Gesamtbetriebsrat der Berkenhoff GmbH, Heuchelheim

„Zukunftssicherung 2020“ – durch aktive mitbestimmte Beteiligung beim Verkauf


Stichworte zum Projekt

  • Gesamtbetriebsrat ist aktiv am Verkauf des Unternehmens beteiligt und sichert so Standorte und Arbeitsplätze

  • Unternehmen/Betrieb: Berkenhoff GmbH, Heuchelheim
  • Branche: Metall- und Elektroindustrie, Erzeugung und Vertrieb von NE-Metallen
  • Zahl der Mitarbeiter: 440
  • Gewerkschaften: IG Metall


Motiv
Die Berkenhoff GmbH wurde über 8 Jahre treuhänderisch von einer Unternehmensberatung für die HSH Nordbank verwaltet, mit Auswirkungen auf die Entscheidungen und Strategien für das Unternehmen – das Unternehmen war am Ende nur durch einen Verkauf zu retten. In die Verkaufsgespräche wurden weder die örtlichen Betriebsräte noch der GBR miteinbezogen, woraufhin die Arbeitnehmervertreter entschieden, sich aktiv an den Verkaufsverhandlungen zu beteiligen.

Vorgehen
Die örtlichen Betriebsräte und der GBR berieten intern über die Situation und ließen sich anschließend von der IG Metall und einem Sachverständigen beraten. Sie traten in Gespräche mit der Unternehmensberatung über ihre Teilnahme an den Verkaufsverhandlungen, während der Verhandlungen informierten sie die Arbeitnehmer regelmäßig über Aushänge, mit Handzetteln, in den Abteilungs- und Betriebsversammlungen sowie bei Rundgängen über den Verlauf der Gespräche. Darüber hinaus organisierten sie einen Warnstreik, der große Beachtung in der Bevölkerugn fand. Es kam zu drei Gesprächsrunden, in denen sich die Beteiligten in einer gemeinsamen Erklärung darauf einigten, dass die Arbeitnehmervertreter an den Verkaufsverhandlungen teilnehmen.

Ergebnisse
Es wurde ein Beratungsausschuss mit Vertretern des GBR, der örtlichen Betriebsräte und der IG Metall gebildet; ein Rechtsanwalt fungierte als juristischer Berater. Der Beratungsausschuss nahm an allen Verkaufsverhandlungen teil, er konnte vor dem Verkauf mit allen Kaufinteressenten verhandeln und konnte so Einfluss auf die Verkaufsverhandlungen nehmen. Er nahm an einer Auslandsreise zum künftigen Eigentümer teil und führte zahlreiche Gespräche mit diesem über den Fortbestand der beiden deutschen Standorte. Der GBR erreichte mit dem neuen Eigentümer eine Standort- und Arbeitsplatzsicherung bis 2020 sowie Vereinbarungen zu Investitionen.

Zusatzmaterialien