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Kein Härtefall Juniorprofessor muss Zeitsoldat beim Bund bleiben

[25.09.2013]Drum prüfe, wer sich ewig bindet: Ein Zeitsoldat hat keinen Anspruch auf vorzeitige Entlassung aus der Bundeswehr, weil er zwischenzeitlich zum Juniorprofessor berufen wurde. Dies gilt zumindest dann, wenn er die Chance einer Hochschullehrerkarriere mit Hilfe des bundeswehrfinanzierten Studiums selbst herbeigeführt hat.

Der Fall:
Der Kläger ist seit Sommer 2003 Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Er verpflichtet sich für die Dauer von 17 Jahren. Ab dem Wintersemester 2003/2004 studierte er Humanmedizin. Nach erfolgter Promotion zum Dr. med. beantragte er im November 2009 seine Entlassung aus dem Dienst gemäß § 55 Abs. 3 SG. Ein weiteres Verbleiben in der Bundeswehr stelle für ihn eine besondere Härte dar, da er wissenschaftlich tätig sein wolle und die Habilitation anstrebe.

Nachdem der Entlassungsantrag und auch die Beschwerde des Soldaten zurückgewiesen wurden, erhob er Klage. Während des Klageverfahrens wurde er auf eine befristete W 1-Juniorprofessorenstelle berufen.

Die Entscheidung:
Der Soldat scheiterte mit seinem Begehr auch vor dem Hamburger OVG.

Anders als Beamte können Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit nicht jederzeit ihre Entlassung beantragen; diese Möglichkeit ist nach der gesetzlichen Regelung in §§ 46 Abs. 6, 55 Abs. 3 SG auf besondere Härtefälle beschränkt.

Einen besonderen Härtefall vermochten die Richter jedoch nicht zu erkennen.

Es gilt: Umstände, die von dem Soldaten selbst verursacht oder herbeigeführt worden sind, begründen keine besondere Härte im Sinne des § 55 Abs. 3 SG und führen daher nicht  zu einer vorzeitigen Entlassung.

Dies gilt zumindest dann, wenn der Soldat auf Zeit das ihm durch die Bundeswehr finanzierte Studium dazu nutzt, sich Tätigkeitsfelder außerhalb der Bundeswehr zu erschließen. Andernfalls läge es im Belieben des Soldaten, persönliche Härtegründe zu schaffen, um sein vorzeitiges Ausscheiden aus der Bundeswehr zu erreichen.

Könnten solche selbst geschaffenen beruflichen Möglichkeiten einen Anspruch auf Entlassung aus dem Dienstverhältnis eines Soldaten auf Zeit begründen, würden für die Bundeswehr nur noch wenige und in der Regel eher schlechter qualifizierte Fachkräfte verbleiben; dies würde dem Zweck des § 55 Abs. 3 SG, der Bundeswehr zumindest auf Zeit hochqualifiziertes Personal zu erhalten, widersprechen.

Soweit der Kläger vorträgt, während seines Studiums habe sich, ohne dass er dies beabsichtigt habe, ein Wandel von seinem ursprünglichen Berufswunsch des kurativ tätigen Arztes hin zum Medizinwissenschaftler vollzogen, kann dies keine besondere Härte im Sinne des § 55 Abs. 3 SG begründen. Den Kläger trifft damit, wie jeden Soldaten auf Zeit, das allgemeine Risiko, dass sich berufliche Vorstellungen und Vorlieben im Laufe der Zeit ändern

Würde die bloße Änderung beruflicher Interessen und Vorlieben ausreichen, um als besondere Härte im Rahmen von § 55 Abs. 3 SG einen Anspruch auf Entlassung aus dem Dienstverhältnis des Soldaten auf Zeit zu begründen, könnte der Zweck der gesetzlichen Regelung, die Abwanderung qualifizierter Fachkräfte zumindest auf Zeit zu verhindern, nicht mehr verwirklicht werden.

Quelle:
Hamburgisches OVG, Beschluss vom 27.08.2013,
Aktenzeichen: 1 Bf 256/12.Z

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