;ftigt sind. Die Kandidatinnen und Kandidaten m&amp;uuml;ssen nicht schwerbehindert oder gleichgestellt sein. Wer sich aufstellen l&amp;auml;sst, muss dem Betrieb mindestens sechs Monate lang angeh&amp;ouml;ren; teils gibt es im &amp;ouml;ffentlichen Dienst, je nach Bundes- oder Landesrecht, daf&amp;uuml;r andere Fristen. Wo das Betriebsverfassungsgesetz gilt, d&amp;uuml;rfen keine leitenden Angestellten kandidieren.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer ist wahlberechtigt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Alle schwerbehinderten und alle ihnen gleichgestellten Menschen, die im Betrieb oder in der Dienststelle besch&amp;auml;ftigt sind.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer setzt den Walvorstand wann ein?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Amtiert eine SBV, bestellt sie den Wahlvorstand sp&amp;auml;testens acht Wochen vor der Wahl und bestimmt dessen Vorsitzenden: insgesamt sind das drei vollj&amp;auml;hrige Personen. Die SBV darf selbst Mitglied des Wahlvorstands sein, kann sich aber auch aus der Wahlorganisation heraushalten. Gibt es keine SBV, wird der Wahlvorstand in einer Versammlung der wahlberechtigten schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen gew&amp;auml;hlt. Dazu k&amp;ouml;nnen drei wahlberechtigte Besch&amp;auml;ftigte, der Betriebs- oder Personalrat oder sogar das zust&amp;auml;ndige Integrationsamt einladen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Der Wahlvorstand entscheidet &amp;uuml;ber die Zahl der Stellvertreter*innen.&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das ist eine wichtige Weichenstellung f&amp;uuml;r die Arbeitsf&amp;auml;higkeit der SBV. Neben der Vertrauensperson sollten immer mehrere Stellvertreter*innen gew&amp;auml;hlt werden k&amp;ouml;nnen, nicht nur nach Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Firma oder Beh&amp;ouml;rde! Denn f&amp;auml;llt die Vertrauensperson (l&amp;auml;nger) aus, kommt es nicht zu Zeiten ohne Vertretung. Auch das Heranziehen einzelner Stellvertreter*innen zu bestimmten SBV-Aufgaben funktioniert nur, wenn gen&amp;uuml;gend Stellvertretungen gew&amp;auml;hlt wurden.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Welches Wahlverfahren gilt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Orientierung bieten die Wahlen zur allgemeinen Interessenvertretung: Gibt es mindestens 50 Wahlberechtigte, wird nach dem f&amp;ouml;rmlichen Verfahren gew&amp;auml;hlt. Bei weniger als 50 Wahlberechtigten, deren Arbeitsorte aber weit auseinander liegen (zum Beispiel mehr als 50 Kilometer), wird trotz der geringen Anzahl im f&amp;ouml;rmlichen Wahlverfahren gew&amp;auml;hlt. Bei weniger als 50 Wahlberechtigten und r&amp;auml;umlicher N&amp;auml;he wird nach dem vereinfachten Wahlverfahren gew&amp;auml;hlt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Sind f&amp;uuml;r die Vertrauensperson und die Stellvertreter*innen getrennte Wahlg&amp;auml;nge Pflicht?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Ja, im Gegensatz zu den Wahlen der allgemeinen Interessenvertretungen werden die Vertrauensperson und die Stellvertreter*innen in zwei Wahlg&amp;auml;ngen gew&amp;auml;hlt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wer tr&amp;auml;gt die Kosten der Wahl?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Der Arbeitgeber hat die Kosten zu tragen: dazu geh&amp;ouml;rt der Aufwand f&amp;uuml;r die Wahlvorbereitung mit Wahlvorstandsschulungen und f&amp;uuml;r die Wahldurchf&amp;uuml;hrung.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wie sind die Teilnehmer an der Wahl gesch&amp;uuml;tzt?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Gew&amp;auml;hlte Bewerber*innen fallen unter den erweiterten K&amp;uuml;ndigungsschutz &amp;ndash; genau wie Betriebsr&amp;auml;te oder Personalr&amp;auml;te. F&amp;uuml;r den Wahlvorstand, die Wahlleitung und nicht gew&amp;auml;hlte Bewerber*innen gilt dieser erweiterte K&amp;uuml;ndigungsschutz ebenfalls, und zwar bis sechs Monate nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Im Interview: Irene Husmann, Beratungsstelle Handicap von Arbeit und Leben DGB/VHS Hamburg e. V.&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie ist Autorin der neuen SBV-Wahlhilfe aus dem Bund-Verlag: &lt;a href="https://shop.bund-verlag.de/wahl-der-schwerbehindertenvertretung-2026-978-3-7663-7606-0" target="_blank"&gt;Irene Husmann, &amp;raquo;Wahl der Schwerbehindertenvertretung 2026. Handlungsanleitung &amp;ndash; Wahlkalender &amp;ndash; Zugangscode f&amp;uuml;r Online-Nutzung &amp;ndash; Barrierefreies PDF inklusive&amp;laquo;, 9. aktualisierte Aufl., Frankfurt am Main, ISBN 978-3-7663-7606-0 (50 Euro)&lt;/a&gt;.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Die Wahlhilfe &amp;ndash; euer Vorteil&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Handlungsanleitung &amp;raquo;Wahl der Schwerbehindertenvertretung&amp;laquo; orientiert sich am Wahlverlauf nach dem Sozialgesetzbuch IX und der entsprechenden Wahlordnung. Sie unterst&amp;uuml;tzt zuverl&amp;auml;ssig in allen Phasen des Wahlverfahrens und beinhaltet:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Organisation: Welche Aufgaben hat der Wahlvorstand? Wann muss er bestellt werden?