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Altersteilzeit Erkrankter Beamter hat keinen Anspruch auf Urlaubsabgeltung

[05.02.2014]Ein Beamter in Altersteilzeit, der vor Eintritt in die Freistellungsphase seinen restlichen Erholungsurlaub krankheitsbedingt nicht mehr nehmen kann, hat grundsätzlich keinen Anspruch auf dessen finanzielle Abgeltung.

Der Fall:
Der Kläger befand sich in Altersteilzeit. Zunächst begann er mit einer vierjährigen Arbeitsphase bei voller Dienstleistungspflicht und hälftiger Besoldung zuzüglich eines Altersteilzeitzuschlages. Ab dem am 01.10.2007 folgte eine ebenso lange Freistellungsphase mit gleichen Bezügen.

Ab März 2006 erkrankte er. Ihm stand daher bei Eintritt in die Freistellungsphase noch Urlaub für die Jahre 2006 und 2007 zu. Das beklagte Land lehnte eine finanzielle Abgeltung ab. Ein Abgeltungsanspruch könne erst mit dem Eintritt in den Ruhestand entstehen. Bei Ruhestandsbeginn am 01.01.2011 sei der Urlaubsanspruch jedoch bereits verfallen gewesen.

Der Kläger meint hingegen, dass der Übergang in die Freistellungsphase mit dem Eintritt in den Ruhestand vergleichbar sei. Da seine Urlaubsansprüche im Oktober 2007 noch nicht verfallen gewesen seien, könne er deren Abgeltung verlangen.

Die Entscheidung:
Auch das VG Koblenz hat einen Abgeltungsanspruch verneint.

Zwar besteht, so die Koblenzer Richter, ein europarechtlicher Anspruch auf Abgeltung von bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses krankheitsbedingt nicht genommenem Urlaub. Der Urlaubsanspruch verfällt jedoch. Nach der Rechtsprechung ist insoweit ein Zeitraum von achtzehn Monaten nach Ende des Urlaubsjahres zugrunde zu legen. Danach sind die Urlaubsansprüche verfallen.

Etwas anderes gilt nicht etwa deshalb, weil der Mann den Urlaub krankheitsbedingt nicht mehr nehmen konnte. Zwar sind Freistellungsphase und Ruhestand tatsächlich, nicht aber rechtlich vergleichbar. Das Europarecht sieht nämlich vor, dass der bezahlte Mindesturlaub nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch eine finanzielle Vergütung ersetzt werden darf.

Der Beginn der Freistellungsphase ist jedoch rechtlich etwas anderes als der Beginn des Ruhestandes. Zwar besteht während der Freistellungsphase ebenfalls keine Dienstleistungsverpflichtung mehr. Der Beamte erhält aber weiterhin eine Besoldung; auch kann er weiterhin disziplinarrechtlich belangt werden.

Störungen wie beispielsweise die Verhinderung an der Inanspruchnahme von Urlaub durch eine Erkrankung sind demgegenüber der Risikosphäre des Beamten zuzuordnen. Diese Risikoverteilung erscheint sachgerecht und angemessen.

Denn der Dienstherr trägt bereits das Risiko einer Erkrankung des Beamten in der Arbeitsphase – der Beamte erbringt dann nämlich nicht die vorgesehene Vorausleistung für die Freistellungsphase, ohne dass dies zu Anpassungen des Teilzeitverhältnisses zu seinen Lasten führen würde.

Das Gericht hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung die Berufung zugelassen.

Quelle:
VG Koblenz, Urteil vom 24.01.2014,
Aktenzeichen: 5 K 1135/13.KO
PM des VG Koblenz  Nr. 4/14 vom 05.02.2014

Lesetipp der Online-Redaktion:
»Rechtsprechungsübersicht zu Fragen der Altersteilzeit« von Christian Rothländer in »Der Personalrat« 11/2008, S. 441-445.

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