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Pensionsrückstellungen Gemeinde hat keinen Erstattungsanspruch für abgeordnete Beamte

[02.09.2013]Eine Verbandsgemeinde, die sich vertraglich verpflichtet hat Beamte an den Landkreis zwecks Aufgabenwahrnehmung in der ARGE abzuordnen, hat gegen den Landkreis keinen Anspruch auf Erstattung von Pensionsrückstellungen für diese Mitarbeiter.

Der Fall:
Der Landkreis Kusel bildete mit der Bundesanstalt für Arbeit eine Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung für Arbeitssuchende (ARGE).

Zwischen der ARGE und der Verbandsgemeinde Kusel wurde ein Personalgestellungsvertrag abgeschlossen. In diesem verpflichtete sich die Verbandsgemeinde drei ihrer kommunalen Beamten an den Landkreis - zwecks Aufgabenwahrnehmung in der ARGE - abzuordnen. Der Verbandsgemeinde sollten die entstehenden Personalkosten (gesamte Arbeitgeberkosten) einschließlich aller sich aus dem Arbeitsverhältnis ergebenden weiteren Sachkosten im Rahmen der Personalkostenerstattung durch die ARGE erstattet werden.

Die Verbandsgemeinde ist Pflichtmitglied der Pfälzischen Pensionsanstalt, die als Versorgungskasse die Versorgungsbezüge der pensionierten Beamten berechnet und diese unmittelbar an die Berechtigten auszahlt. Hierfür erhebt sie von ihren Mitgliedern eine Umlage. Ab dem Haushaltsjahr 2008 nahm die Verbandsgemeinde außerdem auf der Grundlage der Regeln der doppelten Buchführung für Gemeinden (kommunale Doppik) Rückstellungen im Haushalt für Pensionsverpflichtungen gegenüber ihren Beamten vor.

Die Verbandsgemeinde verlangte vom Landkreis die Erstattung dieser Pensionsrückstellungen für die drei abgeordneten Beamten. Der Landkreis lehnte dies ab.

Die Verbandsgemeinde erhob Klage gegen den Landkreis. Nach ihrem Verständnis seien alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Beschäftigungsverhältnis entstünden, als Personalkosten anzusehen. Dem hielt der Landkreis entgegen, dass seine Erstattungspflicht nur in dem Umfang bestehe, wie ihm die Personalkosten durch die ARGE erstattet würden.

Die Entscheidung:
Das Verwaltungsgericht Neustadt Neustadt/Wstr. wies die Klage ab.

Zwar sind der Verbandsgemeinde sämtliche entstandenen Personalkosten zu erstatten, ungeachtet einer entsprechenden Kostenerstattung aus Bundesmitteln an den Landkreis.
Allerdings gehören die streitigen Pensionsrückstellungen nicht zu den entstandenen Personalkosten, so die Richter. Denn die Verbandsgemeinde ist gar nicht verpflichtet, solche Pensionsrückstellungen für ihre Beamten zu bilden. Sie ist nämlich als Gemeinde mit weniger als 50.000 Einwohnern Pflichtmitglied der Pfälzischen Pensionsanstalt, die den Versorgungslastenausgleich durchführt, die Versorgungsbezüge berechnet und unmittelbar an die Berechtigten auszahlt.

Dass die Verbandsgemeinde selbst für die Versorgungsleistungen in Anspruch genommen wird, ist nicht wahrscheinlich, weil die Pfälzische Pensionsanstalt als öffentlich-rechtliche Körperschaft nicht zahlungsunfähig werden kann. Die an die Pfälzische Pensionsanstalt zu zahlende Umlage für die drei abgeordneten Beamten wird vom Landkreis übernommen. Damit fehlt es an einer Vermögensbelastung der Verbandsgemeinde, die durch Rückstellungen im Haushalt abzubilden wäre.

Quelle:
VG Neustadt/Wstr., Urteil vom 29.07.2013,
Aktenzeichen: 3 K 1080/12.NW

Lesetipp der Online-Redaktion:
»BAG, Personalgestellung durch Landesgesetz« in »Der Personalrat« 12/2010, S. 464.

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