Urlaub

Baby-Boomer oder Generation Z: Wer nimmt weniger Urlaub?

01. Juli 2024 Urlaub, Studie
Urlaub, Out of office
Quelle: iStock.com, Bychykhin_Olexandr

Die Generation Z ließ im vergangenen Jahr rund vier Urlaubstage ungenutzt verfallen. Bei der Generation der »Baby Boomer« waren es nur 2,5 Tage. So das Ergebnis einer neuen »Vacation Deprivation-Studie« der Reise-App Expedia. Ein Grund für die Zurückhaltung der Generation Z ist die Angst, etwas zu verpassen.

Zur Generation (Gen) Z gehören in dieser Studie die Geburtenjahrgänge 1995 bis 2006. Zu den Baby Boomern gehören die Geburtenjahrgänge 1946 bis 1964. 

Fear of missing out

Ein Grund für die Zurückhaltung der Gen Z beim Urlaubnehmen ist FOMO (englisch für »fear of missing out«), die Angst, etwas zu verpassen. Obwohl FOMO in allen Altersgruppen vorkommt, leiden laut der Expedia-Studie ganz besonders viele Arbeitnehmende der Gen Z daran. Rund jeder bzw. jede Zweite (51%) in Deutschland gibt an, Angst zu haben, dass auf der Arbeit wichtige Entscheidungen gefällt oder Kolleg:innen bevorzugt werden, wenn sie im Urlaub sind.

Bei den deutschen Baby Boomern sind es nur 16 %, die im Arbeitsleben von FOMO geplagt werden. 

Schuldgefühle gegenüber Kolleg:innen

Ähnlich viele werden von Schuldgefühlen umgetrieben. So geben 47 % der Gen Z an, sich schlecht zu fühlen, weil Kolleg:innen während ihrer Abwesenheit die eigenen Aufgaben übernehmen müssen. Bei den Baby Boomer sind es nur 16 %.

Rund drei Mal so viele Arbeitnehmende der Gen Z wie Baby Boomer haben zudem das Gefühl, sich für ihre Urlaubsanfragen entschuldigen zu müssen.  

Angst etwas zu verpassen nimmt mit dem Alter ab

»Die Angst, im Urlaub etwas auf der Arbeit zu verpassen, nimmt unserer Studie zufolge mit zunehmendem Alter ab«, sagt Expedia-Sprecherin Susanne Dopp. 

70 % der Baby Boomer, aber nur 49 Prozent der Gen Z sehen Urlaub als ein Grundrecht an.

Urlaubsplanung als Herausforderung

50 % der Arbeitnehmende der Gen Z fühlen sich vom Prozess der Urlaubsplanung überfordert, noch mehr (53%) finden die Reisebuchung stressig, weil sie nie wissen, ob sie ein gutes Angebot bekommen.  

Hintergrund: Urlaubsanspruch

Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub (§ 1 Bundesurlaubsgesetz – BUrlG). Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage (§ 3 Abs. 1 BUrlG). Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben (§ 4 BUrlG).

Quelle:

»Vacation Deprivation-Studie 2024: Gen Z nimmt weniger Urlaub als Baby Boomer«, Meldung vom 20.6.2024

© bund-verlag.de (ls)

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