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Arbeitszeiterhöhung Teilzeitlehrerin hat Auskunftsanspruch über landesweit ausgeschriebene Stellen

[23.04.2013]Die Verpflichtung des Arbeitgebers nach § 7 Abs. 2 TzBfG, über entsprechende Arbeitsplätze zu informieren, ist nicht auf ausgeschriebene Arbeitsplätze beschränkt. Sie besteht auch dann, wenn eine Bewerbung auf einzelne Stellen nicht möglich ist, sondern eine zentrale Bewertung erfolgt.

Der Fall:
Die Klägerin ist bei der Beklagten als Grundschullehrerin in Teilzeit beschäftigt.

Mit Schreiben vom Februar und Juli 2011 an die Regierung von Oberbayern machte sie ihren Wunsch nach einer Verlängerung der Arbeitszeit geltend. Diese wies die Lehrerin lediglich auf die Möglichkeit hin, am jährlichen Einstellungsverfahren im Volksschulbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus teilzunehmen und sich um eine Stelle zu bewerben.

Beim Beklagten beginnt das allgemeine Einstellungsverfahren für Grundschullehrer/innen
jeweils im April/Mai für das kommende Schuljahr. Dabei werden keine einzelnen Stellen
ausgeschrieben, sondern die Interessenten bewerben sich zentral für ganz Bayern.
Daneben gibt es das sog. Nachrückverfahren. Diese beginnt Anfang August. Die im Rahmen des Nachrückverfahrens zu besetzenden Stellen sind auf den Homepages der Regierungen veröffentlicht.

Die Lehrerein macht nun gerichtlich einen Informationsanspruch geltend. Nach § 7 Abs. 2 TzBfG stehe ihr ein Anspruch auf Auskunft über freie Stellen zu. Dieser Anspruch sei mit der Anzeige ihres Verlängerungswunsches fällig. Der Beklagte habe ihren Anspruch nicht erfüllt. Hierzu genügten die pauschalen Hinweise auf Veröffentlichungen im Internet bzw. auf das allgemeine Bewerberverfahren nicht.

Die Entscheidung:
Das LAG München stellte sich auf den Standpunkt der Klägerin.

Der Informationsanspruch ergibt sich aus § 7 Abs. 2 TzBfG. Danach hat der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer, der ihm den Wunsch nach einer Veränderung von Dauer und Lage seiner vertraglich vereinbarten Arbeitszeit angezeigt hat, über entsprechende Arbeitsplätze zu informieren, die im Betrieb oder Unternehmen besetzt werden sollen.

Die Voraussetzungen des Informationsanspruchs sind erfüllt. Dem steht nicht entgegen, dass die Frau keinen ausdrücklichen Wunsch zur Veränderung der Lage ihrer Arbeitszeit geäußert hat. Dies ist zwar nach § 7 Abs. 2 TzBfG grundsätzlich erforderlich.
Die Lehrerin weist allerdings zu Recht darauf hin, dass die Unterrichtszeiten in Grundschulen vorgegeben sind. Insoweit räumt sie dem Beklagten im Rahmen seines Direktionsrechts die Befugnis ein, die Lage ihrer Arbeitszeit nach billigem Ermessen zu bestimmen.

Der Umstand, dass Stellen für Grundschullehrer nicht einzeln ausgeschrieben werden und sich Interessenten zentral bewerben können, macht das Auskunftsbegehren nicht unbegründet. Die Verpflichtung des Arbeitgebers "über entsprechende Arbeitsplätze zu informieren", ist nicht auf ausgeschriebene Arbeitsplätze beschränkt. Vielmehr ist § 7 Abs. 1 TzBfG so zu verstehen, dass der Arbeitgeber über solche Arbeitsplätze informieren muss, die dem angezeigten Wunsch des Arbeitnehmers entsprechen.

Das Wort "entsprechende" hat nach dem Wortlaut des Gesetzes und seiner Systematik einen sehr viel engeren Bezug zum Wunsch des Arbeitnehmers als zur Ausschreibung von Arbeitsplätzen. Würde man den Informationsanspruch auf ausgeschriebene Arbeitsplätze beschränken, so könnte dies Arbeitgeber dazu veranlassen, Ausschreibungen zu unterlassen. Gerade bei nicht ausgeschriebenen Arbeitsplätzen kann eine Informationspflicht des Arbeitgebers die vom Gesetzgeber bezweckte Transparenz steigern.

Quelle:
LAG München, Urteil vom 11.04.2013,
Aktenzeichen: 2 Sa 1036/12,
LAG München-online

Lesetipp der Online-Redaktion:
»Teilzeitmöglichkeiten im öffentlichen Dienst« von Pielenz, in »Der Personalrat« 6/2010, S. 228-233.

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