Konjunktur

Ländliche Regionen ächzen unter wirtschaftlicher Flaute

20. Februar 2026
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Quelle: © industrieblick / Foto Dollar Club

Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Krisenmodus: Wachstum stagniert seit Jahren, Stellenabbau ist bei vielen Betrieben kaum vermeidbar. Besonders betroffen ist der ländliche Raum in Deutschland, wie eine aktuelle Auswertung zeigt.

2025 konnte die deutsche Wirtschaft ein mageres Wachstum von 0,2 Prozent verzeichnen..Das zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes, die das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei ausgewertet hat. Demnach sind die ländlichen Räume besonders vom Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe betroffen. Es droh der Verlust ihrer wirtschaftlichen Substanz, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. 

Besonders betroffen ist die Industrie. Zu 80 Prozent erfolgt der Stellenabbau des verarbeitenden Gewerbes in den ländlichen Räumen. Bundesweit wurden zwischen März 2022 und März 2025 von knapp 156.000 Stellen in der Industrie 125.000 von Unternehmen in ländlichen Räumen abgebaut. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosigkeit beinahe flächendeckend und Unternehmensgründungen bleiben auf niedrigem Niveau, so das Institut.

Standort und hohe Beschäftigungsrate sind problematisch

Als Gründe nennen die Studienautoren den Standortfaktor – mehr als ein Viertel aller Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe ist im ländlichen Raum angesiedelt – sowie den prozentualen  Beschäftigungsrückgang im verarbeitenden Gewerbe in den ländlichen Räumen, der noch etwas ausgeprägter als in den Ballungsräumen: So wurden zwischen März 2024 und März 2025 in den Branchenbereichen Metall-, Elektro- und Stahlindustrie sowie Herstellung von sonstigen Vorleistungsgütern (insbesondere chemische Erzeugnisse und Kunststoffwaren) in den ländlichen Räumen jeweils mehr als 2,6 Prozent der Stellen abgebaut. In den urbanen Räumen lag der prozentuale Rückgang bei rund zwei Prozent.

Die Analyse zeige, dass das verarbeitende Gewerbe eine wirtschaftliche Erneuerung brauche, so das Fazit der Auswertung. 

Quelle 

Pressemitteilung des Thünen-Instituts vom 18.2.2026

© bund-verlag.de (mst)

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