Teilzeitquote bei Frauen steigt weiter an
Insbesondere Frauen mit Kindern weisen eine hohe Teilzeitquote auf. Im Jahr 2024 arbeiteten 68 % aller Mütter mit Kindern unter 18 Jahren in Teilzeit, bei den Müttern mit Kindern unter 3 Jahren waren es sogar 73 %. Dagegen hatten erwerbstätige Väter mit Kindern unter 18 Jahren mit 8 % und Väter mit Kindern unter 3 Jahren mit 9 % seltener ihre Arbeitszeit reduziert als alle erwerbstätigen Männer. Während sich die Teilzeitquote von Müttern seit dem Jahr 2005 kaum veränderte, stieg diese bei den Vätern um gut vier Prozentpunkte. Das zeigen die Mikrozensus-Berechnungen.
Gesamtbeschäftigungsquote auf Rekordhoch
Fast acht von zehn Menschen im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren waren 2024 in Arbeit: Die Erwerbstätigenquote erreichte mit 77 % einen Rekordwert. Bei den Männern lag die Erwerbstätigenquote mit 81 % rund sieben Prozentpunkte höher als bei den Frauen mit 74 %. Dennoch zeigen die Zahlen: Der Abstand zwischen Männern und Frauen hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich verringert.
Regierung will gegensteuern
Der Hohe Teilzeitanteil von Frauen und Müttern und der Abstand zu den jeweiligen Quoten von erwerbstätigen Männern ist auch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ein Dorn im Auge. Sie möchte mit besseren Rahmenbedingungen mehr Frauen länger in Arbeit bringen.
Zum Vorschlag der Bundesarbeitsministerin fordert DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi, dass es eine flächendeckend gute Versorgung mit Kita- und Pflegeangeboten brauche. Dies sei entscheidend dafür, dass mehr Frauen erwerbstätig sein könnten. Ebenso wichtig seien Anreize, die unbezahlte Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern besser aufzuteilen, indem es zum Beispiel beim Elterngeld mehr Vätermonate und zehn Tage frei nach der Geburt eines Kindes gibt. Auch steuerliche Anreize könnten dies fördern, so die DGB-Chefin.
Quellen:
Pressemitteilungen des Statisitischen Bundesamtes und des DGB vom 19.5.2025
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