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Aktives und passives Wahlrecht: Wer darf w&amp;auml;hlen? Wer darf gew&amp;auml;hlt werden?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Berechnen von Fristen: Was passiert wann?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Normales und vereinfachtes Wahlverfahren: Wie genau wird gew&amp;auml;hlt?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wahlgrunds&amp;auml;tze und Schutz der Wahl.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Die aktualisierte Neuauflage ber&amp;uuml;cksichtigt die neuere Rechtsprechung unter anderem zur Wahlberechtigung der Besch&amp;auml;ftigten in Werkst&amp;auml;tten f&amp;uuml;r behinderte Menschen. Au&amp;szlig;erdem wird das Wichtigste zu den Wahlen der Konzern-, Gesamt-, Bezirks- und Hauptschwerbehindertenvertretungen vorgestellt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44_archive/zeitschrift/396-2220/asset/150-161779/position/_" target="_blank"&gt;Interview ist in voller L&amp;auml;nge in der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 5/2026&lt;/a&gt;, Rubrik &amp;raquo;Pr&amp;auml;vention und Teilhabe&amp;laquo; (S. 36-39) erschienen.&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44_archive/zeitschrift/396-2220" target="_blank"&gt;Titelthema der Ausgabe 5/2026: Mobile Arbeit &amp;ndash; Gute Bildschirmarbeit auch im Homeoffice&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2261"&gt;Titelthema 6-7/2026: Nach der Betriebsratswahl &amp;ndash; Grundlagen: Mitbestimmen im Arbeitsschutz&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Vorschau Titelthema 8/2026: BEM, BGF, Mitbestimmung: Pr&amp;auml;vention &amp;ndash; alles, was Besch&amp;auml;ftigte gesund erh&amp;auml;lt&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Vorschau Titelthema 9/2026: Gleichstellung und Vereinbarkeit voranbringen&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die &lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44/zeitschrift/396-2261" target="_blank"&gt;Online-Ausgabe registrierte Abonnentinnen und Abonnenten von &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt; greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.bund-verlag.de/bestellseite/gute-arbeit-testen" target="_blank"&gt;Hier 2 Ausgaben gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Zeitschriften-Abstract</category>
      <category domain="Zielgruppen">Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, Personalrat, MAV</category>
      <pubDate>Fri, 17 Jul 2026 08:44:27 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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      <title>Hitzefrei im Büro?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Hitzefrei-im-Buero~.html</link>
      <description>Es gibt kein generelles Hitzefrei am Arbeitsplatz. Arbeitgeber müssen jedoch beachten, dass bei Temperaturen von über 30 Grad in Büros Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit Arbeitnehmer geschützt werden. Auch im Homeoffice gibt es Regelungen zu beachten.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften, die ab einer bestimmten Temperatur&amp;uuml;berschreitung hitzefrei am Arbeitsplatz (B&amp;uuml;ro) vorschreiben. F&amp;uuml;r Arbeitgeber lassen sich jedoch Regeln aus dem Arbeitsschutzrecht und der allgemeinen F&amp;uuml;rsorgepflicht ableiten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neben den abgeleiteten Regeln sollte es auch im Interesse des Arbeitgebers sein, B&amp;uuml;roarbeitspl&amp;auml;tze derartig zu gestalten, dass Arbeitnehmer nicht gesundheitlich beeintr&amp;auml;chtigt werden und leistungsf&amp;auml;hig bleiben. Die arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen der Arbeitsst&amp;auml;ttenverorndung (ArbSt&amp;auml;ttV) verlangen, dass am Arbeitsplatz eine f&amp;uuml;r die Gesundheit zutr&amp;auml;gliche Temperatur herrscht. Hinzu kommen die technischen Regeln f&amp;uuml;r Arbeitsst&amp;auml;tten (ASR), wonach die Temperatur in Arbeitsr&amp;auml;umen nicht &amp;uuml;ber &lt;strong&gt;26 Grad&lt;/strong&gt; liegen darf. Diese Regelung ist eher als arbeitswissenschaftliche Empfehlung zu werten. Konkrete Pflichten des Arbeitgebers greifen bei einem &amp;Uuml;berschreiten dieser Grenze noch nicht. In der Praxis sollten Arbeitgeber aber bereits bei einem &amp;Uuml;berschreiten dieser Grenze geeignete Ma&amp;szlig;nahmen ergreifen. Anders sieht es dann bei einer &amp;Uuml;berschreitung der &lt;strong&gt;30-Grad-Grenze&lt;/strong&gt; auf. Ab diesem Zeitpunkt m&amp;uuml;ssen Arbeitgeber geeignete Ma&amp;szlig;nahmen ergreifen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Welche Ma&amp;szlig;nahmen m&amp;uuml;ssen Arbeitgeber ergreifen?