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Beamtenbesoldung in NRW Sonderopfer verfassungswidrig

[07.07.2014]Das in NRW für 2013/2014 vorgesehene Besoldungsrecht ist teilweise verfassungswidrig. Soweit die Besoldungsgruppen ab A 11 betroffen sind, verstößt es nämlich gegen das Alimentationsprinzip. Das Urteil des Verfassungsgerichtshofs NRW betrifft etwa 80 % aller Amtsträger des Bundeslandes – sowohl aktive als auch solche im Ruhestand.

Mit den auf Antrag von 92 Abgeordneten des nordrhein-westfälischen Landtags überprüften gesetzlichen Vorschriften hatte der Gesetzgeber die Grundgehälter der Beamten und Richter, die den bei weitem größten Teil ihres Einkommens ausmachen, gestaffelt nach Besoldungsgruppen erhöht.

Die Grundgehälter der Besoldungsgruppen A 2 bis A 10 sind entsprechend dem Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst für die Jahre 2013 und 2014 um insgesamt 5,6 % angehoben worden. Für die Besoldungsgruppen A 11 und A 12 beträgt die Erhöhung der Grundgehälter insgesamt 2 %. Für alle anderen Beamten und die Richter ist keine Erhöhung vorgesehen.

Verfassungsgerichtshof kippt Nullrunden

Der Verfassungsgerichtshof (VerfGH) in Münster erklärte diese Regelung für teilweise verfassungswidrig. Denn sie verstößt gegen das in der Landesverfassung ebenso wie im Grundgesetz garantierte Alimentationsprinzip, soweit die Besoldungsgruppen ab A 11 betroffen sind.

Die mit der gestaffelten Anpassung der Bezüge verbundene Ungleichbehandlung von Angehörigen der Besoldungsgruppen A 2 bis A 10 einerseits und Angehörigen der übrigen Besoldungsgruppen andererseits verstoße evident gegen die Grundsätze der Beamtenbesoldung Da der Gesetzgeber für die Besoldungsgruppen A 2 bis A 10 eine Erhöhung der Besoldung um 5,6 % für sachgerecht gehalten habe, hätte er die Erhöhung der Grundgehaltssätze für die Besoldungsgruppen A 11 und A 12 nicht auf 2 % beschränken und jedenfalls nicht schon ab Besoldungsgruppe A 13 auf jede Erhöhung verzichten dürfen.

Sprünge zwischen den Besoldungsgruppen nicht gerechtfertigt

Grundsätzlich sei der Gesetzgeber nämlich verpflichtet, die Bezüge der Beamten und Richter an eine positive Entwicklung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse anzupassen. Dabei sei er aber nicht gehalten, die Tarifabschlüsse für die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst spiegelbildlich auf die Bezüge der Beamten und Richter zu übertragen. Auch müsse er nicht die Bezüge für alle Beamten und Richter in gleichem Umfang erhöhen. Allerdings sei er nicht befugt, eine zeitlich unbefristete gestaffelte Anpassung mit Sprüngen zwischen den Besoldungsgruppen in dem vorliegenden Ausmaß vorzunehmen.

Ein sachlicher Grund für diese Sprünge liege nicht vor. Er sei nicht etwa darin zu finden, dass der Gesetzgeber eine Überalimentation habe abbauen wollen. Zu diesem Zweck dürfe der Gesetzgeber die Bezüge zwar kürzen oder mit einer Anpassung hinter der Entwicklung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse zurückbleiben. Der Gesetzesbegründung lasse sich jedoch nicht entnehmen, dass eine Überalimentation der Beamten ab Besoldungsgruppe A 11 sowie der Richter angenommen worden sei.

Ob die überprüften gesetzlichen Bestimmungen aus weiteren Gründen verfassungswidrig seien, untersuchte der Verfassungsgerichtshof nicht abschließend. Allerdings betonte der Verfassungsgerichtshof den grundsätzlich weiten Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers.

GEW zufrieden

Die Erziehungsgewerkschaft GEW zeigte sich mit der Entscheidung zufrieden. Der rigorosen Sparpolitik zu Lasten der Beamtinnen und Beamten werde damit ein Riegel vorgeschoben, kommentierte Andreas Gehrke, für Tarif- und Beamtenpolitik verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, in Frankfurt am Main. Er weist darauf hin, dass Bremen eine ähnliche Regelung beschlossen habe. Auch diese Entscheidung stehe nun auf dem Prüfstand. Gehrke rechnet mit einer Signalwirkung des Urteils aus NRW.

Quelle:

VerfGH NRW, Urteil vom 01.07.2014
Aktenzeichen: 21/13
PM des VerfGH NRW vom 01.07.2014
PM der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW vom 01.07.2014

© bund-verlag.de - (jes)

Linktipp der Online-Redaktion:

Amtsangemessene Alimentierung – Professorenbesoldung in NRW war verfassungswidrig, OVG NRW, Urteile und Beschlüsse vom 12.02.2014