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Opferentschädigung Wer einen Polizisten beißt, hat keinen Anspruch auf Entschädigung

[13.03.2015]Wer bei bei einer erkennungsdienstlichen Behandlung einen Polizeibeamten beißt und dann durch eine Reflexhandlung des Polizisten zu Schaden kommt, kann vom Staat keine Opferentschädigung verlangen. Dies entschied das LSG Rheinland-Pfalz.

Der 1971 geborene Kläger erlitt im Dezember 2007 eine Nasenbeinfraktur, als er sich in Polizeigewahrsam befand und erkennungsdienstlich behandelt wurde. Er stellte deswegen Strafanzeige gegen einen Polizeibeamten und verlangte eine Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG).

Unstreitig war der Kläger zuvor wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in Gewahrsam genommen worden. Bei einer tätlichen Auseinandersetzung in einer Zelle wurde er nach dem Bericht von dem Polizeibeamten fixiert, um die erkennungsdienstliche Behandlung zu ermöglichen.

Kläger behauptet Mißhandlung im Polizeigewahrsam

In seiner Strafanzeige gab er an, der Beamte habe ihn mit einem Schuhabsatz drei- bis fünfmal ins Gesicht getreten und dabei sein Nasenbein getroffen. Erst danach habe er den Beamten in die Wade gebissen, um weitere Tritte abzuwehren.

Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren gegen den Polizeibeamten im November 2008 gemäß § 170 Abs. 2 StPO ein. Der Kläger wandte sich daraufhin an das Sozialgericht und verlangte eine Versorgung nach dem OEG.

Verletzung passt nicht zum Vorbringen des Klägers

Das Gericht wies die Klage allerdings ab. Eine Entschädigung nach dem OEG wäre nur möglich gewesen, wenn vom Polizeibeamten ein vorsätzlicher rechtswidriger Angriff ausgegangen wäre.

Davon war das das Gericht nicht überzeugt. Dass der Polizeibeamte den Kläger durch den Beamten mehrfach getreten haben soll, könne weder durch die Aussagen der weiteren anwesenden Polizeibeamten, noch durch ein vom Gericht eingeholtes ärztliches Gutachten belegt werden.

Kläger hat den Unfall durch sein Zubeißen verursacht

Der ärztliche Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass aufgrund der dokumentierten Verletzungen deutlich mehr für die Aussage des Polizeibeamten sprach, der behauptete, er sei während der Fixierung des Klägers auf einer Liege von diesem gebissen worden und dann so unglücklich auf diesen gefallen, dass der Kläger sich den Kopf anschlug und sich dabei das Nasenbein brach.

Der Gutachter konnte auf den Fotos des Klägers keine typischen Trittspuren feststellen, wie sie nach Tritten mit festem Schuhwerk ansonsten auftreten. Außerdem passte die festgestellte Schulterverletzung nicht zur Beschreibung des Klägers. Da auch die Fixierung zur erkennungsdienstlichen Behandlung rechtmäßig gewesen ist, war ein vorsätzlicher rechtwidriger Angriff nicht glaubhaft gemacht.

Quelle:
LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 09.01.2015
Aktenzeichen L 4 VG 5/14
LSG Rheinland-Pfalz, Pressemeldung 3/2015

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