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Sobald 30 Grad im B&amp;uuml;ro &amp;uuml;berschritten werden, m&amp;uuml;ssen Arbeitgeber handeln. In der ASR finden sich beispielhafte Ma&amp;szlig;nahmen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Ventilatoren aufstellen (nicht Klimaanlagen),&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Getr&amp;auml;nke (vorwiegend Wasser) anbieten,&lt;/li&gt;&lt;li&gt;L&amp;uuml;ften &amp;uuml;ber Nacht,&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Rollos oder&amp;nbsp;Jalousien herunterlassen oder&lt;/li&gt;&lt;li&gt;die Arbeitszeit anpassen, etwa durch einen fr&amp;uuml;heren Arbeitsbeginn.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Jenseits der &lt;strong&gt;35 Grad&lt;/strong&gt; ist das B&amp;uuml;ro gem&amp;auml;&amp;szlig; ASR ohne besondere Ma&amp;szlig;nahmen nicht mehr als Arbeitsplatz geeignet. In diesen F&amp;auml;llen m&amp;uuml;ssen Arbeitgeber Ma&amp;szlig;nahmen ergreifen, etwa Pausen in gek&amp;uuml;hlten R&amp;auml;umen erm&amp;ouml;glichen. Arbeitnehmer haben aber auch bei derart hohen Temperaturen keine Berechtigung selbstst&amp;auml;ndig hitzefrei zu nehmen, da dies ein Versto&amp;szlig; gegen den Arbeitsvertrag darstellen w&amp;uuml;rde. Eine Abmahnung oder sogar die K&amp;uuml;ndigung im Wiederholungsfall k&amp;ouml;nnte die Rechtsfolge sein.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Hitze im Homeoffice&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Bei Homeoffice muss zwischen dem klassichen Homeoffice/Telearbeit und mobilem Arbeiten differenziert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Telearbeit gelten die gleichen Regelungen wie am B&amp;uuml;roarbeitsplatz. Hier m&amp;uuml;ssen Arbeitgeber je nach Temperatur entsprechend handeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das mobile Arbeiten gew&amp;auml;hrt Arbeitnehmern frei zu entscheiden, wo die Arbeitsleistung erbracht wird. Hier verschiebt sich die Beachtung von Hitzeschutz-Ma&amp;szlig;nahmen in den Verantwortungsbereich der Arbeitnehmer. Arbeitgeber sind in diesem Fall aber verpflichtet Arbeitnehmern alternativ einen Arbeitsplatz im B&amp;uuml;ro zur Verf&amp;uuml;gung zu stellen, da mobiles Arbeiten im Regelfall freiwillig ist. Vor Ort greift dann auch wieder die Verpflichtung des Arbeitgebers f&amp;uuml;r entsprechende Ma&amp;szlig;nahmen zu sorgen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jb)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Aktuelles</category>
      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, MAV, JAV, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 11:19:41 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Streikbilanz 2025: Weniger Arbeitskämpfe als im Vorjahr</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Streikbilanz-2025~.html</link>
      <description>Nach den Berechnungen des WSI erlebte Deutschland im Jahr 2025 insgesamt 261 Arbeitskämpfe. Trotz des Rückgangs im Vergleich zum Jahr 2024 übersteigt der Wert das langjährige Mittel deutlich – anders als bei der Zahl der streikenden Beschäftigten.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die Zahl der Streiks und der dadurch verursachten Arbeitsausf&amp;auml;lle in Deutschland ist im vergangenen Jahr gesunken. Das geht aus der aktuellen Arbeitskampfbilanz des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&amp;ouml;ckler-Stiftung hervor. Demnach wurden im Jahr 2025 bundesweit 261 Arbeitsk&amp;auml;mpfe registriert &amp;ndash; etwa 25 beziehungsweise rund 9 Prozent weniger als im Vorjahr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zudem &amp;raquo;blieb die Konflikth&amp;auml;ufigkeit im langfristigen Mittel weiter auf hohem Niveau&amp;laquo;, wie es in dem Report hei&amp;szlig;t. Demnach hat Deutschland nach WSI-Z&amp;auml;hlungen seit 2016 lediglich 2023 (312) und 2024 (286) mehr Streiks erlebt als im vergangenen Jahr &amp;ndash; im Mittel der zur&amp;uuml;ckliegenden zehn Jahre gab es laut dem Report nur 229 Arbeitsk&amp;auml;mpfe. Zwischen 2006 und 2015 hatte es den Forscherinnen zufolge gar nur durchschnittlich 182 Streiks pro Jahr gegeben. Seither hat laut WSI nicht nur die Zahl der Streiks, sondern auch die bestreikten Betriebe strukturell zugenommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einen zentralen Grund f&amp;uuml;r diese &amp;bdquo;Entkoppelung&amp;laquo; &amp;ndash; langfristige Zunahme der Streikereignisse hier, Abnahme der Teilnehmendenzahlen und Ausfalltage dort &amp;ndash; sehen Thilo Janssen und Dr. Heiner Dribbusch als Autoren des Reports &amp;raquo;in einer ver&amp;auml;nderten Arbeitskampff&amp;uuml;hrung der Gewerkschaften&amp;laquo;. Auch weil sich Unternehmen verst&amp;auml;rkt aus Fl&amp;auml;chentarifvertr&amp;auml;gen zur&amp;uuml;ckziehen, &amp;uuml;berwiegen mittlerweile einzelne, relativ kurze Arbeitsniederlegungen, w&amp;auml;hrend &amp;raquo;unbefristete Fl&amp;auml;chenstreiks&amp;laquo; selten geworden seien. F&amp;uuml;r 2026 halten sie dennoch eine Wiederzunahme der Teilnehmenden- und Ausfallzahlen f&amp;uuml;r m&amp;ouml;glich, da in diesem Jahr gem&amp;auml;&amp;szlig; WSI-Tarifarchiv Tarifvertr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r etwa 10 Millionen Besch&amp;auml;ftigte neu verhandelt werden, deutlich mehr als 2025 (rund 6,3 Millionen).