Wenn das Homeoffice die Karriere ausbremst
Ein groß angelegtes Experiment des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat es ans Licht gebracht: Beschäftigte mit hohem Homeoffice-Anteil, vor allem Kinderlose und Väter, gelten der Studie zufolge als weniger engagiert. Der Karriereknick ist also vorprogrammiert, wenn mobiles Arbeiten Bestandteil der eigenen Work-Life-Balance ist? Nein!
Denn ein Instrument der betrieblichen Mitbestimmung kann Abhilfe schaffen: Die Betriebsvereinbarung. Zumindest dann, wenn sie für alle Beschäftigten des Unternehmens gilt. In diesem Fall werden Personen, die wöchentlich ein oder zwei Tage von zu Hause aus arbeiten, als genau so engagiert angesehen wie Personen, die vom mobilen Arbeiten keinen Gebrauch machen. Auch ein höherer Homeoffice-Anteil fällt dann bei der Beurteilung kaum negativ ins Gewicht.
Betriebsrat soll Einfluss geltend machen
Grundlage für die neuen Erkenntnisse der Hans-Böckler-Stiftung war ein Experiment, bei dem rund 5000 Befragte – Erwerbstätige und Arbeitsuchende – zu imaginären Musterkolleg*innen Empfehlungen für deren Karriereleiter abgeben mussten.
Betriebsräte seien gut beraten, eine Vereinbarung zum hybriden Arbeiten für alle Beschäftigtengruppen abzuschließen und damit die Verbreitung der Homeoffice-Nutzung im Betrieb zu fördern, lautet das Fazit der Forschenden.
Die komplette Studie finden Sie hier
Quelle
Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung vom 6.3.2025
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