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Ruhestandsbeamte Urlaubs(abgeltungs-)ansprüche erlöschen spätestens nach 15 Monaten

[04.04.2013]Der Europäische Gerichtshof hat klargestellt, dass deutsche Ruhestandsbeamte Abgeltungsansprüche für bezahlten Jahresurlaub haben, der krankheitsbedingt nicht genommen werden konnte. Allerdings schützt auch diese europarechtskonforme Auslegung nicht vor deren Verfall.

Der Fall:
Der Kläger ist mit Ablauf des 30.04.2010 Ruhestandsbeamter. Den Erholungsurlaub für 2009 hatte er aus Krankheitsgründen nicht in vollem Umfang, den anteiligen Erholungsurlaub für 2010 überhaupt nicht in Anspruch genommen.

Er macht einen Anspruch von 20 Tagen (13 Tage für 2009, 7 Tage für 2010) geltend. Er beruft sich als Anspruchsgrundlage auf Art. 7 Abs. 2 der Richtlinie 2003/88/EG und verweist auf die Vorabentscheidung des EuGH (v. 03.05.2012 - C-337/10). Beamte seien auch Arbeitnehmer in Sinne der genannten Richtlinie. Der Dienstherr dürfe den genommenen Resturlaub 2008 nicht auf den Urlaubsanspruch anrechnen. Soweit das BUrlG den Verfall von Urlaubstagen vorsehe, greife dies hier nicht, weil das BUrlG nicht auf Beamte anzuwenden sei.

Die Entscheidung:
Das VG Hannover hat dem Ruheständler lediglich einen Abgeltungsanspruch für 7 Tage aus 2010 zuerkannt.

Im zitierten Urteil hat der EuGH entschieden, dass ein Beamter bei Eintritt in den Ruhestand Anspruch auf eine finanzielle Vergütung für bezahlten Jahresurlaub hat, den er nicht genommen hat, weil er aus Krankheitsgründen keinen Dienst geleistet hat. Zwar vermag das erkennende Gericht dem nicht zu folgen. Nunmehr hat sich aber das BVerwG der Ansicht des EuGH angeschlossen (Urteil v. 31.01.2013 - 2 C 10.12). Letztendlich kommt auf darauf aber auch nicht an mehr an, da der Denstherr zwischenzeitlich 7 Urlaubstage für 2010 anerkannt. hat

Die weitergehende Klage ist bereits aus einem anderen Grund unbegründet.
Die Europäische Richtlinie - auf die sich der Kläger beruft -  regelt, dass jeder Arbeitnehmer pro Jahr zu Erholungszwecken Anspruch auf vier Wochen bezahlte Freistellung hat. Der Kläger hat im Jahr 2009 jedoch bereits schon 27 Tage bezahlten Urlaub genossen. Zwar verweist er darauf, dass es sich dabei zum Teil um „Resturlaub“ aus dem Jahr 2008 gehandelt habe. Darauf kommt es aber nicht an. Maßgebend ist vielmehr dass er in 2009 mindestens 20 Urlaubstagen gewährt bekommen hat. Wenn er in früheren Jahren Urlaubstage nicht rechtzeitig antritt, so liegt dies in seiner Risikosphäre.

Zudem hat er den Anspruch auf Abgeltung von Urlaubstagen aus dem Jahr 2009 erst Ende September 2011 geltend gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war nach § 8 NEUrlVO der Anspruch auf Resturlaub aus dem Jahr 2009 jedoch bereits erloschen.

Zwar hält der EuGH das Erlöschen eines Urlaubsanspruch nach einem Übertragungszeitraum von neun Monaten für unvereinbar mit Art. 7 Abs. 2 der Richtlinie 2003/88. Daraus kann aber nicht geschlossen werden, dass  gar kein Verfall eintritt. Das erkennende Gericht legt § 8 NEUrlVO unionsrechtskonform so aus, dass die Urlaubsansprüche jedenfalls spätestens nach Ablauf eines Zeitraums von 15 Monaten nach dem Ende des Urlaubsjahres erlöschen. Sie gehen mithin auf jeden Fall mit Ablauf des 31. März des zweiten Folgejahres unter. Aber auch der Zeitraum von 15 Monaten war im Fall des Klägers bei Geltendmachung des Anspruches auf Abgeltung des Urlaubes für 2009 bereits abgelaufen.

Quelle:
VG Hannover, Urteil vom 14.02.2013,
Aktenzeichen: 13 A 5258/11

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