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Öffentlicher Dienst Dienstentfernung wegen tiefer Verstrickung ins Rotlicht-Milieu

[20.01.2016]Polizisten, die sich weit über das für die Polizeiarbeit erforderliche Maß hinaus im Prostitutionsgewerbe engagieren, müssen mit ihrer Entfernung aus dem Beamtenverhältnis rechnen. Das geht aus einer Entscheidung des VG Trier hervor. Das Gericht wertete das nachhaltige Rotlicht-Engagement des Beamten als allein eigennützig.

Ein Polizeibeamter hatte seine Wohnung zu Prostitutionszwecken vermietet und außerdem in dem dort ausgeübten Prostitutionsbetrieb in erheblichem Umfang mitgearbeitet.

Trotz Disziplinarverfahrens weiteres Abgleiten ins Milieu

Trotz Einleitung eines Disziplinarverfahrens dehnte er seine Verbindung zum Milieu weiter aus, indem er unter anderem zwei Wohnwagen kaufte, von denen einer auf dem Straßenstrich eingesetzt wurde. Außerdem tätigte er ohne dienstlichen Grund vielfache Abfragen personenbezogener Daten in polizeilichen Informationssystemen. Als er nach alldem aus dem Beamtenverhältnis entlassen wurde, wehrte sich der Mann vor Gericht.

Die Richter des VG Trier bestätigten die Dienstentfernung. Denn mit seinem Verhalten habe der Beamte sowohl seine Pflicht zu achtungs- und vertrauenswürdigem Verhalten als auch seine Pflicht, das Ansehen der Polizei zu wahren, nachhaltig verletzt.

Dem Ansehen der Polizei abträgliches Verhalten

Von der Öffentlichkeit könne kein Verständnis dafür erwartet werden, dass sich ein Polizeibeamter derart im Rotlichtmilieu engagiere. Es sei dem Ansehen der ganzen Polizeibeamtenschaft abträglich, wenn ein Polizist aus allein eigennützigen Gründen als Akteur im Rotlichtmilieu zugange sei.

Jedem Polizeibeamten müsse sich aufdrängen, dass bereits das Vermieten seiner Wohnung zu gewerblichen Prostitutionszwecken problembehaftet sei und zu Interessenskonflikten führen könne. Umso mehr müsse von jedem Polizeibeamten erwartet werden, weitergehende Hilfeleistungen, die ihn in die Nähe der eigentlichen Gewerbeausübung rückten, zu unterlassen.

Erschwerend komme hinzu, dass der Beklagte trotz Einleitung eines Disziplinarverfahrens weiter ins Rotlichtmilieu abgeglitten sei und auch nicht halt davor gemacht habe, seine dienstlichen Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung über Personen aus eigennützigen Motiven auszunutzen.

Damit habe er nicht nur das Vertrauen des Dienstherrn, sondern auch das der Allgemeinheit verloren. Im Ergebnis sei seine Entfernung aus dem Dienst unerlässlich. Die darin liegende Härte sei nicht unverhältnismäßig, da sie auf ihm selbst zurechenbaren Verhalten beruhe.

Quelle:

VG Trier, Urteil vom 17.11.2015
Aktenzeichen: 3 K 2121/15.TR
PM des VG Trier Nr. 34/2015 vom 8.12.2015

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Linktipp der Online-Redaktion:

BVerwG, Urteil vom 10.12.2015, Aktenzeichen 2 C 6.14:
Diebstahl rechtfertigt Entfernung aus Beamtenverhältnis