&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Tarifbindung als zentrales Ziel&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;In der Arbeitskampfbilanz 2025 hat das WSI &amp;raquo;erstmals detailliert die Arbeitskampfziele der Gewerkschaften in Zahlen ausgewertet&amp;laquo;, wie es in dem Report hei&amp;szlig;t. Dabei sei vor allem die H&amp;auml;ufigkeit der F&amp;auml;lle &amp;raquo;bemerkenswert&amp;laquo;, in denen Besch&amp;auml;ftigte f&amp;uuml;r die (erstmalige) Tarifbindung von Unternehmen streikten, meist in Form von Haustarifvertr&amp;auml;gen. Insgesamt betraf dies im vergangenen Jahr 69 und damit 27 Prozent der Streiks. &amp;raquo;Gewerkschaften m&amp;uuml;ssen somit einen erheblichen Teil ihrer Ressourcen daf&amp;uuml;r aufwenden, der Tarifflucht der Unternehmen und damit einem weiteren Absinken der Tarifbindung entgegenzuwirken&amp;laquo;, Thilo Janssen und Dr. Heiner Dribbusch dazu.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Abschluss von Tarifvertr&amp;auml;gen war 2025 das zweith&amp;auml;ufigste Streikziel. In 126 der 261 Arbeitsk&amp;auml;mpfe &amp;ndash; fast jeder zweite &amp;ndash; gingen Besch&amp;auml;ftigte f&amp;uuml;r h&amp;ouml;heres Entgelt auf die Stra&amp;szlig;e. Grunds&amp;auml;tzlich spiegelte sich in den Herangehensweisen und Zielen der Streikenden die Arbeitsmarktsituation der jeweiligen Branchen. So h&amp;auml;tten die Gewerkschaften in einigen von Arbeitskr&amp;auml;ftemangel bestimmten Bereichen wie Gesundheit, Soziales und &amp;ouml;ffentliche Verwaltung eher offensive Strategien gew&amp;auml;hlt; auch erlebte der Dienstleistungssektor die beiden gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Streiks anno 2025: im Fr&amp;uuml;hjahr legten Arbeitnehmer*innen des Bundes und der kommunalen Verkehrsunternehmen ihre Arbeit nieder, im Fr&amp;uuml;hwinter die Tarifbediensteten der L&amp;auml;nder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im produzierenden und im Baugewerbe hingegen, wo vermehrt Arbeitspl&amp;auml;tze abgebaut wurden, gab es tendenziell kleinere Arbeitsk&amp;auml;mpfe, die laut WSI &amp;raquo;h&amp;auml;ufig entsprechend defensiv angelegt&amp;laquo; waren. Es ging also etwa um tarifliche Vereinbarungen zu Besch&amp;auml;ftigungssicherung, Abfindungen oder Transfergesellschaften. Hier kam es auch zu einem der wenigen Erzwingungsstreiks des Jahres: Nachdem der Gabelstapler-und Hubwagenhersteller Jungheinrich die Schlie&amp;szlig;ung des Produktionsstandorts &amp;nbsp;L&amp;uuml;neburg angek&amp;uuml;ndigt hatte, legten Besch&amp;auml;ftigte ab November 2025 f&amp;uuml;r 85 Tage die Arbeit nieder. &amp;nbsp;Der Protest gegen die Teilschlie&amp;szlig;ung endete mit einem Teilerfolg: Die rund 160 Fertigungsmitarbeiter verlieren Ende M&amp;auml;rz 2027 ihre Jobs, werden aber durch ein laut Gewerkschaften &amp;raquo;&lt;a href="https://www.dgb.de/service/weiterer-service/tarifmeldungen/tarifmeldung/tarifeinigung-bei-jungheinrich-lueneburg-nach-85-tagen-streik/"&gt;substanzielles Paket&lt;/a&gt;&amp;laquo; sozial abgefedert.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Zum Report &amp;raquo;WSI-Arbeitskampfbilanz 2025&amp;laquo; geht es &lt;a href="https://www.wsi.de/de/faust-detail.htm?sync_id=HBS-009426"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (jb)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Betriebsratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, MAV, JAV, Schwerbehindertenvertretung</category>
      <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 09:07:41 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Mehr Fairness bei der Vergabe von Bundesaufträgen</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Das-neue-Bundestariftreuegesetz0~.html</link>
      <description>Tarifgebundene Unternehmen waren gegenüber Firmen ohne Tarife eher im Nachteil, wenn sie um öffentliche Aufträge des Bundes konkurrierten. Das führte zu Wettbewerbsverzerrungen. Dagegen soll das Bundestariftreuegesetz (BTTG) wirken: Bundesaufträge sollen künftig an »tariftreue Firmen« vergeben werden – mit einigen Ausnahmen. Was es damit genau auf sich hat, erklärt Stefan Körzell ausführlich in »Gute Arbeit« 6-7/2026.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Das BTTG hat einen komplizierten offiziellen Titel: Gesetz zur St&amp;auml;rkung der Tarifautonomie durch die Sicherung von Tariftreue bei der Vergabe &amp;ouml;ffentlicher Auftr&amp;auml;ge des Bundes (Tariftreuegesetz &amp;ndash; BTTTG). Bisher konnten Unternehmen ohne Tarifbindung im Wettbewerb um Auftr&amp;auml;ge oft die g&amp;uuml;nstigeren Angebote abgeben, weil sie geringere Personalkosten haben. Das BTTG soll diese Wettbewerbsverzerrung ausgleichen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Wie das BTTG wirken soll&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Wer k&amp;uuml;nftig &amp;ouml;ffentliche Auftr&amp;auml;ge und Konzessionen des Bundes ausf&amp;uuml;hren will, muss den daf&amp;uuml;r eingesetzten Arbeitnehmer*innen bestimmte branchenspezifische, tarifvertragliche Arbeitsbedingungen gew&amp;auml;hren. Tarifgebundene Arbeitgeber erhalten somit einen Anreiz, ihre Tarifbindung beizubehalten; tariflose Unternehmen sollen m&amp;ouml;glichst in die Tarifbindung eintreten. Die Bundesregierung erhofft sich vom Gesetz also wirksame Impulse gegen die Tarifflucht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das BTTG greift bei der Ausf&amp;uuml;hrung von Bau- und Dienstleistungsauftr&amp;auml;gen des Bundes &amp;ndash; sowie von Auftraggebern aus seinem Bereich &amp;ndash; ab einem gesch&amp;auml;tzten Auftragswert von 50.000 Euro. F&amp;uuml;r Vergaben im Bereich der zivilen Verteidigung, der inneren Sicherheit und des Katastrophenschutzes wurde eine h&amp;ouml;herer Auftragswert von 100.000 Euro festgelegt.