Karriere

Viele Beschäftigte können sich Arbeitgeberwechsel vorstellen

05. Februar 2024 Jobwechsel
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Quelle: © Robert Kneschke / Foto Dollar Club

Neues Jahr – neuer Job? 37 Prozent der Beschäftigten können sich vorstellen, ihren Job zu wechseln. So das Ergebnis einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Jobnetzwerks Xing. Sorgen um den eigenen Job macht sich derzeit kaum jemand. Trotzdem wünschen sich mehr als zwei Drittel der Befragten einen langfristig sicheren Arbeitsplatz.

Die angespannte wirtschaftliche Lage wirkt sich auf die Wechselbereitschaft der Beschäftigten aus. Mit 37 Prozent ist sie genauso hoch wie 2023 und erreicht auch dieses Jahr wieder den zweithöchsten je gemessenen Wert in der von forsa durchgeführten Langzeitstudie. Dabei machen sich 94 Prozent der Befragten aktuell keine Sorgen, ihren Job zu verlieren.

Die Wechselbereitschaft setzt sich dabei aus zwei Kategorien zusammen:

  • den Erwerbstätigen, die konkret planen, in diesem Jahr den Arbeitgeber zu wechseln
  • sowie den Erwerbstätigen, die offen für einen Jobwechsel sind, aber noch keine konkreten Schritte unternommen haben.

Unterschiede bei derJobwechselbereitschaft 

  • Bei den 18- bis 29-Jährigen sind mit 49 Prozent deutlich mehr Beschäftigte bereit für neue berufliche Herausforderungen (2024: 12 Prozent auf der Suche, 37 Prozent offen; 2023: 14 Prozent auf der Suche, 34 Prozent offen) als die Gesamtheit der Befragten. Allerdings macht sich diese Generation auch die meisten Sorgen, dass ihnen der Job gekündigt werden könnte (88 Prozent). 
  • Auch bei den Geschlechtern hat sich die Lage geändert. Während die Werte für Männer und Frauen im letzten Jahr noch auseinander lagen, haben sie sich weitgehend angeglichen: 36 Prozent der Männer (2023: 40 Prozent) und 37 Prozent der Frauen (2023: 35 Prozent) sind jobwechselbereit. Langfristig bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bleiben wollen 62 Prozent der Männer (2023: 58 Prozent) und 60 Prozent der Frauen (2023: 63 Prozent).

Gründe für den Jobwechsel

Für diejenigen, die offen für einen Arbeitgeberwechsel sind, spielen folgende Gründe eine Rolle:

  • Gehalt (73 Prozent),
  • ein attraktiver Standort (65 Prozent),
  • eine flexible Arbeitszeiteinteilung (64 Prozent) 
  • ein langfristig sicherer Job sowie gutes Führungsverhalten (je 62 Prozent)

Bei denjenigen, die bei ihrem Arbeitgeber bleiben wollen, sind das die ausschlaggebenden Gründe:

  • ein langfristig sicherer Job (75 Prozent),
  • gutes Führungsverhalten (69 Prozent),
  • eine flexible Arbeitszeiteinteilung (59 Prozent),
  • ein sinnerfüllender Job (58 Prozent) und
  • ein attraktiver Unternehmensstandort (57 Prozent) 

Inflation und steigende Lebenshaltungskosten sind für 53 Prozent der Beschäftigten der wichtigste Grund, warum sie 2024 nach einer Lohnerhöhung fragen würden. Am zweithäufigsten wird das Übernehmen von mehr Verantwortung und/oder Aufgaben genannt (38 %).

Das wünschen sich Beschäftigte vom neuen Arbeitgeber

  • ein langfristig sicherer Job: 69 Prozent 
  • gutes Führungsverhalten: 66 Prozent (2023: 63 Prozent; 2022: 59 Prozent)
  • ein höheren Gehalt (61 Prozent; 2023: 67 Prozent; 2022: 54 Prozent),
  • flexibler Arbeitszeiteinteilung (61 Prozent; 2023: 66 Prozent; 2022: 57 Prozent) 
  • attraktiven (z.B. gut erreichbaren) Standort (60 Prozent)

Hintergrund/Quelle:

Die forsa-Online-Umfrage wurde im Januar 2024 unter 3.200 volljährigen Erwerbstätigen (Arbeitende und Angestellte) in Deutschland sowie in Österreich (N = 1.009) und der deutschsprachigen Schweiz (N = 500) im Auftrag von XING durchgeführt.

© bund-verlag.de (ls)

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