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Arbeitsmarkt Frauen für technische Berufe begeistern

[17.04.2015]Das Interesse von Frauen an naturwissenschaftlichen und technischen Berufen (MINT) sinkt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat jetzt eine Zehn-Punkte-Strategie entwickelt, um Frauen für den MINT-Bereich zu begeistern. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den nichtakademischen MINT-Berufen.

Zu wenige Frauen in MINT-Berufen

MINT-Fachkräfte, d.h. alle Tätigkeiten für deren Ausübung ein hoher Anteil an Kenntnissen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und/oder Technik erforderlich ist, sind am Arbeitsmarkt stark gefragt. Der hohe Fachkräftebedarf führt zu einem Beschäftigungswachstum und zu einer relativ niedrigen Arbeitslosenquote. Frauen sind in vielen MINT-Berufen jedoch deutlich unterrepräsentiert, insbesondere in den Bereichen Technik und Informatik. Vor diesem Hintergrund hat das Thema »Frauen und MINT« in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erfahren. Der Schwerpunkt der Initiativen lag dabei jedoch auf den MINT-Berufen im akademischen Bereich.

Förderung von Frauen in nichtakademischen MINT-Berufen

Der DGB sieht darin einen großen Fehler. »Offensichtlich waren die Bemühungen bislang zu einseitig auf Akademikerinnen ausgerichtet….Dabei haben mehr als 80 Prozent der MINT-Beschäftigten einen Arbeitsplatz ohne akademischen Abschluss«, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Es sei daher mehr Engagement zur Gewinnung und Förderung von jungen Frauen für und in nichtakademischen MINT-Berufen gefragt.

Bei der Vorstellung einer DGB-Studie zur Arbeitsmarktlage und zu den Arbeitsbedingungen von Frauen im MINT-Bereich verwies Buntenbach auf den ohnehin niedrigen Frauenanteil in nichtakademischen MINT-Berufen (2014: 14%) und den noch geringeren Anteil bei den sozialversicherten Auszubildenden in diesem Bereich (2014: 11,8%). »Wenn nicht gehandelt wird, sinkt der Frauenanteil mit dem Ausscheiden der Älteren weiter. Das droht die Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt zu verschärfen und die geschlechterspezifische Berufswahl zu verhärten – mit negativen Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft.«

Gute Arbeitsbedingungen für Frauen in nichtakademischen MINT-Berufen

Der DGB-Index Gute Arbeit zeigt, dass die Arbeitsbedingungen für Frauen in nichtakademischen MINT-Berufen im Vergleich zu anderen Berufen oftmals positiver sind. Zufrieden sind die nichtakademischen MINT-Frauen mit ihrer Arbeitszeitlage, die durch eine vergleichsweise hohe Verlässlichkeit gekennzeichnet ist. Sie haben auch etwas mehr Möglichkeiten, Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeitszeiten zu nehmen. Insbesondere für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind das wichtige Faktoren.

10-Punkte-Strategie

Der DGB schlägt daher eine 10-Punkte-Strategie für mehr Frauen in nichtakademischen IT- und Technikberufen vor:

  • MINT-Interesse von Mädchen und jungen Frauen in der Schule stärker fördern
  • Zielgruppenadäquate Materialien für nichtakademische MINT-Berufe erstellen
  • Umfassende Berufs- u. Studienorientierung ausbauen und stärker systematisieren:
  • Regionale MINT-Netzwerke aufbauen und Praxisphasen für junge Frauen im Rahmen der vertieften Berufsorientierung anbieten
  • Erfahrungen und Strukturen des MINT-Paktes auch für den betrieblichen Ausbil-dungsbereich stärker nutzen
  • MINT-begabte und -interessierte junge Frauen in der Berufsberatung gezielt unterstützen:
  • Bei Bedarf an außerbetrieblicher Ausbildung verstärkt auf MINT-Berufe orientieren
  • Qualifizierung von Ausbildern und Betriebs-/Personalräten
  • Attraktivität beruflicher MINT-Ausbildungen steigern und soziale Anerkennung von Ausbildungsberufen stärken
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Realisierung von Chancengleichheit


Mehr Informationen: Die komplette Studie zu Frauen in nichtakademischen MINT-Berufen und eine nähere Erläuterung der 10-Punkte-Strategie finden Sie hier.

Quelle:

arbeitsmarkt aktuell 04/2014: Studie - Frauen in nichtakademischen MINT-Berufen
DGB, PM 033 vom 16.04.2015 und Statement A. Buntenbach zur Pressekonferenz vom 16.04.2015

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