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;BTTG-Ausnahmen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Das Gesetz gilt ausdr&amp;uuml;cklich nicht f&amp;uuml;r die Bedarfe der Bundeswehr, die bis zum 31.12.2032 bereits gelten. Zudem greift das BTTG nur dort, wo auch das Vergaberecht selbst Anwendung findet. Anders gesagt: Ohne Vergaberecht keine Tariftreue. Vollst&amp;auml;ndig ausgenommen sind au&amp;szlig;erdem s&amp;auml;mtliche Lieferleistungen, also die Beschaffung von Waren. Dies f&amp;uuml;hrt zu einer erheblichen Einschr&amp;auml;nkung des Anwendungsbereichs und steht im Widerspruch zum Gesetzesziel. Allein 2024 machten Lieferleistungen rund 29 Prozent der &amp;ouml;ffentlichen Auftr&amp;auml;ge und Konzessionen des Bundes aus.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Was ist &amp;raquo;Tariftreue&amp;laquo;?&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Kern des BTTG ist das Tariftreueversprechen. Dabei handelt es sich &amp;ndash; anders als oft sogar von Arbeitgeberverb&amp;auml;nden missverstanden &amp;ndash; nicht um die Pflicht zur Tarifbindung. Stattdessen m&amp;uuml;ssen Auftragnehmer ein Tariftreueversprechen abgeben: Sie verpflichten sich, den bei der Auftragsausf&amp;uuml;hrung eingesetzten Arbeitnehmer*innen bestimmte tarifliche Mindestarbeitsbedingungen auf Grundlage repr&amp;auml;sentativer Branchentarifvertr&amp;auml;ge zu gew&amp;auml;hren. Dieses Versprechen ist eine zwingende Ausf&amp;uuml;hrungsbedingung und Bestandteil des Vertrags zwischen dem Bundesauftraggeber und dem Auftragnehmer. Auftragnehmer m&amp;uuml;ssen auch sicherstellen, dass Nachunternehmer und Leiharbeitsfirmen ebenfalls diese Arbeitsbedingungen gew&amp;auml;hren.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Antragsverfahren und Clearingstelle&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die jeweils g&amp;uuml;ltigen Arbeitsbedingungen legt das Bundesministerium f&amp;uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) per branchenspezifischer Rechtsverordnung fest &amp;ndash; auf Antrag einer Gewerkschaft oder eines Arbeitgeberverbands. Der Antrag muss den betreffenden Tarifvertrag sowie die darin festgelegten Inhalte benennen, die f&amp;uuml;r verbindlich erkl&amp;auml;rt werden sollen. Eine detaillierte inhaltliche Pr&amp;uuml;fung des Antrags durch das BMAS findet nicht statt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Festgelegt werden k&amp;ouml;nnen insbesondere die Entlohnung einschlie&amp;szlig;lich des gesamten tariflichen Entgeltsystems mit Zulagen, Zuschl&amp;auml;gen und Sonderzahlungen, dem bezahlten Mindestjahresurlaub sowie den H&amp;ouml;chstarbeitszeiten, Mindestruhezeiten und Ruhepausen. Diese Mindestarbeitsbedingungen entsprechen damit den Regelungen des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes. (&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Stefan K&amp;ouml;rzell ist seit 2014 Mitglied im Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrenden DGB-Bundesvorstand, verantwortlich unter anderem f&amp;uuml;r die Industrie-, Struktur-, Wirtschafts- und Finanzpolitik.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Weitere Informationen&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Neugierig auf den Beitrag von Stefan K&amp;ouml;rzell? Mehr lesen in der Ausgabe 6-7/2026 der Zeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo;. Darin das Titelthema &amp;raquo;Nach der Betriebsratswahl&amp;nbsp;&amp;ndash; Grundlagen: Mitbestimmen im Arbeitsschutz&amp;laquo;. &amp;Uuml;bersicht:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;G. Hill: Neu im Betriebsrat: Aktiv im Arbeits- und Gesundheitsschutz&amp;nbsp;(S. 8 - 14).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;M.&amp;nbsp;Wulff: So wehren sich Besch&amp;auml;ftigte gegen &amp;Uuml;berlastung (S. 15 - 18).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;G. Sendelbeck: Das Beschwerderecht&amp;nbsp;(S. 19 - 21).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;A. Herbst: Grundlagen der Arbeitsschutzorganisation (S. 22 ff.).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Online-Ausgabe registrierte Abonnent*innen von &amp;raquo;&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/zeitschriften/gute-arbeit" target="_blank"&gt;Gute Arbeit&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;greifen im Archiv kostenfrei auf alle Beitr&amp;auml;ge, Ausgaben und das ePaper zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="btn" href="https://www.gutearbeit-online.de/homepage" target="_blank"&gt;Jetzt 2 Ausgaben &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (be)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Themen">Arbeitsschutz, Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit, Personalratsarbeit</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, JAV, MAV</category>
