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Beamtenbeihilfe Keine Beihilfe für Physiotherapie durch eigenen Sohn

[26.11.2014]Ein Bundesbeamter hat keinen Anspruch darauf, dass der Dienstherr im Wege der Beihilfe die Kosten erstattet, die anlässlich einer Heilbehandlung durch den eigenen Sohn entstanden sind, entschied das Verwaltungsgericht (VG) Trier.

Physiotherapie in der Familie

Ein Bundesbeamter und seine Ehefrau befanden sich seit 2011 bei ihrem Sohn in physiotherapeutischer Behandlung. In der Vergangenheit reichte der Beamte Rechnungen über die Behandlungskosten bei der Beihilfestelle ein, die diese als beihilfefähig anerkannte. Im Januar 2014 fand erstmals keine Kostenerstattung statt. Aufwendungen für Behandlungen durch Ehegatten und Kinder seien von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen.

Ausschluss soll Missbrauch der Beihilfe verhindern

Die hiergegen erhobene Klage führte nicht zum Erfolg. Die Richter stellten fest, dass die Beihilfevorschriften einen Ausschluss von Leistungen für Behandlungen durch enge Verwandte vorsähen. Es bestehe die naheliegende Möglichkeit, dass im Verhältnis zwischen unterhaltspflichtigen Angehörigen der Behandelnde tatsächlich kein Honorar geltend mache oder auf das beschränke, was als Versicherungsleistung bzw. Beihilfe erstattet werde. Die Beihilfestelle solle durch den Ausschluss von der Überprüfung freigestellt werden, ob die Forderung in dieser Höhe ernsthaft geltend gemacht worden sei oder ob die Rechnung nur als Unterlage für die Geltendmachung von Versicherungs- bzw. Beihilfeleistungen dienen solle.

Kein Vertrauensschutz wegen früherer Zahlungen

Etwas anderes ergebe sich auch nicht daraus, dass bisher die Kosten erstattet worden seien. Der Beamte habe in den früheren Fällen nicht erklärt, dass sein Sohn Behandler gewesen sei. Im Übrigen ergebe sich aus einer fehlerhaften Kostenübernahme kein Anspruch für zukünftige Fälle.

Quelle:
VG Trier, Urteil vom 18.11.2014
Aktenzeichen 1 K 1456/14.TR
VG Trier, Pressemitteilung 30/2014 vom 25.11.2014

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