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Arbeitsschutz

Gesundheits-Tarifvertrag bei IBM

12. November 2015

In der digitalisierten Arbeitswelt sind IT-Fachleute Treiber und Getriebene. Ihre Arbeitsintensität ist hoch. Die Zeitschrift »Gute Arbeit« 11/2015 fächert das Thema auf – und Astrid Schmidt von ver.di stellt den IBM-Gesundheits-Tarifvertrag vor.

In der IT-Branche sind die Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten sowie das Einkommen der Beschäftigten oft höher als in der gesamten Wirtschaft. Arbeitskräfte sind in der Regel überdurchschnittlich gut qualifiziert, Weiterbildung ist wichtiges Zukunftsthema. Doch die psychischen Belastungen und der Leistungsdruck sind vergleichsweise hoch, ständige Erreichbarkeit ist weit verbreitet. Beschäftigte im IT-Sektor sind zugleich Treiber als auch Getriebene im Prozess der Digitalisierung von Arbeitswelten.

Arbeitsintensität als Stellschraube

Das bestätigt eine ver.di-Sonderauswertung für die IT-Branche auf Datenbasis des DGB-Index Gute Arbeit. Auch sie wird in der Zeitschrift „Gute Arbeit.“ 11/2015 kompakt vorgestellt. Danach ist insbesondere die hohe Arbeitsintensität eine wichtige Stellschraube im Arbeitsschutz. Die Gestaltung einer guten Arbeitsqualität, Beteiligung der Beschäftigten an Fragen der Arbeitsgestaltung sowie wirksame Stressprävention werden als Zukunftsaufgaben identifiziert.

In einigen Betrieben und Konzernen nehmen Betriebsräte und Geschäftsleitungen die Herausforderungen im Arbeitsschutz an: So haben im April 2014 die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und IBM einen Tarifvertrag zum Gesundheitsmanagement unterzeichnet. Das ist jenseits der eher üblichen Betriebsvereinbarungen ein neuer Weg. Ziel ist es, auf kontinuierlich steigende Belastungen in der IT-Branche zu reagieren.

Bei IBM handeln die Betriebsparteien

Konzernweit soll mit der tarifvertraglichen Regelung zum Gesundheits- und Belastungsschutz die Arbeitsqualität verbessert werden. U.a. verspricht man sich davon Synergieeffekte freizusetzen, indem etwa erprobte und bewährte Schutzmaßnahmen rascher überall im Konzern verbreitet und genutzt werden können. Zentrale Elemente des Tarifvertrags sind klare Verantwortlichkeiten, regelmäßige Workshops mit Beschäftigten und Regelungen zur IBM-Gefährdungsbeurteilung – mit Festlegungen zur Ermittlung von Gefährdungen, Maßnahmenableitung sowie der Umsetzung und Überprüfung von Verbesserungen in der Arbeitsgestaltung.

Weitere Informationen

In der Zeitschrift »Gute Arbeit« 11/2015 geht es zudem um den Einsatz von digitalen Assistenzsystemen in Gesundheitsberufen und die teils prekäre Situation von Solo-Selbständigen und Werkvertrag-Nehmer/innen in der IT-Branche.
Für die Online-Ausgabe registrierte Abonnent(inn)en der Zeitschrift haben kostenfrei Zugriff auf alle Artikel des aktuellen Heftes – und auch früherer Ausgaben ab 1/2012 unter www.gutearbeit-online.de. 

Den kompletten Beitrag »Gute Arbeit im IT-Bereich: Gesundheits-Tarifvertrag bei IBM« von  Astrid Schmidt lesen Sie in der »Guten Arbeit« (GA) 11/2015 .

© bund-verlag.de (BE)

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