      <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 05:38:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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      <title>ArbG Düsseldorf: Verstoß gegen Meldepflichten kein AGG-Indiz mehr?</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~ArbG-Duesseldorf-Verstoss-gegen-Meldepflichten-kein-AGG-Indiz-mehr-~.html</link>
      <description>Arbeitgeber sind verpflichtet, mit der Arbeitsagentur eine Besetzung freier Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu prüfen. Ein Verstoß gegen diese Pflicht belegt nach Ansicht des BAG eine Benachteiligung im Sinne des AGG. Diese Ansicht stellt das ArbG Düsseldorf nun einem AGG-Prozess infrage – die »alten« Meldepflichten seien in Zeiten digitaler Recruiting-Prozesse nicht mehr zeitgemäß.</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Darum geht es&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Ein schwerbehinderter Jurist bewarb sich &amp;uuml;ber einen Personalvermittler auf eine F&amp;uuml;hrungsposition. Direkt nach der Absage machte er gegen&amp;uuml;ber dem Unternehmen zahlreiche Verst&amp;ouml;&amp;szlig;e gegen F&amp;ouml;rder- und Beteiligungspflichten nach dem SGB IX geltend und forderte eine Entsch&amp;auml;digung von mindestens 75.000 Euro nach &amp;sect; 15 Abs. 2 AGG. Zur Begr&amp;uuml;ndung verwies er unter anderem auf eine unterlassene Beteiligung der Agentur f&amp;uuml;r Arbeit, des Betriebsrats und der Schwerbehindertenvertretung (SBV). Das Unternehmen wies die Vorw&amp;uuml;rfe zur&amp;uuml;ck und berief sich darauf, der Kl&amp;auml;ger habe sich nicht ernsthaft um die Stelle beworben, sondern verfolge als &amp;raquo;AGG-Hopper&amp;laquo; gezielt Entsch&amp;auml;digungsanspr&amp;uuml;che.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Das sagt das Gericht&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Das Arbeitsgericht (ArbG) D&amp;uuml;sseldorf wies die Klage ab. Nach Auffassung der Kammer war das Entsch&amp;auml;digungsverlangen rechtsmissbr&amp;auml;uchlich (&amp;sect; 242 BGB). Zahlreiche Indizien spr&amp;auml;chen daf&amp;uuml;r, dass der Kl&amp;auml;ger die Stelle nicht ernsthaft habe antreten wollen. Das Gericht verwies unter anderem auf eine Vielzahl &amp;auml;hnlicher Verfahren des Kl&amp;auml;gers gegen andere Arbeitgeber, die sofortige Geltendmachung von Anspr&amp;uuml;chen nach der Absage, die vorbereitete Dokumentation des Bewerbungsprozesses sowie weitere Umst&amp;auml;nde, die auf eine gezielte Herbeif&amp;uuml;hrung einer Ablehnung hindeuteten. Das Gericht bezeichnete den Kl&amp;auml;ger ausdr&amp;uuml;cklich als &amp;bdquo;klassischen AGG-Hopper&amp;ldquo;. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Dar&amp;uuml;ber hinaus verneinte das Gericht ausreichende Indizien f&amp;uuml;r eine Benachteiligung wegen der Schwerbehinderung und verneinte ausreichende Indizien f&amp;uuml;r eine Benachteiligung im Sinne des &amp;sect; 22 AGG. Die zust&amp;auml;ndige Kammer stellte sich ausdr&amp;uuml;cklich gegen die bisherige BAG-Rechtsprechung, wonach bereits Verst&amp;ouml;&amp;szlig;e gegen &amp;sect; 164 Abs. 1 SGB IX die Vermutung einer Benachteiligung begr&amp;uuml;nden k&amp;ouml;nnen (BAG 27.3.2025 - 8 AZR 123/24). Die Kammer h&amp;auml;lt diese Sicht angesichts moderner digitaler Rekrutierungsverfahren f&amp;uuml;r nicht mehr zeitgem&amp;auml;&amp;szlig;. Die Melde- und Vermittlungspflichten in &amp;sect; 164 Abs. 1, S&amp;auml;tze 1 und 2 SGB IX gegen&amp;uuml;ber der Agentur f&amp;uuml;r Arbeit verfolgten prim&amp;auml;r arbeitsmarktpolitische F&amp;ouml;rderzwecke; aus ihrer Verletzung lasse sich nicht ohne Weiteres auf eine diskriminierende Auswahlentscheidung schlie&amp;szlig;en. Erforderlich seien zus&amp;auml;tzliche Umst&amp;auml;nde mit konkretem Bezug zur Benachteiligung des Bewerbers, die hier fehlten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Hinweis f&amp;uuml;r die Praxis&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Das Urteil ist noch nicht rechtskr&amp;auml;ftig. Da die Kammer ausdr&amp;uuml;cklich von der bisherigen BAG-Rechtsprechung abweicht, d&amp;uuml;rfte das Verfahren in naher Zukunft auch das Landesarbeitsgericht D&amp;uuml;sseldorf besch&amp;auml;ftigen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12pt"&gt;Nach der bisherigen Rechtsprechung kann bereits ein Versto&amp;szlig; gegen die in &amp;sect; 164 Abs. 1 SGB IX geregelten F&amp;ouml;rderpflichten ein Indiz f&amp;uuml;r eine Benachteiligung schwerbehinderter Menschen sein. Betriebsrat, Personalrat und SBV sollten weiterhin darauf achten, dass ihr Arbeitgeber die F&amp;ouml;rderpflichten zugunsten Schwerbehinderter Menschen einh&amp;auml;lt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;Auch wenn die abgewiesene Klage eines mutma&amp;szlig;lichen &amp;raquo;AGG-Hoppers&amp;laquo; befriedigend wirken mag: Die Vorschriften in &amp;sect; 164 SGB IX dienen dazu, die Besch&amp;auml;ftigung und Inklusion schwerbehinderter Menschen zu f&amp;ouml;rdern und sollten deshalb in der Praxis umgesetzt werden, egal ob die Stelle per gedruckter Anzeige oder digital ausgeschrieben wird. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:12.0pt"&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (ck)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <category domain="Typ">Rechtsprechung</category>
