Ausbildung

Übernahmeprämie für Azubis geplant

27. Mai 2020
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Quelle: © Picture-Factory / Foto Dollar Club

Die Partner der »Allianz für Aus- und Weiterbildung« haben eine Reihe von Maßnahmen vereinbart, um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Ausbildung abzufedern. Eine davon: Firmen sollen eine Prämie erhalten, wenn sie Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen. Dies teilt das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) mit.

Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung haben am Dienstag Maßnahmen vereinbart, um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Ausbildung abzufedern. »Der Allianz für Aus- und Weiterbildung« gehören Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Länder, der Wirtschaftsverbände BDA, BFB, DIHK und ZDH und der Gewerkschaften an. 

Unter Vorsitz von Bundeswirtschaftsminister Altmaier haben sie eine Gemeinsame Erklärung verabschiedet, wie die Aus- und Weiterbildung angesichts der Corona-Krise gesichert werden soll. Die Partner wollen dafür sorgen, dass Auszubildende trotz der derzeit schwierigen Situation ihre Ausbildung fortsetzen und ihre Prüfung ablegen können. Zudem verfolgen sie gemeinsam das Ziel, auch in den kommenden Jahren genügend Ausbildungsplätze anbieten zu können.

Konkret verständigten sich die Partner der Allianz u.a. darauf, dass Firmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, zeitlich befristet eine Übernahmeprämie erhalten können. Zudem sollen Betriebe zur Stabilisierung des Ausbildungsjahres 2020/21 die Vorteile der Verbundausbildung und der Auftragsausbildung stärker nutzen können. Außerdem wollen die Allianzpartner Jugendliche und Betriebe – auch mit mehr digitalen Formaten - im kommenden Ausbildungsjahr noch gezielter beraten und vermitteln.

Die Allianzpartner werden die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Pandemie weiter verfolgen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes ergreifen.

Für die Arbeitnehmerseite erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack, die Allianz spanne damit einen »Schutzschirm für Ausbildung «auf: »Mit allen Maßnahmen, die wir heute auf den Weg bringen, senden wir ein starkes Signal: Wir kämpfen um jeden Ausbildungsplatz. Übernahmeprämie, Verbund- und Auftragsausbildung und als letztes Auffangnetz die außerbetriebliche Ausbildung werden helfen, die Zukunftschancen der jungen Generation zu sichern.« 

Hannack sieht jetzt die Betriebe am Zug: »Damit sagen wir den Jugendlichen: Ihr werdet gebraucht. Bewerbt Euch um einen Ausbildungsplatz, geht auf die Betriebe zu, nutzt die vielen Ausbildungsplatzbörsen und Beratungsangebote. Wir sagen aber auch den Betrieben: Bilden Sie aus, kümmern Sie sich um Auszubildende, damit der Corona-Krise nicht die Fachkräfte-Krise folgt.«

Weitere Infos zur Gemeinsamen Erklärung und zur »Allianz für Ausbildung« unter
www.aus-und-weiterbildungsallianz.de

© bund-verlag.de (ck)

Quelle: 
Bundeswirtschaftsministerium, Pressemitteilung vom 26.5.2020

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