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AiB:Assist für den Betriebsrat


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Gleichberechtigung Betriebsräte haben Bedenken gegen Frauenquote

[05.03.2015]Künftig wird es mehr Frauen in Aufsichtsräten großer Unternehmen geben. Ein am 6.3. vom Bundestag verabschiedetes Gesetz sieht ab 2016 für Aufsichtsräte großer Unternehmen eine Frauenquote von 30 % vor – ein Meilenstein für die Gleichberechtigung. Doch gibt es auch Bedenken einiger Betriebsräte.

Regelungen für Großunternehmen

Das Gesetz, das nun pünktlich zum Frauentag vom Parlament gebilligt wurde, enthält Vorgaben, die je nach Unternehmensgröße abgestuft sind. Die feste 30-Prozent-Vorgabe betrifft nur die Aufsichtsräte von 108 großen Unternehmen mit Börsennotierung und voller Mitbestimmung. Auch sechs europarechtlich organisierte Konzerne fallen darunter. Sollte die Quote verfehlt werden, müssen Aufsichtsratsposten zur Strafe unbesetzt bleiben.

Abweichungen für mittelgroße Unternehmen

In mittelgroßen Unternehmen müssen im kommenden Jahr eigene Zielvorgaben für die Besetzung der Sitze im Aufsichtsrat, im Vorstand und im Management mit Frauen aufgestellt und im darauffolgenden Jahr offengelegt werden. Sanktionen wird es bei Nichterreichen dieser Vorgaben nicht geben.
Zu den Stellschrauben, an denen die Abgeordneten jetzt noch einmal gedreht haben, gehört auch eine Bestimmung, wonach Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils per Mehrheitsentscheid verhindern können, dass der Frauenanteil beider Seiten im Aufsichtsrat zusammengerechnet wird. Diese Regelung war auch den Gewerkschaften und dem DGB besonders wichtig.

Einige Betriebsräte in Sorge

Immer noch befürchten einige Gewerkschafter und Betriebsräte großer Unternehmen, dass das Gesetz die Mitbestimmung schwächen könne. Denn auf die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat würden in der Regel Betriebsratsvorsitzende aus den großen Werken des Konzerns entsandt – also Vertreter, denen die Kollegen auch in Betriebsratswahlen das Vertrauen geschenkt hätten. Das werde so nicht mehr möglich sein, wenn solche Kandidaten wegen der neuen Quote durch Frauen ersetzt werden müssten.

Lesetipp:

Mehr Informationen zur Geschlechterquote in Führungspositionen lesen Sie hier.

Quelle:

www.dgb.de

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