Künstliche Intelligenz
Roboter übernehmen das Denken

roboter

Immer leistungsfähigere Computer treiben die Künstliche Intelligenz rasant voran. Roboter drohen, Beschäftigte zu verdrängen. Deshalb sollten wir der neuen Arbeitswelt Richtung und Spielregeln vorgeben – solange es noch geht. Die Fachzeitschrift »Computer und Arbeit« (CuA) zeigt in ihrer Juni-Ausgabe gute Wege auf.

»Faszinierend« pflegte der Wissenschaftsoffizier an Bord des Raumschiffs Enterprise, Mr. Spock, zu bedrohlichen Phänomenen zu sagen. Faszinierend sind auch die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz.

Es gibt bereits seit langer Zeit ernstzunehmende Forschung in diesem Bereich.  Die stetig steigende Rechnerleistung ermöglicht aktuell erhebliche Fortschritte. Eine Folge davon halten viele selbst in den Händen: die Spracheingabesysteme in Smartphones wie zum Beispiel Siri. Was hier noch wie Spielerei wirkt, kann im wirklichen Arbeitsleben und darüber hinaus sehr schnell an Bedeutung gewinnen. Künstliche Intelligenz ist nicht nur Spracherkennung, sondern hat auch erhebliche andere Folgen. Es besteht nämlich die Möglichkeit – oder Gefahr –, dass einzelne Systeme anfangen, wirklich selbstständig zu denken. Nicht ohne Grund empfehlen Experten im Titelthema der CuA 6/2017 allzu smarte Roboter mit einem Not-Ausschalter zu versehen.

Zähmen der Künstlichen Intelligenz ist möglich

Die jüngsten Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz legen ein gewaltiges Potenzial frei. Ergänzt oder kombiniert mit den raschen Entwicklungsschritten in der Robotik stehen Techniken bereit, die die Arbeits- aber auch die Lebenswelt einschneidend verändern werden. Noch besteht für die Menschheit die Möglichkeit zu entscheiden, welche Richtung wir einschlagen sollen.

Auch Betriebsräte können die Künstliche Intelligenz und Robotik ein Stück weit zähmen, um Nachteile für die Beschäftigten zu vermeiden. Nötig sind flexible Regelungen in Betriebsvereinbarungen, die bei Bedarf angepasst werden können. Dennoch wird es eine anspruchsvolle Aufgabe sein, ein solches Phänomen umfassend regeln zu wollen. Aber auch eine wichtige Aufgabe. Denn jetzt entscheidet sich, wer in der Arbeitswelt das Sagen hat: Mensch oder Maschine.

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Andreas Höpken, Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt, in: CuA 6/2017, 8 ff.

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