      <category domain="Zielgruppen">Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, Personalrat</category>
      <pubDate>Fri, 03 Jul 2026 06:30:13 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Fachredaktion Bund-Verlag</dc:creator>
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    <item>
      <title>Koalitionskommission legt Reformpaket vor</title>
      <link>https://www.bund-verlag.de/sbv/aktuellessbv~Koalitionskommission-legt-Reformpaket-vor~.html</link>
      <description>Beschäftigungssicherung, Steuerentlastung, Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland – das sind drei der Ziele, welche das große Reformpakt der Bundesregierung erreichen soll.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Am sp&amp;auml;ten Abend des 1. Juli 2026 war es so weit: Die Koalitionspartner CDU/CSU und SPD hatten sich auf einen 34-Punkte-Plan geeinigt, der die Konjunktur voranbringen und den Arbeitsmarkt stabilisieren soll &amp;ndash; ein &lt;a href="https://www.bundesregierung.de/resource/blob/2196306/2445592/bc8e5e160d879f0bdd593121a96a45d2/2026-07-02-koaausschuss-data.pdf?download=1" rel="noreferrer noopener" target="_blank"&gt;&amp;raquo;Programm f&amp;uuml;r Aufschwung und Besch&amp;auml;ftigung&amp;laquo;&lt;/a&gt;, nennt die Bundesregierung dieses Papier.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Reaktionen folgten prompt und nat&amp;uuml;rlich enthielten sie Kritik, aber auch Lob, unter anderem von Gewerkschaftsseite. &amp;raquo;Viele der Ergebnisse des gestrigen Koalitionsausschusses sind richtige Signale f&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigung, Wachstum und Entlastung. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich der konstruktive Dialog mit den Sozialpartnern lohnt&amp;laquo;, sagte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Yasmin Fahimi.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So begr&amp;uuml;&amp;szlig;t der DGB in seiner Pressemitteilung ausdr&amp;uuml;cklich, &amp;bdquo;dass insbesondere kleine und mittlere Einkommen gezielt gest&amp;auml;rkt werden&amp;ldquo; und den erweiterten Spielraum f&amp;uuml;r flexible tarifliche Regelungen und Besch&amp;auml;ftigungssicherung. &amp;raquo;Dass die Politik diesen Vorschlag des DGB aufgreift, zeigt: Gewerkschaftliche Expertise z&amp;auml;hlt, und wir dringen mit unseren Hinweisen durch&amp;laquo;, so Fahimi dazu.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch die Erh&amp;ouml;hung der Arbeitnehmer-Pauschale um 200 Euro ist aus Sicht des DGB ein &amp;raquo;richtiges Signal&amp;laquo;. Die Kritik des gewerkschaftlichen Dachverbandes richtet sich hingegen vor allem gegen die Regierungspl&amp;auml;ne f&amp;uuml;r eine Erweiterung sachgrundlose Befristungen und zur Abschaffung der &lt;a href="https://www.dgb.de/presse/pressemitteilungen/agenturzitat/telefonische-krankschreibung-cdu-generalsekretaer-kennt-lebensrealitaet-der-beschaeftigten-nicht/" rel="noreferrer noopener" target="_blank"&gt;telefonischen Krankschreibung&lt;/a&gt; bei gleichzeitiger Pflicht, Arbeitsunf&amp;auml;higkeitsbescheinigungen am ersten Tag einzureichen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das sind die wichtigsten von der Koalition vorgesehenen Ma&amp;szlig;nahmen f&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte im Einzelnen, geordnet nach Kernbereichen:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;1. Rente&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Alle 33 Empfehlungen der &lt;a href="https://www.aib-web.de/home/wirtschaft-arbeitsmarkt/rente-demografie/umbau-altersvorsorge-das-empfiehlt-die-kommission" rel="noreferrer noopener" target="_blank"&gt;Rentenkommission&lt;/a&gt; sollen bis Ende 2026 in einem Gesetzespaket umgesetzt werden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;2. Steuern&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Zum 1. Januar 2027 wird die Einkommenssteuer reformiert, um insbesondere Familien mit Kindern zu entlasten. Vorgesehen sind unter anderem die Anhebung des Grundfreibetrages, die Anhebung des Kinderfreibetrages, die Erh&amp;ouml;hung des Kindergeldes, die Anhebung des Arbeitnehmerpauschbetrages sowie eine Erh&amp;ouml;hung des Spitzensteuersatzes f&amp;uuml;r zu versteuernde Einkommen von 250.000 Euro in H&amp;ouml;he von 45 Prozent und von 280.000 Euro in H&amp;ouml;he von 47 Prozent.