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Gesetzliche Unfallversicherung Retter einer Kuh sind unfallversichert

[18.01.2013]Wer an der Rettung einer Kuh vor dem Erstickungstod teilnimmt, ist gesetzlich unfallversichert. Verletzt sich einer der Retter bei der Aktion, so bestehen Ansprüche gegen die Berufsgenossenschaft. Das hat das Sozialgericht (SG) Frankfurt am Main entschieden – mit einer überraschenden Begründung.

Der Fall:
Das Tier drohte zu ersticken. Der Bruder des Landwirts griff ein und wurde dabei verletzt. Muss die Unfallversicherung zahlen oder war die Rettungsaktion nur eine Gefälligkeit unter Verwandten? Denn reine Gefälligkeiten sind unversichert.

Die Brüder argumentieren, dass der Verletzte wie ein Beschäftigter und damit arbeitnehmerähnlich tätig geworden sei. Die Rettung sei weit mehr als eine Gefälligkeit gewesen.

Der Verletzte sei ein hohes persönliches Risiko eingegangen und die Kuh habe eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für den Hof.

Die Entscheidung:
Das SG Frankfurt gab ihnen recht – wenn auch aus anderen Gründen. Die Rettung war ein Notfall und nach den gesetzlichen Bestimmungen ist jeder unfallversichert, der bei Unglücksfällen Hilfe leistet.

In § 2 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Unfallversicherung (SGB VII) heißt es dazu: Kraft Gesetzes sind versichert ... Personen, die bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfe leisten...

Der drohende Erstickungstod der Kuh stellt einen solchen Unglücksfall dar. Dabei kommt es nicht auf den wirtschaftlichen Wert der Kuh an, sondern darauf, dem Tier Leid zu ersparen.

Die Kuh befand sich in einer lebensbedrohlichen Lage. In ihrem Urteil teilen die Richter auch mit, dass die Rettung gelang.

Quelle:
SG Frankfurt am Main, Urteil vom 21.12.2012
Aktenzeichen: S 23 U 6/11
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