Nominiert für den Deutschen Betriebsräte-Preis 2020

Betriebsrat der Stiftung Haus der Kunst München, gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH
► Projekt: "Verhinderung des Outsourcings des kompletten Sicherheitsbereichs"

Daten und Stichworte zum Projekt

Projekt:

Verhinderung des Outsourcings des kompletten Sicherheitsbereichs

Bewerber/in: Betriebsrat Stiftung Haus der Kunst München, gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH
Beschäftigtenzahl: 51 bis 200
Branche: Museen, Kulturbetriebe
Gewerkschaften: ver.di

 

Kurzinfo

Im April 2019 plante der Arbeitgeber das Outsourcing des kompletten Sicherheitsbereichs, zu dem insgesamt über 50 Museumsaufsichten, Pförtner und Kassenkräfte zählen. Das Gremium, zwar formalrechtlich ohne Mittel in Sachen Outsourcing, wehrte sich von Beginn an gegen diese Maßnahmen. Nachdem ein eigener Umstrukturierungsplan abgelehnt wurde, rief das Gremium die Einigungsstelle an und machte seine Bedenken gegen die vorgelegten Kosteneinsparungen deutlich. Zudem wurde bemängelt, dass die Kosten für einen Sozialplan in den Berechnungen nicht berücksichtig wurden. Parallel aktivierten die betroffenen Mitarbeiter die Öffentlichkeit. Künstler und Intellektuelle erklärten sich öffentlich solidarisch mit den Mitarbeitern. In der Einigungsstelle erreichte der Betriebsrat einen Kompromiss. Dieser ermöglicht, dass 34 Arbeitsplätze in der Sicherheit erhalten bleiben. Maßnahmen, wie Versetzung und Abfindungen federn die Umstrukturierungen für weitere Mitarbeiter ab.