Teambuilding

Das Erfolgsgeheimnis für mehr Teamgeist

13. Juni 2022 Teamarbeit
Teamarbeit
Quelle: pixabay

Für eine erfolgreiche Interessenvertretung braucht es Kreativität, vertrauensvolle Zusammenarbeit, Motivation und gut durchdachte, tragfähige Arbeitsergebnisse im Gremium. Wie das gelingt, zeigt Katrin Stelzer in der »Arbeitsrecht im Betrieb« 6/2022.

Es hat doch alles so vielversprechend angefangen! Die erste konstituierende Sitzung, alle waren da, hochmotiviert und tatkräftig. Es herrschte große Einigkeit über die Lage, die dringend verändert werden muss… Das fühlte sich richtig gut an!

Na, dann kann’s ja losgehen! Arbeitsplanung, Aufgabenverteilung und dann reingesprungen ins Alltagsgeschäft mit seinen zahlreichen Anforderungen.

Nach 3 Monaten deutet sich an, was nach 7 Monaten nicht mehr zu ignorieren ist: viele spüren eine Unlust, zur Sitzung zu gehen und suchen innerlich nach Ausreden. Die Sitzungskultur ist geprägt von Anspannung, Genervtheit, Unpünktlichkeit, nicht gelesenen Protokollen, immer denselben, die das Wort ergreifen und die Entscheidungen dominieren. Manche ziehen sich völlig zurück, gemeinsame Haltungen sind zäh errungen. Und alle Gremienmitglieder sind froh und erschlagen, wenn die Sitzung rum ist.

Wenn das Wie nicht geklärt ist, kommt beim Was nichts heraus

Tatsächlich ist es nicht so, dass der erste Eindruck getäuscht hat oder dass die anfänglich supernetten engagierten Kolleg:innen sich nun doch in Wahrheit als anstrengende Zeitgenossen entpuppen. Vielmehr ist es ein zutiefst menschliches Phänomen, dass Motivation, Kreativität und eine produktive Arbeitsatmosphäre schnell in Gruppen verloren gehen, wenn auf der Beziehungsebene zu viele Störungen, ungeklärte Fragen und Befindlichkeiten die Energie abziehen.

Der 1967 formulierte Kommunikationsgrundsatz von Watzlawick hat nach wie vor aktuelle Gültigkeit: In der Kommunikation gibt es einen Sachaspekt und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den Erfolg des ersteren bestimmt. Heißt: wenn das WIE der Zusammenarbeit nicht geklärt ist und nicht immer wieder mitgedacht wird, kommt bei dem WAS, also den Inhalten und Aufgaben weit weniger raus, als eigentlich möglich wäre. Unter einer latenten emotionalen Anspannung ist unser Nervensystem auf Selbstschutz, also Rückzug oder Angriff programmiert. Sich wirklich zuhören, unterschiedliche Meinungen integrieren, kreative Ideen entwickeln und sich gegenseitig in seinen Stärken wahrnehmen funktioniert aber nur in einem entspannten Zustand des Nervensystems.

Eigentlich ganz logisch, aber doch in weiten Teilen der Arbeitswelt immer noch unterschätzt und kaum nachhaltig umgesetzt. Wie kommt das? Welche Faktoren da zusammenspielen und wie ihr Teambuilding selbst gestalten und erfolgreich umsetzen könnt, erfahrt ihr im Beitrag von Katrin Stelzler. Abonnenten können den Beitrag hier lesen.

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