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AiB:Assist für den Betriebsrat


Der Betriebsrat findet in AiB:Assist alle wichtigen Informationen für seine Betriebsratsarbeit. Denn AiB:Assist ist das speziell für Betriebsräte entwickelte Online-Portal.

Alle Fragen rund um das Betriebsverfassungsgesetz wie Mitbestimmung, Freistellung, Betriebsratswahl, Sozialplan und Betriebsübergang werden genauso behandelt wie Fragen der Organisation des Betriebsrats oder Themen zum Kündigungsschutz, zum Arbeitsschutz und zum Gesundheitsschutz.

Der Betriebsrat findet auf jede Frage die passende Antwort, zudem Muster und Arbeitshilfen sowie die wichtigsten Urteile für seine Arbeit als Betriebsrat.

Praxiswissen

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Restrukturierungen Wenn kein Stein auf dem anderen bleibt

[16.12.2015]Betriebsalltag heute: Alles wird umgekrempelt. Nicht immer, aber immer öfter. Viele Beschäftigte erleben das als Belastung und Verunsicherung. Da ist der Betriebsrat gefordert. In der Fachzeitschrift »Gute Arbeit« (GA) 12/2015 erläutert Jürgen Reusch, was der Betriebsrat tun kann.

Veränderungsprozesse sind heute Alltag in vielen Betrieben: als Restrukturierungen, als Reorganisation, als Outsourcing oder Downsizing. Es geht dabei fast immer um Wettbewerbsfähigkeit, Kostenreduzierung, oft auch um Personalabbau und Tarifflucht. Die Leistungsschraube wird angezogen. Stress macht sich breit. Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz. Aber auch die, die bleiben, sind verunsichert, müssen oft Nachteile in Kauf nehmen, müssen befürchten, demnächst auch zu den „Opfern“ zu gehören. Häufig gebärdet sich das Management als „Herr im Hause“, kommuniziert nicht, lässt die Belegschaft über seine Ziele im Unklaren, erzeugt Chaos, Hektik, Zeitdruck.

Betriebsräte haben Rechte

Betriebsräte sind dann gefordert. Ein Beitrag von Jürgen Reusch in Heft 12/2015 der Zeitschrift Gute Arbeit stellt mehrere Leitfäden vor, die zeigen: Betriebsräte können mehr tun als Sozialpläne aushandeln. Das Arbeitsschutzrecht gibt ihnen Handlungsmöglichkeiten. Nach dem Arbeitsschutzgesetz (insbesondere §§ 2, 3, 4) gelten die Anforderungen an den Arbeitgeber zu menschengerechter Arbeitsgestaltung auch für jegliche Veränderungen. Die Arbeitsstättenverordnung konkretisiert das. Ebenso die DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“.

Vorausschauende Gefährdungsbeurteilung

Der Hebel, auf den es ankommt, ist die Gefährdungsbeurteilung. Hier gilt die Mitbestimmung. Die gesundheitlichen Auswirkungen der geplanten Veränderungen müssen vorausschauend geprüft werden, nicht erst hinterher. Der Betriebsrat hat Anspruch darauf, schon im Planungsstadium mitzureden.

Weitere Informationen:
In Gute Arbeit erschienen: Jürgen Reusch: Change-Prozesse: Wenn alles umgekrempelt wird (Heft 12/2015, S. 27-30). Für die Online-Ausgabe registrierte Abonnent(inn)en der Zeitschrift haben kostenfrei Zugriff auf alle Artikel des aktuellen Heftes - und früherer Ausgaben ab 1/2012 unter www.gutearbeit-online.de.

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