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Equal Pay Day

Equal Pay Day 2019: Wir lassen nicht locker!

Team Frauen Männer Lohn Gehalt Geld
Quelle: www.pixabay.com/de

Am 18. März ist Equal Pay Day. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann ermahnt die Politik gemeinsam mit dem Deutschen Frauenrat und dem Sozialverband Deutschland, Frauen auf dem Arbeitsmarkt und bei der geplanten Rentenreform effektiver zu fördern als bisher - denn noch immer sind Frauen bei Gehalt und sozialer Absicherung oft im Nachteil.

Nach wie vor verharrt die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern auf einem hohem Niveau. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Deutsche Frauenrat (DF) und der Sozialverband Deutschland (SoVD) erkären zum Equal Pay Day 2019: »Wir lassen nicht locker, bis Frauen gleich bezahlt werden und der Equal Pay Day Silvester stattfindet.«

Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender:

»Die Lohnlücke stagniert, weil die Gesetze ins Leere laufen, die Frauen eigentlich bessere Chancen am Arbeitsmarkt bringen sollten. Die Bundesregierung hat hier viel gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Das Entgelttransparenzgesetz mit seinem Auskunftsanspruch, der nur in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten gilt, ist so ein Fall. Ein weiterer ist die Brückenteilzeit, die nur nutzen kann, wer in einem Betrieb mit mehr als 45 Beschäftigten arbeitet. Das darf bei der geplanten Grundrente nicht passieren: Damit Frauen im Alter von der Aufwertung niedriger Rentenkonten profitieren, darf es keine Bedürftigkeitsprüfung geben. Sonst geht auch dieses Gesetz an den Frauen vorbei.«

Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats:

»Frauen verbringen täglich anderthalbmal so viel Zeit wie Männer mit unbezahlter Sorgearbeit. Das geht zu Lasten ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Deutsche Frauenrat fordert deshalb politische Maßnahmen, die eine partnerschaftliche Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit unterstützen, Männer in die Verantwortung nehmen und Frauen in ihrer Erwerbstätigkeit fördern. Dazu gehören öffentliche Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen und ein Anspruch auf lebensphasenorientierte Arbeitszeiten.«

Edda Schliepack, SoVD-Präsidiumsmitglied:

»Jahrelange Minijobs bedeuten für Millionen Frauen Minirenten. Das Problem ist längst bekannt und vielfach erwiesen. Und trotzdem befasst sich die Bundesregierung an keiner Stelle des Koalitionsvertrages mit dieser zentralen sozialen Frage. Wir Frauen im SoVD fordern, dass sich das ändert. Arbeitsplätze in Privathaushalten sind derzeit oft prekär oder Schwarzarbeit. Das darf so nicht bleiben. Auch in Privathaushalten können gute Arbeitsplätze entstehen, insbesondere durch öffentliche Zuschüsse für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen.«

Hintergrund:

Der Equal Pay Day wird seit mehr als zehn Jahren in Deutschland als bundesweiter Aktionstag begangen. Er markiert symbolisch die Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern. Der Symbolik zugrunde liegt die Annahme, dass Frauen 77 Tage länger arbeiten müssen als Männer, um auf ihr Jahresgehalt zu kommen - eben bis zum Equal Pay Day im März.

Quelle:

DGB-Bundesvorstand, Pressemitteilung vom 18.3.2019.

© bund-verlag.de (ck)

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