Tariflöhne steigen stärker als Verbraucherpreise
Die Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen waren im Jahr 2024 um 4,8 % höher als im Vorjahr. Ohne Sonderzahlungen nahmen die Tarifverdienste im Jahr 2024 um 4,3 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt. Im selben Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise um 2,2 %.
Der deutlich stärkere Anstieg der Tarifverdienste mit Sonderzahlungen sei insbesondere auf Inflationsausgleichsprämien sowie höhere Tarifabschlüsse zurückzuführen.
Die stärksten Anstiege der Tarifverdienste mit Sonderzahlungen waren im Jahr 2024 in den Branchenbereichen »Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz« (+9,0 %) und »Land- und Forstwirtschaft, Fischerei« (+5,4 %) zu verzeichnen. Dagegen fielen die Erhöhungen in den Bereichen »Bergbau« (+2,9 %) und »Information und Kommunikation« (+3,0 %) am geringsten aus. Auch im »Gastgewerbe« waren die Zahlen unterdurchschnittlich, allerdings waren sie 2023 extrem angestiegen.
Wichtig: Neben den normalen Lohnerhöhungen sorgt die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämien für ein höheres Niveau des Tarifindex mit Sonderzahlungen. Da diese Prämien in der Regel als Festbetrag unabhängig von der Leistungsstufe ausgezahlt wurden, profitierten geringer Verdienende prozentual stärker von dieser steuerfreien, tariflich vereinbarten Sonderzahlung.
Zudem konnten sich Inflationsausgleichsprämien aus 2023 auf die Ergebnisse 2024 auswirken.
Quelle
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 28.2.2025
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