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Tarifvertrag Krankenpfleger erhält Zusatzurlaub nur bei Arbeit im Schichtdienst

[12.03.2013]Krankenpfleger im sog. geteilten Dienst, haben keinen tarifvertraglichen Anspruch auf Zusatzurlaub. Diese Arbeitsform stellt keine Schichtarbeit im Sinne des TVöD dar, da sich der Beginn der täglichen Arbeitszeit nicht ändert.

Der Fall:
Der Kläger ist für die Beklagte als Krankenpfleger tätig. Auf das Arbeitsverhältnis findet der TVöD (i.d.F. v. 13.09.2005) Anwendung.

Nach TVöD erhalten Beschäftigte, die ständig Schichtarbeit leisten und denen eine Zulage nach § 8 Abs. 6 Satz 1 TVöD zusteht, bei Schichtarbeit für je vier zusammenhängende Monate einen Arbeitstag Zusatzurlaub (§ 27 Abs. 1 Buchst. b TVöD ).

§ 7 Abs. 2 TVöD definiert Schichtarbeit wie folgt:
„Schichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan, der einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit um mindestens zwei Stunden in Zeitabschnitten
von längstens einem Monat vorsieht, und die innerhalb einer Zeitspanne von mindestens 13 Stunden geleistet wird.“

Der tägliche (geteilte) Dienst des Klägers beginnt um 7:00 Uhr und dauert bis 13:00 Uhr oder 14:00 Uhr. Mindestens zweimal, häufig auch drei oder viermal pro Woche wird er am selben Tag ab nachmittags (beginnend zwischen 16:00  17:30 Uhr) erneut zur Arbeit herangezogen.
Die Beklagte zahlt dem Pfleger die tarifliche Schichtzulage, gewährt aber keinen Zusatzurlaub.

Die Entscheidung:
Auch das BAG verneinte einen Anspruch des Pflegers auf Zusatzurlaub.

Der Anspruch scheitert bereits daran, dass dieser keine Schichtarbeit i.S.d. der Tarifnorm leistet. Denn § 7 Abs. 2 TVöD verlangt, dass der Schichtplan einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit um mindestens zwei Stunden in Zeitabschnitten von längstens einem Monat vorsieht. Der Wortlaut ist eindeutig, der Beginn der täglichen Arbeitszeit muss um die tariflich bestimmte Zeitspanne wechseln. Absolviert der Beschäftigte Schichten, deren Anfangszeiten weniger als zwei Stunden auseinander liegen, liegt deshalb keine Schichtarbeit im Tarifsinn vor.

Bei einem geteilten Dienst, wie er vom Kläger zu leisten ist, gilt nichts anderes. Der tägliche Beginn der Arbeitszeit wechselt nicht, die Arbeitszeit beginnt jeden Tag zur gleichen Zeit. Bei geteilten Diensten beginnt die „tägliche“ Arbeitszeit nachmittags auch nicht „neu“, weil sie grundsätzlich nur einmal am Tag beginnen kann. Werden bei täglich gleichem Arbeitsbeginn nach einer Arbeitsunterbrechung am selben Tag weitere Arbeitsleistungen erbracht, wird die tägliche Arbeitszeit deshalb fortgesetzt und nicht ein zweites Mal neu begonnen.

Die Tarifsystematik entspricht diesem Tarifverständnis. § 7 TVöD regelt Wechselschicht- und Schichtarbeit. Der bei beiden Formen von Schichtarbeit notwendige Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit wird bei Wechselschichtarbeit nach § 7 Abs. 1 TVöD bereits durch das Erfordernis ununterbrochener Arbeitsschichten und der Heranziehung zum Nachtdienst gewährleistet; es genügt deshalb, dass § 7 Abs. 1 TVöD allgemein den „regelmäßigen Wechsel
der täglichen Arbeitszeit“ voraussetzt.

§ 7 Abs. 2 TVöD verlangt für die Annahme von Schichtarbeit ausdrücklich einen „Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit“. Der Beginn der täglichen Arbeitszeit muss immer wechseln, um die tariflich bestimmten Ansprüche für Wechselschicht- und Schichtarbeit auszulösen. Dies ist beim Kläger aber gerade nicht der Fall, da er seinen Dienst immer um 7:00 Uhr beginnt.

Quelle:
BAG, Urteil vom 12.12.2012,
Aktenzeichen: 10 AZR 354/11


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