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Abgabe der Einkommenssteuererkl&amp;auml;rung wird erleichtert. In einem ersten Schritt soll bis Januar 2027 unter anderem die vorausgef&amp;uuml;llte, digitale Steuererkl&amp;auml;rung kommen. Auch die Nutzung der Identifikationsnummer durch Sozialversicherungstr&amp;auml;ger soll erleichtert werden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;3. Arbeitsmarkt&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Steuerlich beg&amp;uuml;nstigte Sonn- und Feiertagszuschl&amp;auml;ge werden zum 1. Januar 2027 f&amp;uuml;r Stundenl&amp;ouml;hne bis 75 Euro angehoben. Gleichzeitig fallen f&amp;uuml;r den steuerfreien Zuschlag im Regelungsbereich eines Tarifvertrags keine Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r die Rentenversicherung an &amp;ndash; bisher lag die Grenze generell bei 25 Euro.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sachgrundlose Befristungen sollen erleichtert werden, und zwar f&amp;uuml;r alle Besch&amp;auml;ftigten, die bis Ende 2030 einen Arbeitsvertrag erhalten. Befristungen k&amp;ouml;nnen in diesem Rahmen maximal 48 Monate umfassen und bis zu sechsmal verl&amp;auml;ngert werden. Die Schriftformerfordernis wird ab Januar&amp;nbsp;2027 aufgehoben.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r H&amp;ouml;herverdienende mit Einkommen ab rund 180.000 Euro wird ab Januar 2027 das Ausscheiden aus dem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis erleichtert. Der klassische K&amp;uuml;ndigungsschutz entf&amp;auml;llt zugunsten spezieller Abfindungsregelungen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Generell werden Abfindungen k&amp;uuml;nftig steuerlich bevorzugt, um Jobwechsel attraktiver zu machen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jugendliche ohne Schulabschluss sowie Jugendliche ohne Ausbildung sollen mit dem Programm &amp;raquo;Zweite Chance&amp;laquo; schneller und besser in den Arbeitsmarkt integriert werden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Rahmen der Arbeitsmarktma&amp;szlig;nahmen will die Bundesregierung Besch&amp;auml;ftigte verpflichten, ab dem ersten Krankheitstag (nicht mehr ab Tag 4) eine AU-Bescheinigung (Krankmeldung) vorzulegen. Telefonische Krankschreibungen sollen abgeschafft werden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von Gewerkschaftsseite besonders begr&amp;uuml;&amp;szlig;t wird die Aufforderung der Bundesregierung an die Tarifvertragsparteien, in krisengesch&amp;uuml;ttelten Wirtschaftsbereichen wie der Automobilindustrie in den Dialog zu gehen, um bis Mitte Oktober 2026 konkrete Ma&amp;szlig;nahmen vorzuschlagen, die die Wettbewerbsf&amp;auml;higkeit und Krisenfestigkeit der jeweiligen Branche erh&amp;ouml;hen. Au&amp;szlig;erdem sollen sie Vorschl&amp;auml;ge erarbeiten, wie abweichende Regelungen von geltenden Gesetzen auf Tarifvertragsebene verbindlich festgelegt werden k&amp;ouml;nnen. Dies betrifft auch den Bereich des Arbeitsrechts, so die Themen Arbeitsschutz und die Befristung von Arbeitsvertr&amp;auml;gen (s. o.).&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;4. Wachstum und Gerechtigkeit&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Dieser Themenkomplex umfasst unter anderem geplante Ma&amp;szlig;nahmen zur F&amp;ouml;rderung von Zukunftstechnologien wie KI. Dazu z&amp;auml;hlen etwa die Idee, die&amp;nbsp; Attraktivit&amp;auml;t von Rechenzentren f&amp;uuml;r Kommunen mit Blick auf Gewerbesteuereinnahmen zu steigern, sowie Datenschutzerleichterungen auf EU-Ebene f&amp;uuml;r Vereine, aber auch f&amp;uuml;r kleine und mittelst&amp;auml;ndische Unternehmen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dar&amp;uuml;ber hinaus will die Bundesregierung beispielsweise einen Aktionsplan gegen &amp;bdquo;Sozialleistungsmissbrauch&amp;ldquo; entwickeln und durch neue Abkommen den Au&amp;szlig;enhandel st&amp;auml;rken und unfairen (internationalen) Wettbewerb einschr&amp;auml;nken.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;5. B&amp;uuml;rokratieabbau&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Die Bundesregierung will im gro&amp;szlig;en Stil B&amp;uuml;rokratie f&amp;uuml;r Unternehmen abbauen und unter anderem Berichtspflichten an staatliche Stellen pauschal aufheben &amp;ndash; nur, wo entsprechende Pflichten absolut erforderlich sind, sollen diese (gesetzlich geregelt) aufrechterhalten beziehungsweise eingef&amp;uuml;hrt werden. So soll rund ein Viertel aller aktuell existierenden Berichtspflichten wegfallen. &amp;nbsp;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Die Bestellung Betrieblicher Beauftragter wie zum Beispiel Sicherheitsbeauftragter soll, wie es hei&amp;szlig;t, st&amp;auml;rker &amp;raquo;in die Verantwortung von Unternehmen gelegt&amp;laquo; &amp;uuml;bergehen und an EU-Vorgaben ausgerichtet werden, nicht mehr an den strengeren nationalen Regelungen.(&lt;a href="https://www.bund-verlag.de/bundonline/modul/1726-43/inhalt/1726-44_archive/zeitschrift/396-2151/asset/150-148319/position/_" target="_blank"&gt;Mehr dazu in der Fachzeitschrift &amp;raquo;Gute Arbeit&amp;laquo; 12/2025 im Beitrag &amp;raquo;DGB: Gesundheitsschutz ist nicht verhandelbar&amp;laquo;&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; bund-verlag.de (mst)&lt;/p&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 02 Jul 2026 12:27:41 GMT</pubDate>
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