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Jugend- und Auszubildendenvertretung

3 Fragen zur Zusammenarbeit von Betriebsrat und JAV

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Quelle: Bund-Verlag

Seit Herbst letzten Jahres ist die neue Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) im Amt. In welchem Verhältnis stehen die Gremien zueinander? Wie läuft die Zusammenarbeit? Antworten gibt Dr. Andreas Splanemann, Autor unseres neu aufgelegten JAV-Ratgebers im Interview mit »Betriebsrat und Mitbestimmung«.

In welchem Verhältnis steht die JAV zum Betriebsrat?

Andreas Splanemann:

Die JAV benötigt zur Erfüllung ihrer Aufgaben den Betriebsrat, da sie keine eigenen Mitbestimmungs- oder Mitwirkungsrechte gegenüber dem Arbeitgeber hat. So kann die JAV in der Regel nicht direkt mit dem Arbeitgeber, sondern nur zusammen mit dem größeren Bruder – dem Betriebsrat – verhandeln. Diese Abhängigkeit setzt praktisch zwingend eine gute und reibungslose Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat voraus.

Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen JAV und Betriebsrat?

Andreas Splanemann:

Die JAV vertritt die Interessen der Jugendlichen und Auszubildenden. Sie kann Maßnahmen beim Betriebsrat beantragen und Anregungen von den Jugendlichen und Auszubildenden entgegennehmen und beim Betriebsrat darauf drängen, dass diese Fragen behandelt oder erledigt werden. Außerdem ist die JAV an den Sitzungen des Betriebsrats beteiligt, sie muss vom Betriebsrat über die Dinge informiert werden, die die Jugendlichen und Auszubildenden betreffen. Sie kann auch beantragen, dass Jugend- und Ausbildungsthemen auf die Tagesordnung der Betriebsratssitzung gesetzt werden.

Welche Tipps können Sie Betriebsräten für die Zusammenarbeit geben?

Andreas Splanemann:

Eine gute Zusammenarbeit ergibt sich dann, wenn die JAV in die Arbeit des Betriebsrats einbezogen und sie auch ernst genommen wird. Die berechtigten Anliegen der JAV dürfen vom Betriebsrat nicht abgetan oder nur halbherzig erledigt werden. Sicherlich muss sich eine gute Zusammenarbeit erst einschleifen, vielleicht können die gegenseitigen Erwartungen auch mal zu hoch sein oder Grenzen überschreiten. Dann muss mit- und nicht übereinander gesprochen werden!

Eine wichtige Grundlage für eine gute Zusammenarbeit ist, die JAV rechtzeitig und umfassend zu informieren und einen stabilen und guten Kontakt aufzubauen. Die gegenseitige Teilnahme an Sitzungen ist ein wichtiger Baustein. Sehr hilfreich ist aus meiner Sicht, dass die JAV beim Betriebsrat eine geeignete feste Ansprechperson hat, die diese Aufgabe auch engagiert wahrnimmt.

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Das komplette Interview mit Antworten auf die Fragen:

  • Was kann der Betriebsrat tun, wenn es im Betrieb keine JAV gibt?
  • Gerade in kleinen Betrieben gibt es oft keine JAV. Was kann der Betriebsrat trotzdem für die Azubis tun?

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Buchtipp der Online-Redaktion:

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung

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4., neubearbeitete Auflage 2019, Bund-Verlag, 204 Seiten,

Preis: 19,90 €

ISBN: 978-3-7663-6734-1

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Der Interviewpartner:

Dr. Andreas Splanemann,

Pressesprecher des ver.di Landesbezirks Berlin-Brandenburg

 

 

 

 

 

 

© bund-verlag.de (ls)

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