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Eingruppierung nach TV-L Einschlägige Berufserfahrung muss bei Neubefristung berücksichtigt werden

[06.05.2013]Ein befristet beschäftigter Arbeitnehmer hat Anspruch darauf, dass seine einschlägige Berufserfahrung bei jeder Neubefristung mit demselben Arbeitgeber im Rahmen der Eingruppierung berücksichtigt wird. Ein anderes Verständnis wäre mit § 4 Abs. 2 Satz 3 TzBfG nicht vereinbar.

Der Fall:
Der Kläger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter. Er war aufgrund mehrerer Befristungen bei der Beklagten beschäftigt. Er erhielt eine Vergütung aus der Stufe 1 der Entgeltgruppe 13 (E 13).

Noch während der letzten Befristung schlossen die Parteien einen weiteren befristeten Arbeitsvertrag. Der vorherige Arbeitsvertrag wurde ausdrücklich aufhoben, die Befristung erfolgte erstmalig nach dem WissZeitVG. Es wurde die Geltung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) sowie eine Vergütung nach der EG 13 vereinbart.

Der Kläger beruft sich auf seine einschlägige Berufserfahrung und verlangt nun eine Vergütung aus der Stufe 2 der EG 13. Die Beklagte hält entgegen, die Berücksichtigung der Berufserfahrung bei der Einstellung und der Stufenaufstieg nach der Einstellung seien scharf zu trennen. Die Berufserfahrungszeiten aus früheren befristeten Arbeitsverhältnissen seien daher nicht zu berücksichtigen.

Die Entscheidung:
Das BAG entschied zugunsten des Klägers.

Die Arbeitgeberin hätte die - in den früheren befristeten Arbeitsverhältnissen erworbene -Berufserfahrung des Mitarbeiters bei der Stufenlaufzeit berücksichtigen müssen. Dies folgt aus der gesetzeskonformen Auslegung des § 16 Abs. 3 Satz 1 TV-L.

Zu Unrecht hat die Vorinstanz angenommen, § 16 Abs. TV-L lasse nur die Berücksichtigung der Berufserfahrung aus einem einzigen Arbeitsverhältnis zu. Dies ist jedoch nicht entscheidungserheblich. Denn für die Beurteilung, ob eine einschlägige Berufserfahrung vorliegt, die dem Arbeitgeber auch im aktuellen Arbeitsverhältnis zugute kommt, spielt es keine Rolle, ob diese in einem oder mehreren vorherigen, sei es auch befristeten, Arbeitsverhältnissen erworben wurde.

§ 16 Abs. 3 TV-L verstieße gegen § 4 Abs. 2 Satz 3 TzBfG, wenn Zeiten der Beschäftigung in früheren (befristeten) Arbeitsverhältnissen bei der Stufenlaufzeit im neuen Arbeitsverhältnis nicht berücksichtigt würden.

Daher gilt: Bei gesetzeskonformer Auslegung des § 16 Abs. 3 Satz 1 TV-L beginnt die Stufenlaufzeit mit der Zuordnung des Beschäftigten zu einer Stufe seiner Entgeltgruppe nach seiner Einstellung nicht neu zu laufen, wenn er zuvor bereits befristet bei demselben Arbeitgeber beschäftigt war. Vielmehr ist die Restlaufzeit auf die Stufenlaufzeit anzurechnen.

Der Stufenaufstieg im Entgeltsystem des TV-L soll die gewonnene Berufserfahrung
honorieren. Die Tarifvertragsparteien sind davon ausgegangen, dass die Beschäftigten durch die Ausübung der ihnen übertragenen Tätigkeit laufend Kenntnisse und Erfahrungen sammeln, die die Arbeitsqualität und -quantität verbessern. Es spricht nichts dafür, dass die Tarifvertragsparteien die in befristeten Arbeitsverhältnissen erworbene Berufserfahrung geringer gewichten wollten als die in unbefristeten Arbeitsverhältnissen erworbene.

Quelle:
BAG, Urteil vom 21.02.2013,
Aktenzeichen: 6 AZR 524/11,
BAG-online

Lesetipp der Online-Redaktion:
»Erläuterungen zu der Entgeltordnung zum TV-L« von Dannenberg in »Der Personalrat« 2/2012, S. 64-68.

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