Feierliche Preisverleihung

Deutscher Personalräte-Preis in Gold für den Gesamtpersonalrat der Stadt Nürnberg

03. November 2021
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Gremium setzt sich gegen Beleidigung, Pöbelei und Gewalt am Arbeitsplatz ein

(Berlin/Frankfurt). - Der „Deutsche Personalräte-Preis 2021“ in Gold geht an den Gesamtpersonalrat der Stadt Nürnberg. Das Gremium setzt mit einer Rahmendienstvereinbarung ein klares Signal für eine gewaltfreie Stadtverwaltung. Die Regelung beinhaltet umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten in den Dienststellen – vor Beleidigung, Pöbelei, Anfeindungen in sozialen Medien und zum Teil massiver körperlicher Gewaltanwendung.

Der „Deutsche Personalräte-Preis“ ist eine Initiative der Fachzeitschrift „Der Personalrat“. Die Auszeichnung würdigt seit 2010 die beispielhafte Arbeit und herausragende Projekte von Interessenvertretungen im öffentlichen Dienst. Preiswürdig sind Initiativen, die Arbeitsbedingungen, das Arbeitsumfeld oder soziale Regelungen für die Beschäftigten verbessern.

Silber vergab die Jury an den Gesamtpersonalrat der Stadt Frankfurt am Main. Mit seinem Projekt „AnStadt INTOLERANZ“ unterstreicht das Gremium die Notwendigkeit des respektvollen Umgangs und erzielt ein klares Bekenntnis für eine Kultur des Miteinanders. Der Hauptpersonalrat der Behörden, Gerichte und nichtrechtsfähigen Anstalten des Landes Berlin schafft mit seinem Projekt Transparenz für von Diskriminierungsbeschwerden betroffene Beschäftigte und erhält dafür die diesjährige Auszeichnung in Bronze.

Sonderpreise der DGB-Jugend gehen an die Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung (GJAV) der Stadt Nürnberg für eine Übernahme-Garantie aller Azubis ab 2023; außerdem an die GJAV der AOK Baden-Württemberg, die eine 100 %-Erstattung aller Reisekosten für Azubis erreichte. In der Kategorie Schwerbehindertenvertretung wird die SBV des Medizinischen Dienstes Bayern ausgezeichnet. Das Gremium erzielte eine umfassende Inklusionsvereinbarung für behinderte Beschäftigte – von der Einstellung bis zur Barrierefreiheit.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des Schöneberger Forums in Berlin am 3.11.2021. Die Fachtagung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst wird vom DGB Bildungswerk BUND in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Zeitschrift „Der Personalrat“ veranstaltetet. Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, nahm die Ehrung der Preisträger vor. Christine Behle, stellvertretende ver.di- Bundesvorsitzende, ehrte als Vertreterin der Jury den Goldpreisträger mit einer Laudatio vor rund 200 Gästen.

Der „Deutsche Personalräte-Preis“ wird auch in 2022 wieder ausgelobt. Weitere Informationen und Fotos der Preisverleihung unter www.dprp.de.

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Kontakt für weitere Informationen und Rückfragen:
Christof Herrmann, 069/795010-49, christof.herrmann@bund-verlag.de, www.bund-verlag.de

 

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