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Jobcenter: Mitbestimmung des Personalrats bei Einführung von VoIP

[29.01.2013]Die Mitbestimmung des örtlichen Personalrats bei der Einführung von VoIP-Telefonie ist ausgeschlossen, wenn die Bundesagentur der Leitung des Jobcenters keine Entscheidungsfreiheit über Einführung und Anwendung der Technologie lässt. Auf die Auslegung von § 50 Abs. 3 SGB II kommt es daher nicht an.

Der Fall:
Der Antragsteller ist Personalrat eines Jobcenters (gemeinsame Einrichtung gemäß § 44 b SGB II). Er streitet mit seiner Dienststellenleitung über die Mitbestimmung bei der Einführung der VoIP-Telefonie (Anm. d. Red.: Telefonie über das Internet oder Computernetzwerke).

Er macht Mitbestimmungsrechte nach § 75 Abs. 3 Nr. 17 BPersVG geltend. Mit der Umstellung auf die VoIP-Technologie werde eine technische Einrichtung eingeführt und angewendet, die dazu bestimmt sei, das Verhalten oder die Leistung der Beschäftigten zu überwachen. Die Dienststellenleitung verwies darauf, dass die Installation der Telefontechnik nicht von ihr, sondern ausschließlich von der Bundesagentur verantwortet werde.

Die Entscheidung:
Das Mitbestimmungsrecht ist nicht verletzt, entschied das VG Oldenburg.
Die Oldenburger Richter verweisen auf die bisher veröffentlichte Rechtsprechung zu dieser Thematik. Hiernach besteht bei der Einführung von VoIP in den gemeinsamen Einrichtungen nach § 44b SGB II - hierzu zählen die Jobcenter - kein Mitbestimmungsrecht der örtlichen Personalräte.

Die Entscheidungsbefugnis der jeweiligen Dienststellenleitung ist bereits von Gesetzes wegen zwingend ausgeschlossen (s. § 50 Abs. 3 SGB II). Wenn aber die Dienststelle schon keine eigene Entscheidung treffen kann, fehlt es an einer Maßnahme, die personalvertretungsrechtlich begleitet werden kann.

Nach § 50 Abs. 3 SGB II nutzt die gemeinsame Einrichtung zur Erfüllung ihrer Aufgaben die durch die Bundesagentur zentral verwaltete Verfahren der Informationstechnik. Sie ist verpflichtet, auf einen auf dieser Grundlage erstellten gemeinsamen zentralen Datenbestand zuzugreifen. Daraus folgert die Rechtsprechung, dass die Einführung der VoIP-Telefonie ein Verfahren der Informationstechnik darstellt, zu deren Nutzung die gemeinsame Einrichtung nach § 50 Abs. 3 Satz 1 SGB II verpflichtet ist.

Die Frage nach der Entscheidungsbefugnis der örtlichen Dienststelle im Einzelfall stellt sich dann nicht mehr, weil sie schon durch das Gesetz ausgeschlossen ist. Deshalb ist nicht darüber zu befinden und darzulegen, ob die örtliche Dienststelle keinen Entscheidungsspielraum hatte.

Zwar können ann dieser Rechtsprechung durchaus Zweifel angebracht sein. Auf die Auslegung von § 50 Abs. 3 SGB II kommt es hier jedoch nicht an. Im hier zu entscheidenden Einzelfall ist kein Raum für die geltend gemachte Mitbestimmung. Bei der Einführung der VoIP Telefonie hatte die Dienststellenleitung keine Entscheidungsbefugnis. Alles war von der Bundesagentur vorgegeben worden.

Quelle:
VG Oldenburg, Beschluss vom 15.01.2013
Aktenzeichen: 8 A 4742/12

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