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Unfallversicherung Parkinson-Erkrankung eines Hopfenbauern ist keine Berufskranheit

[04.02.2014]Verwendet ein Landwirt über mehrere Jahrzehnte im Hopfenanbau chemische Mittel gegen Schädlinge und Unkraut, lässt sich eine zehn Jahre nach Ende dieser Tätigkeit festgestellte Erschöpfungserkrankung mit Parkinson-ähnlichen Symptomen nicht zwingend auf den Kontakt mit den Pestiziden zurückführen.

Der Fall:

»Chemische Keule« im Hopfenanbau
Der 1954 geborene Kläger war von 1970 bis 1998 als Landwirt im eigenen Betrieb tätig und baute vorrangig Hopfen an. Jedes Jahr brachte er 14 bis 15 mal Schädlingsbekämpfungs-, Unkrautvernichtungsmittel sowie Fungizide aus. Erst in den letzten Jahren seiner Tätigkeit trug der Kläger dabei eine Atemmaske. Seit dem Jahr 2000 werden auf dem Grund des Klägers nur noch Ferienwohnungen vermietet und Pferde für die Gäste gehalten.

Ab Oktober 2002 litt der Landwirt nach eigenen Angaben verstärkt unter einem Erschöpfungssyndrom mit Müdigkeit und Kraftlosigkeit. Später wurde bei ihm ein Parkinson-ähnliches Krankheitsbild festgestellt.  Im Jahr 2005 zeigte er seiner Berufsgenossenschaft den Verdacht einer Berufskrankheit an (§ 9 SGB VII) und beantragte die Anerkennung.

Er machte geltend, durch den jahrelangen Umgang mit Spritzmitteln im Hopfenbau gesundheitlich geschädigt zu sein. Seit drei Jahren seien seine körperlichen und geistigen Einschränkungen »bis zum völligen Zusammenbruch« fortgeschritten.  Die BG lehnte die Anerkennung jedoch ab. Das Sozialgericht wies seine Klage gegen den Bescheid der BG zurück (SG München, Urteil vom 22.11.2010 - S. 1 U 5028/07).

Die Entscheidung:

Vorliegen einer Berufskrankheit nicht erwiesen
Auxh das Bayerische Landessozialgericht teilte diese Einschätzung und wies die Berufung des Klägers zurück. Das LSG ließ offen, ob eine durch Pestizide verursachte parkinson-ähnliche Erkrankung überhaupt als neue, d.h. als »Wie«-Berufskrankheit (§ 9 Abs. 2 SGB VII) anzuerkennen ist.

Im hier entschiedenen Einzelfall sei bereits nicht wahrscheinlich, dass zwischen den Pestiziden, denen der Kläger jahrelang ausgesetzt war (sog. Exposition) und seinen Parkinson-ähnlichen Symptomen ein Zusammenhang besteht. Der Zeitraum von zehn Jahren zwischen der letzten Exposition und der Diagnose lasse es nicht zu, den für die Anerkennung einer Berufskranheit notwendigen Ursachenzusammenhang zu bejahen.

Quelle:
Bayerisches LSG, Urteil vom 06.11.2013
Aktenzeichen L 2 U 558/10
Pressemitteilung vom 28.01.2014

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