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Personalrat Erneute Anhörung bei nachgeschobenen Gründen

[02.02.2015]Waren dem Arbeitgeber bei Zugang der Kündigung bestimmte Tatsachen nicht bekannt, darf er diese im Rechtsstreit zur Begründung der Kündigung zwar nachschieben, muss aber vorher den Personalrat erneut angehört haben. So das Bundesarbeitsgericht.

Der Personalrat ist nach § 79 Abs. 1 Satz 1 BPersVG vor der ordentlichen Kündigung eines Angestellten anzuhören. Die Dienststelle hat die beabsichtigte Maßnahme nach § 68 Abs. 2 Satz 1 BPersVG ihm gegenüber auch zu begründen. Waren dem Arbeitgeber bei Zugang der Kündigung jedoch bestimmte Tatsachen nicht bekannt, muss er den Personalrat erneut zu diesen neuen Tatsachen anhören.

Keine erneute Anhörung bei reiner Konkretisierung der bekannten Gründe

Einer weiteren Anhörung bedarf es nur nicht, wenn die neuen Tatsachen lediglich der Erläuterung und Konkretisierung der bisherigen, dem Personalrat bereits mitgeteilten Kündigungsgründe dienen. Das ist regelmäßig nicht der Fall, wenn die neuen Tatsachen dem mitgeteilten Kündigungssachverhalt erstmals das Gewicht eines Kündigungsgrundes geben oder weitere, selbstständig zu würdigende Kündigungssachverhalte betreffen. Das gilt auch dann, wenn der Personalrat der Kündigung zugestimmt hat.

Notwendiger Bezug zum Arbeitsverhältnis nur über nachgeschobenen Grund

Im hier entschiedenen Fall hatte der Dienstgeber den Personalrat nur darüber informiert, dass das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem Angestellten zerrüttet sei, weil dieser vor einer strafrechtlichen Verurteilung seine Unschuld beteuert habe. Damit war der Personalrat zwar über die Straftaten unterrichtet worden, jedoch gab es noch weitere Vorwürfe gegen den Angestellten, die von dieser Verurteilung nicht erfasst wurden und zu einem anderen Zeitpunkt stattgefunden hatten. Die Einführung dieser fehlenden Gründe durch den Dienstherrn diente auch nicht nur der Konkretisierung der schon mitgeteilten Gründe. Vielmehr gaben erst diese weiteren Erkenntnisse dem Verhalten des Angestellten das Gewicht eines Kündigungsgrundes, da nur sie einen notwendigen Bezug zum Arbeitsverhältnis herstellten. Eine gesonderte Anhörung zu diesen Gründen war daher nicht entbehrlich.

Quelle:

BAG, Urteil vom 10.04.2014
Aktenzeichen: 2 AZR 684/13

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